Die Kurzfassung für Eilige
- Gesamt-Verdict: WordPress.org mit einem deutschen Managed-Hoster gewinnt für fast jede Firmen-Website. WordPress.com lohnt sich für Hobby-Blogs oder wenn niemand im Haus die Wartung verantworten will.
- Der Kern: WordPress.org ist die freie Software zum Selbst-Hosten. WordPress.com ist ein kommerzieller Hosting-Dienst von Automattic, der diese Software in Tarifen anbietet.
- Kosten: WordPress.com reicht von 0 bis 45 Euro im Monat. Eigene Plugins gibt es erst im Business-Tarif für 25 Euro im Monat bei Jahreszahlung (Stand September 2026, laut Anbieter).
- Freiheit: Mit WordPress.org installieren Sie jedes Theme und jedes Plugin und behalten die volle Kontrolle über Code, Daten und SEO.
- Datenschutz: WordPress.com läuft auf der Infrastruktur von Automattic in den USA, ein deutscher Hoster hält die Daten in der EU.
Wie wir bewerten
Wir vergleichen beide Varianten entlang der Fragen, die in Kundenprojekten tatsächlich fallen: Kosten, Freiheit bei Plugins und Themes, Eigentum an Domain und Daten, SEO-Kontrolle, Wartung, Performance und Datenschutz. Preise stammen von den offiziellen Preisseiten mit Stand September 2026. Messwerte erfinden wir nicht; wo eine Antwort vom Einzelfall abhängt, sagen wir das.
WordPress.org vs WordPress.com: beide Varianten im Profil

WordPress.org
WordPress.org ist das Open-Source-Projekt: Sie laden die Software kostenlos herunter oder lassen sie beim Hoster Ihrer Wahl mit einem Klick installieren. Die Website gehört Ihnen vollständig, vom Theme bis zur Datenbank. Dafür tragen Sie die Verantwortung für Betrieb und Pflege, oder Sie kaufen sie über einen Managed-Hoster ein.
Stärken
- Jedes Theme, jedes Plugin, eigener Code ohne Tarifgrenze
- Hoster frei wählbar, auch mit Serverstandort Deutschland
- Volle Kontrolle über SEO, Tracking und Monetarisierung
- Kein Vendor-Lock-in: Umzug jederzeit per Export möglich
Schwächen
- Sie sind für Sicherheit, Wartung und Backup verantwortlich
- Hosting, Domain und Premium-Erweiterungen kosten extra
- Einrichtung verlangt etwas Einarbeitung oder eine Agentur

WordPress.com
WordPress.com ist der kommerzielle Hosting-Dienst von Automattic. Server, Sicherheit und Aktualisierungen übernimmt der Anbieter, Sie kümmern sich nur um Inhalte. Der Preis dafür ist ein Tarifmodell, das zentrale Funktionen von WordPress erst in den oberen Stufen freischaltet, und ein Betrieb nach den Regeln und auf der Infrastruktur eines US-Unternehmens.
Stärken
- Kein Server, keine Wartung, kein Backup-Thema
- Kostenloser Einstieg in wenigen Minuten
- Business- und Commerce-Tarif erlauben Plugins und eigene Themes
- Support durch den Betreiber der Plattform
Schwächen
- Free-Plan mit Fremdwerbung und Subdomain, ohne Plugins
- Plugin- und Theme-Freiheit erst ab 25 Euro im Monat
- Kein wählbarer EU-Serverstandort, Nutzungsbedingungen von Automattic
- Weniger Kontrolle über Technik, Tracking und Monetarisierung
Lieber von Profis aufsetzen lassen?
Wir richten WordPress-Websites auf deutschem Managed-Hosting ein und übernehmen auf Wunsch die laufende Pflege. Sagen Sie uns Bescheid, wenn Sie Unterstützung brauchen.
Vergleichstabelle
Die Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zwischen WordPress.com und WordPress.org zusammen. Preise laut Anbieter, Stand September 2026, bei jährlicher Zahlung.
| Kriterium | WordPress.org | WordPress.com |
|---|---|---|
| Was es ist | Freie Software zum Selbst-Hosten | Gehosteter Dienst von Automattic |
| Preismodell | Software kostenlos, Hoster nach Wahl | Tarife: Free, Persönlich, Premium, Business, Commerce |
| Einstiegspreis | ab etwa 5 Euro / Monat Hosting | 0 Euro (Free), 4 Euro (Persönlich) |
| Eigene Plugins | Ja, unbegrenzt | erst ab Business (25 Euro / Monat) |
| Eigene Themes und Code-Zugriff | Ja, inklusive FTP und Datenbank | erst ab Business (SFTP/SSH) |
| Eigene Domain | Ja, über den Hoster | ab Persönlich, im Free-Plan nur Subdomain |
| Fremdwerbung auf Ihrer Seite | Keine | Ja, im Free-Plan |
| Wartung und Sicherheit | Sie oder Ihr Managed-Hoster | Automattic |
| Serverstandort / DSGVO | frei wählbar, z. B. Deutschland | Infrastruktur in den USA, nicht wählbar |
| Online-Shop | WooCommerce als freies Plugin | Commerce-Tarif (45 Euro / Monat) |
| Umzug zur anderen Variante | per Export jederzeit | Export möglich, Followers nur über Jetpack |
| Zielgruppe | Unternehmen, Shops, Agenturen, ambitionierte Blogs | Hobby-Blogs, Einsteiger ohne Technik-Verantwortung |
Empfehlung nach Use-Case
WordPress.org auf Raidboxes
Managed WordPress-Hosting aus Deutschland mit täglichem Backup, Staging und automatischer Core-Aktualisierung; im Tarif Fully Managed pflegt Raidboxes auch Plugins und Themes. Laut unserem Test beginnen die Tarife bei 17 Euro netto im Monat, für die meisten Firmen-Websites passt Starter mit 22 Euro (Stand 2026). Sie bekommen die Sorglosigkeit von WordPress.com, behalten aber die volle Freiheit.
WordPress.org auf IONOS WordPress-Hosting
IONOS bündelt Domain, SSL, E-Mail, automatische Aktualisierungen und tägliche Sicherungen in Paketen ab regulär 5 Euro im Monat (Start) bis 20 Euro (E-Commerce), Stand September 2026 laut Anbieter, oft mit Aktionspreisen im ersten Jahr. Der Support ist telefonisch erreichbar, die Rechenzentren stehen in Deutschland.
WordPress.com
Für ein privates Blog, ein Vereinsjournal oder einen Testballon ist der Free- oder Persönlich-Tarif völlig in Ordnung. Wer eine Firmen-Website ohne jede eigene Wartung will und den Business-Tarif akzeptiert, bekommt hier ebenfalls eine tragfähige Lösung, mit den beschriebenen Einschränkungen bei Datenschutz und Kontrolle.
WordPress.com oder WordPress.org? Der Ratgeber
Der Vergleich WordPress.org vs WordPress.com ist eigentlich kein Duell zwischen zwei Produkten, sondern zwischen zwei Betriebsmodellen derselben Software. Die folgenden Abschnitte gehen die Punkte durch, an denen die Entscheidung im Alltag hängt.
Gleicher Name, zwei Produkte: was WordPress.org und WordPress.com sind
WordPress.org ist die Heimat des Open-Source-Projekts. Dort liegt die Software WordPress unter der GPL-Lizenz zum Download, dort werden die Verzeichnisse für Themes und Plugins gepflegt, dort arbeitet die weltweite Community an neuen Versionen. Was WordPress technisch ist, haben wir im Grundlagenbeitrag Was ist WordPress beschrieben. Wer die Software nutzt, hostet sie selbst: bei einem Hoster nach Wahl, auf einem eigenen Server oder bei einem spezialisierten Managed-Anbieter.
WordPress.com ist ein Unternehmen, genauer ein Produkt von Automattic, der Firma von WordPress-Mitgründer Matt Mullenweg. Automattic betreibt die WordPress-Software auf eigener Infrastruktur und verkauft den Zugang in Tarifen. Die Nutzung von WordPress.com fühlt sich anfangs an wie ein Homepage-Baukasten: Konto anlegen, Design wählen, schreiben. Die beiden Adressen sind also keine Schreibvarianten, sondern zwei verschiedene Angebote mit gemeinsamer Wurzel. Sind WordPress.com und WordPress.org dasselbe Unternehmen? Nein: Hinter WordPress.org steht die Community mit der WordPress Foundation als Markeninhaberin, hinter WordPress.com steht Automattic.
Tarife und Kosten: was WordPress.com wirklich kostet
Die Preisliste von WordPress.com hat fünf Stufen. Die Werte gelten bei jährlicher Zahlung, monatlich zahlen Sie deutlich mehr (Stand September 2026, laut Anbieter):
| Tarif | Preis / Monat (jährlich) | Preis / Monat (monatlich) | Speicher | Wesentliche Grenze |
|---|---|---|---|---|
| Kostenlos | 0 Euro | 0 Euro | 1 GB | Subdomain, Fremdwerbung, keine Plugins |
| Persönlich | 4 Euro | 9 Euro | 6 GB | eigene Domain, keine Plugins |
| Premium | 8 Euro | 18 Euro | 13 GB | Premium-Themes, Google Analytics, keine Plugins |
| Business | 25 Euro | 40 Euro | 50 GB | Plugins und eigene Themes, SFTP/SSH |
| Commerce | 45 Euro | 70 Euro | 50 GB | WooCommerce, Shop-Themes, Verkauf ohne Transaktionsgebühr |
Bei WordPress.org ist die Software kostenlos, aber nicht der Betrieb. Sie zahlen für Hosting, eine Domain und gegebenenfalls Premium-Erweiterungen. Die Rechnung für eine typische Firmen-Website sieht so aus: Der Business-Tarif von WordPress.com kostet bei Jahreszahlung 300 Euro im Jahr. Für dasselbe Geld bekommen Sie bei Raidboxes den Starter-Tarif mit rund 264 Euro netto im Jahr, bei IONOS das Paket Grow für regulär 120 Euro im Jahr, jeweils plus Domain. Managed Hosting mit WordPress.org ist also nicht teurer als der Business-Tarif, liefert aber einen deutschen Serverstandort und keinerlei Funktionsgrenzen. Welche Hoster wir empfehlen, steht im Vergleich der besten WordPress-Hoster.
Plugins und Themes: die Freiheitsfrage
Hier liegt der wichtigste praktische Unterschied. Mit WordPress.org installieren Sie jedes der über 60.000 kostenlosen Plugins aus dem offiziellen Verzeichnis, jedes gekaufte Plugin und jedes Theme, und Sie dürfen den Code anpassen. Bei WordPress.com ist das in den Tarifen Free, Persönlich und Premium nicht möglich. Erst der Business-Tarif erlaubt eigene Plugins und Themes samt SFTP- und SSH-Zugang; dann verhält sich WordPress.com weitgehend wie eine selbst gehostete Installation.
Warum ist das wichtig? Weil fast jede Anforderung einer Firmen-Website über ein Plugin gelöst wird: Formulare, Cookie-Banner, Caching, SEO, Buchung, Mehrsprachigkeit. Wer bei WordPress.com unterhalb von Business einsteigt, stößt spätestens beim ersten Kontaktformular mit DSGVO-konformer Einwilligung an die Grenze. Welche Vorlagen sich für Unternehmen bewährt haben, zeigt unsere Übersicht der besten WordPress-Themes; auf WordPress.com können Sie davon nur im Business-Tarif eines hochladen.
Eigene Domain, Werbung und Monetarisierung
Im Free-Plan läuft Ihre Seite unter einer Subdomain wie ihrname.wordpress.com, und Besucher sehen Werbung, an der Sie nichts verdienen. Eine eigene Domain gibt es ab dem Persönlich-Tarif, im ersten Jahr bei Jahresverträgen kostenlos. Wer selbst Geld verdienen will, mit eigenen Anzeigen, Affiliate-Links oder dem Werbeprogramm WordAds, braucht mindestens den Premium-Tarif; im kostenlosen Plan lassen die Nutzungsbedingungen von Automattic kaum Spielraum. Bei WordPress.org gibt es diese Fragen nicht: Die Domain gehört Ihnen, Werbung schalten Sie oder niemand, und ein Shop entsteht mit WooCommerce als freiem Plugin statt über einen 45-Euro-Tarif.
SEO-Kontrolle: wo der Unterschied für Rankings liegt
Auf die Rankings selbst hat die Wahl keinen direkten Einfluss, Google bewertet Inhalte und Technik, nicht die Adresse des Betreibers. Der Unterschied liegt in der Kontrolle. Mit WordPress.org bestimmen Sie Theme, Struktur, Ladezeit, strukturierte Daten, Weiterleitungen und Tracking im Detail, und Sie installieren das SEO-Plugin Ihrer Wahl. Auf WordPress.com sind die Grundlagen wie Titel, Meta-Beschreibung und XML-Sitemap zwar vorhanden, aber vieles darüber hinaus, etwa Redirect-Regeln, eigene Schema-Auszeichnungen oder ein Cookie-konformes Google Analytics über den Tag Manager, geht erst mit Plugins, also erst ab Business. Was für eine sauber optimierte Site technisch nötig ist, haben wir im Beitrag zur technischen SEO zusammengefasst.
Wartung, Updates, Backups: wer trägt die Verantwortung?
Das stärkste Argument für WordPress.com ist Bequemlichkeit. Automattic aktualisiert die Software, sichert die Server ab und kümmert sich um Backups und Verfügbarkeit. Sie müssen nie ein Update einspielen und nie eine Sicherung zurückspielen. Bei WordPress.org sind Sie dafür verantwortlich: Core, Plugins und Themes brauchen regelmäßige Updates, und ohne funktionierende Sicherung ist ein gehackter oder kaputter Blog ein echtes Problem.
Der Ausweg heißt Managed Hosting. Anbieter wie Raidboxes übernehmen Core-Aktualisierungen, tägliche Backups, Firewall und im höheren Tarif auch die Pflege der Erweiterungen. IONOS legt automatische Aktualisierungen und tägliche Sicherungen in alle WordPress-Pakete. Damit schrumpft der Vorteil von WordPress.com auf einen Punkt: Dort gibt es gar keine Wahl. In Kundenprojekten sehen wir, dass genau diese Wahlfreiheit den Unterschied macht, weil ein Managed-Hoster die lästige Arbeit übernimmt, ohne die Freiheit einzuschränken.
Performance: Plattform gegen Hoster
WordPress.com läuft auf einer großen, weltweit verteilten Infrastruktur und ist auch im Free-Plan ordentlich schnell. Bei WordPress.org entscheidet Ihr Hoster: Ein billiges Shared-Paket mit vielen Nachbarn kann langsam sein, ein Managed-Hoster mit NVMe-Speicher, Server-Caching und aktueller PHP-Version ist es nicht. Für Besucher aus Deutschland zählt zudem der kurze Weg zum Server; ein Rechenzentrum in Deutschland liefert hier von Haus aus niedrige Antwortzeiten. Unterm Strich ist Performance kein Argument für eine der beiden Seiten, sondern eine Frage der Hoster-Wahl und der Zahl installierter Erweiterungen.
DSGVO und Serverstandort: die Frage, die viele übersehen
Für Unternehmen in Deutschland ist das oft der entscheidende Punkt. Automattic ist ein US-Unternehmen und betreibt die Infrastruktur von WordPress.com überwiegend in den USA; einen garantierten Serverstandort in der EU können Sie nicht wählen (Stand September 2026). Personenbezogene Daten Ihrer Besucher, Kommentare, Formulareingaben und Server-Logs liegen damit bei einem Drittlandsanbieter, und Sie brauchen für die Datenschutzerklärung und das Verarbeitungsverzeichnis eine tragfähige Grundlage wie das EU-US Data Privacy Framework oder Standardvertragsklauseln. Das ist rechtlich möglich, aber erklärungsbedürftig. Mit WordPress.org bei einem deutschen Hoster mit Auftragsverarbeitungsvertrag ist die Frage in fünf Minuten erledigt. Für private Blogs ist das ein Nebenthema, für Arztpraxen, Kanzleien, Shops und jede B2B-Website nicht.
Umzug von WordPress.com zu WordPress.org
Kann ich von WordPress.com zu WordPress.org wechseln? Ja, und der Weg ist gut ausgetreten. Im WordPress.com-Dashboard exportieren Sie unter Werkzeuge alle Beiträge, Seiten, Kommentare und Medien als XML-Datei. Auf der neuen Installation importieren Sie die Datei über den WordPress-Importer, der auf Wunsch auch die Bilder herunterlädt. Danach richten Sie Theme, Menüs und Widgets neu ein, weil Design-Einstellungen nicht mitwandern.
Zwei Punkte brauchen Aufmerksamkeit. Erstens die Adresse: Lief Ihr Blog unter einer Subdomain von WordPress.com, sollten Sie das kostenpflichtige Site-Redirect-Upgrade buchen, damit alte Links und Rankings per Weiterleitung auf die neue Domain zeigen; eine eigene Domain nehmen Sie einfach mit. Zweitens die Follower: Abonnenten und Likes aus dem WordPress.com-Ökosystem wandern nur über das Plugin Jetpack mit, das Sie auf der neuen Installation mit demselben Konto verbinden. Der umgekehrte Weg, von einer eigenen Installation zu WordPress.com, funktioniert über dasselbe Exportformat, verlangt aber den Business-Tarif, sobald Plugins im Spiel sind.
Wann der Vergleich egal ist
Für ein Tagebuch, ein Reiseblog oder eine Seite, die in sechs Monaten vielleicht wieder verschwindet, ist die Entscheidung nicht wichtig. Nehmen Sie WordPress.com, fangen Sie an, und ziehen Sie um, falls daraus etwas Größeres wird. Wer dagegen eine Firmen-Website plant, sollte gar nicht erst mit einem Tarif unterhalb von Business anfangen und sich dann fragen, ob nicht die Kombination aus WordPress.org und deutschem Managed-Hosting die bessere Wahl ist. Wenn Sie noch grundsätzlich unsicher sind, ob WordPress überhaupt das richtige System ist, hilft der Überblick zu den WordPress-Alternativen.
Häufige Fragen zu WordPress.com und WordPress.org
Ist WordPress.com oder WordPress.org besser?
Für Firmen-Websites, Shops und ambitionierte Blogs ist WordPress.org besser, weil Sie jedes Plugin und Theme nutzen, den Hoster frei wählen und die Daten in Deutschland halten können. WordPress.com ist besser, wenn Sie nur schreiben wollen und niemand Wartung verantworten soll, etwa bei einem Hobby-Blog. Beide nutzen dieselbe Software, der Unterschied liegt im Betriebsmodell.
Sind WordPress.com und WordPress.org dasselbe Unternehmen?
Nein. WordPress.org ist das Open-Source-Projekt hinter der Software, getragen von der Community; die Marke hält die WordPress Foundation. WordPress.com ist ein kommerzieller Hosting-Dienst des Unternehmens Automattic, das von WordPress-Mitgründer Matt Mullenweg geführt wird. Automattic trägt viel zum Projekt bei, ist aber nicht der Eigentümer der Software.
Kann ich von WordPress.com zu WordPress.org wechseln?
Ja. Sie exportieren Beiträge, Seiten, Kommentare und Medien im WordPress.com-Dashboard als XML-Datei und importieren sie in die neue Installation. Theme und Menüs richten Sie neu ein. Für eine alte Subdomain gibt es ein kostenpflichtiges Site-Redirect-Upgrade, Follower wandern über Jetpack mit. Der Umzug dauert bei einem normalen Blog wenige Stunden.
Ist WordPress.com komplett kostenlos?
Der Free-Plan kostet nichts, hat aber Grenzen: 1 GB Speicher, eine Subdomain wie ihrname.wordpress.com, Werbung von WordPress.com auf Ihrer Seite und keine Plugins. Eine eigene Domain gibt es ab dem Persönlich-Tarif für 4 Euro im Monat, eigene Plugins ab dem Business-Tarif für 25 Euro im Monat, jeweils bei Jahreszahlung (Stand September 2026, laut Anbieter).
Kann ich eine kostenlose WordPress.com-Website monetarisieren?
Praktisch nicht. Im Free-Plan zeigt WordPress.com eigene Werbung, an der Sie nichts verdienen, und die Nutzungsbedingungen beschränken eigene Anzeigen und Affiliate-Inhalte. Das Werbeprogramm WordAds und eigene Monetarisierung stehen ab dem Premium-Tarif offen, ein Shop erst im Commerce-Tarif. Bei WordPress.org gibt es diese Grenzen nicht.
Beeinflusst WordPress.com meine SEO im Vergleich zu WordPress.org?
Nicht die Rankings selbst, aber die Kontrolle darüber. Google behandelt eine Seite auf WordPress.com nicht anders als eine selbst gehostete. Unterhalb des Business-Tarifs fehlen Ihnen jedoch SEO-Plugins, eigene Weiterleitungsregeln, strukturierte Daten und ein flexibles Tracking. Wer SEO ernsthaft betreibt, braucht WordPress.org oder mindestens den Business-Tarif.
Welche technischen Unterschiede gibt es bei der Nutzung von WordPress.com und WordPress.org?
Bei WordPress.org haben Sie Zugriff auf Dateien, Datenbank, PHP-Version und Server-Konfiguration und installieren beliebige Erweiterungen. Bei WordPress.com bleibt die Technik verborgen; Datei- und SSH-Zugang, eigene Plugins und Themes gibt es erst ab Business. Außerdem bestimmt Automattic Serverstandort, Verfügbarkeit und Regeln, bei WordPress.org tun das Sie und Ihr Hoster.
Wenn ich Hosting bei IONOS oder Raidboxes kaufe, nutze ich dann WordPress.org?
Ja. Jeder Hoster außer WordPress.com selbst betreibt die freie Software von WordPress.org, meist mit einer Ein-Klick-Installation. Sie können Domain und Hosting auch bei verschiedenen Anbietern kaufen und die Domain per DNS auf den Hoster zeigen lassen. Eine Website wird nicht durch den Hoster zu einer WordPress.org-Site, sondern dadurch, dass die Software selbst gehostet wird.
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