Papierkram im Praxis-Test 2026*

Papierkram ist die deutsche Buchhaltungssoftware mit eingebauter Zeiterfassung - und dem großzügigsten Free-Tarif am Markt. Wo das Tool stark ist und wo die Grenzen liegen, lesen Sie hier.

Was ist Papierkram?

Papierkram ist eine Online-Buchhaltungssoftware für Freiberufler, Selbstständige und kleine Unternehmen. Entwickelt wird sie von der odacer finanzsoftware GmbH aus Wiesbaden, die Daten liegen auf Servern in Deutschland. Der Ansatz unterscheidet sich von den meisten Wettbewerbern: Zeiterfassung, Projekte und Buchhaltung sind von Anfang an ein System - nicht drei Tools, die per Schnittstelle zusammengehalten werden. In unserem Vergleich der besten Rechnungsprogramme 2026 ist Papierkram deshalb die erste Empfehlung für projektbasierte Freelancer.

Kernfunktionen

  • TimeTracker: Arbeitszeiten live erfassen, direkt mit Projekt und Aufgabe verknüpft
  • Projekte & Aufgaben: Budgets, Stundensätze und Auslastung pro Projekt im Blick
  • Angebote & Rechnungen: Vom Angebot zur Rechnung mit wenigen Klicks, eigenes Branding
  • E-Rechnung: XRechnung und ZUGFeRD erstellen und empfangen - schon im Free-Tarif
  • EÜR & UStVA: Einnahmen-Überschuss-Rechnung und Umsatzsteuervoranmeldung auf Knopfdruck
  • Belege & Banking: Digitales Belegarchiv mit Banksynchronisation (ab Tarif S)
  • DATEV-Export: Übergabe an die Steuerkanzlei ohne Zettelwirtschaft

Stärken & Schwächen

Stärken

  • Dauerhaft kostenloser Free-Tarif ohne Rechnungslimit
  • Native Zeiterfassung mit Projektbezug - am Markt selten
  • Erfasste Zeiten werden per Klick zu Rechnungspositionen
  • Server in Deutschland, DSGVO-konforme Verarbeitung
  • E-Rechnung (XRechnung, ZUGFeRD) bereits im Free-Tarif
  • Faire Preise: Bezahltarife ab 9,90 € netto pro Monat

Schwächen

  • Free-Tarif ohne UStVA/EÜR, Banking und GoBD-Zertifizierung
  • Auf EÜR ausgelegt - für bilanzierende Unternehmen ungeeignet
  • Weniger Drittanbieter-Integrationen als internationale Tools
  • Mobile App erst ab Tarif S
  • Nur 100 MB Speicher im Free-Tarif

Pricing

Papierkram bietet vier Tarife: Free (0 €), S (9,90 €), M (19,90 €) und L (39,90 €) - jeweils netto pro Monat bei jährlicher Zahlung, monatliche Abrechnung ist teurer (S 12,90 €, M 24,90 €, L 49,90 €). Die früheren Paketnamen Pro, Team und Business wurden in S, M und L umbenannt. Der Free-Tarif ist dauerhaft kostenlos, keine Testphase mit Ablaufdatum.

0 €
Free-Tarif dauerhaft · Bezahltarife ab 9,90 € / Monat (netto, jährlich)
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Für wen sich Papierkram lohnt

Papierkram ist die richtige Wahl für alle, die nach Stunden oder Projekten abrechnen und ihre Buchhaltung nicht in einem separaten Tool pflegen wollen. Wer vor allem Warenwirtschaft, Lagerhaltung oder doppelte Buchführung braucht, ist bei anderen Anbietern besser aufgehoben.

  • Designer, Texter, Entwickler: Zeiten erfassen, Projekt abrechnen, EÜR abgeben - alles in einem System.
  • Kleinunternehmer: Der Free-Tarif deckt Angebote, Rechnungen und E-Rechnung komplett ab.
  • Berater und Coaches: Projektbudgets und Stundensätze im Blick, Abrechnung ohne Excel-Nebenbuchhaltung.
  • Kleine Teams und Agenturen: Tarif L mit unbegrenzten Nutzern und 10 Bankkonten.

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Buchhaltung für Selbstständige im Detail: der Ratgeber

Sie wollen wissen, ob Papierkram wirklich zu Ihrer Arbeitsweise passt - oder ob sevdesk oder Lexware Office die bessere Wahl wären? Hier bekommen Sie den vollständigen Hintergrund aus der Praxis.

Buchhaltung mit eingebauter Zeiterfassung: das Alleinstellungsmerkmal

Die meisten Rechnungsprogramme behandeln Zeiterfassung als Nebenfunktion oder überlassen sie gleich einem Drittanbieter-Tool. Bei Papierkram ist es umgekehrt: Der TimeTracker ist das Herzstück. Sie starten die Uhr, ordnen die Zeit einem Projekt und einer Aufgabe zu und sehen jederzeit, wie viel Budget ein Projekt schon verbraucht hat. Für alle, die nach Stunden abrechnen, löst das ein reales Problem: Die klassische Kombination aus separatem Zeiterfassungs-Tool, Excel-Übertrag und Rechnungsprogramm kostet jeden Monat Zeit und produziert Übertragungsfehler. In Papierkram entfällt dieser Bruch komplett, weil erfasste Zeiten und Rechnungen im selben System leben. Kein anderes Tool aus unserem Rechnungsprogramm-Vergleich verbindet beides so eng.

Der Free-Plan als echter Einstieg

Kostenlose Tarife sind bei Buchhaltungssoftware oft Marketing: drei Rechnungen pro Monat, Wasserzeichen auf dem PDF, nach 30 Tagen ist Schluss. Der Free-Tarif von Papierkram ist anders aufgebaut. Er ist dauerhaft kostenlos und enthält Angebote, Rechnungen ohne Stücklimit, Zeiterfassung mit Projektbezug und sogar E-Rechnungen. Die Grenzen sind klar benannt: 100 MB Speicher, ein Nutzer, keine UStVA und EÜR, kein Banking und keine GoBD-zertifizierte Archivierung. Für Kleinunternehmer nach § 19 UStG mit überschaubarem Belegvolumen reicht das für den Start - und wer wächst, wechselt in den Tarif S, ohne Daten zu migrieren. Sie können Papierkram kostenlos anlegen und in Ruhe prüfen, ob die Arbeitsweise zu Ihnen passt. Eine Kreditkarte brauchen Sie dafür nicht.

Papierkram vs. sevdesk und Lexware Office

Die beiden größten Wettbewerber im deutschen Markt setzen andere Schwerpunkte. Eine ehrliche Einordnung:

  • sevdesk: Die meistgenutzte Lösung im DACH-Raum, stark bei Belegerkennung und internationalen Kunden. Zeiterfassung ist vorhanden, aber nicht der Kern des Produkts. Details im sevdesk Praxis-Test.
  • Lexware Office: Der Testsieger unseres Vergleichs bei E-Rechnung und Buchhaltungstiefe, ideal für alle mit Behörden- oder Unternehmenskunden. Bei der Zeiterfassung weniger stark. Details im Lexware Office Praxis-Test.
  • Papierkram: Die erste Wahl, wenn Zeiterfassung und Projektabrechnung im Zentrum stehen - und das einzige Tool mit einem dauerhaft kostenlosen Tarif ohne Rechnungslimit.

Kurz gesagt: Wer stunden- oder projektbasiert arbeitet, nimmt Papierkram. Wer vor allem Belege verarbeitet und Buchhaltungstiefe braucht, schaut sich sevdesk oder Lexware Office an. Den vollständigen Vergleich mit allen fünf Anbietern finden Sie im Artikel Beste Rechnungsprogramme 2026.

Von der Zeiterfassung zur Rechnung: der Workflow

Der typische Ablauf in Papierkram sieht so aus: Sie legen einen Kunden und ein Projekt an, hinterlegen den Stundensatz und starten bei der Arbeit den TimeTracker. Am Monatsende öffnen Sie das Projekt, markieren die noch nicht abgerechneten Zeiten und wandeln sie per Klick in Rechnungspositionen um - inklusive Tätigkeitsbeschreibung aus der Zeiterfassung. Die Rechnung geht als PDF oder E-Rechnung raus, der Zahlungseingang wird über die Banksynchronisation abgeglichen. Was an diesem Workflow in der Praxis überzeugt: Es gibt keine vergessenen Stunden mehr, weil jede erfasste Zeit sichtbar auf ihre Abrechnung wartet. Gerade bei mehreren parallelen Projekten summiert sich das schnell auf Beträge, die sonst schlicht verloren gehen.

E-Rechnung und GoBD

Seit 2025 müssen Unternehmen in Deutschland E-Rechnungen empfangen können, die Pflicht zum Versand wird schrittweise ausgeweitet. Papierkram unterstützt die beiden relevanten Formate XRechnung und ZUGFeRD - sowohl beim Erstellen als auch beim Empfangen, und das bereits im Free-Tarif. Bei der GoBD-konformen Archivierung gilt: Die zertifizierte, revisionssichere Ablage gibt es ab dem Tarif S, im Free-Tarif ist sie eingeschränkt. Wer seine Buchhaltung ernsthaft über Papierkram führt, sollte deshalb einen Bezahltarif nutzen und die Übergabe an die Steuerkanzlei per DATEV-Export klären. Aus unserer Marketing-Arbeit mit Steuerberatern wissen wir, wie viel Reibung unsaubere Belegübergaben auf beiden Seiten erzeugen - ein sauberer Export-Workflow spart Ihnen und Ihrer Kanzlei jeden Monat Zeit. Wichtig: Zu steuerlichen Fragen im Einzelfall berät Sie Ihre Steuerkanzlei, nicht die Software und nicht dieser Artikel.

Für wen Papierkram passt - und für wen nicht

Papierkram passt zu Selbstständigen und kleinen Teams, die ihre Einnahmen-Überschuss-Rechnung selbst vorbereiten, nach Zeit oder Projekt abrechnen und Wert auf einen deutschen Anbieter mit Servern in Deutschland legen. Auch der Preis spricht für das Tool: Der Tarif S deckt für die meisten Solo-Selbstständigen mit UStVA, EÜR, Banking und GoBD-Archivierung alles ab, was das Finanzamt sehen will. Nicht geeignet ist Papierkram für bilanzierende Unternehmen (GmbHs mit doppelter Buchführung), für Händler mit Warenwirtschafts-Bedarf und für alle, die eine integrierte Lohnbuchhaltung erwarten. In diesen Fällen lohnt der Blick auf die Alternativen aus unserem großen Vergleich.

Häufige Fragen zu Papierkram

Was kostet Papierkram?

Papierkram bietet vier Tarife: Free (0 €, dauerhaft kostenlos), S (9,90 €), M (19,90 €) und L (39,90 €) - jeweils netto pro Monat bei jährlicher Zahlung. Bei monatlicher Abrechnung kosten die Tarife 12,90 €, 24,90 € und 49,90 €. Die früheren Paketnamen Pro, Team und Business heißen heute S, M und L.

Ist Papierkram wirklich dauerhaft kostenlos?

Ja. Der Free-Tarif ist kein zeitlich begrenzter Test, sondern dauerhaft kostenlos - mit Angeboten, Rechnungen ohne Stücklimit, Zeiterfassung und E-Rechnung. Die Grenzen: 100 MB Speicher, ein Nutzer, keine UStVA/EÜR, kein Banking und keine GoBD-zertifizierte Archivierung. Dafür braucht es einen Bezahltarif ab 9,90 € netto pro Monat.

Wo werden die Daten von Papierkram gespeichert?

Papierkram wird von der odacer finanzsoftware GmbH aus Wiesbaden betrieben. Die Daten werden nach Angaben des Anbieters auf Servern in Deutschland und im Einklang mit der DSGVO gespeichert. Für alle, denen ein deutscher Anbieter mit deutschem Serverstandort wichtig ist, ist das ein klarer Pluspunkt gegenüber internationalen Tools.

Kann Papierkram E-Rechnungen erstellen und empfangen?

Ja. Papierkram unterstützt die Formate XRechnung und ZUGFeRD - sowohl beim Erstellen als auch beim Empfangen. Die E-Rechnungsfunktion ist bereits im kostenlosen Free-Tarif enthalten. Damit erfüllen Sie die seit 2025 geltende Pflicht, E-Rechnungen empfangen zu können, ohne zusätzliche Software.

Wie gut ist die Zeiterfassung in Papierkram?

Die Zeiterfassung ist das Herzstück von Papierkram und die stärkste am Markt: Der TimeTracker erfasst Arbeitszeiten live mit direkter Zuordnung zu Projekt und Aufgabe. Erfasste Zeiten wandeln Sie per Klick in Rechnungspositionen um. Für Designer, Entwickler und Berater, die nach Stunden abrechnen, ist das der Hauptgrund für Papierkram.

Was sind die besten Alternativen zu Papierkram?

Die relevantesten Alternativen sind sevdesk (stark bei Belegerkennung und internationalen Kunden) und Lexware Office (Testsieger bei E-Rechnung und Buchhaltungstiefe). Beide haben wir separat getestet: sevdesk Test und Lexware Office Test. Den vollständigen Vergleich finden Sie im Artikel Beste Rechnungsprogramme 2026.

Für wen ist Papierkram nicht geeignet?

Papierkram ist auf die Einnahmen-Überschuss-Rechnung ausgelegt. Bilanzierende Unternehmen mit doppelter Buchführung, Händler mit Warenwirtschafts-Bedarf und Firmen, die eine integrierte Lohnbuchhaltung erwarten, sind bei anderen Anbietern besser aufgehoben. Auch wer viele Drittanbieter-Integrationen braucht, findet bei internationalen Tools mehr Auswahl.

Joshua Stark
Joshua Stark
Geschäftsführer STARK

Joshua leitet bei STARK die SEO- und Performance-Praxis. Über 120 Projekte für Mittelstand, SaaS und E-Commerce seit 2016.

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