Die Kurzfassung für Eilige
- Gesamt-Verdict: Google Workspace gewinnt knapp für Startups, Agenturen und Teams, die im Browser arbeiten und in Echtzeit an Dokumenten zusammenarbeiten. Microsoft 365 ist die richtige Wahl, sobald Excel-Tiefe, Desktop-Apps, Teams-Telefonie oder die Verwaltung von Windows-Geräten gebraucht werden. In Deutschland trifft das auf viele KMU zu.
- Preise: Business Starter bei Google kostet 6,80 € je Nutzer und Monat bei monatlicher Abrechnung, Standard 13,60 €, Plus 21,10 €, im Jahresabo jeweils rund 16 Prozent weniger. Business Basic bei Microsoft liegt bei rund 6 €, Standard bei rund 12 bis 13 €, Premium bei rund 21 bis 22 €, jeweils netto im Jahresabo (Stand September 2026, laut Anbieter).
- KI: Gemini ist in allen Google-Plänen enthalten. Copilot kostet als Add-on rund 28 € je Nutzer und Monat zusätzlich.
- Stärken: Google gewinnt bei Echtzeit-Zusammenarbeit, Gmail, Einfachheit und KI ohne Aufpreis. Microsoft gewinnt bei Excel und Word, Desktop-Apps, Teams mit Telefonie, Geräteverwaltung und Compliance.
- Wann der Vergleich egal ist: Für ein Unternehmen mit fünf Leuten, das E-Mail, Kalender und ein paar Dokumente braucht, sind beide Einstiegspläne gleich gut. Entscheidend wird die Wahl erst, wenn Steuerberater, Makros, Betriebsrat oder eine IT-Abteilung mitreden.
Wie wir bewerten: Google Workspace oder Microsoft 365?
Wir bewerten beide Suiten aus der Perspektive eines Unternehmens mit 5 bis 300 Mitarbeitenden, das entweder neu startet oder von einem alten Exchange-Server, einem Hoster-Postfach oder einer gewachsenen Mischung aus beidem wegwill. Kriterien sind Preis pro Nutzer, Speicher, E-Mail und Kalender, die Tiefe der Office-Programme, Zusammenarbeit in Echtzeit, Meetings und Chat, KI, Sicherheit und Compliance, DSGVO mit EU-Datenspeicherung, Verwaltungsaufwand, Migration und das Zusammenspiel mit Slack, Zoom und CRM. Die Google-Preise haben wir am 20. September 2026 auf der deutschen Preisseite geprüft. Die Microsoft-Preise sind Listenpreise laut Anbieter, die wir als Spanne in Euro angeben, weil sie je nach Kaufweg abweichen. Die Scores spiegeln unsere Erfahrung aus Kundenprojekten wider, in denen wir beide Plattformen eingerichtet, migriert und mit CRM, Website und Ticketsystem verbunden haben. Was wir nicht liefern: erfundene Messreihen.
Google Workspace und Microsoft 365 im direkten Vergleich
Google Workspace
Google Workspace ist die Office-Suite, die nie eine Installation gebraucht hat. Gmail mit eigener Domain, Google Kalender, Google Drive als Ablage, Google Docs, Google Sheets und Slides für Dokumente, Tabellen und Präsentationen, Google Meet für Videokonferenzen, Google Chat für den Team-Chat und seit 2025 der KI-Assistent Gemini in allen Business-Plänen ohne Aufpreis. Alles läuft im Webbrowser und in den Mobile Apps, mehrere Personen bearbeiten dieselbe Datei gleichzeitig und sehen den Cursor der anderen. Zusammenarbeit in Echtzeit ist bei Google kein Feature, sondern die Grundannahme. Was die Suite nicht ist: ein Ersatz für Excel mit Makros und Power Query, und kein Werkzeug, um Windows-Rechner zu verwalten. Wer Word-Dokumente mit komplexen Formatvorlagen an Kanzleien schickt, wird an Docs gelegentlich verzweifeln.
Stärken
- Gmail, Kalender, Drive und Meet gelten als die einfachsten Werkzeuge ihrer Klasse
- Echtzeit-Zusammenarbeit in Docs, Sheets und Slides ohne Versionschaos
- Gemini in Gmail, Docs, Sheets und Meet in allen Plänen enthalten
- Kaum Verwaltungsaufwand, keine Installation, keine Updates auf Geräten
Schwächen
- Sheets erreicht nicht die Tiefe von Excel, keine VBA-Makros
- Keine Desktop-Apps, Offline-Arbeit nur über Chrome-Erweiterung
- Starter mit nur 30 GB Speicher je Nutzer und ohne Meet-Aufzeichnung
- Wenig Anschluss an DATEV, Branchensoftware und Windows-Verwaltung

Microsoft 365
Microsoft 365 ist der Nachfolger von Office 365 und damit die Cloud-Version dessen, womit die meisten Menschen in deutschen Büros seit dreißig Jahren arbeiten. Microsoft Outlook mit einem Exchange-Postfach von 50 GB, Word, Excel und PowerPoint als vollwertige Desktop-Apps ab Standard, Microsoft Teams für Chat, Meetings und auf Wunsch Telefonie, OneDrive mit 1 TB je Nutzer, SharePoint für Team-Ablagen und Intranet, dazu ab Premium die Geräteverwaltung mit Intune, Defender und Entra ID. Microsoft betreibt für europäische Kunden die EU Data Boundary, also Speicherung und Verarbeitung von Kundendaten innerhalb der EU. Die Kehrseite ist der Umfang: die Suite ist ein Betriebssystem für das Büro und braucht jemanden, der es einrichtet, Richtlinien setzt und die Lizenzen im Blick behält. Microsoft Copilot ist ein Add-on, das den Preis je Nutzer mehr als verdoppelt.
Stärken
- Excel, Word und PowerPoint als Desktop-Apps mit voller Funktionstiefe
- Teams mit Meetings, Webinaren und Telefonie in einer Lizenz
- Intune, Defender und Entra ID für Geräte, Identitäten und Compliance
- EU Data Boundary und Purview ohne Aufpreis in allen Plänen
Schwächen
- Mehr Verwaltungsaufwand, ein Admin-Center für fast jeden Dienst
- Copilot nur als Add-on für rund 28 € je Nutzer und Monat
- Echtzeit-Zusammenarbeit funktioniert, ist aber weniger selbstverständlich als bei Google
- Teams, SharePoint und OneDrive überschneiden sich, Dateien liegen an drei Orten
Office-Suite lieber mit jemandem besprechen, der beide täglich nutzt?
Wir arbeiten als Agentur selbst mit Google Workspace und betreuen Kunden, die in Microsoft 365 leben. Sagen Sie uns, welche Software Ihr Unternehmen schon einsetzt und wer Ihre Buchhaltung macht, und wir sagen Ihnen, welche Suite sinnvoll ist.
Vergleichstabelle: Google Workspace vs Microsoft 365 für KMU
| Kriterium | Google Workspace | Microsoft 365 |
|---|---|---|
| Preismodell | Pro Nutzer und Monat, drei Pläne bis 300 Nutzer plus Enterprise | Pro Nutzer und Monat, drei Pläne bis 300 Nutzer plus ein reines Apps-Paket und Enterprise |
| Einstiegspreis (Stand 09/2026) | Starter 6,80 € monatlich, im Jahresabo rund 5,75 € | Basic rund 6 € netto im Jahresabo |
| Mittlerer Plan | Standard 13,60 € monatlich, im Jahresabo rund 11,50 € | Standard rund 12 bis 13 € netto |
| Speicher je Nutzer | 30 GB (Starter), 2 TB (Standard), 5 TB (Plus), gepoolt | 1 TB OneDrive plus 50 GB Exchange-Postfach in allen Plänen |
| E-Mail und Kalender | Gmail und Google Kalender mit eigener Domain | Outlook mit Exchange Online, Kalender, Kontakte, Regeln |
| Office-Programme | Docs, Sheets, Slides im Browser, Offline über Chrome | Word, Excel, PowerPoint im Browser (Basic) oder als Desktop-Apps (Standard, Premium) |
| Meetings und Chat | Meet mit 100 bis 500 Teilnehmern, Chat | Microsoft Teams mit bis zu 300 Teilnehmern, Webinare, Teams Phone als Add-on |
| KI-Funktionen | Gemini in allen Plänen enthalten | Copilot Chat enthalten, Microsoft 365 Copilot als Add-on rund 28 € |
| Geräte- und Identitätsverwaltung | Admin-Konsole, Endpoint-Verwaltung für Mobilgeräte, erweitert ab Plus | Entra ID in allen Plänen, Intune und Defender ab Premium |
| DSGVO und Serverstandort | US-Unternehmen, Datenregion EU wählbar, AV-Vertrag | US-Unternehmen, EU Data Boundary für alle Pläne, Purview |
| Erweiterungen | Workspace Marketplace, Apps Script, Anbindung an Google Cloud | AppSource, Power Automate, Power Apps, Anbindung an Microsoft Azure |
| Zielgruppe | Startups, Agenturen, Software, Remote-Teams, Bildung | Mittelstand mit Windows, Kanzleien, Finanzen, Produktion, Verwaltung |
Alle Preise sind Listenpreise je Nutzer und Monat netto, Stand September 2026, laut Anbieter. Google nennt auf der deutschen Preisseite 6,80 €, 13,60 € und 21,10 € bei monatlicher Abrechnung und gewährt im Jahresabo rund 16 Prozent Nachlass; bis Anfang Januar 2027 läuft zusätzlich eine Neukunden-Aktion mit 20 bis 50 Prozent Rabatt im ersten Jahr. Microsoft rechnet seine Pläne im Jahresabo ab, die Euro-Beträge weichen je nach Kaufweg leicht ab, und für Europa gibt es alle Pläne zusätzlich in einer Variante ohne Teams zu einem geringeren Preis.
Empfehlung nach Use-Case
Google Workspace
Für Startups, Agenturen, Beratungen und verteilte Teams ist Google Workspace der kürzere Weg. Der Standard-Plan für 13,60 € je Nutzer bringt 2 TB Speicher, Meet mit Aufzeichnung und Gemini in allen Apps. Domain verbinden, Nutzer anlegen, fertig. Wer Excel nur für einfache Listen und Kalkulationen braucht, vermisst nichts.
Microsoft 365
Steuerkanzleien, Finanzabteilungen, Produktionsbetriebe und alle Unternehmen mit Branchensoftware unter Windows nehmen Business Standard oder Premium. Die Desktop-Apps sind gesetzt, Teams übernimmt Chat, Meetings und mit Teams Phone die Telefonie, und Intune verwaltet die Geräte. Wie sich Teams gegen die Spezialisten schlägt, zeigen wir in Slack vs Teams und Zoom vs Teams.
Google für alle, Apps for Business für wenige
Dieses Modell sehen wir in vielen Kundenprojekten: Gmail, Drive und Meet für das ganze Unternehmen, dazu für zwei oder drei Personen in Finanzen und Controlling die Desktop-Apps aus dem Apps-Paket von Microsoft, das ohne Exchange und Teams auskommt. Das spart Geld und Verwaltung, setzt aber voraus, dass klar ist, welche Datei wo liegt. Für ein Vertriebsteam, das seinen digitalen Vertrieb auf CRM und Automatisierung aufbaut, ist diese Kombination meist die pragmatischste.
Microsoft 365 vs Google Workspace im Detail: der Ratgeber
Was ist der Hauptunterschied zwischen Google Workspace und Microsoft 365?
Der Unterschied liegt in der Herkunft. Google Workspace ist 2006 als Google Apps aus Gmail heraus entstanden, später G Suite genannt, und war von Anfang an ein Angebot für den Webbrowser. Es gab nie eine Installation, nie eine lokale Datei als Wahrheit, sondern immer ein Dokument in der Cloud, an dem mehrere Personen gleichzeitig arbeiten. Microsoft 365 ist aus Microsoft Office und dem Microsoft Exchange Server gewachsen, also aus Programmen, die auf dem Rechner laufen und Dateien auf Festplatten speichern. Microsoft hat diese Welt in die Cloud gehoben, aber die Desktop-Apps, das Dateisystem in OneDrive und SharePoint und die Verwaltung über Entra ID tragen die Herkunft noch in sich.
Welches ist besser, Microsoft Office oder Google Workspace? Für die Programme selbst gewinnt Microsoft, für die Art zu arbeiten gewinnt Google. Deshalb gehört die Frage nicht in die IT, sondern an den Tisch, an dem entschieden wird, ob das Unternehmen im Browser oder auf dem Desktop arbeiten will.
Preise (Pricing) im Detail: Was kosten Google Workspace und Microsoft 365 2026?
Beide Anbieter rechnen je Nutzer und Monat, beide begrenzen ihre KMU-Pläne auf 300 Nutzer, und beide haben drei Stufen (Stand September 2026, laut Anbieter, netto). Google nennt sie Business Starter, Business Standard und Business Plus, Microsoft nennt sie Business Basic, Business Standard und Business Premium; im Folgenden kürzen wir ab. Google verkauft flexibel mit monatlicher Kündigung zum Listenpreis oder im Jahresabo mit rund 16 Prozent Nachlass. Microsoft verkauft im Jahresabo, monatliche Kündigung kostet einen Aufschlag.
| Google Workspace (je Nutzer, monatlich / Jahresabo) | Preis | Microsoft 365 (je Nutzer, Jahresabo) | Preis |
|---|---|---|---|
| Starter: Gmail, Kalender, Drive mit 30 GB, Docs, Sheets, Slides, Meet mit 100 Teilnehmern, Gemini in Gmail | 6,80 € / rund 5,75 € | Basic: Outlook mit 50 GB Exchange, Word, Excel, PowerPoint im Browser, 1 TB OneDrive, Teams | rund 6 € |
| Standard: 2 TB Speicher, Meet mit 150 Teilnehmern und Aufzeichnung, Gemini in Docs, Sheets, Meet, NotebookLM | 13,60 € / rund 11,50 € | Standard: dazu Desktop-Apps auf fünf Geräten, Webinare, Bookings, Loop, Clipchamp | rund 12 bis 13 € |
| Plus: 5 TB Speicher, Meet mit 500 Teilnehmern, Vault für Archivierung und eDiscovery, erweiterte Endpoint-Verwaltung | 21,10 € / rund 17,80 € | Premium: dazu Intune, Defender, Entra ID P1, Purview Information Protection | rund 21 bis 22 € |
| Enterprise: 5 TB und mehr, Meet mit 1.000 Teilnehmern, S/MIME, Datenregionen mit voller Steuerung | auf Anfrage | Apps for Business: nur Desktop-Apps und 1 TB OneDrive, ohne Exchange und Teams; Copilot als Add-on | rund 10 € / rund 28 € |
Ist Google Workspace oder Microsoft 365 günstiger? Auf dem Papier liegen die Listenpreise so nah beieinander, dass der Preis selten den Ausschlag gibt. Für ein Unternehmen mit 25 Leuten kostet der Standard-Plan bei Google im Jahresabo rund 290 € im Monat, bei Microsoft rund 300 bis 325 €. Der Unterschied entsteht an anderer Stelle. Bei Google ist Gemini enthalten, bei Microsoft kostet Copilot rund 28 € je Nutzer zusätzlich, was den Preis für ein Team, das die KI ernsthaft nutzen will, mehr als verdoppelt. Bei Google kostet Speicher im Starter-Plan schnell ein Upgrade, weil 30 GB für Gmail und Drive zusammen bei Vielschreibern nach zwei Jahren voll sind. Bei Microsoft kommen Teams Phone, Teams Premium und eventuell Visio oder Project als Add-ons hinzu. Wer ehrlich rechnet, vergleicht nicht Starter gegen Basic, sondern die Konfiguration, die das Unternehmen in drei Jahren tatsächlich nutzt.
E-Mail und Kalender: Gmail gegen Outlook und Exchange
E-Mail ist der Grund, warum die meisten Unternehmen überhaupt eine der beiden Suiten kaufen. Gmail ist schnell, die Suche findet alles, die Spam-Erkennung gilt als die beste am Markt, und Labels statt Ordner sind nach einer Woche kein Thema mehr. Google Kalender teilt Termine über Unternehmensgrenzen hinweg ohne Umstände und verbindet sich mit Meet per Klick. Was fehlt, sind die Dinge, die Assistenzen und Sekretariate in Outlook schätzen: Regeln mit vielen Bedingungen, freigegebene Postfächer mit feinen Rechten, Stellvertretungen, Kategorien und die Anbindung von Dokumentenmanagement-Systemen, die seit zwanzig Jahren auf Exchange aufsetzen.
Outlook mit Exchange Online ist das Postfach, das der deutsche Mittelstand kennt: 50 GB je Nutzer, Archivpostfach, freigegebene Postfächer, Raumbuchung, Verteilerlisten, Aufbewahrungsrichtlinien und ein Kalender, der mit Teams, Bookings und Planner verwoben ist. Wer viel mit Behörden, Kanzleien und Konzernen korrespondiert, ist mit Exchange auf der sicheren Seite, weil die Gegenseite dieselbe Welt nutzt. Wer als Agentur mit Startups, Freelancern und Kunden aus dem Google-Universum arbeitet, ist mit Gmail schneller. Unternehmen, die ihre Recruiting-Strategien auf kurze Reaktionszeiten und Terminbuchung per Link ausrichten, kommen mit beiden ans Ziel, mit Google Kalender aber mit weniger Einrichtung.
Docs, Sheets und Slides gegen Word, Excel und PowerPoint: Wer braucht die Desktop-Apps?
Hier entscheidet sich der Vergleich in vielen Unternehmen. Google Docs, Google Sheets und Slides sind für den Alltag vollständig: Briefe, Angebote, Protokolle, Kalkulationen, Präsentationen, alles mit Versionsverlauf, Kommentaren und gleichzeitiger Bearbeitung. Die Grenze liegt bei der Tiefe. Microsoft Excel bietet VBA-Makros, Power Query, Power Pivot, Datenmodelle und eine Formelbibliothek, die im Controlling, in der Produktionsplanung und in der Finanzabteilung täglich gebraucht wird. Sheets bietet Apps Script, Connected Sheets für BigQuery und Gemini in der Tabelle, kommt aber bei sehr großen Tabellen und bei Makros aus der Windows-Welt an seine Grenzen. Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und alle, die mit DATEV arbeiten, brauchen die Desktop-Version von Excel und Word, weil die Schnittstellen darauf aufsetzen.
Bei Word gegen Docs ist der Abstand kleiner, aber er ist da: Serienbriefe, komplexe Formatvorlagen, Fußnoten mit Verweisen und Änderungsverfolgung im juristischen Standard sind Word-Gebiet. Bei PowerPoint gegen Slides gilt dasselbe Muster: Wer Zusammenarbeit will, nimmt Slides, wer Animationen und Vorstandspräsentationen baut, nimmt PowerPoint. Können Sie Google Workspace oder Microsoft 365 offline nutzen? Microsoft ja, ohne Einschränkung, weil die Desktop-Apps lokal laufen und OneDrive synchronisiert. Google nur eingeschränkt: Docs, Sheets und Slides arbeiten offline über Chrome, Gmail offline über eine Einstellung, und beides muss vorher eingerichtet sein.
Zusammenarbeit und Meetings: Google Meet und Chat gegen Microsoft Teams
Welche Funktionen bieten Google Workspace und Microsoft 365 für die Zusammenarbeit? Beide haben Videokonferenzen, Chat, gemeinsame Ablagen und gleichzeitige Bearbeitung. Google Meet läuft im Browser ohne Installation, mit 100 Teilnehmern in Starter, 150 mit Aufzeichnung in Standard und 500 in Plus, dazu Untertitel, Übersetzung und Notizen durch Gemini. Google Chat organisiert Gespräche in Gruppenbereichen mit Threads und ist eng mit Drive und Kalender verzahnt, erreicht aber weder die Integrationstiefe von Slack noch den Funktionsumfang von Teams. Viele Google-Unternehmen nutzen deshalb Slack als Team-Chat und Zoom oder Meet für Meetings.
Microsoft Teams ist mehr als ein Chat: Meetings mit bis zu 300 Teilnehmern, Webinare mit Registrierung ab Standard, Aufzeichnung mit Transkript, Breakout-Räume und mit Teams Phone eine vollwertige Telefonanlage mit Rufnummern, Warteschleifen und Auto-Attendant. Für Unternehmen, die ihre Telefonie in die Cloud verlagern wollen, ist das ein Argument, das Google nicht bieten kann. Dazu kommen SharePoint für Team-Ablagen und ein Intranet, Loop für gemeinsame Arbeitsbereiche, Planner für Aufgaben und OneNote für Notizen. Der Preis dafür ist Komplexität: Dateien liegen in OneDrive, SharePoint und Teams-Kanälen, und wer nicht aufpasst, hat dieselbe Präsentation an drei Orten. Wo das Wissen aus Chats und Meetings am Ende dauerhaft liegen soll, klären wir in Notion vs Confluence.
KI: Gemini gegen Microsoft Copilot
Wie vergleichen sich Gemini und Copilot? Seit Januar 2025 ist Google Gemini in allen Google-Plänen enthalten, in Starter nur in Gmail, ab Standard in Gmail, Docs, Sheets, Slides, Meet und als eigene Gemini-App samt NotebookLM. Gemini schreibt E-Mail-Entwürfe, fasst lange Threads zusammen, erstellt Tabellen aus Beschreibungen, macht Meeting-Notizen und durchsucht Drive nach Antworten. Google hat die Preise dafür 2025 angehoben, die KI ist also eingepreist, nicht gratis.
Microsoft geht den anderen Weg. Copilot Chat, also die Chat-Oberfläche mit Web-Zugang, ist in den Plänen enthalten. Microsoft 365 Copilot, der in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams auf Ihre eigenen Daten zugreift, ist ein Add-on für rund 28 € je Nutzer und Monat (Listenpreis, laut Anbieter); Microsoft bringt für kleine Unternehmen regelmäßig günstigere Bundles, die Preise ändern sich aber häufig. In der Sache ist Copilot in Excel und Teams stark, weil er Formeln, Pivot-Tabellen und Meeting-Zusammenfassungen dort liefert, wo Microsoft-Nutzer ohnehin arbeiten. Für ein Unternehmen mit 25 Leuten, das die KI für alle will, macht der Unterschied rund 700 € im Monat aus. Wer sie nur für fünf Personen braucht, kauft bei Microsoft fünf Add-ons und ist wieder gleichauf.
Sicherheit, DSGVO und EU-Datenspeicherung
Wie unterscheiden sich beide Suiten bei Sicherheit und Datenschutz? Beide Anbieter sind US-Unternehmen, beide fallen unter das EU-US Data Privacy Framework, beide bieten Auftragsverarbeitungsverträge nach DSGVO, Verschlüsselung bei Übertragung und Speicherung, Zwei-Faktor-Authentifizierung und Zertifizierungen wie ISO 27001. Der Unterschied liegt in der Steuerbarkeit. Microsoft hat mit der EU Data Boundary die Speicherung und Verarbeitung von Kundendaten für europäische Kunden innerhalb der EU umgesetzt, ohne Aufpreis in allen Plänen, und liefert mit Purview Aufbewahrungsrichtlinien, eDiscovery und Datenklassifizierung. Premium ergänzt das um Intune, Defender und bedingten Zugriff über Entra ID. Für Datenschutzbeauftragte, Betriebsräte und regulierte Branchen ist das ein Paket, das sich gut dokumentieren lässt.
Google bietet Datenregionen, mit denen Sie die Speicherung Ihrer Daten in der EU festlegen, in den KMU-Plänen als Grundfunktion und in Enterprise mit voller Steuerung, dazu Vault ab Plus für Archivierung und eDiscovery. Die Sicherheitsarchitektur von Google gilt als vorbildlich, gerade weil alles im Browser läuft und nichts auf ungepatchten Rechnern liegt. Ist Microsoft 365 sicherer als Google Workspace? Nicht in der Technik, aber in der Verwaltung: Microsoft gibt der IT mehr Regler, Google nimmt der IT mehr Arbeit ab. Beide Suiten schützen Sie nicht vor eigenem Löschen, Ransomware auf synchronisierten Ordnern oder einem gekündigten Admin-Konto. Ein Backup außerhalb der Suite bleibt in beiden Fällen Ihre Aufgabe.
Verwaltung: Admin-Konsole gegen Entra ID und Intune
Der Verwaltungsaufwand ist das Kriterium, das in Vergleichen am häufigsten unterschätzt wird. Die Google-Admin-Konsole ist eine Oberfläche für alles: Nutzer, Gruppen, Freigaben, Geräte, Sicherheit, Berichte. Eine Person ohne IT-Ausbildung kommt damit zurecht, und in Unternehmen bis 50 Leuten übernimmt das häufig die Geschäftsführung oder das Sekretariat selbst. Microsoft verteilt die Verwaltung auf das Admin-Center, Exchange, Teams, SharePoint, Entra ID, Intune und Purview. Das ist mächtiger, weil sich Windows-Rechner, Richtlinien, Apps und Identitäten zentral steuern lassen, und es ist der Grund, warum viele KMU einen IT-Dienstleister für Microsoft brauchen und für Google nicht. Für Unternehmen, in denen jeder mit dem eigenen MacBook arbeitet und Software im Browser läuft, ist die Google-Konsole ausreichend und Intune ein Werkzeug, das niemand bedient. Wie Sie Regeln für Geräte, Freigaben und Kommunikation festhalten, gehört in ein Playbook, das jeder neue Mitarbeitende am ersten Tag bekommt.
Migration und Zusammenspiel mit Slack, Zoom und CRM
Können Microsoft 365 und Google Workspace zusammenarbeiten? Ja, mit Grenzen. Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien lassen sich in Drive speichern, in Docs, Sheets und Slides öffnen und im Ursprungsformat wieder speichern, mit kleinen Verlusten bei Makros, Formatvorlagen und Animationen. Outlook lässt sich mit Gmail verbinden, Kalender lassen sich gegenseitig teilen, und Teams und Meet akzeptieren Gäste aus der jeweils anderen Welt. Ihre Microsoft-Office-Dateien bleiben nach einem Wechsel zu Google in Drive liegen und lassen sich im Original weiterbearbeiten oder werden beim Öffnen konvertiert. Wer dauerhaft beides betreibt, bezahlt zwei Lizenzen und muss festlegen, welches System die Wahrheit ist.
Die Migration selbst ist bei beiden Anbietern geübt. Google bietet einen Datenmigrationsdienst für E-Mails, Kalender und Kontakte aus Exchange sowie Google Workspace Migrate für große Datenmengen. Microsoft bietet im Exchange-Admin-Center und im SharePoint-Migrationsmanager Assistenten, die Gmail, Kalender und Drive zu Microsoft holen. In Kundenprojekten dauert der Umzug eines Unternehmens mit 30 Leuten inklusive DNS-Umstellung, Postfächern und Dateien meist wenige Tage, die Nacharbeit an Freigaben und Gewohnheiten dagegen Wochen. Beim Zusammenspiel mit Drittsoftware liegt Google bei Slack, Zoom, HubSpot, Notion und Zapier vorn, weil diese Tools aus derselben Welt kommen. Microsoft liegt bei Dynamics 365, DATEV, SAP, Branchenlösungen und bei der Workflow-Automatisierung mit Power Automate vorn. Wer ein CRM wie HubSpot oder Pipedrive nutzt, findet bei beiden brauchbare Anbindungen für E-Mail und Kalender.
Vor- und Nachteile von Google Workspace und Microsoft 365 im Überblick
| Kategorie | Gewinner |
|---|---|
| Preis im Einstiegsplan | Unentschieden |
| Preis mit KI für alle Nutzer | Google (Gemini enthalten) |
| Speicher je Nutzer im Einstiegsplan | Microsoft (1 TB gegen 30 GB) |
| E-Mail und Suche | Google (Gmail) |
| Postfach-Verwaltung, Stellvertretung, Regeln | Microsoft (Outlook, Exchange) |
| Tabellenkalkulation in der Tiefe | Microsoft (Excel) |
| Echtzeit-Zusammenarbeit an Dokumenten | |
| Desktop-Apps und Offline-Arbeit | Microsoft |
| Meetings, Webinare und Telefonie | Microsoft (Teams) |
| Geräte- und Identitätsverwaltung | Microsoft (Intune, Entra ID) |
| Verwaltungsaufwand und Lernkurve | |
| DSGVO und EU-Datenspeicherung ohne Aufpreis | Microsoft (EU Data Boundary) |
| Anbindung an Slack, Zoom, HubSpot, Notion |
Endstand: Microsoft 365 sieben, Google Workspace fünf, ein Unentschieden. Die Tabelle zeigt, warum der Vergleich in Deutschland so oft zugunsten von Microsoft ausgeht, und trotzdem lautet unser Urteil anders. Google Workspace ist die bessere Office-Suite für Unternehmen, die neu starten, im Browser arbeiten und Zusammenarbeit in Echtzeit zur Normalität machen wollen. Sie zahlen weniger Verwaltung, bekommen die KI ohne Aufpreis und arbeiten mit einem Werkzeug, das sich niemand erklären lassen muss. Microsoft gewinnt die Kategorien, die auf Tiefe und Kontrolle zielen: Excel, Desktop-Apps, Telefonie, Geräteverwaltung, Compliance. Wer eine davon wirklich braucht, und das sind Steuerkanzleien, Finanzabteilungen, Produktionsbetriebe und Unternehmen mit Windows-Flotte und Branchensoftware, nimmt Microsoft und stellt die Frage nicht noch einmal. Welche Plattform für Ihr Business die bessere ist, entscheidet also nicht die Funktionsliste, sondern die Frage, ob Ihr Unternehmen im Browser oder auf dem Desktop arbeitet.
Häufige Fragen zu Google Workspace und Microsoft 365
Welche Plattform ist günstiger, Google Workspace oder Microsoft 365?
Die Listenpreise liegen nah beieinander: Business Starter bei Google kostet 6,80 € je Nutzer und Monat bei monatlicher Abrechnung und rund 5,75 € im Jahresabo, Business Basic bei Microsoft rund 6 € im Jahresabo. In der mittleren Stufe stehen 13,60 € beziehungsweise rund 11,50 € bei Google gegen rund 12 bis 13 € bei Microsoft (Stand September 2026, laut Anbieter, netto). Günstiger wird Google, sobald alle Nutzer KI brauchen, weil Gemini enthalten ist und Copilot rund 28 € je Nutzer zusätzlich kostet. Günstiger wird Microsoft, wenn Sie viel Speicher brauchen, weil 1 TB je Nutzer schon im Einstiegsplan enthalten ist.
Was sind die Nachteile von Google Workspace?
Sheets erreicht nicht die Tiefe von Excel, es gibt keine VBA-Makros, kein Power Query und keine Anbindung an DATEV. Es gibt keine Desktop-Apps, Offline-Arbeit funktioniert nur über Chrome und nach vorheriger Einrichtung. Der Starter-Plan bietet nur 30 GB Speicher je Nutzer und keine Meet-Aufzeichnung. Die Geräteverwaltung für Windows-Rechner ist deutlich schwächer als Intune, und Word-Dokumente mit komplexen Vorlagen oder juristischer Änderungsverfolgung sind in Docs unbequem. Für Unternehmen mit Branchensoftware unter Windows sind das oft Ausschlusskriterien.
Was ist besser, Microsoft Office oder Google Workspace?
Die Programme selbst, also Word, Excel und PowerPoint, sind Docs, Sheets und Slides in der Funktionstiefe überlegen. Die Arbeitsweise mit gleichzeitiger Bearbeitung, Versionsverlauf und Freigabe per Link ist bei Google natürlicher und bei Microsoft erst über OneDrive und SharePoint verfügbar. Wer im Browser arbeitet und Zusammenarbeit über Tiefe stellt, wählt Google Workspace. Wer Excel, Word-Vorlagen, DATEV oder Desktop-Apps braucht, wählt Microsoft 365, das Microsoft Office als Cloud-Abo enthält.
Brauche ich Google Workspace wirklich?
Wenn Sie E-Mail mit eigener Domain, einen gemeinsamen Kalender, eine zentrale Dateiablage und Videokonferenzen für Ihr Unternehmen brauchen, brauchen Sie eine der beiden Suiten. Ein kostenloses Gmail-Konto oder ein Hoster-Postfach reicht dafür nicht, weil Freigaben, Verwaltung, Sicherheit und der Auftragsverarbeitungsvertrag fehlen. Ob es Google Workspace oder Microsoft 365 sein soll, hängt davon ab, ob Ihre Mitarbeitenden im Browser oder auf dem Desktop arbeiten und ob Excel-Tiefe oder Windows-Verwaltung gebraucht wird.
Was ist in Google Workspace und Microsoft 365 enthalten?
Google Workspace enthält Gmail, Kalender, Drive, Docs, Sheets, Slides, Forms, Meet, Chat, Sites, Keep und in allen Plänen den KI-Assistenten Gemini, ab Plus zusätzlich Vault. Microsoft 365 enthält Outlook mit Exchange, Word, Excel, PowerPoint, OneNote, OneDrive, SharePoint, Teams, Forms, Planner, Bookings und Loop, ab Standard die Desktop-Apps und ab Premium Intune, Defender und Entra ID P1. Microsoft 365 Copilot ist ein kostenpflichtiges Add-on.
Ist Microsoft 365 sicherer als Google Workspace?
Technisch sind beide auf demselben Niveau: Verschlüsselung bei Übertragung und Speicherung, Zwei-Faktor-Authentifizierung, ISO 27001, Auftragsverarbeitung nach DSGVO. Microsoft bietet der IT mehr Steuerung über Purview, Intune, Defender und Entra ID sowie die EU Data Boundary ohne Aufpreis, was in regulierten Branchen leichter zu dokumentieren ist. Google gilt als sicher, weil nichts auf lokalen Rechnern liegt und die Verwaltung weniger Fehlerquellen hat. Ein Backup außerhalb der Suite ist bei beiden Ihre Aufgabe.
Können Google Workspace und Microsoft 365 zusammen genutzt werden?
Ja. Office-Dateien lassen sich in Drive speichern und in Docs, Sheets und Slides bearbeiten, Outlook lässt sich mit Gmail verbinden, Kalender lassen sich gegenseitig freigeben, und Teams sowie Meet nehmen Gäste aus der anderen Welt auf. Ein verbreitetes Modell ist Google für das ganze Unternehmen plus das reine Apps-Paket von Microsoft für wenige Personen, die Excel oder Word in der Desktop-Version brauchen. Dauerhaft beide Suiten voll zu betreiben, kostet doppelt und führt zu zwei Wahrheiten.
Kann man Google Workspace und Microsoft 365 offline nutzen?
Microsoft ja, uneingeschränkt, weil Word, Excel, PowerPoint und Outlook ab Standard als Desktop-Apps lokal laufen und OneDrive die Dateien synchronisiert. Google nur eingeschränkt: Docs, Sheets und Slides funktionieren offline über Chrome, Gmail offline nach Aktivierung in den Einstellungen, jeweils nur für Dateien und Nachrichten, die vorher synchronisiert wurden. Wer regelmäßig ohne Internet arbeitet, ist mit Microsoft besser bedient.
Office-Suite steht, aber die Kunden fehlen?
Gmail oder Outlook organisieren das Postfach, sie füllen es nicht mit Anfragen. Wir bauen als Agentur für SEO und Performance-Marketing die Sichtbarkeit, die Ihr Vertrieb braucht, und leiten Leads direkt in Ihr CRM, Ihren Team-Chat oder Ihr Postfach weiter.
