Was ist Borlabs Cookie?
Borlabs Cookie ist ein Consent-Management-Plugin für WordPress vom Hamburger Entwickler Borlabs. Es zeigt Besuchern einen Einwilligungs-Dialog, blockiert Cookies und externe Inhalte, bis die Zustimmung vorliegt, und dokumentiert jede Einwilligung als Nachweis. Anders als Cloud-Dienste wie Cookiebot läuft die Consent-Verarbeitung direkt auf Ihrem eigenen Server. Laut Anbieter ist das Plugin auf über 250.000 Websites im Einsatz. Bei STARK setzen wir Borlabs Cookie regelmäßig in WordPress-Kundenprojekten ein.
Kernfunktionen
- Consent-Management: Opt-in-Dialog mit Cookie-Gruppen, Einwilligungs-Historie und Consent-Logs als Nachweis
- Content-Blocker: YouTube, Google Maps, Vimeo und andere Embeds laden erst nach Klick des Besuchers
- IAB TCF 2.2 & Google Consent Mode v2: Kompatibel mit den aktuellen Standards für Werbe- und Analytics-Signale
- Geo-Restriktion: Der Dialog lässt sich auf Besucher aus bestimmten Regionen beschränken, etwa nur EU
- Bibliothek mit über 250 Paketen: Vorkonfigurierte Einstellungen für gängige Dienste per Klick installieren
- Scanner: Durchsucht die Website nach Cookies und eingebundenen Drittdiensten
- Mehrsprachigkeit: Übersetzungs-Management für mehrsprachige Websites, kompatibel mit gängigen Multi-Language-Setups
- Über 300 Einstellungen: Dialog-Design, Button-Verhalten und Texte lassen sich bis ins Detail anpassen
Stärken & Schwächen
Stärken
- Deutscher Anbieter mit deutscher Dokumentation und deutschem Support
- Consent läuft auf dem eigenen Server, kein externer Cloud-Dienst nötig
- Alle Funktionen in jeder Lizenz enthalten, keine Feature-Staffelung
- Fester Jahrespreis statt Traffic-basierter Abrechnung
- Ausgereifter Content-Blocker mit Bibliothek für über 250 Dienste
Schwächen
- Nur für WordPress verfügbar, keine anderen CMS
- Keine kostenlose Version, nur Jahres-Lizenzen
- Service-Funktionen (Bibliothek, Geo, TCF, Scanner) enden mit Lizenzablauf
- Über 300 Einstellungen bedeuten Einarbeitungszeit
Pricing
Borlabs Cookie gibt es in sechs Jahres-Lizenzen, die sich nur in der Anzahl der Websites unterscheiden: Personal (49 €, 1 Website), Business Small (79 €, 3), Business Medium (109 €, 5), Business Large (179 €, 10), Agency Small (229 €, 25) und Agency (499 €, 99 Websites). Updates, Support und der Borlabs Service sind in jeder Lizenz enthalten. Sonderrabatte gibt es laut Anbieter bewusst nicht, auch nicht zum Black Friday.
Für wen sich Borlabs Cookie lohnt
Borlabs Cookie ist die richtige Wahl für alle, die WordPress betreiben und ein Consent-Tool suchen, das ohne monatliche Cloud-Gebühren auskommt und sich sauber ins eigene Setup integriert. Wer mehrere Kundenseiten betreut, profitiert von den Agency-Lizenzen mit deutlich geringerem Preis pro Website.
- Unternehmens-Websites: Ein Banner, das zum Corporate Design passt und Einwilligungen dokumentiert.
- Shops mit WooCommerce: Consent Mode v2 für Google Ads und Analytics korrekt anbinden.
- Agenturen und Freelancer: Agency-Lizenzen für 25 oder 99 Websites, identisches Setup auf allen Projekten.
- Publisher mit Werbung: IAB TCF 2.2 für programmatische Werbung direkt im Plugin.
Sie wollen Ihr Cookie-Banner aufsetzen lassen?
Wir richten Borlabs Cookie auf Ihrer WordPress-Site ein: Dialog im Corporate Design, Content-Blocker für alle Embeds, Consent Mode für Ihr Tracking. Einmal sauber konfiguriert, danach läuft es allein.
Consent-Management im Detail: der Ratgeber
Sie wollen wissen, ob Borlabs Cookie das richtige Tool für Ihre Website ist - oder warum Sie überhaupt ein Consent-Banner brauchen? Hier der Hintergrund aus der Praxis.
Warum ein Consent-Tool Pflicht ist
Zwei Regelwerke greifen bei fast jeder Website: Das TDDDG (früher TTDSG) verlangt in Paragraf 25 eine Einwilligung, bevor Sie Cookies setzen oder Informationen auf dem Endgerät des Besuchers speichern, sofern das nicht technisch zwingend erforderlich ist. Die DSGVO regelt zusätzlich, auf welcher Grundlage Sie personenbezogene Daten verarbeiten dürfen - etwa bei Google Analytics, Meta Pixel oder eingebetteten YouTube-Videos. In der Praxis heißt das: Sobald Ihre Website Tracking oder externe Embeds nutzt, brauchen Sie eine dokumentierte Einwilligung, bevor diese Dienste laden. Genau das übernimmt ein Consent-Tool wie Borlabs Cookie. Wichtig: Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung - die konkrete Bewertung Ihrer Website klären Sie im Zweifel mit einem Anwalt oder Datenschutzbeauftragten.
Borlabs Cookie vs. Alternativen
Der Markt für Consent-Tools ist groß. Hier die relevantesten Optionen für WordPress im Vergleich:
- Cookiebot: Cloud-Dienst mit automatischem Scanner, funktioniert CMS-unabhängig. Abrechnung läuft als monatliches Abo, das mit der Website-Größe wächst. Die Consent-Verarbeitung liegt beim Anbieter, nicht auf Ihrem Server.
- Complianz: WordPress-Plugin mit kostenloser Basisversion. Guter Einstieg für einfache Websites, bei komplexeren Setups mit vielen Drittdiensten wird die Konfiguration schnell kleinteilig.
- Real Cookie Banner: Ebenfalls ein deutsches WordPress-Plugin und der direkteste Wettbewerber. Ähnlicher Funktionsumfang, ebenfalls mit Service-Bibliothek. Welches der beiden besser passt, ist oft Geschmackssache bei Oberfläche und Preismodell.
- Borlabs Cookie: Läuft komplett im eigenen WordPress, fester Jahrespreis unabhängig vom Traffic, alle Features in jeder Lizenz. Dafür ausschließlich für WordPress verfügbar.
Content-Blocker für YouTube, Maps und GTM
Der Content-Blocker ist in der Praxis das wichtigste Feature. Er verhindert, dass eingebettete Inhalte wie YouTube-Videos, Google Maps oder Vimeo-Player beim Seitenaufruf Daten an Dritte senden. Statt des Embeds sieht der Besucher einen Platzhalter mit Hinweis und lädt den Inhalt erst per Klick. Für den Google Tag Manager gilt das Gleiche: Borlabs Cookie steuert, dass GTM und die darin enthaltenen Tags erst nach Einwilligung feuern - oder über den Consent Mode v2 mit entsprechenden Signalen. Die Bibliothek mit über 250 vorkonfigurierten Paketen nimmt Ihnen dabei die manuelle Einrichtung für gängige Dienste ab. Das funktioniert auch in Page-Builder-Layouts, etwa wenn Ihre Website mit dem Divi-Theme gebaut ist und Videos in Modulen eingebettet sind.
Einfluss auf Ladezeit und Tracking-Qualität
Jedes Consent-Tool kostet etwas Ladezeit, weil zusätzliches JavaScript und CSS geladen werden. Borlabs Cookie hat hier einen strukturellen Vorteil: Die Dateien kommen von Ihrem eigenen Server statt von einem externen Consent-Server, es gibt also keinen zusätzlichen Drittanbieter-Request, der den Seitenaufbau blockiert. Der Content-Blocker verbessert die Ladezeit sogar oft spürbar, weil schwere Embeds wie YouTube gar nicht erst laden. Wie stark sich das auf Ihre Core Web Vitals auswirkt, hängt vom Rest des Setups ab - mehr dazu in unserem Leistungsbereich Technische SEO. Und weil das Plugin auf Ihrem Server läuft, zahlt auch die Qualität des Hostings direkt auf die Performance ein; eine Übersicht finden Sie im Vergleich der besten WordPress-Hosting-Anbieter. Zur Tracking-Qualität muss man ehrlich sein: Ein korrekt konfiguriertes Consent-Tool reduziert Ihre Messdaten, weil nur noch Besucher mit Einwilligung getrackt werden. Das ist kein Fehler von Borlabs, sondern die Rechtslage. Der Consent Mode v2 mildert den Effekt bei Google-Diensten über modellierte Daten ab.
Einrichtung Schritt für Schritt
Die Grundeinrichtung ist in einer bis zwei Stunden machbar, wenn Sie wissen, welche Dienste Ihre Website nutzt. So gehen Sie vor:
- Lizenz aktivieren und den Scanner laufen lassen: Er zeigt, welche Cookies und Drittdienste Ihre Website tatsächlich setzt
- Pakete aus der Bibliothek installieren: für jeden gefundenen Dienst (Analytics, YouTube, Maps, Pixel) das passende vorkonfigurierte Paket
- Dialog gestalten: Farben, Logo und Texte an Ihr Corporate Design anpassen, Buttons gleichwertig gestalten
- Content-Blocker prüfen: alle Embeds auf der Website aufrufen und testen, ob die Platzhalter erscheinen
- Consent Mode oder TCF aktivieren, falls Sie Google Ads schalten oder programmatische Werbung ausspielen
- Datenschutzerklärung und Impressum vom Dialog ausnehmen, damit beide ohne Einwilligung erreichbar bleiben
Wenn Sie das nicht selbst machen wollen: Als WordPress-Agentur übernehmen wir die komplette Einrichtung inklusive Tracking-Anbindung.
Typische Fehler bei Consent-Bannern
Die häufigsten Probleme, die uns bei Website-Audits begegnen, hat nicht das Plugin verursacht, sondern die Konfiguration:
- Dienste laden vor der Einwilligung: Ein Theme oder Plugin bindet Google Fonts oder ein Video direkt ein, am Consent-Tool vorbei. Nach der Einrichtung immer mit den Entwickler-Tools prüfen, welche Requests vor dem Klick rausgehen.
- Ablehnen ist versteckt: Ein Banner ohne gleichwertige Ablehnen-Option gilt als problematisch. Borlabs bietet die Option, beide Buttons gleich zu gestalten - nutzen Sie sie.
- GTM feuert ungesteuert: Der Tag Manager ist eingebunden, aber die Tags darin ignorieren den Consent-Status. Consent Mode oder Trigger-Steuerung nicht vergessen.
- Scanner einmal laufen lassen und nie wieder: Jedes neue Plugin kann neue Cookies mitbringen. Nach größeren Änderungen erneut scannen.
- Lizenz abgelaufen: Ohne aktive Lizenz enden Updates und Service-Funktionen. Verlängerung im Kalender vermerken.
Häufige Fragen zu Borlabs Cookie
Was kostet Borlabs Cookie?
Borlabs Cookie kostet zwischen 49 € und 499 € pro Jahr, abhängig von der Anzahl der Websites: Personal (49 €, 1 Website), Business Small bis Large (79 € bis 179 €, 3 bis 10 Websites), Agency Small (229 €, 25 Websites) und Agency (499 €, 99 Websites). Alle Funktionen sind in jeder Lizenz enthalten.
Gibt es eine kostenlose Version von Borlabs Cookie?
Nein. Borlabs Cookie gibt es ausschließlich als kostenpflichtige Jahres-Lizenz ab 49 €. Wer eine kostenlose Einstiegslösung sucht, kann sich Complianz ansehen, das eine Free-Version bietet - mit entsprechend reduziertem Funktionsumfang.
Ist Borlabs Cookie DSGVO-konform?
Borlabs Cookie liefert das Werkzeug für DSGVO- und TDDDG-konformes Consent-Management: Opt-in-Dialog, Content-Blocker und Consent-Dokumentation, verarbeitet auf dem eigenen Server. Ob Ihre Website am Ende konform ist, hängt aber von der Konfiguration ab - welche Dienste blockiert werden, wie der Dialog gestaltet ist und ob die Datenschutzerklärung passt. Das Plugin allein garantiert keine Rechtskonformität.
Welche Alternativen zu Borlabs Cookie gibt es?
Die relevantesten Alternativen sind Real Cookie Banner (deutsches WordPress-Plugin mit sehr ähnlichem Ansatz), Complianz (WordPress-Plugin mit kostenloser Basisversion) und Cookiebot (CMS-unabhängiger Cloud-Dienst mit monatlichem Abo). Für reine WordPress-Setups mit festem Budget ist Borlabs Cookie meist die planbarste Option.
Verlangsamt Borlabs Cookie meine Website?
Der Effekt ist gering, weil das Plugin von Ihrem eigenen Server lädt und keinen externen Consent-Server anfragt. Der Content-Blocker verbessert die Ladezeit oft sogar, weil schwere Embeds wie YouTube-Videos erst nach Klick geladen werden. Entscheidender für die Performance sind Hosting, Theme und die Anzahl der übrigen Plugins.
Was passiert, wenn die Borlabs-Lizenz abläuft?
Das Plugin funktioniert grundsätzlich weiter, aber Sie erhalten keine Updates mehr und die Service-Funktionen wie Bibliothek, Geo-Restriktion, IAB TCF und Scanner stehen nicht mehr zur Verfügung. Da sich die Rechtslage und die Drittdienste laufend ändern, sollten Sie die Lizenz aktiv halten.
Unterstützt Borlabs Cookie den Google Consent Mode?
Ja. Borlabs Cookie unterstützt den Google Consent Mode v2 und den IAB-Standard TCF 2.2. Damit lassen sich Google Ads, Google Analytics und programmatische Werbung mit den seit 2024 geforderten Consent-Signalen betreiben.
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