Die Kurzfassung für Eilige
- Testsieger & E-Rechnung-Champion: Lexware Office. TÜV-zertifiziert, XRechnung + ZUGFeRD 2.x vollständig, DATEV-Schnittstelle.
- Meistgenutzte Lösung im DACH-Raum: sevdesk. Note 1,2 im Test, starke Buchhaltung, ideal für internationale Kunden.
- Beste Automatisierung: FastBill. Perfekt für Retainer-Kunden und kleine Agenturen.
- Bester Free-Tarif: Papierkram. Unbegrenzte Rechnungen kostenlos, native Zeiterfassung mit Projektbezug.
- Büro-Komplettlösung: WISO MeinBüro. Gut für Berater, Coaches und Trainer mit gemischten B2B/B2C-Kunden.
- Pflicht ab 2025: E-Rechnungsformate (XRechnung, ZUGFeRD) - Word und Excel können das nicht mehr erfüllen.
Wie wir Rechnungsprogramme bewerten
Wir arbeiten täglich mit Freelancern und kleinen Unternehmen zusammen und haben diese Tools im Praxis-Einsatz getestet. Bewertet wurde nach sechs Achsen: Funktionsumfang, E-Rechnungs-Compliance, UX beim Onboarding, Preis-Leistung, Steuerberater-Integration und Zeiterfassung. Die Reihenfolge entspricht unserem Praxis-Ranking für Freelancer & KMU.
Die 5 Rechnungsprogramme im Detail

Lexware Office
Lexware Office (früher Lexoffice) ist der Testsieger 2025/2026 - TÜV-zertifiziert, mit vollständigem E-Rechnungs-Support in allen Formaten (XRechnung und ZUGFeRD 2.x) und tiefer DATEV/ELSTER-Integration. Die Software überzeugt besonders für Freelancer mit Behördenkunden oder wachsendem Buchhaltungsbedarf. Multibanking mit automatischem Zahlungsabgleich und GoBD-konforme Archivierung mit 10-jähriger Aufbewahrung sind in allen relevanten Tarifen enthalten. Alle Details im ausführlichen Lexware Office Praxis-Test.
Stärken
- XRechnung + ZUGFeRD 2.x vollständig unterstützt
- TÜV-zertifiziert, GoBD-konforme Archivierung
- DATEV-Schnittstelle + ELSTER für UStVA und EÜR
- Multibanking mit automatischem Zahlungsabgleich
Schwächen
- E-Rechnungsfunktionen erst im XL-Tarif vollständig
- Zeiterfassung begrenzt
- Preis steigt mit Funktionsumfang merklich

sevdesk
sevdesk ist die meistgenutzte Rechnungssoftware im deutschsprachigen Raum - mit Note 1,2 in unabhängigen Tests und über 12.500 Bewertungen auf Trusted.de. Das geführte Setup ermöglicht die erste Rechnung in Minuten. Besonders stark: Fremdwährungsrechnungen für internationale Kunden und die kostenlose Nutzung für Unternehmer bis 17.500 € Jahresumsatz machen sevdesk zum idealen Einstieg. Alle Details im ausführlichen sevdesk Praxis-Test.
Stärken
- Sehr schnelles Onboarding, erste Rechnung in Minuten
- Fremdwährungsrechnungen für internationale Kunden
- Kostenlose Nutzung bis 17.500 € Jahresumsatz
- ELSTER + DATEV vollständig integriert
Schwächen
- Zeiterfassung erst im Pro-Tarif
- Warenwirtschaft-Tarif deutlich teurer
- Volle E-Rechnungsfunktionen nicht im Basis-Tarif

FastBill
FastBill setzt konsequent auf Automatisierung und ist damit besonders stark für digitale Dienstleister und Freelancer mit Retainer-Kunden. Wiederkehrende Rechnungen mit automatischem Versand, ein anpassbares Mahnwesen und die OPOS-Liste für offene Posten sind die Kernstärken. Banking-Integration, DATEV-Export und XRechnungen für Behörden sind ebenfalls an Bord. Mehr dazu im ausführlichen FastBill Praxis-Test.
Stärken
- Beste Automatisierung für wiederkehrende Rechnungen
- Anpassbares Mahnwesen mit mehreren Stufen
- XRechnung standardmäßig unterstützt
- Team-Features im Pro/Premium-Tarif
Schwächen
- Solo-Tarif auf 20 Rechnungen/Monat begrenzt
- Zeiterfassung nur begrenzt
- Preis für Teams steigt schnell
Sie wollen mehr als nur Rechnungen?
Eine gute digitale Infrastruktur fängt bei Prozessen an. Wir helfen Ihnen, Tools sauber aufzusetzen - von Rechnungssoftware bis zur kompletten Online-Präsenz.

Papierkram
Papierkram ist für projektbasierte Freelancer die erste Empfehlung: Der Free-Tarif bietet unbegrenzte Rechnungen ohne Limits, native Zeiterfassung mit direkter Projektzuordnung und die Umwandlung erfasster Zeiten in Rechnungspositionen per Klick. GoBD-konforme Datenspeicherung und DSGVO-konforme Verarbeitung in deutschen Rechenzentren sind auch im kostenlosen Tarif inklusive. Mehr dazu im ausführlichen Papierkram Praxis-Test.
Stärken
- Vollständig kostenloser Dauertarif ohne Rechnungslimit
- Beste native Zeiterfassung mit Projektzuordnung
- Direkt aus Zeiterfassung in Rechnung per Klick
- DSGVO-konform, deutsche Rechenzentren
Schwächen
- GoBD-Konformität nur im Pro-Tarif vollständig
- DATEV-Export erst im Pro-Tarif
- Weniger stark bei E-Rechnungen als Lexware

WISO MeinBüro Rechnungen
WISO MeinBüro Rechnungen vereint Rechnungsstellung, Büroorganisation und einfache Buchhaltung in einem System. Das vierstufige Mahnwesen, Zeiterfassung mit Projektbezug und Abo-Rechnungen für wiederkehrende Kunden gehören zum Kern. Besonders das Onboarding überzeugt: Tutorials und Assistenten machen die Software auch für Gründer und Einsteiger nutzbar. Alle Details im ausführlichen WISO MeinBüro Praxis-Test.
Stärken
- Büro-Komplettlösung: Rechnungen + Buchhaltung in einem
- Sehr gutes Onboarding mit Tutorials
- Vierstufiges Mahnwesen mit automatischem Versand
- Zeiterfassung mit Projektbezug inklusive
Schwächen
- Erweiterte Pakete vergleichsweise teuer
- Basis-Tarif stark eingeschränkt
- Weniger modern in der Oberfläche
Vergleichstabelle auf einen Blick
| Tool | Preis ab | E-Rechnung | Zeiterfassung | DATEV | Kostenlos | Link |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Lexware Office | 7,90 € | XR + ZUGFeRD | begrenzt | ✓ | Testphase | Testen ↗ |
| sevdesk | 8,90 € | XR + ZUGFeRD | ab Pro | ✓ | bis 17.500 € Umsatz | Testen ↗ |
| FastBill | 10 € | XRechnung | begrenzt | ✓ | Testphase | Testen ↗ |
| Papierkram | 0 € | ab Pro | nativ + stark | ab Pro | Free dauerhaft | Starten ↗ |
| WISO MeinBüro | 0 € (Basis) | ✓ | ✓ | ja | Basis kostenlos | Testen ↗ |
Empfehlung nach Use-Case
Lexware Office XL
Vollständige XRechnung + ZUGFeRD 2.x, TÜV-zertifiziert, DATEV-Schnittstelle und ELSTER-Integration. Die sicherste Wahl für alle, die für öffentliche Auftraggeber oder Unternehmen arbeiten, die E-Rechnungen im Pflichtformat verlangen.
sevdesk Buchhaltung
Fremdwährungsrechnungen, vollständige ELSTER-Integration, über 12.500 positive Bewertungen. Beste Wahl für IT-Consultants, Entwickler und Agenturen mit internationalen Kunden und Retainer-Verträgen.
Papierkram Free oder Pro
Keine andere Software hat eine bessere native Zeiterfassung mit direkter Projektzuordnung und Umwandlung in Rechnungspositionen - und das gratis. Designer, Entwickler und Berater kommen mit dem Free-Tarif sehr weit.
FastBill Plus oder Pro
Automatischer Rechnungsversand, mehrstufiges Mahnwesen und Team-Features machen FastBill zur ersten Wahl für digitale Dienstleister und kleine Agenturen mit vielen wiederkehrenden Aufträgen.
Rechnungsprogramme im Detail: der ausführliche Ratgeber
Die Tool-Liste oben ist unsere Praxis-Empfehlung. Wer tiefer einsteigen will, findet hier den vollständigen Ratgeber: von der E-Rechnungspflicht über GoBD-Compliance bis zur richtigen Toolwahl je Freelancer-Typ.
Warum Sie 2026 als Freelancer ein Rechnungsprogramm brauchen
Die Zeiten, in denen Freelancer Rechnungen mit einer Word-Vorlage oder Excel-Tabelle erstellen konnten, sind endgültig vorbei. Mit der E-Rechnungspflicht im B2B-Bereich seit dem 01.01.2025 und der geplanten Ausweitung bis 2028 benötigen Sie Tools, die rechtliche Anforderungen automatisch erfüllen. Word und Excel können keine XRechnungen oder ZUGFeRD-Dateien erzeugen - genau diese Formate verlangen viele Geschäftspartner und Behörden aber bereits jetzt.
Die konkreten Nachteile von Word und Excel im Jahr 2026: GoBD-Verstöße durch nicht revisionssichere Archivierung, manuelle Rechnungsnummern mit Fehlerrisiko, fehlende E-Rechnungsformate und aufwändige Korrekturrechnungen. Mit einem professionellen Rechnungsprogramm sparen Sie bis zu 80 % der monatlichen Buchhaltungszeit, haben rechtssichere Rechnungsvorlagen mit allen Pflichtangaben nach § 14 UStG und profitieren von automatischen Mahnerinnerungen sowie GoBD-konformer Archivierung mit 10-jähriger Aufbewahrungsfrist.
Vergleichskriterien: Worauf Freelancer achten sollten
Freelancer haben andere Anforderungen als Händler oder Handwerker. Während ein Onlineshop komplexe Warenwirtschaft braucht, benötigen die meisten Freiberufler vor allem Zeiterfassung, Projektbezug und flexible Abrechnungsmodelle. Die wichtigsten Kriterien im Überblick:
- Rechnungstypen: Projektpauschalen, Stundenabrechnung mit Nachweis, wiederkehrende Rechnungen für Retainer-Kunden, Anzahlungs- und Schlussrechnungen.
- E-Rechnung & Compliance: XRechnung und ZUGFeRD 2.x, alle Pflichtangaben nach § 14 UStG automatisch, GoBD-konforme Archivierung in deutschen Rechenzentren, DSGVO-konforme Verarbeitung.
- Onboarding: Erste Rechnung innerhalb von 10-15 Minuten erstellbar, intuitive Oberfläche, CSV-Import für bestehende Kundendaten.
- Zeiterfassung: Erfassung direkt in der Software, Umwandlung in Rechnungspositionen per Klick, Projektübersicht mit Budget-Tracking.
- Banking & Zahlungen: Online-Zahlungsmethoden (PayPal, SEPA), automatischer Zahlungsabgleich, Multibanking.
- Steuerberater-Integration: DATEV-Schnittstelle, ELSTER für UStVA und EÜR, übersichtliche Finanzberichte.
- Preisstruktur: Tarife unter 15-30 € für Solo-Freelancer, monatlich kündbar ohne lange Bindung.
Rechnungsprogramme für unterschiedliche Freelancer-Typen
Nicht jeder Freelancer braucht dieselben Funktionen. Hier die Kurzübersicht nach Freelancer-Typ:
Kreative Freelancer (Designer, Texter, Fotografen): Projektbasierte Abrechnung, Anzahlungs- und Schlussrechnungen, individuelles Branding auf Dokumenten. Empfehlung: Papierkram (Projekte und Zeiten direkt verknüpft, kostenloser Einstieg) oder FastBill (professionelle Automatisierung).
IT-Consultants, Entwickler und Agenturen: Stundenkontingente, Retainer-Verträge, internationaler Kundenkreis, Mehrbenutzer-Zugänge. Empfehlung: FastBill Pro/Premium (Teamfunktionen, Automatisierung), sevdesk (Fremdwährungen, internationale Rechnungen).
Berater, Coaches, Trainer: Workshops, Seminare, gemischte B2B/B2C-Kunden, Online-Zahlungsmöglichkeiten. Empfehlung: WISO MeinBüro (Komplettlösung für Büroorganisation) oder FastBill (wiederkehrende Rechnungen, professionelles Mahnwesen). Wer zusätzlich Termine und Seminarplätze digital vergibt, ergänzt das Setup um die passenden Tools zur Online-Terminbuchung und, wer Wissen verkauft, um eine der gängigen Online-Kurs-Plattformen.
Freelancer mit Behördenkunden: Öffentliche Auftraggeber verlangen seit Jahren ausschließlich XRechnungen. Empfehlung: Lexware Office XL mit vollständigen E-Rechnungsfunktionen und TÜV-Zertifizierung.
E-Rechnung, GoBD & Steuern: rechtliche Grundlagen
Seit dem 01.01.2025 sind alle Unternehmen im B2B-Bereich verpflichtet, E-Rechnungen empfangen zu können. Die schrittweise Ausweitung auf den Versand folgt bis 2028. Jede Rechnung muss nach § 14 UStG zwingend enthalten: vollständige Name und Anschrift beider Parteien, Steuernummer oder USt-IdNr., Ausstellungsdatum, fortlaufende Rechnungsnummer, Leistungsbeschreibung, Lieferzeitpunkt, Nettobetrag, Steuersatz und -betrag.
GoBD-konforme Archivierung bedeutet: Unveränderbarkeit aller gespeicherten Belege, Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren, jederzeit prüfbare Daten für das Finanzamt. Alle empfohlenen kostenpflichtigen Tarife in diesem Vergleich erfüllen diese Anforderungen - im Free-Tarif von Papierkram ist die GoBD-Konformität eingeschränkt. Wer als Kleinunternehmer nach § 19 UStG keine Umsatzsteuer ausweist, stellt in der Software einmalig ein, dass er Kleinunternehmer ist - der korrekte Hinweis erscheint dann automatisch auf allen Rechnungen.
Preise & Kosten: Was kostet ein Rechnungsprogramm wirklich?
Im Jahr 2026 gibt es kaum noch leistungsfähige Gratislösungen ohne erhebliche Einschränkungen. Die Ausnahme ist Papierkram mit seinem vollständig kostenlosen Free-Tarif ohne Rechnungslimit. Die typische Preisrange für Freelancer-Tarife: Günstige Einstiegs-Tarife unter 15 € für Solo-Freelancer mit Basisbedarf; Profi-Tarife zwischen 20 und 35 € mit mehr Automatisierung, Teamzugriffen und E-Rechnungsfunktionen; Premium-Tarife ab 40 € für Agenturen mit umfangreichen Integrationen. Die Kosten-Nutzen-Rechnung ist eindeutig: Wer pro Monat 2-3 Stunden durch ein Rechnungsprogramm spart und einen Stundensatz von 50-80 € hat, refinanziert selbst ein 30-€-Abo sofort.
So wechselen Sie in wenigen Schritten
Der Umstieg von Word/Excel auf eine Rechnungssoftware gelingt in wenigen Tagen: 1) Anforderungen definieren (Zeiterfassung, E-Rechnung, DATEV?), 2) 2-3 Tools aus dem Vergleich kostenlos testen, 3) Steuerberater einbinden und Exportformat klären, 4) Bestehende Kundendaten per CSV-Datei importieren und Standard-Leistungspositionen anlegen, 5) Logo hinterlegen, Rechnungsnummern-Logik festlegen, Mobile App installieren und automatische Zahlungserinnerungen aktivieren. Für bestehende Rechnungen aus Excel gilt: Sie müssen nichts rückwirkend digitalisieren, ab dem Wechselzeitpunkt führen Sie alle neuen Belege im neuen System.
Vom Angebot zur Rechnung: der typische Belegfluss
Ein gutes Rechnungsprogramm bildet den kompletten Belegfluss ab, nicht nur die reine Rechnungserstellung. In der Praxis sieht der Ablauf für Selbstständige so aus: Sie erstellen zunächst ein Angebot, wandeln es nach der Zusage per Klick in einen Auftrag oder direkt in eine Rechnung um und können bei Warenlieferungen auch einen Lieferschein erzeugen. Genau dieser durchgängige Weg, also Angebote und Rechnungen aus einer Oberfläche heraus zu verwalten, spart die meiste Zeit. Wer regelmäßig Angebote erstellen und daraus eine Rechnung schreiben muss, sollte beim Tool-Vergleich gezielt darauf achten, dass sich Belege ohne erneute Dateneingabe ineinander überführen lassen.
Auch nachgelagerte Belegarten gehören dazu: Storniert ein Kunde eine Leistung oder gewähren Sie nachträglich einen Nachlass, brauchen Sie Gutschriften, die sauber auf die ursprüngliche Rechnung verweisen. Alle hier vorgestellten Tools beherrschen diese Grundlagen. Eine Rechnung lässt sich so in einem Durchgang erstellen und versenden, per E-Mail verschicken oder als E-Rechnung im strukturierten Format ausgeben. Wiederkehrende Leistungen können Sie als Vorlage hinterlegen, daraus per Klick neue Rechnungen erstellen und so die Rechnungsstellung weitgehend automatisieren. Jeder Beleg wird dabei revisionssicher archiviert, sodass abgeschlossene Vorgänge unveränderbar gespeichert und für die spätere Prüfung jederzeit auffindbar sind. Sie müssen Belege also nicht mehr selbst in Ordnern archivieren, das übernimmt die Software. Diese elektronische Archivierung ist Teil der GoBD-Pflicht und nichts, was Sie manuell organisieren sollten.
Mahnwesen, Zahlungsbedingungen und der Überblick im Dashboard
Offene Forderungen sind für Selbstständige und kleine und mittlere Unternehmen ein häufig unterschätztes Liquiditätsthema. Ein Rechnungsprogramm hilft, indem es jede Position automatisch als bezahlt, offen oder überfällig markiert. Wird eine Rechnung überfällig, lässt sich der Versand der ersten Zahlungserinnerung und der folgenden Mahnung mehrstufig automatisieren, ohne dass Sie den Überblick verlieren. Klar definierte Zahlungsbedingungen, etwa ein Zahlungsziel von 14 Tagen, lassen sich als Standard hinterlegen und erscheinen dann auf jeder Rechnung. So bleiben die Beträge in Euro nachvollziehbar und der Forderungsbestand transparent.
Den Gesamtüberblick liefert in den meisten Tools ein Dashboard: Es zeigt auf einen Blick offene und überfällige Beträge, den Umsatz des laufenden Monats und anstehende Aufgaben. Wer mehrere Projekte parallel betreut oder als freier Mitarbeiter beziehungsweise mit einem freien Mitarbeiter zusammenarbeitet, profitiert zusätzlich von einer integrierten Zeiterfassung beziehungsweise Personalzeiterfassung, die erfasste Stunden direkt in abrechenbare Positionen überführt. Über die Mobile App erfassen Sie Zeiten und Belege auch unterwegs und fotografieren Quittungen ein, die per Texterkennung automatisch ausgelesen werden. Achten Sie bei der Auswahl auf einen seriösen Anbieter mit nachweisbarer Informationssicherheit und Serverstandort in Deutschland, gerade weil Sie hier sensible Kunden- und Umsatzdaten verwalten.
Für wen sich welche Software lohnt: vom Freiberufler bis zum Onlineshop
Die Wahl des passenden Rechnungsprogramms hängt stark von Ihrem Geschäftsmodell ab. Wer einen Freien Beruf ausübt, also etwa als Berater, Texter oder Entwickler arbeitet, kommt mit einem schlanken, flexibel kündbaren Tarif gut aus und braucht vor allem saubere Rechnungserstellung, Zeiterfassung und E-Rechnung. Für solche Fälle sind auch schlanke Spezialanbieter wie Zervant oder easybill einen Blick wert, die sich auf die reine Rechnungsstellung konzentrieren und teils kostenlose Einstiegstarife bieten. Wer dagegen einen Onlineshop betreibt und im elektronischen Handel viele Belege erzeugt, benötigt eine Lösung mit Warenwirtschaft, Schnittstellen zu Shopsystemen und Automatisierung bei hohem Belegvolumen.
Wächst Ihr Unternehmen, verschwimmt die Grenze zwischen Rechnungssoftware und Customer-Relationship-Management: Kontakthistorie, Angebote, Rechnungen und Zahlungsstatus liegen idealerweise an einem Ort. Mehrere der hier vorgestellten Tools bieten dafür passende Schnittstellen oder integrierte CRM-Ansätze. Wer an diesem Punkt eine dedizierte Lösung sucht, findet in unserem Vergleich der besten CRM-Tools die passenden Kandidaten je nach Firmengröße. Unser Rat bleibt pragmatisch: Definieren Sie zuerst Ihren realen Belegfluss, testen Sie zwei bis drei Kandidaten kostenlos und entscheiden Sie dann. Ein Tool, das Sie nicht überfordert und das Sie konsequent nutzen, ist mehr wert als die theoretisch umfangreichste Suite.
Häufige Fragen zu Rechnungsprogrammen
Welches Rechnungsprogramm ist das beste für Freelancer 2026?
Das hängt von Ihren Anforderungen ab. Lexware Office ist der Testsieger mit vollständigen E-Rechnungsfunktionen und TÜV-Zertifizierung - ideal für alle mit Behörden- oder Unternehmenskunden. sevdesk ist die meistgenutzte Lösung im DACH-Raum, besonders stark für internationale Kunden. Papierkram ist die beste Wahl für projektbasierte Freelancer mit Zeiterfassungsbedarf, da als einziges Tool ein vollständig kostenloser Dauertarif ohne Rechnungslimit angeboten wird.
Was kostet ein Rechnungsprogramm für Freelancer im Monat?
Solo-Freelancer zahlen typischerweise 8-30 € pro Monat. Papierkram bietet einen vollständig kostenlosen Free-Tarif ohne Rechnungslimit. Lexware Office startet ab 7,90 €/Monat, sevdesk ab 8,90 €/Monat, FastBill ab 10 €/Monat. Profi-Tarife mit Zeiterfassung, E-Rechnung und DATEV-Export liegen bei 20-35 €/Monat. Bei jährlicher Abrechnung sparen die meisten Anbieter 10-25 %. Die Kosten amortisieren sich schnell: Wer 2-3 Stunden im Monat spart, hat das Abo bei einem Stundensatz von 50 € sofort refinanziert.
Bin ich als Freelancer zur E-Rechnung verpflichtet?
Seit dem 01.01.2025 sind alle Unternehmen im B2B-Bereich verpflichtet, E-Rechnungen empfangen zu können. Die schrittweise Ausweitung auf den Versand folgt bis 2028. Öffentliche Auftraggeber verlangen bereits seit Jahren ausschließlich XRechnungen. Wer für Unternehmen oder Behörden arbeitet, muss strukturierte E-Rechnungsformate (XRechnung, ZUGFeRD 2.x) verwenden können. Alle empfohlenen Tools in diesem Vergleich unterstützen diese Formate.
Was bedeutet GoBD und muss mein Rechnungsprogramm GoBD-konform sein?
GoBD steht für Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form. Für Sie als Freelancer bedeutet das: Alle Rechnungen und Belege müssen unveränderbar gespeichert, 10 Jahre aufbewahrt und jederzeit für das Finanzamt abrufbar sein. Ein GoBD-konformes Rechnungsprogramm stellt das automatisch sicher. Manuelle Word- oder Excel-Lösungen sind nicht GoBD-konform und können bei einer Betriebsprüfung zu Problemen führen. Alle empfohlenen kostenpflichtigen Tarife sind GoBD-konform; beim Free-Tarif von Papierkram ist das eingeschränkt.
Unterstützen Rechnungsprogramme die Kleinunternehmerregelung?
Ja, alle empfohlenen Tools unterstützen die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG. Sie stellen in der Software einmalig ein, dass Sie Kleinunternehmer sind - und der korrekte Hinweis wird automatisch auf allen Rechnungen eingefügt. Damit entfällt der Umsatzsteuer-Ausweis, und Sie vermeiden Fehler bei Betriebsprüfungen. Für Kleinunternehmer mit wenigen Rechnungen sind der Free-Tarif von Papierkram, Lexware Office S oder sevdesk Rechnung die günstigsten Optionen.
Welches Rechnungsprogramm hat die beste Zeiterfassung?
Papierkram hat die stärkste native Zeiterfassung mit direkter Projektzuordnung und Umwandlung erfasster Zeiten in Rechnungspositionen per Klick - und das kostenlos im Free-Tarif. FastBill und WISO MeinBüro bieten ebenfalls Zeiterfassung mit Projektbezug. sevdesk hat Zeiterfassung im Pro-Tarif integriert. Lexware Office ist bei der Zeiterfassung weniger stark, überzeugt dafür bei E-Rechnung und Buchhaltung. Für Designer, Entwickler und IT-Consultants, die stunden- oder projektbasiert abrechnen, ist Papierkram deshalb die erste Empfehlung.
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