Die Kurzfassung für Eilige
- Gesamt-Verdict: Figma gewinnt deutlich (9,1 zu 6,0). Wer 2026 neu startet, wählt Figma. Das Adobe-Tool wird seit 2023 nicht mehr weiterentwickelt, der Vergleich ist nur noch für Teams mit Bestandsdateien relevant.
- Status von XD: Wartungsmodus seit 2023, keine neuen Funktionen, Verkauf nur noch als Einzelprodukt oder in Creative Cloud All Apps. Die Produktseite leitet inzwischen auf eine Support-Seite weiter.
- Zusammenarbeit: Figma läuft im Browser, mehrere Personen arbeiten gleichzeitig in einer Datei, Entwickler lesen im Dev Mode ab. Der Rivale ist eine Desktop-App, deren Coediting nie über den Beta-Status hinauskam.
- Preise: Starter-Plan kostenlos, Professional 16 $ je Full-Lizenz und Monat bei Jahreszahlung, Dev-Lizenz 12 $, Collab-Lizenz 3 $. Für XD nennt Adobe keinen eigenen Listenpreis mehr, der Zugang läuft über Creative Cloud All Apps. Stand September 2026, laut Anbieter.
- Migration: Einen nativen XD-Import gibt es in Figma nicht. Der Weg führt über Konverter-Plugins oder SVG- und PDF-Export mit Nacharbeit an Komponenten und Stilen.
Wie wir bewerten
Wir bewerten beide Tools entlang der Fragen, die in Kundenprojekten entscheiden: Wie arbeiten Designer, Texter, Entwickler und Kunden gemeinsam an einem Entwurf, wie schnell entsteht ein klickbarer Prototyp, wie stabil trägt ein Design-System über Jahre, und wie sauber kommt das Ergebnis beim Entwickler an. Dazu kommt eine Frage, die sonst selten so viel Gewicht hat: Wird das Werkzeug überhaupt noch weiterentwickelt? Preise stammen von den offiziellen Preisseiten, Stand September 2026, in US-Dollar. Wir haben keine Messreihen erfunden. Wo es auf Geschmack ankommt, sagen wir das.
Figma vs Adobe XD: die beiden Design-Tools im Vergleich

Figma
Figma ist seit 2016 am Markt und läuft komplett im Browser, mit einer Desktop-App für Mac und Windows, die dieselbe Oberfläche kapselt. Der entscheidende Unterschied zu allen Vorgängern war von Anfang an die Zusammenarbeit: Mehrere Personen arbeiten gleichzeitig in derselben Datei, Kommentare und Versionen liegen am Entwurf, ein Link ersetzt den Dateiversand. Darum herum ist ein System gewachsen: Auto Layout und Constraints, Variablen und Modi, Komponenten mit Varianten, Dev Mode für Entwickler, FigJam für Whiteboards, dazu seit 2024 Slides, Sites, Draw, Buzz und Make. Die Figma Community liefert Tausende Plugins, UI-Kits und Vorlagen. Seit dem Börsengang im Juli 2025 ist der Anbieter unabhängig und finanziell auf Jahre abgesichert.
Stärken
- Echtzeit-Zusammenarbeit im Browser, ohne Installation und ohne Dateiversand
- Auto Layout, Variablen und Komponenten tragen große Design-Systeme
- Dev Mode, Code-Ausgabe und MCP-Anbindung für Entwicklung und KI-Werkzeuge
- Riesiges Plugin- und Vorlagen-Angebot in der Community
Schwächen
- Offline nur eingeschränkt, ein offenes Dokument läuft weiter, neue Dateien brauchen Verbindung
- Große Dateien mit vielen Seiten und Bildern werden im Browser träge
- Sitzplatz-Modell wird bei Organization und Enterprise teuer
- Daten liegen in den USA, Auftragsverarbeitung und Standardvertragsklauseln sind Pflicht

Adobe XD
Adobe XD erschien 2016 als Antwort von Adobe Inc. auf Sketch und war einige Jahre ein ernsthafter Gegenspieler: eine schlanke Desktop-App für macOS und Microsoft Windows, schnell auch bei großen Dateien, mit Repeat Grid, Auto-Animate, Komponenten mit Zuständen, Stacks und Padding, dazu die Anbindung an Creative Cloud Libraries, Photoshop und Illustrator. Im Herbst 2022 kündigte der Konzern die Übernahme von Figma für 20 Milliarden US-Dollar an und erklärte sein eigenes Werkzeug 2023 zum Wartungsprodukt: keine neuen Funktionen, nur noch Fehlerbehebung und Sicherheitsupdates. Als die Übernahme im Dezember 2023 an den Kartellbehörden scheiterte, blieb es bei diesem Zustand. Übrig ist ein funktionierendes, aber eingefrorenes Werkzeug.
Stärken
- Schnelle, ressourcenschonende Desktop-App, die komplett offline arbeitet
- Repeat Grid und Auto-Animate sind bis heute angenehm schnell in der Bedienung
- Direkter Austausch mit den übrigen Creative-Cloud-Apps und Libraries
- In Creative Cloud All Apps ohne Mehrkosten enthalten
Schwächen
- Wartungsmodus seit 2023, keine neuen Funktionen, keine Roadmap
- Coediting blieb Beta, Zusammenarbeit läuft über geteilte Links und Cloud-Dokumente
- Plugin-Angebot schrumpft, viele Anbieter pflegen ihre Erweiterungen nicht mehr
- Kein kostenloser Plan mehr, Nachwuchs-Designer lernen das Tool nicht mehr
Sie brauchen kein Design-Tool, sondern eine fertige Website?
Wir entwerfen in Figma und bauen daraus Unternehmenswebsites und Landingpages, die im Browser genauso aussehen wie im Entwurf. Sagen Sie uns, was die Seite leisten soll.
Vergleichstabelle: Figma und Adobe XD 2026
Preise sind Listenpreise in US-Dollar bei jährlicher Zahlung, Stand September 2026, laut Preisseite des Anbieters. Für XD nennt Adobe auf der deutschen Website keinen eigenen Listenpreis mehr, die Angaben beruhen auf den Creative-Cloud-Tarifen.
| Kriterium | Figma | Adobe XD |
|---|---|---|
| Entwicklungsstand | Aktiv, mehrere große Releases pro Jahr | Wartungsmodus seit 2023, keine neuen Funktionen |
| Plattform | Browser, Desktop-App für Mac und Windows, Mobile-App zum Ansehen | Desktop-App für macOS und Windows, Mobile-App zur Vorschau |
| Preismodell | Je Sitz und Monat, vier Lizenztypen (Full, Dev, Collab, View) | Creative-Cloud-Abo, Einzelprodukt oder All Apps |
| Kostenloser Plan | Starter mit begrenzten Team-Dateien | Nein, Starter-Plan wurde eingestellt |
| Einstiegspreis | 16 $ je Full-Lizenz und Monat (Professional) | Über All Apps, Einzelabo ohne öffentlichen Listenpreis |
| Echtzeit-Zusammenarbeit | Ja, Multiplayer in derselben Datei | Coediting als Beta, sonst geteilte Cloud-Dokumente |
| Layout-System | Auto Layout, Constraints, Variablen, Modi | Stacks, Padding, Responsive Resize |
| Prototyping | Smart Animate, Variablen-Logik, bedingte Interaktionen | Auto-Animate, Sprach-Trigger, Zustände |
| Handoff an Entwickler | Dev Mode mit Code-Ausgabe, Ready-for-dev-Status, MCP-Server | Freigabe-Links mit Specs, keine Weiterentwicklung |
| Plugins und Vorlagen | Community mit Tausenden Plugins und UI-Kits | Schrumpfendes Angebot, viele Plugins verwaist |
| Offline-Arbeit | Eingeschränkt, offene Dateien laufen weiter | Vollständig offline nutzbar |
| DSGVO und Serverstandort | Cloud in den USA, AV-Vertrag und Standardvertragsklauseln | Lokale Dateien möglich, Cloud-Dokumente beim Anbieter |
| Zielgruppe | UI/UX-Teams, Agenturen, Produktteams | Bestandsnutzer mit Creative-Cloud-Bindung |
Empfehlung nach Use-Case
Figma
Für ein neues Produkt, eine neue Agentur oder einen Designer, der das Werkzeug erst lernt, gibt es keinen Grund mehr für die ältere Software. Figma ist der Standard, den Entwickler, Freelancer und Kunden kennen, die Lernressourcen sind unerschöpflich, und der Starter-Plan reicht, um monatelang ohne Kosten zu arbeiten. Wie wir aus einem Entwurf eine Website machen, beschreiben wir unter Webdesign.
Figma, mit geplanter Migration
Dutzende Bestandsdateien, ein gewachsenes Komponenten-Set und Kollegen, die das alte Programm im Schlaf bedienen: Das ist der Fall, in dem der Wechsel wehtut, aber trotzdem ansteht. Planen Sie die Migration als eigenes Projekt, ziehen Sie zuerst das Design-System um und lassen Sie laufende Projekte auslaufen. Ein Wechsel mitten im Sprint ist der teuerste Weg.
Adobe XD, vorerst
Ein Marketing-Team, das vor allem in Photoshop, Illustrator und InDesign arbeitet und zweimal im Jahr eine Landingpage skizziert, kann XD aus dem bestehenden All-Apps-Abo weiter nutzen. Das Tool funktioniert, es kostet nichts extra, und die Entwürfe landen ohnehin bei einer Agentur. Nur sollten Sie wissen, dass Sie auf einem Werkzeug ohne Zukunft arbeiten und dass externe Partner die Dateien immer seltener öffnen können.
Figma und Adobe XD im Detail: der Ratgeber
Ausgangslage 2026: Was mit XD passiert ist
Um den Vergleich zwischen Figma und Adobe XD richtig einzuordnen, muss man die Jahre 2022 und 2023 kennen. Im September 2022 kündigte Adobe an, den Konkurrenten für rund 20 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Für die hauseigene App war das faktisch das Ende: Der Konzern hätte zwei konkurrierende Werkzeuge besessen und hatte kein Interesse, beide zu entwickeln. 2023 wurde bestätigt, dass sie im Wartungsmodus ist, also keine neuen Funktionen mehr bekommt. Im Dezember 2023 gaben beide Unternehmen die Übernahme auf, weil die EU-Kommission und die britische Wettbewerbsbehörde CMA den Zusammenschluss nicht durchgewinkt hätten. Es floss eine Milliarde US-Dollar Abstandsgebühr, Figma blieb unabhängig, und die App blieb eingefroren.
Seitdem hat sich am Status nichts geändert. Der kostenlose Starter-Plan ist weggefallen, das Programm wird nur noch als Einzelprodukt oder in Creative Cloud All Apps vertrieben, und die deutsche Produktseite leitet Stand September 2026 auf eine Support-Seite weiter. Einen Nachfolger hat der Konzern nicht angekündigt. Figma dagegen hat seit 2023 Variablen, Dev Mode, Slides, Sites, Draw, Buzz und Make ausgeliefert und ist im Juli 2025 an die Börse gegangen. Die Debatte ist technisch entschieden; was bleibt, ist der richtige Umgang mit dem Bestand.
Zusammenarbeit: Browser gegen Desktop-App
Figma wurde um die Zusammenarbeit herum gebaut. Eine Datei liegt in der Cloud, jeder mit dem Link sieht denselben Stand, und mehrere Personen bewegen gleichzeitig ihre Cursor über die Arbeitsfläche. Kommentare hängen am Element, Versionen lassen sich benennen und wiederherstellen, und ein Kunde braucht für die Freigabe nur einen Browser. In Kundenprojekten sehen wir, dass genau das Abstimmungsschleifen verkürzt: Der Texter schreibt direkt in den Entwurf, der Entwickler fragt am Element nach, der Kunde kommentiert vom Handy aus.
Adobe XD ist eine klassische Desktop-App. Zusammenarbeit läuft über Cloud-Dokumente in der Creative Cloud und über geteilte Links für Review, Entwicklung und Präsentation. Gemeinsames Bearbeiten in Echtzeit gab es als Coediting-Funktion, die bis zuletzt als Beta lief. Für einen einzelnen Designer, der Entwürfe abliefert, ist das kein Problem. Für ein Team, das gemeinsam an einem Design-System arbeitet, ist es der Grund, warum die App den Wettbewerb verloren hat, lange bevor der Stecker gezogen wurde.
Prototyping: Smart Animate gegen Auto-Animate
Beim Prototyping waren beide Tools lange auf Augenhöhe, und die Desktop-App war zeitweise voraus: Auto-Animate berechnete Übergänge zwischen zwei Artboards automatisch, Sprach-Trigger waren ein Alleinstellungsmerkmal, die Vorschau auf dem Handy funktionierte zuverlässig. Wer damit heute einen Klick-Prototyp für eine App oder eine Landingpage baut, kommt weiterhin zum Ergebnis.
Figma bietet mit Smart Animate ein gleichwertiges Prinzip und hat es um Dinge erweitert, die der Konkurrent nie bekommen hat: bedingte Interaktionen, Variablen, die im Prototyp Zustände speichern, Ausdrücke für einfache Logik, Scroll-Verhalten je Container. Damit verhält sich ein Prototyp wie eine echte Anwendung, etwa ein Warenkorb, der Mengen zählt. Für die Prüfung einer Landingpage vor dem Bau reicht beides; wie eine Landingpage aufgebaut sein sollte, damit sie konvertiert, beschreiben wir unter Landingpages. Für Usability-Tests mit realistischer Logik ist Figma das bessere Tool.
Design-Systeme: Auto Layout, Variablen und Repeat Grid
Hier trennen sich die Wege am deutlichsten. Auto Layout funktioniert wie Flexbox: Elemente ordnen sich in Reihen oder Spalten an, mit Abständen, Ausrichtung und Umbruch, und ein Rahmen wächst mit seinem Inhalt. Constraints in Figma legen fest, wie sich Elemente beim Verändern des übergeordneten Rahmens verhalten. Variablen halten Farben, Zahlen und Strings, gebündelt in Modi für Hell und Dunkel oder für verschiedene Marken. Komponenten haben Varianten und Eigenschaften, die sich umschalten lassen, ohne die Komponente zu lösen. Ein Team in Figma pflegt damit ein Design-System, das über Jahre konsistent bleibt. Wie sich daraus Layouts für jede Bildschirmgröße ableiten, haben wir unter Responsive Webdesign zusammengefasst.
Adobe XD bietet mit Stacks und Padding einen Ansatz in dieselbe Richtung, aber weniger tief ausgearbeitet. Komponenten mit Zuständen gibt es, Stile werden über Creative Cloud Libraries geteilt, und Repeat Grid ist bis heute eine der schnellsten Methoden, ein Kartenraster mit echten Inhalten zu füllen. Was fehlt, sind Variablen, Modi und eine Komponentenlogik mit Eigenschaften statt Kopien. Für eine einzelne Website ist das egal. Für ein System, das eine App, eine Website und Marketingmaterial versorgen soll, ist es der Unterschied zwischen Pflege und Handarbeit.
Handoff an Entwickler: Dev Mode gegen Freigabe-Links
Der Handoff ist der Moment, in dem ein Design-Tool Geld spart oder kostet. Der Dev Mode ist ein eigener Arbeitsbereich, in dem Entwickler Abstände, Farben, Schriften und Variablen ablesen, CSS-, iOS- und Android-Code kopieren und sehen, welche Bereiche als fertig markiert wurden. Über die Dev-Lizenz für 12 $ im Monat brauchen Entwickler keine volle Design-Lizenz. Seit 2025 gibt es außerdem einen MCP-Server, über den Werkzeuge wie Claude Code oder Cursor direkt auf die Dateien zugreifen und Komponenten in Code übersetzen. In unserer Arbeit ist das der Normalfall: Der Entwurf entsteht in Figma, der Code wird mit KI-Unterstützung abgeleitet und von Hand geprüft.
Die Desktop-App löst den Handoff über Freigabe-Links im Modus Entwicklung: Maße, Farben, Schriften und Assets im Browserfenster, ohne Installation. Das funktioniert, ist aber auf dem Stand von 2022 stehengeblieben: kein Token-Export, keine Anbindung an moderne Entwicklungswerkzeuge, keine Kennzeichnung, was fertig ist. Wer eine Entwicklung beauftragt, sollte damit rechnen, dass viele Agenturen und Freelancer die Dateien erst konvertieren, bevor sie damit arbeiten.
Plugins, Community und Lernressourcen
Die Figma Community ist mehr als ein Plugin-Verzeichnis. Dort liegen offizielle UI-Kits für iOS, Android und Material Design, Tausende Vorlagen, Icon-Sets und Plugins für alles von Barrierefreiheits-Prüfungen bis zur Anbindung an Jira oder Notion. Wer ein Problem hat, findet innerhalb weniger Minuten eine Erweiterung oder ein Tutorial, weil Millionen Designer dasselbe Werkzeug benutzen. Kurse und Bootcamps unterrichten heute fast ausschließlich damit.
Der Konkurrent hatte ab 2018 ein eigenes Plugin-System mit einigen hundert Erweiterungen. Viele davon werden nicht mehr gepflegt, und der Hersteller nimmt keine neuen Plugins mehr aktiv auf. Wer heute nach einem Tutorial für ein XD-Problem sucht, landet bei Videos aus dem Jahr 2021 und in Foren, in denen die Antwort meist lautet: Wechseln Sie.
Offline-Arbeit, Performance und Lernkurve
In einer Kategorie liegt XD bis heute vorn. Als native Desktop-App arbeitet es komplett offline, öffnet große Dateien mit vielen Artboards schnell und geht sparsam mit Arbeitsspeicher um. Wer im Zug oder in einem Unternehmensnetz mit strengen Regeln arbeitet, merkt den Unterschied; auch die lokale Datei ist für manche Unternehmen ein Argument. Figma lässt ein geöffnetes Dokument ohne Verbindung weiterbearbeiten, neue Dateien und Bibliotheken brauchen aber Netz. Bei Dateien mit Hunderten Seiten kann der Editor träge werden; die Abhilfe ist Disziplin: Dateien nach Projekt teilen, Bibliotheken auslagern, Bilder komprimieren. Unter Linux läuft Figma im Browser, der Konkurrent überhaupt nicht.
Bei der Lernkurve war XD lange die vertrautere Wahl für alle, die aus Photoshop und Illustrator kommen: Tastenkürzel, Ebenenlogik und Libraries entsprachen dem, was sie kannten. Das ist der Hauptgrund, warum das Programm in Werbeagenturen und Marketingabteilungen länger überlebt hat als in Produktteams. Figma verlangt Umdenken: Es denkt in Rahmen, Auto Layout und Komponenten, nicht in Ebenen und Zeichenflächen. Wer sich darauf einlässt, ist nach ein bis zwei Wochen produktiv. Bildbearbeitung und Vektor-Illustration bleiben bei den Adobe-Klassikern; Figma ersetzt nur den Ort, an dem Screens entstehen.
Migration von XD zu Figma: So gelingt der Wechsel
Einen nativen Importer für XD-Dateien gibt es nach unserem Kenntnisstand, Stand September 2026, nicht; Figma unterstützt den direkten Import nur für Sketch-Dateien. Drei Wege haben sich in der Praxis bewährt:
- Konverter-Plugin: Werkzeuge wie Convertify von Hypermatic laufen in XD und exportieren Artboards als Figma-Datei, inklusive Ebenen, Texten und einfachen Stilen. Komponenten, Zustände und Repeat Grids kommen als lose Gruppen an und müssen neu aufgebaut werden.
- SVG- und PDF-Export: Artboards als SVG exportieren und einfügen. Vektoren und Texte bleiben bearbeitbar, Bilder werden eingebettet, Interaktionen und Komponenten gehen verloren.
- Neu aufbauen: Das Design-System sauber neu anlegen, mit Variablen, Auto Layout und Varianten, und alte Screens nur als Referenzbild einfügen. Aufwendiger, aber am Ende das stabilere Ergebnis.
Unsere Empfehlung für Teams mit Bestand: Zuerst das Design-System migrieren, und zwar bewusst neu, weil eine Komponente in Figma ohnehin anders gebaut wird. Dann laufende Projekte abschließen und neue Projekte ausschließlich im neuen Werkzeug beginnen. Ein Wechsel mitten im Projekt erzeugt zwei Wahrheiten, und niemand weiß, welche Datei gilt. Halten Sie das All-Apps-Abo, bis das letzte Altprojekt abgeschlossen ist, und archivieren Sie die Dateien zusätzlich als PDF.
Preise (Pricing) 2026: Figma gegen Creative Cloud
Figma berechnet je Sitz und Monat, mit vier Lizenztypen: Full für Designer, Dev für Entwickler, Collab für Mitwirkende und View kostenlos für alle, die nur ansehen und kommentieren. Der Starter-Plan ist dauerhaft kostenlos. Professional kostet bei Jahreszahlung 16 $ je Full-Lizenz, 12 $ je Dev-Lizenz und 3 $ je Collab-Lizenz im Monat, Organization 55 $ je Full-Lizenz, Enterprise 90 $. Stand September 2026, laut Preisseite des Anbieters, Preise in US-Dollar.
| Plan | Figma | Adobe XD |
|---|---|---|
| Kostenlos | Starter: unbegrenzte persönliche Entwürfe, begrenzte Team-Dateien, KI-Credits pro Tag | Kein kostenloser Plan mehr |
| Einstieg | Professional: Full 16 $, Dev 12 $, Collab 3 $ je Sitz und Monat bei Jahreszahlung | Einzelprodukt ohne öffentlichen Listenpreis, historisch rund 12 € im Monat |
| Unternehmen | Organization: Full 55 $, Dev 25 $, Collab 5 $; Enterprise: Full 90 $, Dev 35 $, Collab 5 $ | Creative Cloud All Apps, für Einzelpersonen im hohen zweistelligen Euro-Bereich im Monat, Teams teurer |
| Enthalten | Design, FigJam, Slides, Sites, Draw, Buzz, Make, Dev Mode je nach Lizenz | In All Apps: sämtliche Creative-Cloud-Desktop-Apps |
| Abrechnung | Monatlich oder jährlich (Professional), jährlich (Organization, Enterprise) | Jahresabo mit monatlicher Zahlung oder Vorauszahlung |
Ein ehrlicher Preisvergleich fällt schwer, weil die App nicht mehr als eigenständiges Produkt beworben wird. Wer All Apps ohnehin bezahlt, hat sie ohne Mehrkosten. Wer nur ein UI-Design-Tool braucht, zahlt für Professional 16 $ je Designer im Monat und nichts für Betrachter, was in fast allen Fällen deutlich unter einem All-Apps-Abo liegt. Organization lohnt sich erst, wenn Bibliotheken über mehrere Teams, SSO oder Branching gebraucht werden.
Alternativen: Penpot, Sketch und was Adobe stattdessen anbietet
Wer weder das eine noch das andere will, hat zwei ernsthafte Optionen. Penpot ist quelloffen, läuft im Browser, lässt sich auf eigenen Servern betreiben und denkt in CSS-Konzepten wie Flex Layout und Grid. Für Unternehmen mit strengen Anforderungen an den Serverstandort ist Penpot die einzige Wahl ohne US-Cloud. Sketch ist der Klassiker, nur für Mac, mit nativer App und Web-Arbeitsbereich für Zusammenarbeit und Handoff, für rund 10 bis 12 $ je Editor und Monat.
Adobe selbst hat keinen XD-Nachfolger vorgestellt. Für Marketing-Layouts und Social-Media-Grafiken bewirbt der Konzern Adobe Express, das aber kein UI-Design-Tool ist und keinen Handoff kennt; wie es sich gegen den Marktführer schlägt, zeigt unser Vergleich Canva oder Adobe Express. Wer das fertige Design ohne Entwickler in eine Website verwandeln will, findet die Kandidaten unter Framer oder Webflow; beide importieren Figma-Entwürfe, XD-Dateien öffnet keines der beiden Werkzeuge.
Fazit: Figma oder Adobe XD?
| Kategorie | Vorteil |
|---|---|
| Zukunftssicherheit und Weiterentwicklung | Figma |
| Zusammenarbeit | Figma |
| Prototyping | Figma, knapp |
| Design-Systeme | Figma |
| Handoff an Entwickler | Figma |
| Plugins und Lernressourcen | Figma |
| Offline-Arbeit und Performance großer Dateien | Adobe XD |
| Anbindung an die übrigen Creative-Cloud-Apps | Adobe XD |
| Preis für Teams ohne Creative-Cloud-Abo | Figma |
Endstand: Figma 7, Adobe XD 2. Figma gewinnt für alle, die heute ein Design-Tool wählen, ob als Einzelperson, als Agentur oder als Produktteam. XD behalten Sie nur, wenn Bestandsprojekte und ein ohnehin bezahltes Creative-Cloud-Abo das rechtfertigen, und auch dann mit einem Datum für die Migration im Kalender. Wann der Vergleich egal ist: Wenn Sie das Design ohnehin bei einer Agentur beauftragen. Dann entscheidet nicht das Tool, sondern das Konzept, und wir liefern die Entwürfe in dem Format, mit dem Ihr Entwickler arbeitet.
Häufige Fragen zu Figma und Adobe XD
Ist Figma oder Adobe XD besser?
Figma ist 2026 in fast jeder Kategorie besser: Zusammenarbeit in Echtzeit, Auto Layout und Variablen für Design-Systeme, Dev Mode für den Handoff, ein riesiges Plugin-Angebot und eine aktive Weiterentwicklung. Der Konkurrent ist nur bei Offline-Arbeit, der Performance großer Dateien und der Anbindung an die übrigen Creative-Cloud-Apps im Vorteil. Da es seit 2023 keine neuen Funktionen mehr bekommt, ist Figma für jeden Neustart die richtige Wahl.
Wird Adobe XD noch verwendet oder wird es eingestellt?
Die App befindet sich seit 2023 im Wartungsmodus: Es wird weiter verkauft und mit Sicherheitsupdates versorgt, bekommt aber keine neuen Funktionen. Ein Abschaltdatum hat Adobe nicht genannt. In der Praxis nutzen es vor allem Teams mit Bestandsprojekten und Creative-Cloud-Abo, während neue Designer und die meisten Agenturen mit Figma arbeiten.
Was ersetzt Adobe XD?
Adobe hat keinen direkten Nachfolger vorgestellt. Am Markt hat Figma diese Rolle übernommen. Alternativen sind Penpot, das quelloffen ist und sich selbst hosten lässt, und Sketch für Mac-Nutzer. Adobe Express ist kein Ersatz, weil es für Marketing-Grafiken gedacht ist und keinen Handoff an Entwickler kennt.
Kann ich XD-Dateien in Figma importieren?
Nicht direkt. Figma importiert Sketch-Dateien nativ, für XD gibt es keinen eingebauten Importer. Der Weg führt über Konverter-Plugins wie Convertify, die eine Figma-Datei erzeugen, oder über den Export als SVG oder PDF. Komponenten, Zustände und Interaktionen gehen dabei verloren und müssen neu aufgebaut werden.
Ist Figma kostenlos?
Ja, der Starter-Plan ist dauerhaft kostenlos und enthält Design, FigJam und ein tägliches Kontingent an KI-Credits, mit Begrenzungen bei Team-Dateien. Für Teams kostet Professional bei Jahreszahlung 16 $ je Full-Lizenz und Monat, Dev-Lizenzen 12 $, Collab-Lizenzen 3 $; Betrachter sind kostenlos. Stand September 2026, laut Anbieter.
Ist Adobe XD kostenlos?
Nein. Den kostenlosen Starter-Plan hat Adobe eingestellt. XD ist als Einzelprodukt oder als Teil von Creative Cloud All Apps erhältlich; einen eigenen Listenpreis nennt der Hersteller auf der deutschen Website nicht mehr. Wer bereits All Apps abonniert hat, kann es ohne Mehrkosten installieren.
Soll ich mitten im Projekt von Adobe XD zu Figma wechseln?
Nur, wenn ein zwingender Grund vorliegt, etwa ein Entwickler, der ausschließlich mit Figma arbeitet. Ansonsten schließen Sie das laufende Projekt ab, migrieren das Design-System bewusst neu und beginnen neue Projekte im neuen Werkzeug. Ein Wechsel mitten im Sprint erzeugt zwei Dateistände, doppelte Pflege und Fehler in der Übergabe.
Lohnt sich Figma für ein Team ab fünf Personen?
Ja, und meistens reicht der Professional-Plan. Fünf Designer kosten dort 80 $ im Monat, Entwickler bekommen Dev-Lizenzen für 12 $, Projektleitung und Kunden kommentieren kostenlos. Organization mit 55 $ je Full-Lizenz wird erst sinnvoll, wenn Sie Bibliotheken über mehrere Teams teilen, SSO brauchen oder Branching für Design-Systeme nutzen wollen.
Sie haben Entwürfe und brauchen die Website dazu?
30 Minuten Gespräch, kostenlos. Wir sagen Ihnen ehrlich, was aus Ihren Entwürfen wird und was die Umsetzung kostet.
