Die Kurzfassung für Eilige
- Gesamt-Verdict: CleverReach gewinnt für Unternehmen in Deutschland, denen Datenschutz, Server in Deutschland und Support auf Deutsch wichtiger sind als das Ökosystem. Mailchimp gewinnt, wenn Sie international verkaufen, mit Shopify arbeiten oder eine bestimmte Integration aus dem großen App-Katalog brauchen.
- Preise: Lite ist beim deutschen Anbieter kostenlos bis 250 Empfänger, Basic startet bei rund 15 €, Pro bei rund 18 € im Monat. Der Free Plan des US-Anbieters reicht bis 250 Kontakte und 500 Mails im Monat, Essentials startet bei rund 11 bis 13 €, Standard bei rund 17 bis 20 € (Stand September 2026, laut Anbieter, Jahresabo jeweils günstiger).
- DSGVO: Rastede hostet in Deutschland und der EU, der AV-Vertrag liegt im Konto, Double-Opt-in ist voreingestellt. Atlanta gehört zu Intuit, verarbeitet in den Vereinigten Staaten und stützt den Datentransfer auf das EU-US Data Privacy Framework.
- Funktionen: Automatisierung mit Verzweigungen und A/B-Tests kosten bei beiden den mittleren Tarif. Der Marktführer hat mehr Apps, tiefere Umsatz-Reports und die größere Vorlagenbibliothek; der deutsche Anbieter hat den deutschen Support und die Wahl zwischen Empfänger-Flatrate und Prepaid.
- Dritte Option: Brevo rechnet nach versendeten Mails ab und ist für große, selten angeschriebene Verteiler oft günstiger als beide. MailerLite ist die günstige EU-Wahl für Selbstständige.
Wie wir bewerten
Wir bewerten beide Anbieter aus der Sicht eines deutschen Unternehmens mit einem Verteiler von einigen hundert bis einigen zehntausend Kontakten, das regelmäßig Mailings verschickt, eine Willkommensstrecke automatisieren will und dessen Datenschutzbeauftragter mitredet. Die Kriterien sind Preismodell und Tarife, der kostenlose Einstieg, Editor und Vorlagen, Automatisierung, Integrationen mit Shop und CMS, Zustellbarkeit, Reporting, Support auf Deutsch, DSGVO und Datenhosting sowie der Aufwand einer Migration. Preise haben wir am 20. September 2026 auf den offiziellen Preisseiten geprüft; wo die Anbieter Staffeln statt Listenpreise zeigen, nennen wir Spannen. Die Scores spiegeln unsere Erfahrung aus Kundenprojekten wider, in denen wir beide Systeme eingerichtet, angebunden und in einigen Fällen wieder abgelöst haben. Erfundene Messreihen liefern wir nicht.
Beide Anbieter im direkten Vergleich

CleverReach
CleverReach ist ein deutscher Anbieter aus Rastede bei Oldenburg, seit 2007 am Markt und einer der größten EU-Anbieter für E-Mail-Marketing. Die Daten liegen auf Servern in Deutschland und der EU, der AV-Vertrag wird im Konto abgeschlossen, Double-Opt-in ist in den Formularen voreingestellt, und der Support antwortet auf Deutsch. Das Preismodell lässt Ihnen die Wahl zwischen einer Flatrate nach Empfängern und Prepaid-Guthaben nach versendeten E-Mails. Der Newsletter-Editor arbeitet mit Blöcken per Drag-and-drop, die Automatisierung heißt THEA und ist im Pro-Tarif unbegrenzt. Was das Werkzeug nicht ist: eine All-in-One-Plattform mit CRM, Anzeigenverwaltung und hunderten Apps. Wer genau das nicht braucht, bekommt hier das ruhigere Setup mit der kürzeren Datenschutz-Diskussion.
Stärken
- Server in Deutschland und der EU, AV-Vertrag im Konto, Double-Opt-in als Standard
- Support, Oberfläche und Hilfeartikel komplett auf Deutsch
- Wahl zwischen Empfänger-Flatrate und Prepaid nach versendeten E-Mails
- Plugins für Shopify, WooCommerce, Shopware und gängige CRM-Systeme, offene API
Schwächen
- Mehrere Automatisierungsstrecken und A/B-Tests erst im Pro-Tarif
- Deutlich weniger Apps als der US-Marktführer, Reporting schlanker
- Kostenloser Tarif auf 250 Empfänger und tausend E-Mails im Monat begrenzt
- Editor weniger flexibel, kleinere Vorlagenauswahl

Mailchimp
Der US-Marktführer aus Atlanta gehört seit 2021 zu Intuit, dem Konzern hinter QuickBooks, und ist die bekannteste Newsletter-Software der Welt. Der Vorteil ist das Ökosystem: über 300 Integrationen, eine sehr gepflegte Vorlagenbibliothek, der Customer Journey Builder für Automatisierung mit Verzweigungen, Reports mit Umsatzzuordnung und eine Shopify-Anbindung, die im E-Commerce ihresgleichen sucht. Der Nachteil für ein deutsches Unternehmen ist die Datenlage: Verarbeitung in den Vereinigten Staaten, Support überwiegend auf Englisch, Abrechnung nach Kontakten inklusive der Abgemeldeten, Preise in US-Dollar kalkuliert und in Euro angezeigt. Wer international verkauft oder eine bestimmte App aus dem Katalog braucht, findet hier mehr als bei jedem EU-Anbieter. Wer einen Verteiler für den deutschen Markt pflegt, zahlt für vieles, das er nie öffnet.
Stärken
- Über 300 Apps, tiefste Shopify- und WooCommerce-Anbindung
- Größte Vorlagenbibliothek, ausgereifter Editor mit Content Optimizer
- Customer Journey Builder mit Verzweigungen und Umsatz-Reports
- Jeder Freelancer und jede Agentur kennt die Nutzeroberfläche
Schwächen
- Verarbeitung in den USA, Datentransfer über das Data Privacy Framework
- Abgemeldete und nicht abonnierte Kontakte zählen zur Abrechnung
- Automatisierung mit Verzweigungen und A/B-Tests erst ab Standard
- Free Plan auf 250 Kontakte und 500 Mails im Monat geschrumpft, mit Branding; Support auf Englisch
Newsletter-Tool lieber mit jemandem auswählen, der beide eingerichtet hat?
Wir setzen den deutschen Anbieter und den US-Marktführer in Kundenprojekten auf, binden Formulare, Shop und Website an und bauen die Willkommensstrecke. Sagen Sie uns, wie groß Ihr Verteiler ist und was er tun soll, und wir sagen Ihnen, welches System passt.
Vergleichstabelle: CleverReach vs Mailchimp
| Kriterium | CleverReach | Mailchimp |
|---|---|---|
| Sitz und Datenhosting | Rastede, Deutschland; Server in Deutschland und der EU | Atlanta, USA (Intuit); Verarbeitung in den USA, Data Privacy Framework |
| Preismodell | Flatrate nach Empfängern oder Prepaid nach E-Mails | Nach Kontakten, Abgemeldete und nicht Abonnierte zählen mit |
| Kostenloser Tarif (Stand 09/2026) | Lite: 250 Empfänger, 1.000 E-Mails im Monat, 1 Automatisierung | Free: 250 Kontakte, 500 Mails im Monat (250 am Tag), mit Branding |
| Einstiegspreis bezahlt | Basic ab rund 15 € / Monat, Pro ab rund 18 € / Monat (kleinste Staffel, Jahresabo 10 % günstiger) | Essentials ab rund 11 bis 13 € / Monat für 500 Kontakte, Standard ab rund 17 bis 20 € |
| Automatisierung | 1 Strecke in Lite und Basic, unbegrenzt in Pro (THEA) | Einfache Flows bis 4 Schritte ab Essentials, Customer Journey Builder ab Standard |
| A/B-Tests | Ab Pro | Ab Standard |
| Editor und Design | Block-Editor, Templates auf Deutsch, HTML-Import | Größte Vorlagenbibliothek, Content Optimizer, eigene Designs ab Standard |
| Integrationen | Plugins für Shopify, WooCommerce, Shopware, Magento, CMS und CRM, offene API, Zapier | Über 300 Apps, tiefste Shopify-Anbindung, Zapier |
| Zustellbarkeit | CSA-zertifiziert, Whitelisting bei deutschen Providern | Solide, geteilte IPs, Omnivore-Missbrauchsmonitoring |
| Support | E-Mail auf Deutsch in allen Tarifen, Telefon und SLA in höheren Tarifen | E-Mail und Chat auf Englisch ab Essentials, Telefon nur Premium |
| Reporting | Öffnungen, Klicks, Abmeldungen, Conversion-Tracking, Vergleichsberichte | Tiefer: Umsatz je Kampagne, Branchenvergleich, Vorhersagen |
| Zielgruppe | Deutsche KMU, Vereine, Praxen, Kanzleien, öffentliche Stellen | E-Commerce, internationale Teams, Agenturen mit App-Bedarf |
Alle Preise sind Listenpreise, Stand September 2026, laut Anbieter. Der US-Anbieter zeigt auf der deutschen Preisseite Euro-Beträge mit einem Einführungsrabatt für die ersten zwölf Monate; danach gilt der reguläre Preis, und je nach Konto wird in US-Dollar abgerechnet. Der deutsche Anbieter zeigt Preise je Empfängerstaffel, das Jahresabo ist rund zehn Prozent günstiger als die monatliche Zahlung. Vergleichen Sie beide Preisrechner mit Ihrer konkreten Zahl der Kontakte, denn zwischen den Staffeln entscheidet sich der Unterschied.
Empfehlung nach Use-Case
CleverReach
Das Werkzeug für KMU, Vereine, Praxen, Kanzleien und öffentliche Stellen, die regelmäßig an deutsche Kontakte senden und beim Datenschutz keine Erklärung schuldig bleiben wollen. AV-Vertrag im Konto, Double-Opt-in voreingestellt, Support auf Deutsch, und mit Prepaid ein faires Modell für Listen, die selten angeschrieben werden.
Mailchimp
Die Plattform, wenn der Verteiler Teil eines größeren Setups ist: Shop-Daten für Produktempfehlungen, Umsatz-Reports je Journey, Kunden in mehreren Ländern, Anbindung an Werkzeuge, die kein EU-Anbieter kennt. Budgetieren Sie den Standard-Tarif ein, sobald Sie Verzweigungen wollen, und dokumentieren Sie den Drittlandtransfer in der Datenschutzerklärung.
Keins von beiden: Brevo oder MailerLite prüfen
Brevo aus Paris rechnet nach versendeten Mails statt nach Kontakten, hostet innerhalb der EU und ergänzt E-Mail um SMS-Kampagnen und WhatsApp; für Listen mit vielen Kontakten und wenigen Aussendungen ist das oft das günstigste Modell, ausführlich in unserem Brevo-Test. Selbstständige und Creator mit kleinem Budget sollten sich zusätzlich MailerLite ansehen, das wir unter Mailchimp vs MailerLite gegen den Marktführer stellen.
Der Ratgeber: Preise, DSGVO und Funktionen im Detail
Was ist der Unterschied zwischen Mailchimp und CleverReach?
Beide Systeme tun auf den ersten Blick dasselbe: Kontakte verwalten, Mailings gestalten, versenden, auswerten. Der Unterschied liegt in Herkunft und Ausrichtung. Der deutsche Anbieter konzentriert sich seit 2007 auf E-Mail und hat seine Kunden überwiegend in Deutschland, Österreich und der Schweiz; entsprechend sind Oberfläche, Hilfe, Support, Rechnungsstellung und Datenschutzstandards auf den hiesigen Markt zugeschnitten. Der Marktführer aus den Vereinigten Staaten hat sich seit der Übernahme durch Intuit zu einer All-in-One-Plattform entwickelt, die neben E-Mail auch Social-Media-Anzeigen, ein einfaches CRM, Landingpages und einen Website-Builder anbietet, und hat seine Preise entsprechend nach oben angepasst. Das Werkzeug aus Rastede verkauft keine Komplettplattform, sondern ein System für E-Mail-Kampagnen mit Automatisierung.
Für die Entscheidung heißt das: Fragen Sie nicht, welches Tool mehr kann, sondern was Ihr Verteiler im nächsten Jahr tun soll und wer im Unternehmen die Datenschutzfragen beantworten muss. Wenn die Antwort lautet: monatlich an deutsche Kunden versenden, neue Abonnenten begrüßen, gelegentlich ein Angebot bewerben, und der Datenschutzbeauftragte will einen AV-Vertrag mit einem Anbieter innerhalb der EU, dann ist das Ökosystem des US-Anbieters Ballast, für den Sie bezahlen. Wenn die Antwort lautet: Shop-Daten auswerten, Kunden in mehreren Ländern nach Kaufverhalten ansprechen, Anzeigen und E-Mail aus einem Konto steuern, dann liefert der Marktführer Bausteine, die der deutsche Anbieter nicht hat. Eine breitere Übersicht über weitere Anbieter finden Sie in unserem Vergleich der besten Newsletter-Tools.
Preise, Tarife und kostenloser Einstieg: Was kosten beide 2026?
Das Preismodell ist der erste handfeste Unterschied. Rastede lässt Ihnen die Wahl: eine monatliche Flatrate nach der Zahl der Empfänger, in den bezahlten Tarifen laut Anbieter ohne Versandlimit, oder Prepaid-Guthaben nach versendeten E-Mails, das sich für Unternehmen lohnt, die viele Kontakte selten anschreiben. Der US-Anbieter rechnet ausschließlich nach Kontakten ab, zählt ausdrücklich auch abgemeldete und nicht abonnierte Adressen mit, solange Sie sie nicht archivieren, und deckelt die E-Mails pro Monat auf ein Vielfaches der Kontaktzahl. Die folgende Tabelle zeigt die Tarifstufen nebeneinander (Stand September 2026, laut Anbieter).
| Stufe | CleverReach | Marktführer (USA) |
|---|---|---|
| Kostenlos | Lite: 250 Empfänger, tausend E-Mails im Monat, 1 Automatisierung, Formulare, E-Mail-Support | Free: 250 Kontakte, 500 Mails im Monat (250 am Tag), 1 Zielgruppe, Branding im Footer, E-Mail-Support nur 30 Tage |
| Einstieg | Basic ab rund 15 € (kleinste Staffel): Flatrate nach Empfängern, Editor und Formulare, 1 Automatisierung, Reporting | Essentials ab rund 11 bis 13 € für 500 Kontakte: 3 Zielgruppen, Flows bis 4 Schritte, ohne Branding, E-Mail- und Chat-Support, Sendelimit 10-fach |
| Mittel | Pro ab rund 18 € (kleinste Staffel): unbegrenzte Automatisierung mit THEA, A/B-Tests, erweiterte Segmentierung, Staffeln bis 150.000 Empfänger | Standard ab rund 17 bis 20 € für 500 Kontakte: Customer Journey Builder mit Verzweigungen, A/B-Tests, eigene Designs, Sendezeit-Optimierung, Sendelimit 12-fach |
| Groß | Enterprise ab rund 499 €: unbegrenzte Empfänger, ab 250.000 E-Mails, Premium-Support mit SLA, persönliche Betreuung | Premium ab rund 300 € für 10.000 Kontakte: Telefon- und Priority-Support, unbegrenzte Zielgruppen und Nutzer, multivariate Tests, Sendelimit 15-fach |
Bei der kleinsten Staffel liegen die Einstiegspreise nah beieinander, der US-Anbieter mit Einführungsrabatt sogar leicht darunter. Der Abstand entsteht an drei Stellen. Erstens läuft der Einführungspreis nach zwölf Monaten aus. Zweitens wächst die Liste, und bei einem Anbieter zahlen Sie für Abgemeldete mit, beim anderen nicht. Drittens ist der Funktionsumfang anders verteilt: A/B-Tests und Verzweigungen kosten bei beiden den mittleren Tarif, aber Pro bleibt in den meisten Staffeln unter Standard. Wer eine große Liste selten anschreibt, etwa ein Verein mit 10.000 Mitgliedern und vier Aussendungen im Jahr, fährt mit Prepaid aus Rastede oder mit dem Versandmodell von Brevo günstiger als mit jedem kontaktbasierten Tarif. Der Gratis-Tarif ist bei beiden ein Testfeld, keine Dauerlösung: Lite reicht für 250 Empfänger und vier Aussendungen im Monat, der Free Plan des US-Anbieters für dieselben 250 Kontakte, aber nur 500 Mails, mit Branding im Footer und E-Mail-Support nur in den ersten 30 Tagen.
Editor, Design und Formulare: Wie komme ich mit dem Editor zurecht?
Beim Editor liegt der Marktführer vorn, aber nicht so weit, wie sein Ruf vermuten lässt. Die Vorlagenbibliothek ist größer, der Content Optimizer prüft Mailings gegen Best Practices, und die Canva-Anbindung liefert Grafiken ohne Umweg. Der deutsche Anbieter arbeitet mit einem Block-Editor per Drag-and-drop, bietet responsive Designs auf Deutsch, einen HTML-Import für eigene Layouts und eine einfache Bedienung, die Einsteiger in Kundenprojekten meist am ersten Tag beherrschen. Wer viele bildlastige Kampagnen baut, schätzt den Katalog des US-Anbieters; wer eine saubere Standardvorlage einmal anlegt und monatlich befüllt, merkt keinen Unterschied.
Bei Formularen und Landingpages sind beide brauchbar, keiner überragend. Rastede liefert Anmeldeformulare mit Double-Opt-in-Strecke, Pop-ups und ein Formular-Plugin für das CMS; Landingpages gibt es nur in einfacher Form. Atlanta hat Landingpages, Formulare und einen rudimentären Website-Builder. Wer Landingpages als eigenen Kanal betreibt, mit Tracking, A/B-Tests und Anbindung an Anzeigen, sollte sich unsere Leistung zu Landing Pages ansehen, denn keins der beiden Systeme ersetzt dafür ein spezialisiertes Werkzeug.
Automatisierung und Segmentierung: THEA gegen Customer Journey Builder
Braucht man Automatisierung überhaupt? Für eine Willkommensmail ja, alles Weitere hängt vom Geschäft ab. Beide Tarifmodelle sind hier gleich gestrickt: Eine einfache Strecke gibt es günstig, Verzweigungen kosten den mittleren Tarif. Beim deutschen Anbieter heißt die Automatisierung THEA. In Lite und Basic ist eine Strecke enthalten, was für eine Begrüßung oder einen Autoresponder reicht; im Pro-Tarif sind die Workflows unbegrenzt und lassen sich mit Bedingungen, Wartezeiten und Verzweigungen aufbauen. Das deckt Willkommensstrecke, Geburtstagsmail, Reaktivierung und eine Warenkorb-Erinnerung mit Shopify oder WooCommerce ab.
Der Customer Journey Builder des US-Anbieters geht in der Tiefe weiter: Verzweigungen nach Kaufverhalten, vorausgesagte Segmente, Sendezeit-Optimierung und Umsatzzuordnung je Journey. Diese Automatisierungsfunktionen stecken aber im Standard-Tarif; in Essentials bleibt es bei linearen Flows mit vier Schritten. Bei der Segmentierung sind beide für Listen unter 50.000 Kontakten gleichwertig: Tags, Felder, Gruppen, Verhalten wie Öffnungen und Klicks, dazu Kundendaten aus dem Shop. Wer Marketing-Automation mit Lead-Scoring und Vertriebs-Pipeline sucht, ist ohnehin bei ActiveCampaign oder HubSpot besser aufgehoben als bei einem der beiden.
Integrationen: Shopify, WooCommerce und das eigene CMS
Beim Ökosystem ist der Abstand am größten. Der US-Anbieter listet über 300 Apps, darunter die tiefste Shopify-Integration am Markt mit Produktblöcken, Bestelldaten und Warenkorbabbrecher-Flows, dazu WooCommerce, Magento, Salesforce, Zapier und praktisch jedes SaaS-Werkzeug, das ein Team im Alltag benutzt. Der deutsche Anbieter hat einen kleineren, aber für den hiesigen Markt passenden Katalog: Plugins für Shopify, WooCommerce, Shopware, Magento und JTL, Anbindungen an CRM-Systeme wie Salesforce, HubSpot und Pipedrive sowie eine offene REST-API und Zapier. In Kundenprojekten reicht das für Shop und Website fast immer; es fehlt dann, wenn ein sehr spezielles Werkzeug angebunden werden soll, für das nur der Marktführer einen fertigen Konnektor hat.
Gibt es ein Plugin für das eigene CMS? Für WordPress ja, bei beiden, jeweils mit Formular-Einbindung und Abgleich der Abonnenten. Für TYPO3 gibt es aus Rastede eine Erweiterung, andere Systeme laufen über die API, über Zapier oder über Formular-Plugins von Drittanbietern. Prüfen Sie diesen Punkt vor der Tarifwahl, denn nachträglich gebaute Schnittstellen kosten mehr als jeder Tarifunterschied.
Zustellbarkeit, Reporting und Support auf Deutsch
Bei der Zustellbarkeit würden wir keinen der beiden ausschließen. Der deutsche Anbieter ist Mitglied der Certified Senders Alliance (CSA), deren Whitelist bei deutschen Providern wie GMX, WEB.DE und T-Online zählt, und pflegt die Reputation seiner Versand-Infrastruktur aktiv. Der US-Anbieter arbeitet mit geteilten IPs und dem Missbrauchs-Monitoring Omnivore und liegt in unabhängigen Messungen regelmäßig in derselben Größenordnung. Entscheidender ist Ihre eigene Domain: Seit Google und Yahoo 2024 ihre Anforderungen für Massenversender verschärft haben, brauchen Sie bei beiden SPF, DKIM und DMARC für die Absenderdomain, sonst landen Mailings im Spam, unabhängig vom Anbieter.
Beim Reporting liegt der Marktführer vorn: Umsatz je Kampagne, Vergleich mit Branchenwerten, Vorhersagen, Klick-Heatmaps. Rastede liefert Öffnungen, Klicks, Abmeldungen, Bounces, Conversion-Tracking über Website-Tags und Vergleichsberichte zwischen Mailings; für ein KMU ist das vollständig, für ein Team, das jede Aussendung auf Umsatz optimiert, ist es knapper.
Beim Support ist der Unterschied nicht graduell, sondern grundsätzlich. Der deutsche Anbieter antwortet auf Deutsch, per E-Mail in allen Tarifen, in höheren Tarifen mit Telefon, priorisierter Bearbeitung und SLA, und die Hilfeartikel sind auf Deutsch geschrieben statt übersetzt. Beim US-Anbieter ist die Nutzeroberfläche auf Deutsch verfügbar, der persönliche Support per E-Mail und Chat antwortet in der Regel auf Englisch, Telefon gibt es nur in Premium. Wer im Unternehmen niemanden hat, der eine Support-Anfrage auf Englisch formuliert, hat damit ein Kriterium, das alle anderen überstimmt.
DSGVO, AV-Vertrag und Datentransfer in die USA
Ist CleverReach DSGVO-konform? Ja, und zwar ohne Konstruktion: Der Anbieter sitzt in Rastede, das Datenhosting läuft auf Servern in Deutschland und der EU, der Auftragsverarbeitungsvertrag wird im Konto abgeschlossen, Double-Opt-in ist voreingestellt, und es findet kein Datentransfer in ein Drittland statt. Für den Datenschutzbeauftragten ist das eine Prüfung von zehn Minuten, und genau deshalb steht das Werkzeug auf so vielen Freigabelisten von Behörden, Hochschulen und Verbänden.
Ist der Marktführer DSGVO-konform nutzbar? Ja, mit Aufwand. Intuit ist unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert, das Data Processing Addendum enthält Standardvertragsklauseln, und damit ist die Datenübertragung in die Vereinigten Staaten rechtlich zulässig. Es bleibt aber ein Drittlandtransfer, den Sie in der Datenschutzerklärung und im Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten dokumentieren müssen, und er hängt an einem Abkommen, dessen zwei Vorgänger vor dem Europäischen Gerichtshof gekippt wurden. Wir bewerten das nüchtern: Für einen Online-Shop mit internationalen Kunden ist das tragbar, für eine Praxis, eine Kanzlei, eine Schule oder eine Behörde in der Praxis nicht, weil jede Datenschutzprüfung an genau dieser Stelle hängen bleibt. Ein DSGVO-konformes Setup ist mit beiden möglich; die Frage ist, wie viel Erklärung Sie dafür jedes Jahr liefern wollen.
Migration: von Mailchimp zu CleverReach umziehen
Der Umzug ist der häufigste Wechsel, den wir zwischen diesen beiden begleiten, und er ist überschaubar. Exportieren Sie beim US-Anbieter die Zielgruppe als CSV, getrennt nach abonniert und abgemeldet, und importieren Sie die Abonnenten in das neue Konto. Die Abgemeldeten importieren Sie ebenfalls, aber auf die Sperrliste, damit sie nie wieder eine Mail bekommen; das ist rechtlich zwingend und wird oft vergessen. Den Nachweis des ursprünglichen Double-Opt-in behalten Sie aus dem Export, denn das neue System fragt danach nicht erneut, die Aufsichtsbehörde bei einer Beschwerde aber schon.
Aufwand entsteht bei drei Dingen: Designs bauen Sie im Editor neu, Automatisierungen ebenfalls, und alle Anmeldeformulare auf Website, Shop und Landingpages stellen Sie um. Dazu kommt die Domain-Authentifizierung mit SPF, DKIM und DMARC, die Sie für den neuen Anbieter einrichten. Planen Sie für einen Verteiler mit Willkommensstrecke und zwei bis drei Designs einen Arbeitstag ein, für einen Shop mit mehreren Strecken einige Tage. Einen Stichtag festlegen, den letzten Versand im alten System ankündigen, die ersten Mailings aus dem neuen Konto an die aktivsten Kontakte schicken, damit die Absender-Reputation sauber startet: Mit dieser Reihenfolge verläuft der Umzug ohne Einbruch bei den Öffnungsraten. Der umgekehrte Weg funktioniert genauso per CSV und kommt vor, wenn ein Unternehmen international expandiert und die Shopify-Integration des Marktführers braucht.
Brevo, MailerLite und rapidmail: die Alternativen aus der EU
Wer nach einer Alternative zu Mailchimp sucht, landet nicht nur in Rastede. Brevo, ehemals Sendinblue, aus Paris rechnet nach versendeten E-Mails pro Monat statt nach Kontakten, hat einen kostenlosen Tarif mit 300 Mails am Tag bei unbegrenzt vielen Kontakten und ergänzt E-Mail um SMS-Kampagnen, WhatsApp und ein einfaches CRM; für Multichannel-Marketing und für große, selten angeschriebene Listen ist Brevo oft die günstigste Wahl. Was sind die Unterschiede zwischen Brevo und CleverReach? Brevo ist die breitere All-in-One-Plattform aus Frankreich mit Servern innerhalb der EU und gewinnt bei Preis-Leistung, sobald viele Kontakte selten angeschrieben werden; der deutsche Anbieter ist das fokussierte Werkzeug mit deutschem Support und dem Datenstandort, den strenge Datenschutzbeauftragte verlangen. Ausführlich vergleichen wir Brevo im Brevo-Test.
MailerLite aus Litauen ist die günstige EU-Wahl für Selbstständige und Creator. rapidmail aus Freiburg ist der zweite deutsche Anbieter mit Servern in Deutschland und CSA-Mitgliedschaft und rechnet flexibel nach Empfängern je Versand ab; Rastede und Freiburg sind für datenschutzsensible KMU gleichwertig gute Optionen, und die Entscheidung fällt meist über Editor und Preismodell. GetResponse aus Polen und Newsletter2Go, das in Brevo aufgegangen ist, tauchen in älteren Vergleichen noch auf. KlickTipp ist die Wahl für Infoprodukt-Anbieter mit Tagging-Logik, HubSpot lohnt sich erst, wenn Sie das CRM dazu wirklich nutzen. Eine breitere Übersicht steht in unserem Vergleich der besten E-Mail-Marketing-Software.
Fazit: Der deutsche Anbieter ist das bessere Werkzeug für Unternehmen in Deutschland, denen Datenschutz, Server in Deutschland und Support auf Deutsch wichtiger sind als das Ökosystem. Der Marktführer aus den USA ist die bessere Wahl, wenn Sie international verkaufen, eine bestimmte App brauchen oder Reports mit Umsatzzuordnung wollen und bereit sind, den Standard-Tarif zu zahlen und den Drittlandtransfer zu dokumentieren. Wenn keiner der beiden Punkte auf Sie zutrifft, ist die Entscheidung schnell getroffen; wenn Sie einen großen Verteiler selten anschreiben, ist es womöglich keiner von beiden, sondern Brevo.
Häufige Fragen zum Vergleich
CleverReach oder Mailchimp: Welche E-Mail-Marketing-Software ist besser für deutsche Unternehmen?
Für Unternehmen in Deutschland mit Datenschutz-Priorität ist der deutsche Anbieter besser: Server in Deutschland und der EU, AV-Vertrag im Konto, Double-Opt-in voreingestellt, Support auf Deutsch und die Wahl zwischen Empfänger-Flatrate und Prepaid. Der US-Marktführer ist besser, wenn Sie international verkaufen, die tiefe Shopify-Anbindung nutzen oder eine bestimmte App aus dem Katalog von über 300 Integrationen brauchen.
Ist CleverReach DSGVO-konform und vertrauenswürdig?
Ja. Der Anbieter sitzt in Rastede, hostet auf Servern in Deutschland und der EU, stellt den Auftragsverarbeitungsvertrag im Konto bereit, arbeitet mit Double-Opt-in und überträgt keine Daten in Drittländer. Er ist seit 2007 am Markt, Mitglied der Certified Senders Alliance und steht auf den Freigabelisten vieler Behörden, Hochschulen und Verbände.
Ist Mailchimp DSGVO-konform nutzbar?
Ja, mit Dokumentationsaufwand. Intuit ist unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert und bietet Standardvertragsklauseln im Data Processing Addendum. Der Transfer in die USA ist damit zulässig, muss aber in der Datenschutzerklärung und im Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten als Drittlandtransfer geführt werden. Praxen, Kanzleien, Schulen und Behörden scheitern in der Datenschutzprüfung meist an genau dieser Stelle.
Wie viel kostet CleverReach?
Der Tarif Lite ist kostenlos für bis zu 250 Empfänger und tausend E-Mails im Monat. Basic beginnt bei rund 15 €, Pro mit unbegrenzter Automatisierung und A/B-Tests bei rund 18 € im Monat für die kleinste Empfängerstaffel, Enterprise bei rund 499 € (Stand September 2026, laut Anbieter). Das Jahresabo ist rund zehn Prozent günstiger, alternativ gibt es Prepaid-Guthaben nach versendeten E-Mails.
Was sind die Unterschiede zwischen Brevo und CleverReach?
Brevo aus Paris rechnet nach versendeten E-Mails statt nach Empfängern ab, bietet kostenlos 300 Mails am Tag bei unbegrenzt vielen Kontakten und ergänzt E-Mail um SMS, WhatsApp und ein CRM. Der Anbieter aus Rastede ist das fokussierte Werkzeug mit Servern in Deutschland, deutschem Support und Prepaid-Option. Für große, selten angeschriebene Listen ist Brevo günstiger, für strenge Datenschutz-Vorgaben ist Rastede die sicherere Wahl.
Welche Alternativen gibt es zu CleverReach?
Aus Deutschland rapidmail aus Freiburg mit Servern in Deutschland und CSA-Mitgliedschaft, aus der EU Brevo aus Frankreich und MailerLite aus Litauen. Für tiefe Automatisierung mit Lead-Scoring ActiveCampaign oder HubSpot, für Infoprodukte KlickTipp, für Shopify-Händler mit großem Umsatz Klaviyo. GetResponse aus Polen ist eine solide Option mit Webinar-Funktionen.
Gibt es Plugins für Shop und CMS bei beiden Anbietern?
Ja. Beide bieten Plugins für Shopify und WooCommerce sowie für das verbreitetste CMS mit Formular-Einbindung und Abonnentenabgleich. Der deutsche Anbieter hat zusätzlich Anbindungen an Shopware, Magento, JTL und eine TYPO3-Erweiterung, der US-Anbieter über 300 Apps für internationale SaaS-Werkzeuge. Über Zapier und die offenen APIs lassen sich bei beiden weitere Systeme anbinden.
Kann ich zum deutschen Anbieter umziehen, ohne Abonnenten zu verlieren?
Ja. Exportieren Sie die Zielgruppe als CSV, getrennt nach abonniert und abgemeldet, importieren Sie die Abonnenten in das neue Konto und die Abgemeldeten auf die Sperrliste. Designs, Automatisierungen und Anmeldeformulare bauen Sie neu, die Domain-Authentifizierung mit SPF, DKIM und DMARC richten Sie für den neuen Anbieter ein. Die ersten Mailings gehen an die aktivsten Kontakte, damit die Absender-Reputation sauber startet.
Abonnenten für den Verteiler fehlen noch?
Ein Versandsystem erzeugt keine Kontakte, es schreibt sie an. Wir bauen als Content-Marketing-Agentur die Inhalte und Landingpages, die Ihre Liste füllen, und binden die Anmeldung sauber an den deutschen Anbieter oder den US-Marktführer an.
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