Lexware Office im Praxis-Test 2026*

Lexware Office (früher lexoffice) ist die meistdiskutierte Buchhaltungssoftware für Selbstständige und kleine Unternehmen in Deutschland. Vier Tarife, E-Rechnung, Banking, optionale Lohnabrechnung. Was das Tool wirklich kann - und wo es an Grenzen stößt.

Was ist Lexware Office?

Lexware Office ist eine cloudbasierte Buchhaltungs- und Rechnungssoftware der Haufe Group aus Freiburg. Bis September 2024 lief das Produkt unter dem Namen lexoffice. Die Software richtet sich an Selbstständige, Freelancer und kleine Unternehmen, die Rechnungen schreiben, Belege verwalten und ihre Buchhaltung ohne Steuerfach-Vorwissen führen wollen. In unserem Vergleich der besten Rechnungsprogramme hat Lexware Office den ersten Platz belegt - vor allem wegen der E-Rechnungsfunktionen und der Compliance-Ausstattung.

Kernfunktionen

  • Rechnungen & E-Rechnungen: Angebote, Rechnungen, Mahnungen - inklusive XRechnung und ZUGFeRD (ab Tarif M)
  • Belegerfassung: Belege per App-Scanner fotografieren, automatische Erkennung und Zuordnung
  • Multibanking: Konten anbinden, Zahlungen automatisch mit offenen Rechnungen abgleichen
  • Buchhaltung & Steuern: EÜR, GuV, Umsatzsteuer-Voranmeldung direkt per ELSTER (ab Tarif L)
  • Steuerberater-Zugang: Kostenloser Zugang für die Kanzlei plus DATEV-Schnittstelle
  • Lohn & Gehalt: Lohnabrechnung als zubuchbares Zusatzmodul, gestaffelt nach Mitarbeiterzahl
  • GoBD-konformes Archiv: Revisionssichere Aufbewahrung, TÜV-zertifiziert

Stärken & Schwächen

Stärken

  • XRechnung und ZUGFeRD vollständig unterstützt
  • TÜV-zertifiziert, GoBD-konforme Archivierung
  • DATEV-Schnittstelle und ELSTER-Anbindung eingebaut
  • Multibanking mit automatischem Zahlungsabgleich
  • Lohnabrechnung als Modul zubuchbar - selten in dieser Preisklasse
  • Monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit

Schwächen

  • Rechnungen schreiben erst ab Tarif M, nicht im S-Tarif
  • Voller E-Rechnungs- und API-Umfang erst im XL-Tarif
  • Zeiterfassung nur begrenzt vorhanden
  • Preis steigt mit dem Funktionsumfang merklich

Pricing

Lexware Office gibt es in vier Tarifen: S (7,90 €), M (12,90 €), L (21,90 €) und XL (32,90 €) - jeweils netto pro Monat, monatlich kündbar und ohne Mindestlaufzeit. Der S-Tarif deckt Belegerfassung, Banking und Steuerberater-Zugang ab. Rechnungen, Angebote und E-Rechnungen kommen mit dem M-Tarif dazu, die komplette Buchhaltung mit EÜR und Umsatzsteuer-Voranmeldung mit dem L-Tarif. Der XL-Tarif ergänzt EU-Rechnungen, Abschlagsrechnungen und die Public API. Getestet wird 30 Tage kostenlos - mit vollem XL-Umfang inklusive Lohn-Modul. Für Neukunden gibt es regelmäßig Rabattaktionen auf die ersten Monate.

ab 7,90 €
/ Monat netto · 30 Tage kostenlos testen · monatlich kündbar
Lexware Office 30 Tage testen

Für wen sich Lexware Office lohnt

Lexware Office ist die richtige Wahl für Selbstständige und kleine Unternehmen, die eine rechtssichere Buchhaltung mit E-Rechnung, ELSTER und Steuerberater-Anbindung wollen, ohne sich in Buchhaltungssoftware alter Schule einzuarbeiten. Wer vor allem Zeiten auf Projekte erfassen und abrechnen will, ist bei spezialisierten Tools besser aufgehoben.

  • Freelancer mit Behörden- oder Unternehmenskunden: XRechnung und ZUGFeRD sind hier Pflicht - Lexware Office deckt beides ab.
  • Wachsende KMU: Vom Rechnungstool bis zur kompletten Buchhaltung mit Lohnabrechnung in einem System, das mitwächst.
  • Unternehmen mit Steuerberater: Kanzlei-Zugang und DATEV-Export sparen die monatliche Belege-Übergabe per Schuhkarton oder E-Mail.
  • Arbeitgeber mit wenigen Angestellten: Das Lohn-Modul rechnet Gehälter direkt in der gleichen Umgebung ab.

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Beratung anfragen

Lexware Office im Detail: der Ratgeber

Sie wollen wissen, ob Lexware Office wirklich zu Ihrem Unternehmen passt - oder ob eine Alternative die bessere Wahl ist? Hier bekommen Sie den vollständigen Hintergrund aus der Praxis.

Von lexoffice zu Lexware Office - was sich geändert hat

Im September 2024 hat die Haufe Group ihr Cloud-Produkt lexoffice in Lexware Office umbenannt. Der Grund: Die getrennten Markennamen Lexware und lexoffice haben bei Kunden eher Fragen aufgeworfen als Orientierung gestiftet. Am Produkt selbst hat sich durch die Umbenennung nichts geändert - Funktionen, Verträge und Konditionen liefen unverändert weiter. Wenn Sie also in älteren Vergleichen oder Foren von lexoffice lesen, ist damit dieselbe Software gemeint. Für die Einordnung: Lexware Office ist das Cloud-Produkt für Selbstständige und kleine Unternehmen. Daneben verkauft Lexware weiterhin klassische Desktop-Software für größere Betriebe - das ist ein anderes Produkt mit anderem Preismodell.

E-Rechnungspflicht: warum das Thema jetzt zählt

Seit dem 1. Januar 2025 müssen Unternehmen in Deutschland E-Rechnungen im B2B-Geschäft empfangen können - eine einfache PDF genügt dafür nicht, gefordert sind strukturierte Formate wie XRechnung oder ZUGFeRD. Für das Ausstellen gelten Übergangsfristen: Bis Ende 2026 dürfen Unternehmen mit Zustimmung des Empfängers noch Papier- und PDF-Rechnungen versenden, danach wird die Pflicht schrittweise scharf gestellt. Wer öffentliche Auftraggeber beliefert, muss ohnehin seit Jahren XRechnungen stellen. Lexware Office erstellt und übermittelt E-Rechnungen ab dem M-Tarif und verarbeitet eingehende E-Rechnungen automatisch. Damit ist das Thema für die meisten kleinen Unternehmen ohne Zusatzaufwand erledigt - einer der Hauptgründe, warum das Tool in unserem Rechnungsprogramm-Vergleich vorn liegt. Wichtig: Für steuerliche Detailfragen zu Fristen und Ausnahmen sprechen Sie mit Ihrer Steuerberatung, nicht mit einem Software-Review.

Lexware Office vs. sevdesk

Die häufigste Entscheidungsfrage in unserer Beratung: Lexware Office oder sevdesk? Beide Tools spielen in derselben Liga, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Lexware Office ist stärker bei E-Rechnung, Compliance und der Option auf Lohnabrechnung im selben System. sevdesk (ab 8,90 € pro Monat) punktet mit sehr schnellem Onboarding, Fremdwährungsrechnungen für internationale Kunden und einem kostenlosen Einstieg für Unternehmer mit sehr kleinem Umsatz. Wer vor allem Behörden- und Geschäftskunden in Deutschland bedient, fährt mit Lexware Office besser. Wer international abrechnet oder möglichst günstig startet, sollte sich sevdesk im Praxis-Test ansehen, bevor er sich festlegt.

Banking und Belegautomatisierung

Der größte Zeitgewinn im Alltag kommt nicht vom Rechnungsschreiben, sondern vom Abgleich: Lexware Office verbindet sich per Multibanking mit Ihren Geschäftskonten und ordnet eingehende Zahlungen automatisch den offenen Rechnungen zu. Sie sehen auf einen Blick, wer bezahlt hat und wo eine Mahnung fällig ist. Auf der Ausgabenseite fotografieren Sie Belege mit der App - die Software liest Betrag, Datum und Absender aus und schlägt die Kategorie vor. Nach ein paar Wochen Nutzung laufen wiederkehrende Belege wie Hosting, Software-Abos oder Tankquittungen weitgehend automatisch durch. Das Archiv ist GoBD-konform, die Belege bleiben also revisionssicher aufbewahrt. Wichtig für den Gesamt-Workflow: Buchhaltung ist das Ende der Kette. Damit vorne genug Aufträge ankommen, sollte auch Ihr Vertrieb sauber aufgesetzt sein - welche Systeme sich dafür eignen, zeigt unser Vergleich der besten CRM-Systeme.

Lohn und Gehalt als Zusatzmodul

Ein Punkt, der Lexware Office von den meisten direkten Wettbewerbern unterscheidet: Lohnabrechnung ist als Zusatzmodul zubuchbar. Das Modul kostet regulär ab 12,90 € pro Monat und staffelt sich nach der Zahl der Mitarbeitenden. Damit rechnen Sie Gehälter, Minijobs und Sozialabgaben direkt in derselben Umgebung ab, in der auch Rechnungen und Belege liegen - ohne separates Lohnbüro-Tool und ohne Datenexport zwischen zwei Systemen. Für Unternehmen mit den ersten ein bis zehn Angestellten ist das ein echtes Argument. Ab einer gewissen Teamgröße und bei komplexen Fällen (Schichtzulagen, Baulohn, viele Tarifverträge) bleibt die Abrechnung über die Steuerkanzlei oder ein spezialisiertes System trotzdem die robustere Wahl. Ob das Modul für Ihren Fall reicht, klären Sie am besten mit Ihrer Steuerberatung - für Kanzleien selbst haben wir übrigens eine eigene Seite zu Marketing für Steuerberater.

Für wen Lexware Office passt - und für wen nicht

Nach unserer Erfahrung passt Lexware Office am besten zu Selbstständigen und kleinen Unternehmen mit deutschen Geschäfts- oder Behördenkunden, die eine komplette, rechtssichere Buchhaltung wollen und mit einem Steuerberater zusammenarbeiten. Der Weg vom M-Tarif (Rechnungen) über den L-Tarif (Buchhaltung und Umsatzsteuer) bis zum XL-Tarif mit API wächst mit dem Unternehmen mit. Weniger gut passt das Tool, wenn Zeiterfassung im Zentrum steht - Designer, Entwickler und Berater, die Stunden auf Projekte buchen und daraus Rechnungen erzeugen, finden in unserem Rechnungsprogramm-Vergleich passendere Kandidaten. Auch wer nur zwei, drei Rechnungen im Jahr schreibt, braucht kein Abo: Dann reicht ein kostenloses Einstiegsangebot der Konkurrenz. Und wer überwiegend international in Fremdwährungen fakturiert, ist bei sevdesk besser aufgehoben. Für alle anderen gilt: 30 Tage kostenlos testen, echte Belege und ein echtes Bankkonto anbinden - nach zwei Wochen wissen Sie, ob der Workflow zu Ihnen passt.

Häufige Fragen zu Lexware Office

Was kostet Lexware Office?

Lexware Office gibt es in vier Tarifen: S (7,90 €), M (12,90 €), L (21,90 €) und XL (32,90 €) - jeweils netto pro Monat, monatlich kündbar und ohne Mindestlaufzeit. Die Lohnabrechnung ist als Zusatzmodul ab 12,90 € pro Monat zubuchbar. Alle Tarife lassen sich 30 Tage kostenlos testen.

Ist lexoffice dasselbe wie Lexware Office?

Ja. Die Haufe Group hat lexoffice im September 2024 in Lexware Office umbenannt, um alle Produkte unter der Marke Lexware zu bündeln. Funktionen, Verträge und Konditionen haben sich durch die Umbenennung nicht geändert. Ältere Tests und Erfahrungsberichte zu lexoffice beziehen sich auf dieselbe Software.

Kann Lexware Office E-Rechnungen erstellen und empfangen?

Ja. Lexware Office unterstützt die Formate XRechnung und ZUGFeRD. E-Rechnungen erstellen und übermitteln Sie ab dem M-Tarif, eingehende E-Rechnungen werden automatisch verarbeitet und GoBD-konform archiviert. Damit erfüllen Sie die seit 2025 geltende Empfangspflicht im B2B-Geschäft.

Hat Lexware Office eine Lohnabrechnung?

Ja, als Zusatzmodul. Lohn & Gehalt kostet regulär ab 12,90 € pro Monat und staffelt sich nach der Zahl der Mitarbeitenden. Sie rechnen Gehälter und Minijobs direkt in derselben Umgebung ab wie Rechnungen und Belege. Bei komplexen Lohnfällen bleibt die Abrechnung über die Steuerkanzlei die robustere Wahl.

Ist Lexware Office GoBD-konform?

Ja. Lexware Office ist TÜV-zertifiziert und archiviert Belege und Rechnungen GoBD-konform und revisionssicher. Dazu kommen die ELSTER-Anbindung für die Umsatzsteuer-Voranmeldung, die DATEV-Schnittstelle und ein kostenloser Zugang für Ihre Steuerkanzlei.

Lexware Office oder sevdesk - was ist besser?

Lexware Office ist stärker bei E-Rechnung, Compliance und der Option auf Lohnabrechnung im selben System - ideal für Behörden- und Geschäftskunden in Deutschland. sevdesk punktet mit schnellem Onboarding, Fremdwährungsrechnungen und einem günstigen Einstieg. Details finden Sie im sevdesk-Praxis-Test und im großen Rechnungsprogramm-Vergleich.

Für wen ist Lexware Office nicht geeignet?

Weniger geeignet ist Lexware Office für projektbasierte Freelancer, die eine starke Zeiterfassung brauchen, für Unternehmen, die überwiegend in Fremdwährungen fakturieren, und für größere Betriebe mit komplexer Warenwirtschaft. In diesen Fällen lohnt sich ein Blick auf die Alternativen im Rechnungsprogramm-Vergleich.

Joshua Stark
Joshua Stark
Geschäftsführer STARK

Joshua leitet bei STARK die SEO- und Performance-Praxis. Über 120 Projekte für Mittelstand, SaaS und E-Commerce seit 2016.

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