Die Kurzfassung für Eilige
- Gesamt-Verdict: Webflow knapp vorn (8,7 zu 8,4), weil es größere Sites, ein tiefes CMS und die Übergabe an Kunden besser trägt. Framer gewinnt bei Marketing-Sites und Landingpages mit Design-Anspruch und kleinem Team.
- Lernkurve: Framer ist deutlich schneller zu lernen, vor allem für Figma-Nutzer. Webflow verlangt Verständnis für Box-Modell und CSS-Klassen.
- CMS: Webflow bietet Referenzfelder, bedingte Sichtbarkeit und 20.000 Items im Premium-Tarif. Framer reicht für Blog, Team und Case Studies, nicht für Kataloge.
- Preise: Framer Basic 10 $ und Pro 30 $, Webflow Basic 15 $ und Premium 25 $ je Monat bei Jahreszahlung, bei Webflow kommen Workspace und Sitzplätze dazu. Stand September 2026, laut Anbieter.
- Nur bei Webflow: Code-Export und E-Commerce. Lokalisierung kostet bei beiden pro Sprache extra.
Wie wir bewerten
Wir bewerten beide Plattformen entlang der Fragen, die in Kundenprojekten tatsächlich entscheiden: Wie schnell kommt ein Designer zum ersten sauberen Ergebnis, wie weit trägt das CMS, was kosten Team, Sprachen und Traffic im zweiten Jahr, und wie sauber lässt sich die Website später an den Kunden oder an eine andere Agentur übergeben. Wir haben keine Messreihen erfunden. Preise stammen von den offiziellen Preisseiten, Stand September 2026, und werden in US-Dollar abgerechnet. Wo es auf Geschmack ankommt, sagen wir das.
Framer oder Webflow: die beiden Plattformen im Vergleich

Webflow
Webflow ist seit 2013 am Markt und funktioniert wie ein visueller Editor für HTML und CSS: Sie arbeiten mit Klassen, Flexbox, Grid und dem Box-Modell, und die Plattform schreibt daraus sauberen Code. Das macht den Einstieg schwerer, aber die Ergebnisse tragen weiter. Das CMS mit Collections, Referenzfeldern und bedingter Sichtbarkeit ist der Grund, warum wir für Unternehmenswebsites mit Blog, Stellenanzeigen und Case Studies eher zu Webflow raten als zu Framer. Dazu kommen Code-Export, E-Commerce und ein Ökosystem aus Templates, Finsweet-Bibliotheken und zertifizierten Partnern.
Stärken
- Echtes CMS mit Referenzen, Filtern und 20.000 Items im Premium-Tarif
- Code-Export und E-Commerce, beides fehlt bei Framer
- Übergabe an Kunden mit Freelancer- und Agency-Workspace eingespielt
- Großes Ökosystem: Finsweet, Templates, Webflow University
Schwächen
- Steile Lernkurve, ohne CSS-Verständnis wird es mühsam
- Zweite Rechnung für Workspace und Sitzplätze
- Lokalisierung als Add-on je Sprache
- Animationen brauchen mehr Handarbeit als in Framer

Framer
Framer kommt aus dem Prototyping und hat sich ab 2022 zum Website Builder gewandelt. Die Arbeitsfläche fühlt sich an wie Figma: freies Zeichnen, Stacks statt Flexbox-Vokabular, Komponenten mit Varianten, Effekte per Klick. Wer aus Figma kommt, baut in Framer an einem Nachmittag eine Landingpage, die in Webflow eine Woche Einarbeitung gekostet hätte. Der Preis dafür ist ein schlankeres CMS, kein Code-Export und ein Ökosystem, das jünger und kleiner ist. Für Startups, Studios und Marketing-Teams, die eine schnelle, gut animierte Website ohne Entwickler wollen, ist Framer die angenehmere Wahl.
Stärken
- Flache Lernkurve, Figma-Import und vertraute Bedienung
- Animationen, Scroll-Effekte und Komponenten ohne Handarbeit
- Editoren-Zusammenarbeit in Echtzeit, bis zu 3 Personen schon im Free-Plan
- Günstiger Einstieg: eigene Domain ab 10 $ im Monat
Schwächen
- Kein Code-Export, kein eigener Shop
- CMS mit 2 Collections im Basic-Plan, Referenzen weniger tief
- Seitenlimits: 30 Seiten im Basic-Plan, 150 im Pro-Plan, maximal 700 gegen Aufpreis
- Lokalisierung 20 $ je Sprache und Monat
Sie wollen die Website nicht selbst bauen?
Wir konzipieren und bauen Unternehmenswebsites und Landingpages, auf Webflow, Framer oder einem eigenen Stack. Sagen Sie uns, was die Seite leisten soll.
Vergleichstabelle: Framer und Webflow 2026
Alle Preise sind Listenpreise in US-Dollar bei jährlicher Zahlung, Stand September 2026, laut den Preisseiten der Anbieter. Bei monatlicher Zahlung liegen beide Anbieter höher.
| Kriterium | Framer | Webflow |
|---|---|---|
| Herkunft | Prototyping-Werkzeug, Figma-nahe Arbeitsfläche | Visueller HTML/CSS-Designer seit 2013 |
| Preismodell | Site-Plan je Website, Editoren extra | Site-Plan je Website plus Workspace-Plan mit Sitzen |
| Kostenloser Plan | Ja, Framer-Subdomain, 1 GB Bandbreite | Ja, webflow.io-Subdomain, 2 statische Seiten |
| Eigene Domain ab | 10 $ / Monat (Basic) | 15 $ / Monat (Basic, ohne CMS) |
| Tarif mit vollem CMS | 30 $ / Monat (Pro, 10 Collections, 2.500 Items) | 25 $ / Monat (Premium, 40 Collections, 20.000 Items) |
| Statische Seiten | 30 (Basic), 150 (Pro), bis 700 gegen Aufpreis | 300 je Site-Plan |
| Lokalisierung | 20 $ je Sprache und Monat, bis 20 Sprachen | ab 9 $ je Sprache und Monat (Localize Essential) |
| Team und Sitze | Bis 10 Editoren (Basic), unbegrenzt (Pro), 20 $ je Editor, 10 $ je Content-Editor | 1 Vollzugriff im Starter-Workspace, weitere Sitze kostenpflichtig, Gäste für Agenturen frei |
| Code-Export | Nein | Ja, HTML/CSS/JS ab Core-Workspace |
| E-Commerce | Nur per Einbettung, etwa Shopify Buy Button | Eigene E-Commerce-Pläne |
| Hosting und Serverstandort | Inklusive, CDN, Rechenzentren in den USA | Inklusive, AWS mit CDN, Rechenzentren in den USA |
| Zielgruppe | Designer, Startups, kleine Marketing-Teams | Agenturen, Marketing-Teams mit CMS-Bedarf |
Empfehlung nach Use-Case
Framer
Für Produkt-Launches, Kampagnenseiten und die Website eines Startups mit bis zu einigen Dutzend Seiten ist Framer die schnellere Plattform. Sie kommen aus Figma direkt in den Editor, bekommen Animationen ohne Handarbeit und zahlen mit dem Basic-Plan wenig. Wie eine Landingpage aufgebaut sein sollte, damit sie konvertiert, beschreiben wir unter Landingpages.
Webflow
Blog mit Kategorien, Autoren und Themen, Stellenanzeigen, Standorte, Case Studies mit Referenzen untereinander: Das ist der Fall für Webflow. Das CMS trägt 20.000 Items, die Rollen im Workspace trennen Design von Redaktion, und Code-Export gibt Ihnen einen Ausstieg, falls Sie die Plattform irgendwann verlassen wollen.
Webflow, bei kleinen Kunden Framer
Für die Übergabe hat Webflow den eingespielteren Weg: Freelancer- und Agency-Workspaces, Site-Transfer in den Workspace des Kunden, freie Gastsitze. Framer erlaubt die Übergabe ebenfalls und gibt Framer-Experten kostenlosen Zugriff auf Kundenprojekte, das Rollenmodell ist aber einfacher. Wenn der Kunde später nur Texte und Bilder tauscht, reicht das. Wenn er eigene Seiten bauen soll, ist Webflow sicherer.
Framer und Webflow im Detail: der Ratgeber
Herkunft: Prototyping-Werkzeug gegen CSS-Designer
Die beiden Plattformen erklären sich über ihre Geschichte. Framer war lange ein Werkzeug für interaktive Prototypen, zunächst codebasiert, dann als Design-Tool, das mit Figma um Produktdesigner konkurrierte. Ab 2022 hat der Anbieter alles auf Websites gesetzt. Deshalb funktioniert die Arbeitsfläche so, wie Designer es aus Figma kennen: Sie ziehen Rahmen auf, ordnen Elemente in Stacks, definieren Breakpoints und Komponenten mit Varianten. Framer erzeugt daraus React-Anwendungen, die der Anbieter selbst hostet.
Webflow ist das ältere Produkt und hat den umgekehrten Anspruch. Der Designer ist eine visuelle Oberfläche für das, was ein Frontend-Entwickler sonst in CSS schreibt: Klassen, Kombinationen, Box-Modell, Flexbox, Grid, Positionierung. Wer Webflow bedient, lernt zwangsläufig, wie das Web technisch funktioniert. Das ist zugleich die größte Hürde und der größte Vorteil, denn was in Webflow entsteht, ist normales HTML und CSS, das sich exportieren und weiterverwenden lässt.
Lernkurve: Welche Plattform ist einfacher zu bedienen?
Hier fällt das Urteil eindeutig aus. Framer ist einfacher zu lernen, und zwar nicht nur ein wenig. Ein Designer mit Figma-Erfahrung ist am ersten Tag produktiv, weil Tastenkürzel, Ebenenlogik und das Denken in Komponenten übertragbar sind. Über das Figma-Plugin lassen sich bestehende Entwürfe importieren, was in der Praxis für Layouts gut funktioniert und für komplexe Komponenten Nacharbeit braucht. Webflow hat dagegen eine steile Lernkurve. Wer das Box-Modell nicht versteht, produziert in den ersten Wochen Layouts, die auf dem Handy zerfallen, und Klassen-Wildwuchs, den später niemand mehr aufräumen möchte.
Die Kehrseite: Die Disziplin, die Webflow erzwingt, zahlt sich bei größeren Projekten aus. Systeme wie Client-First von Finsweet geben Teams eine gemeinsame Namenskonvention, und ein Webflow-Projekt lässt sich nach zwei Jahren noch von einer fremden Agentur übernehmen. In Framer ist die Freiheit größer, aber auch die Gefahr, dass eine Website aus lauter Einzelfällen besteht. Für Einzelpersonen und kleine Teams ist das unproblematisch. Für Websites mit mehreren Bearbeitern über Jahre hinweg ist es ein echter Nachteil.
CMS und Collections: Wie tief geht die Inhaltsstruktur?
Beide Plattformen haben ein CMS mit Collections, Feldern und dynamischen Seiten. Der Unterschied liegt in der Tiefe. Webflow bietet Referenz- und Mehrfachreferenzfelder, mit denen Sie Autoren an Artikel, Kategorien an Produkte oder Standorte an Stellenanzeigen hängen. Dazu kommen Filter und Sortierung in Collection-Listen, bedingte Sichtbarkeit einzelner Elemente, Import per CSV und eine Schnittstelle, über die sich Inhalte aus anderen Systemen einspielen lassen. Seit der Preisumstellung im Mai 2026 fasst der Premium-Tarif 20.000 Items und 40 Collections, was für die meisten Unternehmenswebsites mehr als genug ist.
Das CMS in Framer ist schlanker gebaut und in den letzten zwei Jahren spürbar gewachsen. Für einen Blog, ein Team, Case Studies oder einen Hilfebereich reicht es gut. Die Grenzen zeigen sich bei den Limits und bei Beziehungen zwischen Inhalten: Der Basic-Plan erlaubt 2 Collections, Pro 10 Collections und 2.500 Items, darüber hinaus zahlen Sie 20 $ je weitere 10.000 Items bis zu einem Maximum von 40.000. Wer einen Produktkatalog, ein Verzeichnis oder ein mehrstufiges Kategoriesystem plant, stößt in Framer früher an Grenzen als in Webflow. Auch beim Verkaufen trennen sich die Wege: Webflow hat eigene E-Commerce-Pläne, Framer setzt auf Einbettungen, etwa den Shopify Buy Button. Für einen ernsthaften Shop ist keine der beiden Plattformen die erste Wahl, Shopify oder WooCommerce bleiben dort im Vorteil.
Animationen und Interaktionen
Animationen sind der Bereich, in dem Framer seine Herkunft ausspielt. Erscheinen beim Scrollen, Hover-Zustände, Parallaxe, Textanimationen und Übergänge zwischen Komponentenvarianten sind Einstellungen am Element, keine eigene Disziplin. Das Ergebnis sieht in wenigen Minuten nach dem aus, was Startups auf ihren Launch-Seiten zeigen. Wer eine Website mit starkem Bewegungsanteil will und keinen Entwickler hat, ist bei Framer besser aufgehoben.
Webflow kann dasselbe, verlangt aber mehr Handarbeit. Die Interaktionen sind mächtiger, weil Sie Trigger, Zeitleisten und Bedingungen frei kombinieren, und seit der Übernahme von GSAP durch Webflow im Herbst 2024 wandert dieses Animationssystem Schritt für Schritt in die Plattform. Für Agenturen mit Motion-Erfahrung ist das ein Gewinn. Für ein Marketing-Team, das am Freitagnachmittag eine Kampagnenseite fertig haben will, ist der Weg in Framer kürzer. Achten Sie in beiden Fällen darauf, dass Bewegung dem Inhalt dient und auf dem Handy nicht zur Bremse wird. Grundsätze dazu finden Sie in unserem Beitrag zu Responsive Webdesign.
SEO-Funktionen und Lokalisierung: Ist Webflow besser für SEO?
Bei den Grundlagen sind beide Plattformen sauber: Titel und Meta-Beschreibung je Seite, Open-Graph-Bilder, automatische Sitemap, Canonical-Tags, 301-Weiterleitungen, Alt-Texte, eigene Kopfbereich-Einträge für Schema und Tracking. Webflow hat den kleinen Vorsprung bei allem, was strukturierte Inhalte betrifft: Meta-Felder lassen sich aus CMS-Feldern zusammensetzen, Collection-Seiten bekommen dynamische Vorlagen, und die Ausgabe ist statisches HTML, das Suchmaschinen ohne Umwege lesen. Framer rendert die Seiten ebenfalls vorab, liefert aber zusätzlich das React-Laufzeitpaket mit, was auf schwachen Geräten spürbar sein kann. In der Praxis erreichen beide Plattformen gute Core Web Vitals, solange Bilder, Schriften und Einbettungen diszipliniert bleiben. Woran Sie technische Probleme erkennen, haben wir unter Technische SEO zusammengefasst.
Lokalisierung ist bei beiden ein Aufpreis-Thema. Framer bringt die Sprachverwaltung mit KI-Übersetzung mit und berechnet 20 $ je Sprache und Monat, bis zu 20 Sprachen. Webflow verkauft Localize als Add-on ab 9 $ je Sprache und Monat in der Stufe Essential, mit einer teureren Stufe Advanced für mehr Funktionen; im Team-Plan sind zwei Sprachen enthalten. Für eine deutsch-englische Unternehmenswebsite ist Webflow damit günstiger, bei fünf Sprachen liegen beide im dreistelligen Bereich, bevor ein Wort übersetzt ist. Wer viele Sprachen braucht, sollte das vor der Plattformwahl durchrechnen.
Hosting und Preise (Pricing) 2026
Beide Anbieter hosten selbst, mit CDN und Rechenzentren in den USA; einen Serverstandort in der EU können Sie bei keinem von beiden wählen. Für die DSGVO bedeutet das: Auftragsverarbeitungsvertrag und Standardvertragsklauseln prüfen, Formulare und Analytics bewusst konfigurieren. Bei den Preisen unterscheidet sich vor allem das Modell. Framer berechnet einen Site-Plan je Website und Editoren-Sitze. Webflow berechnet einen Site-Plan je Website und zusätzlich einen Workspace-Plan, in dem Sitze, Staging-Sites und Code-Export stecken.
| Plan | Framer | Webflow |
|---|---|---|
| Kostenlos | Free: Framer-Domain, 30 Seiten, 1 GB Bandbreite | Starter: webflow.io-Domain, 2 statische Seiten, 1 GB Bandbreite |
| Einstieg mit eigener Domain | Basic 10 $ / Monat: 2 Collections, 1.000 Items, 50 GB | Basic 15 $ / Monat: 300 Seiten, 10 GB, kein CMS |
| Voller Tarif | Pro 30 $ / Monat: 10 Collections, 2.500 Items, 100 GB, Staging | Premium 25 $ / Monat: CMS mit 20.000 Items, ab 50 GB, Site-Suche |
| Workspace | Nicht nötig | Starter kostenlos, Core 19 $, Growth 49 $, Freelancer 16 $, Agency 35 $ / Monat |
| Weitere Bearbeiter | 20 $ je Editor, 10 $ je Content-Editor und Monat | Vollzugriff-Sitz kostenpflichtig, Kommentar-Zugriff kostenlos |
| Großkunden | Enterprise auf Anfrage | Team 2.500 $ / Monat mit Jahresvertrag, Enterprise auf Anfrage |
Für eine einzelne Website mit einem Bearbeiter liegen die Kosten nah beieinander: 30 $ bei Framer Pro gegen 25 $ bei Webflow Premium plus 19 $ für den Core-Workspace, wenn Sie Code-Export oder mehr als eine Staging-Site brauchen. Sobald vier oder fünf Personen mitarbeiten, wird Webflow spürbar teurer, während Framer mit 10 $ je Content-Editor moderat bleibt. Umgekehrt wird Framer teuer, wenn Sie über 150 Seiten oder viele Sprachen hinauswachsen. Die Preise ändern sich bei beiden Anbietern regelmäßig, rechnen Sie also vor der Entscheidung mit den aktuellen Angaben auf den Preisseiten.
Code-Export, Zusammenarbeit und Übergabe an Kunden
Webflow exportiert HTML, CSS und JavaScript, sobald Sie mindestens den Core-Workspace haben. CMS-Inhalte kommen dabei nicht als lauffähige Seiten mit, sondern als CSV, aber das Design lässt sich auf jedem Server weiterbetreiben. Framer bietet keinen Code-Export. Was Sie dort bauen, läuft nur auf dem Hosting von Framer. Für ein Startup, das in zwei Jahren ohnehin neu baut, ist das verschmerzbar. Für eine Unternehmenswebsite, die zehn Jahre halten soll, ist es ein Argument, das Sie kennen sollten.
In der Zusammenarbeit hat Framer den angenehmeren Alltag: mehrere Personen arbeiten gleichzeitig auf derselben Fläche, Änderungen sind sofort sichtbar, und schon im Free-Plan dürfen bis zu drei Editoren mitwirken. Webflow trennt schärfer zwischen Design und Redaktion, mit Rollen, Freigaben und Veröffentlichungsrechten, was in größeren Organisationen erwünscht ist. Bei der Übergabe an Kunden ist Webflow das eingespieltere System: Agentur- und Freelancer-Workspaces mit freien Gastsitzen, Site-Transfer in den Workspace des Kunden, der Kunde zahlt das Hosting selbst. Framer erlaubt die Übergabe ebenfalls und gibt zertifizierten Framer-Experten kostenlosen Zugriff auf Kundenprojekte. In Kundenprojekten sehen wir, dass die Übergabe bei Framer dann gut funktioniert, wenn der Kunde später nur Inhalte pflegt und niemand mehr an der Struktur arbeitet.
Grenzen bei großen Sites und Wechsel zwischen den Plattformen
Für Websites mit Hunderten statischen Seiten, tiefen Kategoriebäumen oder einem Blog mit viel Traffic ist Webflow die belastbarere Wahl. 300 statische Seiten je Site-Plan, 20.000 CMS-Items, Bandbreite bis in den Terabyte-Bereich und ein Team-Plan mit Veröffentlichungsprozessen decken das ab. Framer zieht bei 150 Seiten im Pro-Plan eine erste Grenze, die sich gegen Aufpreis auf 700 erweitern lässt, und bei 40.000 CMS-Items eine zweite. Ein Blog mit viel Traffic läuft technisch auf beiden Plattformen, weil beide über ein CDN ausliefern; achten Sie nur auf die Bandbreitenstaffeln, bei Framer kostet jede weitere 100 GB im Pro-Plan 40 $.
Ein Wechsel zwischen Framer und Webflow ist möglich, aber kein Knopfdruck. Inhalte wandern per CSV, das Design wird in beide Richtungen neu gebaut, weil die Modelle zu verschieden sind. Planen Sie dafür denselben Aufwand wie für einen Relaunch. Wer beide Plattformen ausschließt, weil er volle Kontrolle über Code und Daten will, landet bei WordPress oder einem eigenen Stack; die Abwägung dazu steht in unserem Vergleich WordPress oder Webflow. Wer eher einen einfachen Baukasten sucht, findet die Kandidaten im Homepage-Baukasten-Vergleich.
Fazit: Framer oder Webflow?
| Kategorie | Vorteil |
|---|---|
| Lernkurve und Tempo | Framer |
| Animationen und Interaktionen | Framer |
| CMS-Tiefe und E-Commerce | Webflow |
| SEO-Funktionen | Webflow, knapp |
| Lokalisierung | Webflow bei wenigen Sprachen, sonst Unentschieden |
| Preise für kleine Teams | Framer |
| Code-Export und Ausstieg | Webflow |
| Übergabe an Kunden und große Sites | Webflow |
Endstand: Framer 3, Webflow 4, eine Kategorie offen. Webflow gewinnt für alle, deren Website wachsen soll, die ein tiefes CMS brauchen oder die Seite an Kunden oder eine spätere Agentur übergeben. Framer gewinnt für Marketing-Sites und Landingpages mit Design-Anspruch und kleinem Team, bei denen Tempo und Bewegung wichtiger sind als Struktur. Wann der Vergleich egal ist: Wenn Sie ohnehin eine Agentur beauftragen, entscheidet nicht der Editor, sondern das Konzept. Was gutes Webdesign für uns ausmacht, gilt auf beiden Plattformen gleich.
Häufige Fragen zu Framer und Webflow
Ist Framer besser als Webflow?
Für Landingpages, Startup-Websites und Marketing-Sites mit hohem Design-Anspruch ist Framer besser, weil es schneller zu lernen ist, Figma-nah arbeitet und Animationen ohne Handarbeit liefert. Für Websites mit tiefem CMS, vielen Seiten, E-Commerce, Code-Export oder Übergabe an Kunden ist Webflow besser. Ein Tool, das in allen Punkten vorn liegt, gibt es nicht.
Was kosten Framer und Webflow 2026?
Stand September 2026, laut Anbieter und bei Jahreszahlung: Framer Basic kostet 10 $ im Monat, Pro 30 $, weitere Editoren 20 $ und Content-Editoren 10 $. Webflow Basic kostet 15 $ im Monat ohne CMS, Premium 25 $ mit CMS, dazu ein Workspace ab 19 $ (Core), wenn Sie Code-Export oder mehrere Staging-Sites brauchen. Beide Anbieter haben einen kostenlosen Plan mit eigener Subdomain. Lokalisierung kostet bei Framer 20 $ je Sprache, bei Webflow ab 9 $ je Sprache im Monat.
Ist Framer gut für den Bau kompletter Websites oder nur für Prototypen?
Framer ist seit 2022 ein vollwertiger Website Builder mit Hosting, CMS, Formularen, Lokalisierung, Analytics und A/B-Tests als Add-on. Die Prototyping-Vergangenheit merkt man nur noch an der Bedienung. Für Websites bis etwa 150 Seiten und mit überschaubarer Inhaltsstruktur ist Framer voll geeignet. Für Verzeichnisse, Kataloge oder Shops stößt es an seine Grenzen.
Ist Webflow 2026 immer noch die beste Wahl für No-Code-Websites?
Webflow ist weiterhin die ausgereifteste visuelle Plattform für Unternehmenswebsites mit CMS. Es hat Marktanteile an Framer verloren, vor allem bei Designern und Startups, die Tempo und Animationen wollen. Bei Struktur, Ökosystem, Code-Export und Agentur-Übergabe bleibt Webflow vorn. Ob es die beste Wahl ist, hängt davon ab, ob Ihr Projekt eher eine Marketing-Site oder eine wachsende Content-Plattform ist.
Welche Plattform ist einfacher zu bedienen, Framer oder Webflow?
Framer ist deutlich einfacher zu bedienen. Wer Figma kennt, ist am ersten Tag produktiv. Webflow hat eine steile Lernkurve, weil es das Box-Modell, Klassen und Flexbox direkt abbildet. Wer diese Grundlagen beherrscht, empfindet Webflow als präzise; wer sie nicht kennt, produziert anfangs Layouts, die auf dem Handy zerfallen.
Ist Webflow besser für SEO als Framer?
Knapp ja. Beide bieten Meta-Daten, Sitemaps, Canonicals, Weiterleitungen und schnelles Hosting mit CDN. Webflow liefert statisches HTML aus und erlaubt dynamische Meta-Felder aus dem CMS, was bei vielen Collection-Seiten hilft. Framer liefert vorgerenderte Seiten mit React-Laufzeit. Für die meisten Marketing-Sites ist der Unterschied im Ranking nicht messbar; Inhalt, interne Verlinkung und Links entscheiden mehr als der Website Builder.
Kann ich eine Webflow-Website zu Framer umziehen oder umgekehrt?
Möglich, aber mit dem Aufwand eines Relaunchs. CMS-Inhalte lassen sich per CSV exportieren und importieren, das Design muss in beide Richtungen neu gebaut werden, weil Framer mit Stacks und Komponenten arbeitet und Webflow mit CSS-Klassen. Webflow-Code-Export hilft beim Umzug auf einen eigenen Server, nicht beim Umzug zu Framer.
Muss ich programmieren können, um Framer oder Webflow zu nutzen?
Nein, beide Plattformen sind ohne Code bedienbar. Bei Framer reicht Design-Verständnis. Bei Webflow hilft es sehr, HTML und CSS zumindest lesen zu können, weil der Designer diese Konzepte direkt abbildet. Eigener Code ist bei beiden möglich: Webflow erlaubt eigenes HTML, CSS und JavaScript in Einbettungen und im Kopfbereich, Framer zusätzlich eigene React-Komponenten.
Unsicher, welche Plattform zu Ihrem Projekt passt?
30 Minuten Gespräch, kostenlos. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob Framer, Webflow oder etwas anderes zu Ihren Anforderungen passt.
