Die Kurzfassung für Eilige
- Gesamt-Verdict: Webflow gewinnt in der Gesamtwertung, weil es bei Design, Inhaltsverwaltung, SEO und Mehrsprachigkeit deutlich weiter reicht. Für Selbermacher ohne Designer ist Squarespace trotzdem die bessere Wahl, weil das Ergebnis schneller und mit weniger Fehlern steht.
- Zielgruppe: Squarespace ist für Kreative, Selbstständige und kleine Marken gebaut, die alles inklusive wollen. Das Designer-Werkzeug ist der Standard in Agenturen und Design-Teams, die eine individuelle Website ohne klassische Entwicklung bauen.
- Preise: Squarespace liegt bei Jahreszahlung bei rund 12 bis 69 Euro pro Monat, alles inklusive. Webflow beginnt bei 15 Dollar für den Site-Plan, mit Inhaltsverwaltung bei 25 Dollar, dazu kommen je nach Setup Workspace, Sitzplätze, Lokalisierung und der Shop-Tarif. Stand September 2026, laut Anbieter.
- Lernkurve: Den Baukasten beherrschen Sie an einem Nachmittag. Bei Webflow rechnen Sie mit Wochen, wenn Sie HTML und CSS nicht kennen, oder Sie beauftragen einen Profi.
- Ausstieg: Webflow exportiert HTML, CSS, JavaScript und die Inhalte als CSV. Der Baukasten exportiert Seiten und Blog als XML, aber weder Shop noch Galerien.
Wie wir bewerten: Webflow vs Squarespace aus der Agentur-Praxis
Wir bewerten beide Plattformen aus der Sicht, die uns in Kundenprojekten am häufigsten begegnet: Eine Kreative, ein Berater oder eine kleine Marke braucht eine Website, die gut aussieht, verkauft und sich später pflegen lässt, ohne dass jede Änderung eine Rechnung auslöst. Die Kriterien sind Design-Freiheit, Lernkurve, Inhaltsverwaltung, Preise in Dollar und Euro, Shop-Funktionen, SEO, Performance, Mehrsprachigkeit, Blog, die Übergabe an Kunden, der Export und die Datenschutz-Lage in Deutschland. Wir nennen keine erfundenen Messreihen, sondern Listenpreise, Funktionen und das, was wir beim Bauen und Umziehen von Websites auf beiden Plattformen regelmäßig erleben.
Webflow und Squarespace im direkten Vergleich

Webflow
Webflow ist ein visuelles Werkzeug für Web Design, das im Hintergrund echten HTML-, CSS- und JavaScript-Code erzeugt. Sie arbeiten im Designer mit Box-Modell, Klassen, Flexbox und Grid, also mit denselben Konzepten, die ein Frontend-Entwickler nutzt, nur ohne Tippen. Dazu kommen ein CMS mit Collections für Blog, Referenzen, Team oder Standorte, Interaktionen für Animationen, eine Lokalisierung als Add-on und ein Code-Export. Sie bekommen damit fast die Freiheit einer handgebauten Website, verlangt aber ein Verständnis dafür, wie Websites aufgebaut sind. Wer das nicht mitbringt, lernt über die Webflow University oder beauftragt eine Agentur. In Deutschland ist es inzwischen der Standard bei Design-Teams, Startups und Agenturen, die individuelle Marken-Websites bauen.
Stärken
- Volle Kontrolle über Layout, Typografie und Interaktionen
- Collections mit eigenen Feldern, Referenzen und dynamischen Seiten
- Lokalisierung mit eigenen URLs und hreflang als Add-on
- Code-Export und sauberer Quelltext, gute SEO-Grundlage
Schwächen
- Steile Lernkurve, ohne CSS-Verständnis kaum zu bedienen
- Site-Plan plus Workspace-Plan, Preise in Dollar, Oberfläche auf Englisch
- Shop (Webflow Ecommerce) schwach, ab 29 $ mit 2 % Gebühr
- Kein Telefon-Support, kein deutscher Support

Squarespace
Squarespace ist der Baukasten, bei dem das Ergebnis auch ohne Designer nach etwas aussieht. Sie wählen eine Vorlage aus der Template-Familie 7.1, passen Farben, Schriften und Abschnitte an und verschieben Inhalte per Drag and Drop auf dem Raster der Fluid Engine. Der Baukasten bietet dazu alles, was eine kleine Marke braucht: Hosting, Domain im ersten Jahr, Shop, Blog, Newsletter über Email Campaigns, Mitgliederbereiche, Kurse, Formulare und mit Acuity eine Terminbuchung. Die Grenzen sind die andere Seite derselben Medaille: Wer das Layout verlassen will, das die Vorlage vorgibt, landet schnell bei Code-Injection und Workarounds. Es gibt keine native Mehrsprachigkeit, keine frei definierbaren Inhaltstypen und keinen Code-Export.
Stärken
- Stimmige Vorlagen, in Stunden statt Wochen zum Ergebnis
- Alles inklusive: Shop, Blog, Newsletter, Mitglieder, Terminbuchung
- Ein Preis in Euro, deutschsprachige Oberfläche und Hilfe
- Guter Blog, ordentlicher Shop für kleine Sortimente
Schwächen
- Design nur innerhalb der Vorlagenlogik, keine CSS-Kontrolle ohne Umwege
- Keine native Mehrsprachigkeit
- Kein Code-Export, XML-Export ohne Shop und Galerien
- 2 % Transaktionsgebühr im Basic-Tarif
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Wir sagen Ihnen in 30 Minuten ehrlich, ob Squarespace reicht, ob sich Webflow lohnt oder ob Ihr Vorhaben eine andere Basis braucht.
Vergleichstabelle: Webflow vs Squarespace
| Kriterium | Webflow | Squarespace |
|---|---|---|
| Preismodell | Site-Plan je Website plus Workspace-Plan je Konto, Preise in US-Dollar, Add-ons für Shop, Lokalisierung, Analyse | Ein Tarif je Website, alles inklusive, Preise in Euro zzgl. USt., 14 Tage Test |
| Einstiegspreis (Stand September 2026, laut Anbieter) | Basic 15 $ / Monat ohne Collections, Premium 25 $ / Monat mit CMS, jeweils bei Jahreszahlung | Basic ca. 12 € / Monat, Core ca. 18 € / Monat bei Jahreszahlung |
| Shop-Tarif | Ecommerce Standard 29 $ (2 % Gebühr), Plus 74 $, Advanced 212 $ | Verkauf ab Basic (2 % Gebühr), ab Core 0 %, Plus ca. 32 €, Advanced ca. 69 € |
| Design-Ansatz | Freier Designer mit Box-Modell, Klassen, Flexbox, Grid, Interaktionen | Vorlagen der Familie 7.1, Fluid Engine mit Raster, Design-Einstellungen |
| CMS | Collections mit eigenen Feldern, Referenzen, dynamische Seiten, CSV-Import | Blog, Events, Produkte, Portfolio als feste Inhaltstypen |
| Lernkurve | Hoch, HTML- und CSS-Verständnis nötig, Webflow University hilft | Niedrig, an einem Tag produktiv |
| Mehrsprachigkeit | Localize Essential ab 9 $ je Sprache und Monat, Advanced ab 29 $, mit eigenen URLs und hreflang | Nicht nativ, nur duplizierte Seiten oder Drittanbieter wie Weglot |
| Hosting und Serverstandort | Vom Anbieter verwaltet, AWS mit globalem CDN, US-Unternehmen | Vom Anbieter verwaltet, Infrastruktur überwiegend in den USA, US-Unternehmen |
| Zahlungsanbieter im Shop | Stripe, PayPal; Apple Pay und Google Pay über Stripe | Stripe, PayPal, Squarespace Payments je nach Land, Klarna über Stripe |
| Erweiterungen | Apps-Marktplatz, eigener Code (CSS, JavaScript), API, Zapier, Make | Extensions-Verzeichnis, Code-Injection ab Core, Zapier |
| Export / Umzug | HTML, CSS, JS und Assets als ZIP, Inhalte als CSV | XML von Seiten und Blog im WordPress-Format, ohne Shop und Galerien |
| Support | E-Mail und Chat auf Englisch, Community, Webflow University | E-Mail und Chat, Hilfe-Center auf Deutsch, kein Telefon |
| Zielgruppe | Agenturen, Design-Teams, Startups, Marken mit eigenem Look | Kreative, Fotografen, Berater, Coaches, kleine Marken |
Empfehlung nach Use-Case: Webflow oder Squarespace?
Squarespace
Fotografinnen, Coaches, Berater, Yoga-Studios, Autorinnen und kleine Labels bekommen hier in ein paar Tagen eine Seite, die seriös wirkt und Shop, Newsletter und Terminbuchung gleich mitbringt. Solange Sie mit einer Sprache auskommen und die Vorlage nicht verbiegen wollen, ist das die entspannte Wahl.
Webflow
Startups, Agenturen, SaaS-Firmen und Marken mit eigener Gestaltungslinie bauen damit eine Website, die sich nicht nach Baukasten anfühlt. Die Collections tragen Blog, Referenzen und Landingpages, die Lokalisierung deckt mehrere Sprachen ab, und nach der Übergabe pflegen Ihre Mitarbeiter Inhalte im Editor, ohne das Design zu gefährden.
Shopify, WordPress oder Agentur
Weder Webflows Shop-Modul noch der Shop des Baukastens sind für Sortimente mit Warenwirtschaft, Marktplätzen und komplexen Versandregeln gebaut. Und wer mit Tausenden Inhaltsseiten arbeiten will, stößt bei beiden an Limits. Dann lohnt sich Shopify für den Handel, WordPress für Content oder eine professionell erstellte Website.
Webflow und Squarespace im Detail: der Ratgeber
Design-Freiheit: CSS-Logik gegen Vorlagenlogik
Der Hauptunterschied zwischen Webflow und Squarespace liegt in der Frage, wer das Layout bestimmt. Bei Squarespace ist es die Vorlage. Sie wählen ein Template, arbeiten mit Abschnitten, Blöcken und dem Raster der Fluid Engine und passen über Design-Einstellungen Farben, Schriftpakete, Abstände und Button-Formen an. Das ist bewusst begrenzt, und genau deshalb sehen Squarespace-Seiten von Laien im Schnitt besser aus als Seiten aus freieren Editoren. Wer eine Idee hat, die die Vorlage nicht vorsieht, etwa ein asymmetrisches Raster, eine besondere Navigation oder ein Element, das beim Scrollen reagiert, braucht Code-Injection und findet sich schnell in Foren wieder.
Bei Webflow bestimmen Sie das Layout. Der Designer bildet das Box-Modell von CSS ab: Container, Flexbox, Grid, Positionierung, Klassen und Kombi-Klassen, Breakpoints und Zustände. Es gibt Vorlagen, aber Profis bauen meist von einer leeren Seite aus oder mit einem Design System aus wiederverwendbaren Komponenten, Variablen und Stilen. Interaktionen und Animationen entstehen ohne JavaScript per Timeline, seit der Übernahme von GSAP mit deutlich mehr Möglichkeiten. Der Preis dafür ist, dass der Designer Sie nicht vor Fehlern schützt. Wer nicht weiß, warum ein Element aus dem Container fällt, sitzt fest. In Kundenprojekten sehen wir daher beides: begeisterte Designer, die damit endlich ohne Entwickler arbeiten, und Selbstständige, die nach zwei Wochenenden aufgeben und zum Baukasten zurückgehen.
Lernkurve und Benutzerfreundlichkeit: Was ist einfacher für Anfänger?
Squarespace ist für Anfänger die klar einfachere Plattform. Die Oberfläche ist auf Deutsch, der geführte Start mit Blueprint stellt Ihnen aus ein paar Antworten eine erste Seite zusammen, und die meisten Entscheidungen sind schon getroffen. An einem Nachmittag steht ein Entwurf, an einem Wochenende eine Website. Das Designer-Werkzeug verlangt dagegen, dass Sie Begriffe wie Padding, Margin, Klasse und relative Positionierung verstehen. Die Webflow University ist die beste kostenlose Ausbildung, die ein Website-Builder anbietet, mit Kursen, die von den Grundlagen bis zu den Collections reichen, aber sie kostet Zeit. Rechnen Sie ohne Vorkenntnisse mit mehreren Wochen, bis Sie eine Website bauen, die Sie auch zeigen wollen. Wer es für ein einziges Projekt lernen will, sollte sich ehrlich fragen, ob die Zeit nicht besser in Inhalte fließt.
CMS: Collections gegen feste Inhaltstypen
Die Inhaltsverwaltung ist der Punkt, an dem sich die Plattformen am stärksten unterscheiden, und der, den Einsteiger am meisten unterschätzen. Bei Squarespace gibt es feste Inhaltstypen: Blogbeiträge, Events, Produkte, Portfolio-Einträge, jeweils mit vorgegebenen Feldern. Für einen Blog oder ein Portfolio reicht das vollständig. Bei Webflow definieren Sie eigene Collections mit beliebigen Feldern: Referenzen mit Branche, Leistung und Zitat, Standorte mit Öffnungszeiten und Karte, Team mit Rolle und Foto, Glossar, Stellenanzeigen. Jede Collection erzeugt automatisch Detailseiten aus einer Vorlage, Inhalte lassen sich per CSV importieren und über die API oder Zapier aus anderen Systemen befüllen. Für Marken, die viele strukturierte Inhalte pflegen, sind die Collections der Grund, die Lernkurve in Kauf zu nehmen. Die Limits sind auf der Preisseite dokumentiert; der Premium-Plan trägt laut Anbieter 20.000 Einträge.
Preise (Pricing): Was kosten Webflow und Squarespace 2026?
Squarespace ist einfach zu kalkulieren. Stand September 2026 liegen die Tarife laut Anbieter bei Jahreszahlung bei rund 12 Euro pro Monat für Basic, 18 Euro für Core, 32 Euro für Plus und 69 Euro für Advanced, zuzüglich Umsatzsteuer und bei Monatszahlung spürbar teurer. Verkaufen können Sie ab Basic, zahlen dort aber 2 Prozent Transaktionsgebühr auf Shop-Umsätze und 7 Prozent auf digitale Produkte; ab Core entfällt die Shop-Gebühr, die Gebühr für digitale Produkte sinkt stufenweise. Newsletter über Email Campaigns gibt es ab Core, Mitgliederbereiche und Kurse in allen Tarifen, Terminbuchung über Acuity Scheduling separat. Einen Gratis-Tarif gibt es nicht, dafür 14 Tage Test ohne Kreditkarte.
Webflow rechnet in US-Dollar und in zwei Ebenen. Der Site-Plan gehört zur Website: Basic für 15 Dollar pro Monat bei Jahreszahlung ohne Collections, Premium für 25 Dollar mit CMS und gestaffelter Bandbreite; darunter ein kostenloser Starter-Plan mit webflow.io-Subdomain zum Bauen und Lernen. Der Workspace-Plan gehört zum Konto: Für Einzelpersonen ist Starter kostenlos, Core kostet 19 Dollar und bringt unter anderem Code-Export und eigenen Code mit, Growth 49 Dollar; Freelancer zahlen 16 Dollar, Agenturen 35 Dollar, jeweils pro Monat bei Jahreszahlung, und zusätzliche vollwertige Sitzplätze kosten 39 Dollar. Wer verkaufen will, bucht statt des Site-Plans einen Ecommerce-Plan: Standard 29 Dollar mit 2 Prozent Gebühr, Plus 74 Dollar, Advanced 212 Dollar. Mehrsprachigkeit kommt als Add-on Localize Essential ab 9 Dollar je Sprache und Monat dazu, Advanced ab 29 Dollar. Alle Angaben Stand September 2026, laut Anbieter.
| Bedarf | Webflow (Jahreszahlung, laut Anbieter) | Squarespace (ca. € / Monat, jährlich) |
|---|---|---|
| Visitenkarten-Seite ohne Blog | Basic 15 $ plus kostenloser Starter-Workspace | Basic, ca. 12 |
| Marken-Website mit Blog und Referenzen | Premium 25 $, für Code-Export Core-Workspace 19 $ | Core, ca. 18 |
| Website in Deutsch und Englisch | Premium 25 $ plus Localize ab 9 $ je Sprache | Kein nativer Weg, Weglot oder duplizierte Seiten |
| Kleiner Shop ohne Anbieter-Provision | Ecommerce Plus 74 $ | Core, ca. 18 |
Unterm Strich ist der Baukasten für eine einsprachige Seite mit kleinem Shop deutlich günstiger und berechenbarer. Die Rechnung wird teuer, sobald Shop, mehrere Sprachen oder mehrere Bearbeiter dazukommen, und Sie bezahlen zusätzlich denjenigen, der es baut. Für Agenturen und Design-Teams ist das kein Nachteil, weil die Website ohnehin ein Projekt ist; für Selbstständige ist es ein Argument.
Shop-Funktionen: Webflow Ecommerce gegen Squarespace Commerce
Beim Onlineshop hat Squarespace die Nase vorn. Der Shop ist im Tarif enthalten, kennt Varianten, Lagerbestand, Rabattcodes, digitale Produkte, Abos und Point of Sale für den Verkauf vor Ort, und er sieht auch ohne Anpassung nach etwas aus. Für Fotografen, Designer, kleine Labels und Kursanbieter ist das ausreichend. Webflow Ecommerce ist ein Zusatzmodul, das gestalterisch alles erlaubt, funktional aber dahinter liegt: wenige Zahlungsanbieter, keine eingebauten Abos, kaum Schnittstellen zu Marktplätzen, und ab 29 Dollar mit Transaktionsgebühr. Wer dort ernsthaft verkaufen will, bindet meist Shopify per Buy Button oder ein externes Shopsystem an. Und wer den Shop als Kerngeschäft plant, mit Hunderten Artikeln, Warenwirtschaft und Marktplätzen, nimmt keine der beiden Plattformen, sondern Shopify oder ein Shopsystem mit Schnittstellen.
SEO: Sitemaps, URLs und strukturierte Daten
Beide Plattformen decken die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung ab: editierbare Titel und Meta-Beschreibungen, saubere URLs, automatische Sitemaps, Canonical-Tags, Alt-Texte, 301-Weiterleitungen, TLS-Zertifikate und die Anbindung an Google Search Console und Analytics. Wer die Vergleichsseiten der Anbieter liest, findet dort naturgemäß den jeweils anderen als schwächer, und auch englische Suchanfragen wie „is Webflow better than Squarespace“ oder „Squarespace is easier“ landen meist auf diesen Anbieterseiten; in der Praxis ist der Unterschied kleiner als beworben. Webflow gibt Ihnen allerdings mehr Kontrolle: Titel und Beschreibungen lassen sich aus Collection-Feldern zusammensetzen, strukturierte Daten kommen als eigener Code auf jede Vorlage, die robots.txt ist editierbar, und der Quelltext ist schlank, weil nur das ausgeliefert wird, was Sie gebaut haben. Squarespace ist auf dem Niveau eines guten Baukastens: solide, wenig Stellschrauben, strukturierte Daten jenseits der Standardfälle nur per Code-Injection. Für lokale Firmen und kleine Marken reicht beides; für Content-Strategien mit vielen Landingpages ist Webflow wegen der Collections die bessere Basis, WordPress oft noch besser. Wie der Vergleich mit WordPress ausgeht, steht in unserem Vergleich WordPress vs Webflow.
Performance und Hosting
Webflow hostet auf Amazon Web Services mit einem globalen Content Delivery Network, Squarespace auf eigener Infrastruktur, ebenfalls mit CDN. Beide kümmern sich um TLS, Backups und Updates, und bei beiden haben Sie auf das Hosting keinen Einfluss. Der Unterschied liegt im ausgelieferten Code: Eine sauber gebaute Webflow-Seite lädt wenig JavaScript und lässt sich auf gute Core Web Vitals hin optimieren, weil Sie jedes Element kontrollieren. Der Baukasten liefert je nach Vorlage und Blöcken mehr Skripte mit, die Sie nicht abschalten können. Wir nennen bewusst keine Messwerte, weil in der Praxis Hero-Videos, unkomprimierte Fotos und Schriftpakete jede Plattform bremsen. Wer Performance ernst nimmt, gewinnt dort mehr Spielraum, muss ihn aber auch nutzen.
Mehrsprachigkeit: Webflow Localization gegen die Squarespace-Grenzen
Für viele Firmen in Deutschland ist das der entscheidende Punkt. Webflow bringt mit Localize eine echte Lokalisierung mit: Jede Sprache bekommt eigene URLs, hreflang-Angaben, übersetzte Inhalte in statischen Seiten und in Collections, übersetzte SEO-Felder und auf Wunsch eine maschinelle Vorübersetzung. Das kostet je Sprache extra, ab 9 Dollar im Monat für Essential, ab 29 Dollar für Advanced, ist aber sauber gelöst. Squarespace hat bis heute keine native Mehrsprachigkeit. Der übliche Weg ist, jede Seite zu duplizieren und in einer zweiten Navigation abzulegen, oder Weglot als Drittanbieter einzubinden, was monatlich kostet und die Seite technisch komplexer macht. Wenn Sie Deutsch und Englisch brauchen, entscheidet dieser Punkt den Vergleich von Squarespace und Webflow fast von allein.
Blog, Newsletter und Marketing
Beim Blog ist Squarespace für Selbstschreiber die angenehmere Plattform: Kategorien, Tags, mehrere Autoren, geplante Veröffentlichung, Podcast-Feeds und eine Typografie, die man gerne liest, sind eingebaut. Dazu kommen Email Campaigns für Newsletter ab Core, Formulare, Social-Media-Anbindung und eine eingebaute Analytics-Ansicht. Der Konkurrent behandelt den Blog als Collection, was mehr Freiheit beim Layout bedeutet, aber auch, dass Sie das Blog-Design selbst bauen und Kommentare, Newsletter und Marketing-Automatisierung über externe Tools wie Mailchimp, Brevo oder HubSpot anbinden. Für E-Mail-Marketing empfehlen wir bei beiden Plattformen ohnehin ein eigenes Tool mit Schnittstelle, damit die Empfängerliste beim Umzug bei Ihnen bleibt.
Übergabe an Kunden: Editor-Rolle und Bearbeiter
Wer eine Website bauen lässt, sollte fragen, wie die Pflege danach aussieht. Bei Webflow ist das eingespielt: Die Agentur baut im eigenen Workspace, überträgt die Website in den Workspace des Kunden, und der Kunde pflegt Texte, Bilder und Collection-Einträge im Bearbeitungsmodus direkt auf der Seite, ohne Zugriff auf Klassen und Layout. Wer selbst Seiten aus Komponenten zusammensetzen soll, bekommt einen eingeschränkten Sitzplatz. Das Design bleibt geschützt, die Rechnung für den Site-Plan läuft beim Kunden. Bei Squarespace ist die Übergabe ebenfalls möglich, über Bearbeiter-Rollen und Squarespace Circle für Designer, aber die Trennung zwischen Design und Inhalt ist weicher: Wer Inhalte pflegt, kann meist auch Abschnitte verschieben und Farben ändern. Für Einzelunternehmer, die ohnehin alles selbst machen, spielt das keine Rolle. Für Teams mit mehreren Bearbeitern ist das Modell aus Site-Plan und Workspace die sicherere Struktur.
Export und Migration: Von Squarespace zu Webflow und zurück
Webflow exportiert Ihre Website als ZIP mit HTML, CSS, JavaScript und Assets, sofern der Workspace-Plan das erlaubt, und die Inhalte der Collections als CSV. Das ist mehr, als jeder andere Baukasten bietet, aber kein vollständiger Umzug: dynamische Inhalte, Formulare, Suche und Mitgliederbereiche funktionieren im Export nicht, weil sie das Hosting des Anbieters brauchen. Squarespace exportiert Seiten und Blogbeiträge als XML im WordPress-Format, jedoch keine Produkte, Galerien, Index-Seiten und kein Design. Eine Migration von Squarespace zu Webflow ist deshalb in der Praxis ein Neubau: Texte und Bilder retten, Blog per CSV in Collections importieren, Design neu aufsetzen, Weiterleitungen für alle alten URLs anlegen. In die andere Richtung gilt dasselbe. Die Domain lässt sich bei beiden problemlos übertragen oder umhängen, sie ist nicht das Problem. Das Problem sind Rankings, die verloren gehen, wenn Weiterleitungen fehlen.
DSGVO, Serverstandort und Cookie-Banner
Beide Unternehmen sitzen in den USA und hosten außerhalb der EU. Beide stellen einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit, stützen sich auf Standardvertragsklauseln und das Data Privacy Framework und lassen sich in Deutschland betreiben, sofern Datenschutzerklärung, Impressum und Einwilligungen sauber gepflegt sind. Einen Serverstandort Deutschland können Sie bei keinem der beiden wählen. Formulardaten liegen bei beiden in den USA, was für Praxen, Kanzleien und andere Berufe mit sensiblen Daten mit dem Datenschutzbeauftragten abgestimmt werden sollte. Beim Cookie-Banner ist Squarespace mit einem eingebauten Banner für die eigenen Cookies einen Schritt weiter; beim Konkurrenten fehlt er, dort übernehmen Consent-Tools wie Cookiebot oder Usercentrics. Sobald Google Analytics, Pixel oder eingebettete Videos im Spiel sind, brauchen Sie bei beiden Plattformen eine externe Consent-Lösung.
Ist Webflow immer noch das beste Werkzeug, und wer ist besser als Squarespace?
Webflow ist 2026 nach wie vor das Referenzwerkzeug für visuelles Web Design mit CMS, auch wenn Framer bei Animationen und Einstiegshürde inzwischen dicht dran ist; die Unterschiede haben wir in Framer vs Webflow beschrieben. Besser als Squarespace ist im Sinne von mehr Funktionen vor allem Wix, das Mehrsprachigkeit, Terminbuchung und Telefon-Support auf Deutsch mitbringt, gestalterisch aber weniger diszipliniert ist; den Vergleich finden Sie unter Wix vs Squarespace. Wer alle Anbieter nebeneinander sehen will, findet sie im Homepage-Baukasten-Vergleich. Und wenn Sie sich fragen, ob Sie überhaupt einen Baukasten brauchen oder ob sich ein Webdesign-Projekt mit Agentur lohnt, ist die ehrliche Antwort: Sobald die Website Ihr wichtigster Vertriebskanal ist, lohnt sich der Profi, und der arbeitet dann meist mit Webflow oder WordPress.
Endergebnis: neun Kategorien im Überblick
| Kategorie | Gewinner |
|---|---|
| Design-Freiheit | Webflow |
| Lernkurve und Einstieg | Squarespace |
| CMS | Webflow |
| Preise | Squarespace |
| Shop | Squarespace |
| SEO und Performance | Webflow |
| Mehrsprachigkeit | Webflow |
| Blog und Marketing | Squarespace |
| Übergabe und Export | Webflow |
Gibt es beim Vergleich von Webflow und Squarespace einen klaren Gewinner? In der Summe ja: Webflow, weil Design, Inhaltsverwaltung, SEO, Mehrsprachigkeit und Übergabe für Marken mit Anspruch schwerer wiegen als der bequemere Einstieg. Trotzdem raten wir den meisten Selbstständigen, die selbst bauen, zu Squarespace, weil dort in Tagen steht, was dort ohne Vorkenntnisse Wochen dauert und am Ende schlechter aussieht. Die Faustregel lautet: Squarespace, wenn Sie selbst bauen und ein gutes Standard-Design reicht. Webflow, wenn das Design individuell sein muss und ein Profi es baut. Und keines von beiden, wenn der Shop das Geschäft ist.
Häufige Fragen zu Webflow und Squarespace
Was ist der Hauptunterschied zwischen Webflow und Squarespace?
Squarespace ist ein geführter Baukasten: Vorlage wählen, Inhalte einsetzen, fertig, mit Hosting, Shop, Blog, Newsletter und Terminbuchung inklusive. Webflow ist ein Designer-Werkzeug, das echten HTML- und CSS-Code visuell erzeugt, mit eigenem CMS, Interaktionen, Lokalisierung und Code-Export. Bei Squarespace tauschen Sie Freiheit gegen Geschwindigkeit, bei Webflow ist es umgekehrt.
Ist Webflow besser als Squarespace?
Bei Design-Freiheit, Inhaltsverwaltung, SEO-Kontrolle, Mehrsprachigkeit und Übergabe an Kunden ist Webflow besser. Bei Einstieg, Preis, Shop und Blog für Selbstschreiber ist Squarespace besser. Für Marken, die einen Profi beauftragen, gewinnt Webflow; für Selbstständige, die selbst bauen, gewinnt der Baukasten.
Welche Plattform ist einfacher für Anfänger: Squarespace oder Webflow?
Squarespace ist deutlich einfacher. Die Oberfläche ist auf Deutsch, die Vorlagen nehmen Ihnen Gestaltungsentscheidungen ab, und an einem Wochenende steht eine Website. Webflow setzt ein Verständnis von HTML und CSS voraus; ohne Vorkenntnisse brauchen Sie mehrere Wochen mit der Webflow University, bis das Ergebnis vorzeigbar ist.
Was kostet Webflow im Vergleich zu Squarespace?
Stand September 2026, laut Anbieter: Squarespace kostet bei Jahreszahlung rund 12 Euro für Basic, 18 Euro für Core, 32 Euro für Plus und 69 Euro für Advanced pro Monat, zuzüglich Umsatzsteuer. Webflow berechnet einen Site-Plan mit 15 Dollar für Basic ohne Collections und 25 Dollar für Premium mit CMS, dazu je nach Bedarf einen Workspace-Plan ab 19 Dollar, Ecommerce ab 29 Dollar und Lokalisierung ab 9 Dollar je Sprache, jeweils pro Monat bei Jahreszahlung.
Ist Webflow oder Squarespace besser für SEO?
Beide erfüllen die Grundlagen: Titel, Meta-Beschreibungen, Sitemaps, saubere URLs, Weiterleitungen und Anbindung an die Search Console. Webflow bietet mehr Kontrolle, etwa SEO-Felder aus Collection-Daten, eigene strukturierte Daten je Vorlage, editierbare robots.txt und schlanken Quelltext. Für kleine Seiten reicht Squarespace, für Content-Strategien mit vielen Landingpages ist Webflow die bessere Basis.
Welche Plattform ist besser für E-Commerce, Squarespace oder Webflow?
Squarespace. Der Shop ist im Tarif enthalten, kennt Varianten, Lager, Rabatte, digitale Produkte, Abos und Point of Sale und ist ab Core ohne Transaktionsgebühr. Webflow Ecommerce ist ein Zusatzmodul ab 29 Dollar mit 2 Prozent Gebühr im Einstiegstarif, gestalterisch frei, funktional aber schwächer. Für größere Sortimente sind beide nicht die richtige Wahl, dann ist Shopify die bessere Basis.
Kann man eine Website von Squarespace zu Webflow migrieren?
Ja, aber es ist ein Neubau. Der Baukasten exportiert nur Seiten und Blogbeiträge als XML, ohne Produkte, Galerien und Design. Sie importieren Blogbeiträge per CSV in Collections, bauen das Design neu auf und legen 301-Weiterleitungen für alle alten URLs an. Die Domain lässt sich problemlos übertragen oder umhängen.
Ist Webflow 2026 besser als WordPress?
Das hängt vom Vorhaben ab. Webflow ist die bessere Wahl für Marken-Websites mit individuellem Design und überschaubarer Struktur, weil Hosting, Sicherheit und Updates inklusive sind und kein Plugin-Wildwuchs entsteht. WordPress ist besser, wenn Sie Tausende Inhaltsseiten, Schnittstellen, Mitgliederbereiche oder einen großen Shop mit WooCommerce brauchen und die Seite Ihnen gehören soll. Die Details stehen in unserem Vergleich WordPress vs Webflow.
Sie wollen es ernst angehen?
30 Minuten Gespräch mit uns, kostenlos. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob Squarespace reicht, ob sich Webflow lohnt oder ob Ihr Vorhaben eine eigene Website braucht.
