Brevo im Praxis-Test 2026*

Brevo (früher Sendinblue) ist der europäische Gegenentwurf zu Mailchimp: Free-Plan mit 300 Mails pro Tag, Bezahlung nach Versandvolumen statt Kontakten, CRM und Automationen inklusive. Wo das Tool stark ist und wo es Grenzen hat.

Was ist Brevo?

Brevo ist eine E-Mail-Marketing- und CRM-Plattform aus Paris, gegründet 2012 und bis Mai 2023 unter dem Namen Sendinblue bekannt. Die Plattform deckt Newsletter, Marketing-Automationen, Transaktionsmails, SMS- und WhatsApp-Kampagnen sowie ein kostenloses CRM ab. Zwei Dinge unterscheiden Brevo von den meisten Wettbewerbern: Abgerechnet wird nach versendeten E-Mails statt nach Kontaktanzahl, und die Daten liegen bei einem EU-Anbieter. Wir setzen Brevo bei STARK selbst in Kundenprojekten für Newsletter und Automationen ein - die Einschätzungen hier stammen also aus laufender Arbeit mit dem Tool.

Kernfunktionen

  • E-Mail-Kampagnen: Drag-and-Drop-Editor mit über 40 Vorlagen, Personalisierung und Segmentierung
  • Marketing-Automation: Visueller Workflow-Editor für Willkommensstrecken, Warenkorbabbrecher und Re-Engagement
  • CRM inklusive: Kontaktverwaltung mit Deals-Pipeline, ohne Aufpreis nutzbar
  • Transaktionsmails: Bestellbestätigungen und System-Mails über SMTP oder API aus derselben Plattform
  • SMS und WhatsApp: Kampagnen über weitere Kanäle, abgerechnet per Credits
  • Landing Pages und Formulare: Anmeldeformulare in allen Tarifen, Landing-Page-Editor ab Business

Stärken & Schwächen

Stärken

  • Dauerhaft kostenloser Plan mit 300 Mails pro Tag
  • Preis nach Versandvolumen, Kontakte kosten nichts extra
  • EU-Anbieter mit Datenhaltung in Europa
  • CRM und Transaktionsmails ohne Zusatz-Tool
  • Deutsche Oberfläche und deutschsprachiger Support

Schwächen

  • Automationen im Free- und Starter-Plan auf 2.000 Kontakte begrenzt
  • Brevo-Logo im Footer, Entfernung im Starter nur als Add-on
  • Landing Pages und A/B-Tests erst ab Business
  • Telefon-Support erst ab Business-Tarif

Pricing

Brevo hat vier Stufen: Free (0 €, 300 Mails pro Tag), Starter (ab 7 € pro Monat für 5.000 Mails, bis 69 € für 100.000 Mails), Business (ab 15 € pro Monat, bis 99 € für 100.000 Mails) und Enterprise mit individuellem Preis. Bei jährlicher Zahlung gibt es 10 % Rabatt. Der entscheidende Punkt: Sie zahlen für versendete E-Mails, nicht für die Größe Ihrer Liste - bis zu 100.000 Kontakte können Sie schon im Free-Plan speichern.

0 €
Free-Plan · 300 Mails / Tag · bezahlte Tarife ab 7 € / Monat
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Für wen sich Brevo lohnt

Brevo passt zu Unternehmen, die mit E-Mail-Marketing starten oder von einem teuren kontaktbasierten Anbieter wechseln wollen - und dabei Wert auf einen EU-Anbieter legen. Wer sehr komplexe Automationsstrecken mit Lead-Scoring auf Enterprise-Niveau braucht, findet bei ActiveCampaign mehr Tiefe, zahlt dort aber deutlich mehr.

  • Einsteiger: Der Free-Plan reicht für einen wöchentlichen Newsletter an eine mittlere vierstellige Liste.
  • KMU mit großen Listen: Versandbasierte Abrechnung spart bares Geld gegenüber Mailchimp und Co.
  • Online-Shops: Newsletter, Warenkorbabbrecher-Automationen und Transaktionsmails aus einem System.
  • Datenschutzbewusste Unternehmen: EU-Anbieter mit DSGVO-konformem Auftragsverarbeitungsvertrag.

Sie wollen Ihr E-Mail-Marketing aufsetzen lassen?

Wir richten Brevo für Sie ein: Listen, Anmeldeformulare, Willkommensstrecke und DSGVO-saubere Einbindung. Danach betreiben Sie es selbst weiter.

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E-Mail-Marketing mit Brevo: der Ratgeber

Sie wollen wissen, ob Brevo zu Ihrem Unternehmen passt - oder ob ein anderes Tool die bessere Wahl ist? Hier bekommen Sie den Hintergrund aus der Praxis, von der Preislogik bis zur Zustellbarkeit.

Kontaktbasierte vs. versandbasierte Preismodelle

Die meisten E-Mail-Marketing-Anbieter rechnen nach Kontakten ab: Je größer Ihre Liste, desto teurer der Tarif - unabhängig davon, wie oft Sie tatsächlich versenden. Das bestraft wachsende Listen und zwingt zu ständigem Aufräumen. Brevo dreht das Modell um: Sie zahlen für versendete E-Mails pro Monat, die Kontaktanzahl spielt für den Preis keine Rolle. Für Unternehmen mit großer Liste und moderater Versandfrequenz (etwa ein Newsletter pro Woche) ist das fast immer günstiger. Umgekehrt gilt: Wer an eine kleine Liste sehr häufig versendet, fährt mit kontaktbasierten Anbietern unter Umständen besser. Rechnen Sie vor der Entscheidung beide Modelle mit Ihren echten Zahlen durch - eine Übersicht der Anbieter und ihrer Preislogik finden Sie im Vergleich der besten E-Mail-Marketing-Tools.

Brevo vs. Alternativen: Mailchimp, CleverReach, ActiveCampaign, GetResponse

Der Markt ist groß, die Unterschiede liegen im Detail. So ordnet sich Brevo ein:

  • Mailchimp: Der bekannteste Name, starke Integrationen und Reports. Rechnet aber nach Kontakten ab und wird mit wachsender Liste schnell teuer. US-Anbieter, Datenverarbeitung außerhalb der EU.
  • CleverReach: Deutscher Anbieter mit Serverstandort Deutschland, solide für klassische Newsletter. Bei Automationen und CRM-Funktionen schlanker aufgestellt als Brevo.
  • ActiveCampaign: Die Referenz für komplexe Automationen und Lead-Scoring. Deutlich teurer, kein dauerhafter Free-Plan, US-Anbieter. Lohnt sich, wenn Automatisierung Ihr Kerngeschäft trägt.
  • GetResponse: Breites Paket mit Webinaren und Funnels. Rechnet nach Kontakten ab, die Oberfläche wirkt an vielen Stellen überladener als bei Brevo.
  • Brevo: Versandbasierter Preis, EU-Anbieter, CRM und Transaktionsmails inklusive. Bei sehr komplexen Automationsstrecken weniger tief als ActiveCampaign.

Wenn es Ihnen vor allem um klassische Newsletter geht, hilft der separate Vergleich der besten Newsletter-Tools bei der Einordnung.

Automationen und Workflows in der Praxis

Der Automations-Editor von Brevo arbeitet visuell: Sie definieren einen Auslöser (Anmeldung, Kauf, Klick, Seitenbesuch), hängen Bedingungen und Wartezeiten an und lassen die Strecke laufen. Typische Einstiegs-Workflows sind die Willkommensserie nach Newsletter-Anmeldung, die Warenkorbabbrecher-Mail für Shops und Re-Engagement-Strecken für inaktive Kontakte. Wichtig zu wissen: Im Free- und Starter-Plan dürfen nur 2.000 Kontakte pro Monat in Automationen laufen. Für den Start reicht das, für wachsende Listen mit mehreren aktiven Strecken wird der Business-Tarif mit unbegrenzter Automation schnell Pflicht. Wie Sie solche Strecken in einen durchdachten Verkaufsprozess einbetten, zeigt unser Überblick zu den besten Sales-Funnel-Tools.

DSGVO und EU-Hosting

Brevo ist ein französisches Unternehmen mit Hauptsitz in Paris, die Kundendaten werden auf Servern in der EU gespeichert. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO ist im Account verfügbar, Double-Opt-in lässt sich in den Anmeldeformularen direkt aktivieren. Damit entfällt die Drittlandübermittlung, die bei US-Anbietern wie Mailchimp zusätzlichen Prüfaufwand bedeutet. Das nimmt Ihnen allerdings nicht die eigene Hausaufgabe ab: Einwilligungen sauber einholen, den Anbieter in der Datenschutzerklärung nennen und Abmeldungen technisch korrekt verarbeiten müssen Sie weiterhin selbst.

Brevo als CRM-Einstieg

Brevo liefert eine Sales-Plattform mit Kontaktverwaltung und Deals-Pipeline mit - ohne Aufpreis. Für kleine Teams, die bisher Anfragen in Excel oder im Posteingang verwalten, ist das ein pragmatischer Einstieg: Leads aus Formularen landen automatisch im selben System, in dem auch die E-Mail-Strecken laufen, und lassen sich nach Pipeline-Phase segmentieren. Ein vollwertiges Vertriebs-CRM mit Angebotswesen, Rechteverwaltung und tiefen Reports ersetzt das nicht. Wenn Ihr Vertrieb mehr braucht, lohnt der Blick in unseren Vergleich der besten CRM-Systeme - Brevo lässt sich per Integration auch neben einem dedizierten CRM betreiben.

Zustellbarkeit verbessern: damit Ihre Mails ankommen

Das beste Tool nützt nichts, wenn Ihre Mails im Spam-Ordner landen. Die Grundlagen gelten bei Brevo wie überall: Authentifizieren Sie Ihre Versanddomain per SPF, DKIM und DMARC - Brevo führt Sie in den Einstellungen durch die nötigen DNS-Einträge. Versenden Sie nur an Kontakte mit Double-Opt-in, entfernen Sie Hard Bounces und dauerhaft Inaktive regelmäßig und bauen Sie neue Domains mit kleinen Volumina langsam auf, statt sofort an die ganze Liste zu senden. Auch der Inhalt zählt: ein sauberes Text-Bild-Verhältnis, ein funktionierender Abmeldelink und eine Absenderadresse, auf die man antworten kann. Für sehr hohe Volumina bietet Brevo eine dedizierte IP als kostenpflichtige Option, für die meisten KMU ist die geteilte Infrastruktur ausreichend.

Häufige Fragen zu Brevo

Ist Brevo wirklich dauerhaft kostenlos?

Ja. Der Free-Plan ist zeitlich unbegrenzt und ohne Kreditkarte nutzbar. Er erlaubt 300 E-Mails pro Tag und die Verwaltung von bis zu 100.000 Kontakten. Einschränkungen: Brevo-Logo im Mail-Footer, Automationen nur für bis zu 2.000 Kontakte, keine Landing Pages und kein A/B-Testing.

Was kostet Brevo?

Neben dem Free-Plan gibt es Starter (ab 7 € pro Monat für 5.000 Mails, bis 69 € für 100.000 Mails), Business (ab 15 € pro Monat, bis 99 € für 100.000 Mails) und Enterprise mit individuellem Preis. Bei jährlicher Zahlung gewährt Brevo 10 % Rabatt. Abgerechnet wird nach Versandvolumen, nicht nach Kontaktanzahl.

Ist Brevo DSGVO-konform?

Brevo ist ein französisches Unternehmen mit Sitz in Paris und speichert Kundendaten auf Servern in der EU. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach DSGVO ist verfügbar, Double-Opt-in wird unterstützt. Damit ist Brevo eine der unkompliziertesten Optionen für datenschutzbewusste Unternehmen - die saubere Einwilligung Ihrer Empfänger bleibt aber Ihre Aufgabe.

Was ist der Unterschied zwischen Brevo und Sendinblue?

Keiner in der Sache: Sendinblue hat sich im Mai 2023 in Brevo umbenannt. Dahinter steht dasselbe Unternehmen aus Paris mit derselben Plattform. Bestehende Sendinblue-Accounts wurden automatisch zu Brevo-Accounts.

Kann Brevo auch Transaktionsmails versenden?

Ja. Brevo bietet Transaktionsmails über SMTP-Relay und API an - etwa für Bestellbestätigungen, Passwort-Resets oder Versandbenachrichtigungen. Marketing- und System-Mails laufen damit über eine Plattform, was Verwaltung und Auswertung vereinfacht und ein separates Versand-Tool überflüssig macht.

Welche Alternativen zu Brevo gibt es?

Die relevantesten Alternativen sind Mailchimp (bekannteste Plattform, kontaktbasierter Preis, US-Anbieter), CleverReach (deutscher Anbieter, stark für klassische Newsletter), ActiveCampaign (tiefste Automationen, deutlich teurer) und GetResponse (breites Paket mit Webinaren). Den vollständigen Vergleich finden Sie im Artikel Beste E-Mail-Marketing-Tools 2026.

Für wen ist Brevo nicht geeignet?

Brevo ist weniger geeignet für Teams, die sehr komplexe Automationsstrecken mit Lead-Scoring auf Enterprise-Niveau brauchen (dort ist ActiveCampaign tiefer), und für Vertriebe, die ein vollwertiges CRM mit Angebotswesen und Rechteverwaltung erwarten. Auch wer im Starter-Tarif Landing Pages oder A/B-Tests sucht, muss auf den Business-Plan upgraden.

Joshua Stark
Joshua Stark
Geschäftsführer STARK

Joshua leitet bei STARK die SEO- und Performance-Praxis. Über 120 Projekte für Mittelstand, SaaS und E-Commerce seit 2016.

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