Google Ads vs Facebook Ads (Meta Ads) 2026: Welcher Kanal wann?

Google Ads oder Facebook Ads: Welche Plattform bekommt das Budget? Wir vergleichen beide Kanäle aus der Agentur-Praxis nach Suchintention, Zielgruppen, Kosten, Kreativ-Aufwand und Messbarkeit. Am Ende sagen wir Ihnen klar, welcher Kanal für welchen Fall die bessere Wahl ist und in welcher Reihenfolge beide zusammen Sinn ergeben.

tl;dr

Die Kurzfassung für Eilige

  • Gesamt-Verdict: Google Ads gewinnt, wenn Menschen bereits aktiv nach einer Lösung suchen. Facebook Ads (Meta Ads) gewinnen, wenn Nachfrage erst entstehen muss oder das Produkt visuell überzeugt. Die meisten Unternehmen brauchen beides, aber in einer klaren Reihenfolge.
  • Prinzip: Google Ads ist Pull-Werbung entlang der Suchintention, Meta Ads ist Push-Werbung entlang von Interessen und Verhalten.
  • Kosten: Der Klick bei Google Search ist meist teurer, dafür kaufnäher. Der Kontakt bei Meta ist günstiger, braucht aber mehr Schritte bis zum Abschluss.
  • Kreation: Google verlangt Text, Keywords und eine gute Landingpage. Meta verlangt Bilder, Videos und alle paar Wochen frische Creatives.
  • Messung: Seit iOS 14 und Consent-Pflicht messen beide Plattformen nur mit serverseitiger Anbindung sauber: Conversions API bei Meta, Enhanced Conversions bei Google.

Wie wir bewerten

Wir betrachten beide Kanäle aus der Sicht einer Geschäftsführung oder Marketingleitung, die ein begrenztes Budget aufteilen muss. Bewertet werden Suchintention, Zielgruppen und Funnel-Stufe, Kosten, Kreativ-Anforderungen, Messbarkeit und Automatisierung. Preis- und Budgetangaben sind grobe Spannen aus Kundenprojekten, Stand September 2026, und keine Studienwerte. Die Frage „Google Ads oder Facebook Ads" lässt sich nicht pauschal beantworten, aber sie lässt sich für Ihren konkreten Fall beantworten, und genau darum geht es hier.

Google Ads oder Facebook Ads: beide Plattformen im direkten Vergleich

Meta Ads Logo
02 · Push-Kanal: Nachfrage wecken

Facebook Ads (Meta Ads)

Abrechnung pro 1.000 Impressionen (CPM) · Tagesbudget ab wenigen Euro, Stand September 2026 laut Meta
passiv scrollend
Intent

Facebook Ads laufen über den Werbeanzeigenmanager von Meta Platforms und erscheinen im Feed, in Stories und Reels auf Facebook und Instagram sowie im Audience Network. Niemand sucht dort nach Ihrem Produkt; die Anzeige unterbricht das Scrollen. Dafür erreichen Sie Menschen über Interessen, Verhalten, Demografie und eine Lookalike Audience, also Zielgruppen, die Ihren bisherigen Kunden ähneln. Das macht den Kanal stark für Produkte, die man zeigen muss, und für Angebote, nach denen noch niemand sucht. Der Preis dafür: Sie brauchen laufend neue Bilder und Videos, und der Weg vom ersten Kontakt bis zum Kauf ist länger.

Stärken

  • Weckt Nachfrage, wo noch keine Suche stattfindet
  • Reichweite auf Facebook und Instagram zu vergleichsweise niedrigen Kontaktkosten
  • Lookalike Audience und Retargeting liefern präzise Zielgruppen ohne Keywords
  • Bild- und Videoformate, die Produkte emotional zeigen

Schwächen

  • Kaufabsicht ist niedriger, mehr Kontakte pro Abschluss nötig
  • Creatives nutzen sich ab und müssen alle paar Wochen erneuert werden
  • Messung seit iOS 14 nur mit Conversions API verlässlich
  • Für erklärungsbedürftige B2B-Leistungen oft zu unspezifisch
PrinzipPush
AbrechnungCPM
Best fürneue Nachfrage, visuelle Produkte
Unser Meta-Ads-Angebot

Sie wissen nicht, wo Ihr Budget besser arbeitet?

Wir betreuen beide Plattformen in Kundenprojekten und sagen Ihnen ehrlich, welcher Kanal für Ihr Angebot zuerst dran ist.

Ads-Audit anfragen

Vergleichstabelle: Google Ads vs Facebook Ads

KriteriumGoogle AdsFacebook Ads (Meta Ads)
GrundprinzipPull: Anzeigen zu konkreten SuchanfragenPush: Anzeigen im Feed nach Interessen und Verhalten
Intent der NutzerAktiv suchend, oft kaufbereitPassiv scrollend, muss erst überzeugt werden
Funnel-StufeMitte und Ende: Vergleich, Kauf, AnfrageAnfang und Mitte: Awareness, Interesse, dazu Retargeting
PlatzierungenGoogle Search, Shopping, YouTube, Display-NetzwerkFacebook, Instagram, Messenger, Audience Network
AbrechnungCost per Click, bei Video und Display auch pro ImpressionPro 1.000 Impressionen (CPM), Klicks ergeben sich daraus
KostenlogikKlick teurer, Abschluss oft günstigerKontakt günstiger, Abschluss braucht mehr Schritte
AusrichtungKeywords, Standort, ZielgruppensignaleInteressen, Demografie, Custom Audience, Lookalike Audience
Kreativ-AufwandTextanzeigen, Produktfeed, LandingpageBilder, Videos, UGC, laufende Erneuerung
AutomatisierungPerformance Max, Smart BiddingAdvantage+ Shopping, Advantage+ Zielgruppen
MessungGoogle-Tag, Enhanced Conversions, GA4Pixel plus Conversions API, Attribution teils modelliert
LernphaseEinige Wochen, abhängig vom Volumen an AbschlüssenEtwa 50 Ereignisse je Anzeigengruppe und Woche (laut Meta)
Sinnvolles Mindestbudget (Erfahrungswert)ab etwa 500 bis 1.000 € pro Monatab etwa 500 bis 1.000 € pro Monat, in Testphasen eher mehr
Am besten fürDienstleister, lokale Unternehmen, B2B mit Suchvolumen, E-Commerce mit FeedD2C-Marken, visuelle Produkte, neue Kategorien, Retargeting

Empfehlung nach Use-Case

wenn nach Ihrem Angebot bereits gesucht wird

Google Ads zuerst

Handwerk, Praxen, Kanzleien, Software mit Suchvolumen, Online-Shops mit gängigen Produkten: Hier existiert die Nachfrage schon. Google Ads holt sie ab, ohne dass Sie Interesse erst erzeugen müssen. Starten Sie mit Search-Kampagnen und Shopping, nicht mit Performance Max.

wenn Sie Nachfrage erst wecken müssen oder verkaufen, was man sehen muss

Facebook Ads (Meta Ads) zuerst

Neue Produktkategorien, Mode, Einrichtung, Kosmetik, Food, Lifestyle, Kurse und Events: Wenn noch niemand danach sucht oder das Produkt über Bild und Video verkauft wird, ist Meta der bessere Startpunkt. Rechnen Sie mit einer längeren Anlaufzeit und mit laufender Kreativ-Produktion.

wenn Budget für beide Plattformen da ist

Beides, in der richtigen Reihenfolge

Der Regelfall in Kundenprojekten: Ein Kanal baut Nachfrage auf, der andere fängt sie ein. Meta zeigt das Produkt, Google Ads holt später die Markensuche ab. Oder umgekehrt: Google Ads bringt den qualifizierten Erstbesuch, Meta erinnert per Retargeting. Ob sich das rechnet, können Sie vorab im ROI-Rechner überschlagen.

Facebook Ads und Google Ads im Detail: der Ratgeber

Pull vs Push: der Unterschied zwischen Facebook Ads und Google Ads

Der wichtigste Unterschied zwischen Facebook Ads und Google Ads liegt nicht in der Oberfläche oder den Ad-Formaten, sondern in der Situation der Menschen, die Ihre Anzeige sehen. Bei Google Search formuliert jemand ein Bedürfnis selbst: „Reiskocher 1,8 Liter kaufen", „Anwalt Arbeitsrecht Mannheim", „CRM für kleine Unternehmen". Die Anzeige beantwortet eine Frage, die gerade gestellt wird. Das ist Pull-Werbung, und sie funktioniert, weil die Kaufabsicht schon vorhanden ist.

Auf Facebook und Instagram stellt niemand eine Frage. Menschen scrollen durch Beiträge von Freunden, Reels und Nachrichten. Ihre Anzeige muss diese Situation unterbrechen und in wenigen Sekunden Interesse erzeugen. Das ist Push-Werbung. Meta kennt keine Keywords, sondern Signale: Interessen, Verhalten, Alter, Ort, Ähnlichkeit zu bestehenden Kunden. Der Kanal ist deshalb hervorragend darin, Menschen zu erreichen, die noch nicht wissen, dass es Ihr Produkt gibt. Er ist aber schlecht darin, jemanden zu finden, der genau jetzt kaufen will.

Daraus folgt eine einfache Prüffrage, bevor Sie Budget verteilen: Suchen Menschen heute bei Google nach dem, was Sie anbieten, und wie viel Volumen steckt in diesen Keywords? Wenn ja, beginnen Sie dort. Wenn nein, hilft Ihnen keine Search-Kampagne der Welt, und Sie brauchen einen Kanal, der Nachfrage weckt.

Zielgruppen und Funnel-Stufe: wo im Marketing Funnel welcher Kanal wirkt

Denken Sie die Customer Journey als Funnel: oben Aufmerksamkeit, in der Mitte Vergleich und Abwägung, unten Kauf oder Anfrage. Google Ads arbeitet vor allem in der Mitte und unten. Wer nach Produktnamen, Preisen oder „in der Nähe" sucht, ist weit fortgeschritten. Meta Ads arbeitet vor allem oben und in der Mitte: Eine Anzeige für eine Lederjacke, die jemand noch nie gesehen hat, erzeugt Brand Awareness und ein erstes Interesse. Der Kauf passiert dann oft erst Tage später, häufig nach einer Google-Suche nach dem Markennamen.

Für die Zielgruppenarbeit heißt das: Bei Google definieren Sie die Zielgruppe über Suchbegriffe und Standort, ergänzt um Signale wie demografische Merkmale. Bei Meta definieren Sie sie über Merkmale der Person. Am stärksten sind dort Zielgruppen aus eigenen Daten: Website-Besucher, Kundenlisten, Interaktionen mit Ihrem Instagram-Profil, und daraus abgeleitet die Lookalike Audience. Wer sein Ideal Customer Profile sauber beschrieben hat, spart auf beiden Plattformen Geld, weil weniger Budget in falsche Kontakte fließt.

Kosten: Was kosten Google Ads und Facebook Ads wirklich?

Beide Plattformen arbeiten nach dem Auktionsprinzip, es gibt also keine Preisliste. Google Ads rechnet klassisch als Pay per Click (PPC) ab: Sie zahlen erst, wenn jemand klickt. Meta rechnet pro 1.000 Impressionen ab; der Cost per Click ergibt sich aus Reichweite und Klickrate. Was die Frage „Ist Google Ads teurer als Facebook Ads?" so schwer macht: Der Klick ist bei Google fast immer teurer, der Abschluss aber oft günstiger, weil die Kaufabsicht höher ist.

KostengrößeGoogle Ads (Search)Facebook Ads (Meta Ads)
Cost per Click, grobe Spanne DACHunter 0,50 € bis über 10 €; Recht, Finanzen, Versicherung deutlich darübermeist 0,30 € bis 2 €, je nach Zielgruppe und Creative
CPM, grobe Spanne DACHnur bei Display und YouTube relevant, dort niedrigetwa 5 € bis 15 €, im Q4 und bei engen Zielgruppen höher
Kosten pro Abschlussstark branchenabhängig, bei Dienstleistungen oft zweistellig bis niedrig dreistelligbei E-Commerce häufig niedriger als Search, bei Leads oft höher
Fixkosten neben dem MediabudgetLandingpage, Feed-Pflege, BetreuungKreativ-Produktion, Betreuung

Alle Werte sind Erfahrungswerte aus Kundenprojekten, Stand September 2026, keine Studienergebnisse. In Ihrer Branche kann es deutlich anders aussehen. Wichtig ist die Rechenlogik, nicht der Einzelwert: Rechnen Sie vom Deckungsbeitrag rückwärts, wie viel ein Abschluss kosten darf, und prüfen Sie dann, welcher Kanal diesen Wert eher erreicht. Unser ROI-Rechner nimmt Ihnen die Rechnung ab.

Zum Mindestbudget: Beide Systeme brauchen Daten, um zu lernen. Unter etwa 500 € Mediabudget im Monat bekommen Sie selten genug Abschlüsse, um überhaupt eine Entscheidung treffen zu können. Bei Meta gibt Meta selbst rund 50 Ereignisse pro Anzeigengruppe und Woche als Ziel der Lernphase an; bei Google Ads dauert es je nach Gebotsstrategie einige Wochen, bis Smart Bidding stabil arbeitet. Wer in dieser Zeit ständig Kampagnen umbaut, setzt die Lernphase jedes Mal zurück.

Kreativ-Anforderungen: Text und Feed vs Bild, Video und UGC

Bei Google Ads besteht die Kreativleistung aus Anzeigentexten, Keyword-Listen, Erweiterungen und, für Shopping, einem sauberen Produktfeed. Der eigentliche Hebel liegt aber hinter dem Klick: Eine Search-Anzeige ist nur so gut wie die Seite, auf der sie landet. Ladezeit, Klarheit, Formular, Telefonnummer, Vertrauen. Wir sehen in Kundenprojekten regelmäßig, dass eine bessere Landingpage mehr bringt als jede Gebotsoptimierung.

Bei Meta ist das Creative die Kampagne. Bild oder Video entscheiden, ob jemand beim Scrollen anhält. Und weil dieselbe Zielgruppe die Anzeige wiederholt sieht, nutzt sich jedes Motiv ab. Wer erfolgreich Facebook Ads schaltet, produziert laufend neue Varianten: Produktvideos, Kundenstimmen, UGC-Formate, in denen echte Nutzer das Produkt zeigen, statische Bilder mit klarer Botschaft. Das ist ein dauerhafter Arbeitsposten, den viele Unternehmen unterschätzen. Ohne Fotografen, Videoproduktion oder ein internes Content-Team wird Meta schnell zäh.

Messbarkeit nach iOS 14 und Consent: Conversions API und Enhanced Conversions

Bis 2021 war Meta der Kanal mit dem präziseren Tracking, weil der Pixel jeden Schritt sah. Seit Apples App-Tracking-Transparenz und der Consent-Pflicht in Europa fehlen beiden Plattformen Daten, Meta trifft es aber härter. Ein großer Teil der Nutzer verweigert die Nachverfolgung, und ohne Gegenmaßnahme sieht der Werbeanzeigenmanager nur noch einen Bruchteil der tatsächlichen Abschlüsse. Der Algorithmus lernt dann auf dünner Basis.

Die Antwort darauf ist serverseitige Messung. Bei Meta heißt sie Conversions API: Ihr Shop- oder Website-System meldet Kaufereignisse direkt an Meta, unabhängig vom Browser. Bei Google heißt das Gegenstück Enhanced Conversions: Gehashte Kundendaten wie die E-Mail-Adresse werden an den Google-Tag angehängt, damit Abschlüsse auch dann zugeordnet werden, wenn Cookies fehlen. Beides muss ordentlich eingerichtet und an Ihr Consent-Management gekoppelt sein. Das Conversion-Tracking ist heute die Voraussetzung, nicht das Extra: Ohne belastbare Zahlen können Sie weder Kanäle vergleichen noch Budget verantwortungsvoll verschieben. Rechnen Sie zudem damit, dass beide Plattformen sich denselben Kauf gutschreiben. Ein Blick in GA4 oder ins Backend Ihres Shops zeigt, was wirklich passiert ist.

Performance Max vs Advantage+: wie viel Automatisierung ist sinnvoll?

Beide Anbieter drängen Werbetreibende in automatisierte Kampagnentypen. Bei Google ist das Performance Max: Sie liefern Texte, Bilder, Videos und Feed, Google spielt daraus Anzeigen über Search, Shopping, YouTube, Display und Gmail aus. Bei Meta ist es Advantage+ Shopping beziehungsweise Advantage+ Zielgruppen: Die Zielgruppenauswahl wandert weitgehend an den Algorithmus.

Unsere Erfahrung: Beides funktioniert, sobald genug Abschlussdaten vorhanden sind, und beides ist ein Problem, wenn sie fehlen. Performance Max belegt gern Ihre eigene Markensuche und weist sich den Erfolg zu, den eine einfache Search-Kampagne günstiger geholt hätte. Advantage+ liefert bei kleinen Konten oft unerklärliche Schwankungen. Wir empfehlen daher, mit kontrollierten Kampagnen zu starten (Search mit sauberen Keywords, Meta mit definierten Zielgruppen), Daten zu sammeln und die Automatisierung erst dann zu erweitern, wenn das System etwas zu lernen hat.

B2B, B2C oder lokal: welche Plattform für welches Unternehmen?

  • Lokale Dienstleister (Praxis, Handwerk, Kanzlei, Autohaus): Google Ads mit Standortausrichtung zuerst. Menschen suchen „Zahnarzt Mannheim", nicht Instagram-Posts. Meta eignet sich als Ergänzung für Recruiting, Aktionen und Markenpflege in der Region.
  • B2B mit erklärungsbedürftigen Leistungen: Google Ads für Suchanfragen mit Fachbegriffen, sofern es sie gibt. Wenn das Suchvolumen sehr klein ist, funktioniert Meta mit präzisem Retargeting auf Website-Besucher und mit Inhalten wie Whitepapern oft besser als erwartet. LinkedIn ist hier oft die dritte, teurere Option.
  • E-Commerce mit Standardprodukten: Shopping Ads und Search bei Google, weil Menschen konkrete Produkte suchen. Meta ergänzt mit Dynamic Ads aus dem Produktkatalog für Wiederansprache und mit Reichweite in der Vorweihnachtszeit.
  • D2C-Marken und visuelle Produkte: Meta zuerst, weil das Produkt gezeigt werden muss und der Bedarf oft erst beim Sehen entsteht. Google Ads fängt anschließend die Markensuche ab, damit die geweckte Nachfrage nicht beim Wettbewerb landet.
  • Neue Kategorien ohne Suchvolumen: Ausschließlich Meta oder YouTube, bis erste Markensuchen messbar sind. Search-Kampagnen ohne Nachfrage sind Budgetverschwendung.

Kombination: so spielen beide Plattformen zusammen

Die Frage „Google Ads oder Facebook Ads" stellt sich in der Praxis selten als Entweder-oder. Zwei Muster funktionieren in Kundenprojekten zuverlässig. Erstens: Google Ads bringt qualifizierten Erstbesuch, Meta erinnert per Retargeting alle, die nicht abgeschlossen haben, mit dem konkreten Produkt oder einem Angebot. Diese Wiederansprache ist bei Meta günstig und meist die profitabelste Kampagne im Konto. Zweitens: Meta erzeugt Nachfrage mit Video und Bild, und Google Ads holt anschließend die steigenden Markensuchen ab. Wer diese Brand-Kampagne nicht schaltet, überlässt die von ihm bezahlte Aufmerksamkeit dem Wettbewerber, der auf den Markennamen bietet.

Tipp: Starten Sie nicht mit beiden Plattformen gleichzeitig und halbem Budget. Bauen Sie zuerst den Kanal auf, der zu Ihrer Nachfragesituation passt, bis er stabil misst und liefert. Erst dann kommt der zweite Kanal dazu, und zwar mit einer klaren Rolle: entweder Nachfrage wecken oder Nachfrage einfangen.

Typische Fehler, die wir beim Einstieg sehen: Performance Max ohne Ausschluss der eigenen Marke, Meta-Kampagnen mit einem einzigen Motiv über Monate, keine Conversions API und deshalb ein blinder Algorithmus, zu viele Kampagnen bei zu kleinem Budget, und ein Erfolgsvergleich beider Plattformen nach den Zahlen der Plattformen selbst statt nach Umsatz im eigenen System.

SEO vs Google Ads: und was ist mit der organischen Suche?

Wer zwischen Google Ads und Facebook Ads abwägt, landet oft bei einer dritten Frage: Google Ads oder SEO? Beide beantworten dieselbe Suchintention, nur auf unterschiedlichen Zeitachsen. Google Ads liefert ab dem ersten Tag Klicks und hört auf, sobald das Budget stoppt. SEO braucht Monate, bringt dann aber Besucher ohne Klickpreis, solange die Rankings halten. In Kundenprojekten nutzen wir Search-Kampagnen häufig als Testlabor: Welche Keywords bringen Anfragen? Diese Begriffe bekommen anschließend eigene Inhalte. Den ausführlichen Vergleich finden Sie in unserem Artikel SEO vs SEA, die Umsetzung übernimmt unsere SEO-Agentur.

Häufige Fragen zu Google Ads und Facebook Ads

Was ist der Hauptunterschied zwischen Google Ads und Facebook Ads?

Google Ads erreicht Menschen, die aktiv nach etwas suchen, und zeigt Anzeigen zu ihren Suchbegriffen. Facebook Ads (Meta Ads) erreicht Menschen, die gerade durch Facebook oder Instagram scrollen, und wählt sie über Interessen, Verhalten und Ähnlichkeit zu bestehenden Kunden aus. Google holt vorhandene Nachfrage ab, Meta weckt neue Nachfrage. Daraus ergeben sich fast alle weiteren Unterschiede bei Kosten, Kreation und Messung.

Wie viel kosten Google Ads im Monat?

Es gibt kein Mindestbudget, Google rechnet pro Klick ab. Sinnvoll auswertbar wird es nach unserer Erfahrung ab etwa 500 bis 1.000 € Mediabudget im Monat, in umkämpften Branchen wie Recht, Finanzen oder Versicherungen deutlich mehr, weil einzelne Klicks dort zweistellige Beträge kosten können. Dazu kommen Betreuung, Landingpage und Messung. Rechnen Sie vom erlaubten Preis pro Abschluss rückwärts, nicht vom Klickpreis vorwärts.

Ist Google Ads teurer als Facebook Ads?

Pro Klick meistens ja, pro Abschluss oft nein. Bei Google Search bezahlen Sie für Menschen mit konkreter Absicht, deshalb ist der Klick teurer, der Weg zum Kauf oder zur Anfrage aber kürzer. Bei Meta ist der einzelne Kontakt günstig, es braucht jedoch mehr Kontakte und häufig eine Wiederansprache, bis jemand kauft. Welcher Kanal am Ende günstiger ist, hängt von Ihrer Branche, dem Produkt und der Qualität von Landingpage und Creatives ab.

Sind Google Ads sinnvoll und was bringen sie mir?

Google Ads ist sinnvoll, wenn nach Ihrem Angebot bereits gesucht wird und ein Abschluss mehr wert ist als die Klicks, die er kostet. Dann bringt der Kanal planbar Anfragen oder Verkäufe ab dem ersten Tag und liefert nebenbei Daten darüber, welche Suchbegriffe wirklich Abschlüsse bringen. Nicht sinnvoll ist Google Ads, wenn es kein Suchvolumen gibt, die Website nicht überzeugt oder das Budget so klein ist, dass keine belastbaren Zahlen entstehen.

Kann man Google Ads und Facebook Ads kombinieren?

Ja, und in den meisten Kundenprojekten ist das der Zielzustand. Bewährt haben sich zwei Reihenfolgen: Google Ads bringt qualifizierte Besucher, Meta spricht sie per Retargeting erneut an. Oder Meta weckt mit Video und Bild Nachfrage, und Google Ads fängt die daraus entstehenden Markensuchen ab. Wichtig ist, nacheinander zu starten, jedem Kanal eine klare Rolle zu geben und den Erfolg im eigenen System zu messen statt in den Dashboards der Plattformen.

Welche Plattform ist besser für E-Commerce, Lead-Generierung oder lokale Unternehmen?

Für E-Commerce mit gängigen Produkten: Google Shopping und Search zuerst, Meta für Wiederansprache und saisonale Reichweite. Für D2C-Marken mit visuellen Produkten: Meta zuerst, Google für die Markensuche. Für Lead-Generierung bei Dienstleistern: Google Ads, sobald Suchvolumen existiert, sonst Meta mit Formularen und Retargeting. Für lokale Unternehmen: Google Ads mit Standortausrichtung, Meta ergänzend für Aktionen und Recruiting.

Welche Alternativen gibt es zu Google Ads und Facebook Ads?

Für B2B ist LinkedIn Ads die naheliegende, allerdings teure Alternative. Microsoft Advertising (Bing) erreicht Suchende außerhalb von Google zu meist niedrigeren Klickpreisen, mit deutlich kleinerer Reichweite. TikTok Ads eignet sich für junge Zielgruppen und Produkte, die über kurze Videos verkauft werden. Pinterest funktioniert bei Einrichtung, Mode und DIY. Und die organische Suche über SEO ist die einzige Alternative ohne Klickpreis, braucht dafür aber Monate.

Google Ads oder SEO: was ist besser?

Google Ads liefert sofort und hört auf, sobald Sie nicht mehr zahlen. SEO braucht Monate und liefert danach ohne Klickkosten weiter. Für ein neues Angebot ist Google Ads der schnellere Weg zu ersten Anfragen und zu Daten darüber, welche Suchbegriffe funktionieren. Langfristig lohnt es sich, genau diese Begriffe organisch zu besetzen. Beide Wege zusammen sind in den meisten Fällen die richtige Antwort. Den ausführlichen Vergleich finden Sie in unserem Artikel SEO vs SEA.

Joshua Stark
Joshua Stark
Geschäftsführer STARK

Joshua leitet bei STARK die SEO- und Performance-Praxis. Über 150 Projekte für Mittelstand, SaaS und E-Commerce seit 2016.

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