ablefy im Praxis-Test 2026*

ablefy (früher elopage) ist die deutsche Plattform für digitale Produkte: Zahlungsabwicklung, Online-Kurse, Mitgliederbereiche und Funnels in einem System. Das Besondere ist das Reseller-Modell, bei dem die Plattform Rechnungen und Steuer-Handling übernimmt. Hier die Erfahrungen.

Was ist ablefy?

ablefy ist eine deutsche All-in-One-Plattform für den Verkauf digitaler Produkte: Online-Kurse, Mitgliederbereiche, Downloads, E-Tickets und Coachings. Anders als reine Kurs-Plattformen bringt ablefy die komplette Zahlungsabwicklung mit - inklusive eines Reseller-Modells, bei dem die Plattform als Verkäufer auftritt und Rechnungsstellung, Mahnwesen und Umsatzsteuer-Handling übernimmt. Bis 2023 war die Plattform unter dem Namen elopage bekannt.

Kernfunktionen

  • Zahlungsabwicklung: SEPA, Kreditkarte, PayPal, Klarna, Apple Pay - Einmalzahlung, Raten und Abos
  • Reseller-Modell: ablefy verkauft in eigenem Namen und übernimmt Rechnungen, Mahnwesen und Steuer-Handling
  • Online-Kurse: Kurs-Builder mit Videos, Quizzen und Zertifikaten, Video-Hosting inklusive
  • Mitgliederbereiche: Abo-Modelle mit flexiblen Preis- und Zugangsstufen
  • Funnels & Upsells: Funnel-Builder mit Order Bumps, Upsells und Downsells im Checkout
  • Affiliate-System: Eigenes Partnerprogramm für Ihre Produkte (ab Advanced-Tarif)
  • Integrationen: ActiveCampaign, KlickTipp, GetResponse, Mailchimp, Zapier

Stärken & Schwächen

Stärken

  • Reseller-Modell nimmt Rechnungen, Mahnwesen und Umsatzsteuer ab
  • Zahlungsabwicklung und Kurs-Hosting in einer Plattform
  • DSGVO konsequent umgesetzt, deutscher Anbieter
  • Sehr breites Payment-Setup (SEPA, Klarna, Raten, Abos)
  • Funnels, Order Bumps und Upsells ohne Zusatz-Tool

Schwächen

  • Höchster Einstiegspreis unter den DACH-Kurs-Plattformen
  • Transaktionsgebühren kommen zur Monatsgebühr dazu
  • Oberfläche wirkt stellenweise weniger modern
  • Kurs-Aufbau für Einsteiger komplexer als bei reinen Kurs-Tools
  • E-Mail-Marketing nur über Drittanbieter-Anbindung

Pricing

ablefy hat vier Tarife (jeweils netto pro Monat): Essential (39 €, 3 Produkte), Advanced (69 €, 10 Produkte), Pro (129 €, unbegrenzt) und Premium (549 €, inklusive eigener Mobile-App). Dazu kommen Transaktionsgebühren pro Verkauf: im Seller-Modell 1,0 bis 3,9 % plus 0,50 €, im Reseller-Modell 1,5 bis 7,5 % plus 1 € - der Prozentsatz sinkt mit Tarif und Umsatzvolumen. 14 Tage kostenlos testbar.

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Für wen sich ablefy lohnt

ablefy ist die richtige Wahl für Coaches, Trainer und Kurs-Anbieter, die Zahlungsabwicklung, Kurs-Hosting und Funnels nicht auf drei Tools verteilen wollen - und die das Reseller-Modell schätzen, weil es Buchhaltung und Steuer-Handling deutlich vereinfacht. Wer nur einen einzelnen Kurs hosten will, fährt mit einer schlankeren Plattform aus unserem Kurs-Plattform-Vergleich günstiger.

  • Etablierte Coaches: Mehrere Produkte, Abos und Ratenzahlung über eine Plattform abwickeln.
  • Skalierer: Funnels mit Upsells und eigenem Affiliate-Programm ohne Zapier-Kaskaden.
  • Buchhaltungs-Minimalisten: Reseller-Modell wählen und Rechnungen, Mahnwesen und Umsatzsteuer abgeben.
  • DSGVO-bewusste Anbieter: Deutscher Anbieter statt US-Plattform mit DPA-Konstruktion.

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ablefy im Detail: der Ratgeber

Sie wollen wissen, ob ablefy wirklich zu Ihrem Geschäftsmodell passt - oder ob ein reiner Zahlungsanbieter oder eine schlanke Kurs-Plattform die bessere Wahl ist? Hier der vollständige Hintergrund aus der Praxis.

Von elopage zu ablefy - was sich geändert hat

Die Plattform startete 2015 in Berlin als elopage und war jahrelang eine der bekanntesten deutschen Lösungen für digitale Produkte. 2023 folgte das Rebranding zu ablefy - mit neuem Namen (die App läuft unter myablefy.com), überarbeiteten Tarifen (die aktuelle Generation heißt intern "3.0") und einem klareren Fokus auf etablierte Anbieter, die skalieren wollen. Am Kern hat sich nichts geändert: Es bleibt eine deutsche Plattform, die Zahlungsabwicklung und Produktauslieferung kombiniert. Wer noch alte elopage-Links oder -Checkouts im Einsatz hat, sollte sie prüfen und auf die aktuellen ablefy-URLs umstellen.

Zahlungsabwicklung und Steuer-Handling: das Reseller-Modell

Das Reseller-Modell ist der wichtigste Unterschied zu den meisten Kurs-Plattformen. ablefy bietet zwei Verkaufsmodelle: Im Seller-Modell verkaufen Sie in eigenem Namen - die Gebühren sind niedriger (1,0 bis 3,9 % plus 0,50 € pro Transaktion), aber Rechnungen, Umsatzsteuer und Mahnwesen bleiben Ihre Aufgabe. Im Reseller-Modell tritt die Plattform als Verkäufer gegenüber Ihren Kunden auf: Sie stellt die Rechnungen, berechnet die korrekte Umsatzsteuer (auch bei EU-Auslandsverkäufen), kümmert sich um Mahnwesen und Zahlungsausfälle und zahlt Ihnen den Erlös aus. Dafür liegen die Gebühren höher (1,5 bis 7,5 % plus 1 € pro Transaktion, je nach Tarif und Volumen). Für viele Solo-Anbieter ist genau das der Kaufgrund: Die Umsatzsteuer-Thematik bei digitalen Produkten mit internationalen Kunden ist fehleranfällig, und das Reseller-Modell nimmt sie komplett ab. Wichtig: Steuerliche Fragen zu Ihrem konkreten Fall klären Sie mit Ihrem Steuerberater, nicht mit einem Blogartikel.

ablefy vs. Digistore24 und CopeCart

Digistore24 und CopeCart arbeiten ebenfalls als Reseller - der Vergleich liegt also nahe. Der Unterschied liegt im Zuschnitt: Digistore24 und CopeCart sind primär Zahlungsanbieter mit angeschlossenem Affiliate-Marktplatz. Sie verlangen keine monatliche Grundgebühr, dafür pro Verkauf einen höheren Prozentsatz. Kurs-Hosting und Mitgliederbereiche müssen Sie dort separat lösen, etwa mit einer Kurs-Plattform oder einem WordPress-Plugin. ablefy dreht das Modell um: monatliche Grundgebühr plus vergleichsweise niedrigere Transaktionsgebühren, dafür sind Kurs-Hosting, Mitgliederbereich und Funnels gleich enthalten. Als Faustregel aus der Beratungspraxis: Bei wenigen Verkäufen im Monat fahren Sie mit einem reinen Zahlungsanbieter ohne Grundgebühr günstiger. Ab einem regelmäßigen Umsatz kippt die Rechnung zugunsten von ablefy, weil der niedrigere Prozentsatz die Monatsgebühr überkompensiert und das separate Kurs-Tool entfällt. Rechnen Sie das mit Ihren realen Zahlen durch, bevor Sie sich festlegen.

ablefy vs. reine Kurs-Plattformen wie Memberspot und Coachy

Memberspot und Coachy sind ebenfalls deutsche Anbieter, aber mit anderem Fokus: Sie konzentrieren sich auf Kurs-Erlebnis und Mitgliederbereich und überlassen die Zahlungsabwicklung einem angebundenen Anbieter. Memberspot punktet mit moderner Oberfläche und eigener App, Coachy mit sehr schnellem Einstieg zum niedrigen Fixpreis. Beide sind für den ersten Kurs die einfachere Wahl. ablefy spielt seine Stärke aus, sobald das Setup komplexer wird: mehrere Produkte, Abos, Ratenzahlung, Upsells, eigenes Affiliate-Programm und das Reseller-Modell für die Buchhaltung. Dafür zahlen Sie mit einem höheren Einstiegspreis und einer steileren Lernkurve. Den vollständigen Vergleich aller Anbieter finden Sie im Artikel Beste Online-Kurs-Plattformen 2026.

Funnels und Upsells: mehr Umsatz pro Kunde

ablefy bringt einen eigenen Funnel-Builder mit: Checkout-Seiten, Order Bumps (Zusatzangebot direkt im Bestellformular), One-Click-Upsells nach dem Kauf und Downsells, falls der Kunde ablehnt. Das ist der Hebel, mit dem Kurs-Anbieter den Umsatz pro Kunde erhöhen, ohne mehr Traffic einzukaufen. Der Builder arbeitet schrittweise und ist funktional, aber kein vollwertiger Landing-Page-Baukasten - für aufwendige Verkaufsseiten und komplette Funnel-Strecken bleibt ein dedizierter Sales-Funnel-Builder die stärkere Wahl. Auch beim E-Mail-Marketing setzt ablefy auf Anbindung statt Eigenbau: Newsletter und Automationen laufen über Tools wie ActiveCampaign, KlickTipp oder GetResponse, die per Schnittstelle angebunden werden. Welche Lösung dafür passt, zeigt unser Vergleich der besten E-Mail-Marketing-Tools.

Für wen sich ablefy wirklich lohnt - und für wen nicht

Aus unserer Beratungspraxis lässt sich die Entscheidung gut an drei Fragen festmachen. Erstens: Verkaufen Sie bereits regelmäßig? Wenn nicht, ist die Monatsgebühr ab 39 € netto plus Transaktionsgebühren ein teurer Testballon - validieren Sie Ihr Angebot erst mit einem schlankeren Setup. Zweitens: Wollen Sie Buchhaltung und Umsatzsteuer abgeben? Wenn ja, ist das Reseller-Modell ein echtes Argument, das Coachy und Memberspot in dieser Form nicht bieten. Drittens: Brauchen Sie Abos, Ratenzahlung, Upsells und ein eigenes Partnerprogramm? Dann sparen Sie sich mit ablefy zwei bis drei Einzel-Tools und deren Schnittstellen-Pflege. Nicht geeignet ist ablefy für Anbieter, die vor allem eine schöne, einfache Lern-Umgebung suchen und Zahlungen ohnehin über einen bestehenden Anbieter abwickeln - dort ist eine reine Kurs-Plattform schneller eingerichtet und günstiger.

Häufige Fragen zu ablefy

Was ist der Unterschied zwischen ablefy und elopage?

Es ist dieselbe Plattform: elopage wurde 2023 in ablefy umbenannt. Mit dem Rebranding kamen überarbeitete Tarife (Essential, Advanced, Pro, Premium) und die neue App-Domain myablefy.com. Funktionsumfang und Geschäftsmodell - Zahlungsabwicklung plus Kurs-Hosting mit Seller- und Reseller-Modell - sind erhalten geblieben.

Was kostet ablefy?

ablefy bietet vier Tarife (netto pro Monat): Essential (39 €), Advanced (69 €), Pro (129 €) und Premium (549 €). Dazu kommen Transaktionsgebühren pro Verkauf: im Seller-Modell 1,0 bis 3,9 % plus 0,50 €, im Reseller-Modell 1,5 bis 7,5 % plus 1 €, abhängig von Tarif und Umsatzvolumen. Die ersten 14 Tage sind kostenlos.

Wie funktioniert das Reseller-Modell bei ablefy?

Im Reseller-Modell tritt ablefy als Verkäufer gegenüber Ihren Kunden auf: Die Plattform stellt die Rechnungen, führt die Umsatzsteuer korrekt ab (auch bei EU-Auslandsverkäufen), übernimmt Mahnwesen und Zahlungsausfälle und zahlt Ihnen den Erlös aus. Dafür fallen höhere Transaktionsgebühren an als im Seller-Modell, in dem Sie selbst als Verkäufer auftreten.

Ist ablefy DSGVO-konform?

ablefy ist ein deutscher Anbieter und hat die DSGVO-Anforderungen konsequent umgesetzt. Anders als bei US-Plattformen brauchen Sie keine Zusatzkonstruktion für den Datentransfer in Drittländer. Für Anbieter, denen Datenschutz wichtig ist, ist das neben Coachy und Memberspot eines der stärksten Argumente für eine deutsche Plattform.

Welche Alternativen zu ablefy gibt es?

Für die reine Zahlungsabwicklung mit Reseller-Modell: Digistore24 und CopeCart (keine Grundgebühr, höhere Gebühren pro Verkauf). Für reines Kurs-Hosting: Memberspot (moderne Oberfläche, eigene App) und Coachy (schneller Einstieg, niedriger Fixpreis). International: Kajabi oder Teachable. Den vollständigen Vergleich finden Sie im Artikel Beste Online-Kurs-Plattformen 2026.

Kann ich mit ablefy Abos und Ratenzahlung anbieten?

Ja. ablefy unterstützt Einmalzahlungen, Abonnements und Ratenzahlung über SEPA, Kreditkarte, PayPal, Klarna und Apple Pay. Gerade die Kombination aus Ratenzahlung und automatischem Mahnwesen im Reseller-Modell ist für höherpreisige Coaching-Programme ein praktischer Vorteil.

Für wen ist ablefy nicht geeignet?

ablefy ist weniger geeignet für Einsteiger, die ihr erstes digitales Produkt erst validieren wollen (Grundgebühr plus Transaktionsgebühren summieren sich), und für Anbieter, die nur eine einfache Lern-Umgebung suchen und Zahlungen bereits anders abwickeln. In beiden Fällen ist eine schlanke Kurs-Plattform wie Coachy oder Memberspot die schnellere und günstigere Wahl.

Joshua Stark
Joshua Stark
Geschäftsführer STARK

Joshua leitet bei STARK die SEO- und Performance-Praxis. Über 120 Projekte für Mittelstand, SaaS und E-Commerce seit 2016.

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