HubSpot oder Salesforce? Welches CRM 2026 die bessere Wahl ist*

Salesforce vs HubSpot ist die Frage, die fast jeder B2B-Mittelständler irgendwann stellt, sobald die Excel-Liste nicht mehr reicht. Wir vergleichen beide CRM-Plattformen aus der Agentur-Praxis: Preise, Implementierungsaufwand, Anpassbarkeit, Marketing Automation, KI, Datenschutz und Migration. Am Ende sagen wir Ihnen klar, welches System für welche Firmengröße die bessere Wahl ist.

tl;dr

Die Kurzfassung für Eilige

  • Gesamt-Verdict: HubSpot gewinnt für die meisten mittelständischen B2B-Unternehmen bis etwa 200 Nutzer. Salesforce gewinnt, sobald Prozesse wirklich komplex werden und ein eigenes Admin-Team im Haus ist.
  • Preise: HubSpot startet kostenlos, die Sales Cloud bei 25 € je Nutzer und Monat. Auf Professional-Niveau liegen beide nah beieinander, bei Salesforce kommen Zusatzmodule und Partnerkosten obendrauf.
  • Bedienbarkeit: HubSpot ist in Tagen produktiv. Salesforce braucht Wochen bis Monate und in der Regel einen Implementierungspartner.
  • Anpassbarkeit: Salesforce hat mit Apex, Flow und AppExchange praktisch keine Obergrenze. HubSpot deckt mit Custom Objects und Workflows das ab, was der Mittelstand in der Praxis braucht.
  • KI und Marketing: HubSpot Breeze ist in den bezahlten Plänen enthalten, Agentforce wird bei Salesforce nach Verbrauch abgerechnet. Marketing Automation ist bei HubSpot Kernprodukt, bei Salesforce ein Zukauf.

Wie wir bewerten

Wir bewerten beide CRM-Systeme nach sieben Kriterien: Zielgruppe, Preise und Preisstruktur, Implementierungsaufwand, Anpassbarkeit gegen Bedienbarkeit, Marketing Automation und Reporting, KI sowie Datenschutz und Migration. Grundlage sind die öffentlichen Preislisten beider Anbieter (Stand September 2026), die Dokumentation und unsere Erfahrung aus Kundenprojekten, in denen wir Vertriebsprozesse auf beiden Plattformen aufgesetzt oder begleitet haben. Wir vergeben keine Fantasie-Messwerte, sondern sagen, wo ein System passt und wo nicht.

HubSpot vs Salesforce: beide CRM-Plattformen im direkten Vergleich

Testsieger
HubSpot Logo
01 · Sieger für den Mittelstand

HubSpot

ab 0 € / Monat · Sales Hub Professional ab 90 € je Lizenz
8.8
Score

HubSpot gewinnt diesen Vergleich, weil es die Frage nach dem CRM für den Mittelstand am pragmatischsten beantwortet: kostenloser Einstieg, ein Datenmodell für Marketing, Vertrieb und Service, verständliche Oberfläche und eine Preisstruktur, die man ohne Berater lesen kann. Vertriebsteams arbeiten meist nach wenigen Tagen produktiv damit. Was HubSpot nicht kann: beliebig tiefe Prozesslogik, eigene Programmiersprache im System und Konzernstrukturen mit dutzenden Business Units. Wer das braucht, liest weiter unten.

Stärken

  • Kostenloses CRM für bis zu 2 Nutzer und 1.000 Kontakte
  • Marketing Hub, Sales Hub und Service Hub auf einem Datenmodell
  • Einführung ohne Partner realistisch, Onboarding in Tagen
  • Breeze-KI in den bezahlten Plänen enthalten, keine Verbrauchsabrechnung im Kern

Schwächen

  • Preissprung von Starter auf Professional ist groß, Onboarding-Gebühr Pflicht
  • Custom Objects und tiefe Berechtigungen erst ab Enterprise
  • Bei sehr komplexen Prozessen stößt das Workflow-Modell an Grenzen
EinstiegKostenlos
HostingEU wählbar
Best fürKMU, Marketing-first
HubSpot testen
Salesforce Logo
02 · Der Enterprise-Standard

Salesforce

ab 25 € je Nutzer / Monat · Pro Suite 100 €, Core 195 €
8.4
Score

Salesforce ist das CRM, an dem sich alle anderen messen, und die Sales Cloud ist im Enterprise-Segment nach wie vor die Referenz. Praktisch jede Prozesslogik lässt sich abbilden, mit Flow ohne Code, mit Apex mit Code, und auf AppExchange gibt es für fast jeden Spezialfall eine Erweiterung. Der Preis dafür ist Aufwand: Ohne Implementierungspartner und ohne einen Admin, der das System dauerhaft pflegt, verkommt die Sales Cloud schnell zu einem teuren Adressbuch. Für ein 15-köpfiges Vertriebsteam ist das selten der richtige Weg, für ein Unternehmen mit mehreren Ländergesellschaften oft der einzige.

Stärken

  • Praktisch unbegrenzte Anpassbarkeit durch Flow, Apex und Custom Objects in jeder Stufe
  • AppExchange mit tausenden geprüften Erweiterungen und großem Partnernetz
  • Reporting und Prognosen mit hoher Tiefe, Anbindung an Tableau
  • Skaliert von 10 auf 10.000 Nutzer ohne Systemwechsel

Schwächen

  • Implementierung und Pflege brauchen Partner oder eigene Admins, das kostet dauerhaft
  • Preisstruktur mit vielen Zusatzmodulen, Agentforce nach Verbrauch
  • Marketing Automation ist ein separates Produkt mit eigenem Datenmodell
  • Oberfläche für Gelegenheitsnutzer im Vertrieb deutlich sperriger
Einstieg25 € je Nutzer
HostingEU-Regionen
Best fürEnterprise, Sales-first
Salesforce testen

Sie stehen gerade vor genau dieser Entscheidung?

Wir richten CRM-Systeme in Kundenprojekten ein und kennen die Kostenfallen beider Anbieter. Sagen Sie uns, wie Ihr Vertrieb arbeitet, und wir sagen Ihnen ehrlich, welches System passt.

Beratung anfragen

Vergleichstabelle: HubSpot und Salesforce

KriteriumHubSpotSalesforce Sales Cloud
PreismodellKostenloses CRM, dann Hubs in Starter, Professional, Enterprise je LizenzEditionen je Nutzer und Monat, Zusatzmodule separat
Einstiegspreis0 € (Free), Starter ab 7 € je Lizenz im Jahresabo (Aktionspreis, regulär 20 €)Starter Suite 25 € je Nutzer und Monat
Mittlere StufeSales Hub Professional ab 90 € je Lizenz im JahresaboPro Suite 100 € je Nutzer, jährlich
Obere StufenSales Hub Enterprise ab 150 € je LizenzCore 195 €, Advanced 395 €, Max 550 € je Nutzer
Onboarding-GebührProfessional 1.470 €, Enterprise 3.420 € einmalig (Pflicht)Keine feste Gebühr, Implementierung meist über Partner
Typische EinführungsdauerTage bis wenige WochenWochen bis Monate
AnpassbarkeitWorkflows, Custom Objects ab Enterprise, keine eigene ProgrammierspracheFlow, Apex, Lightning, Custom Objects in allen Editionen ab Pro Suite
Marketing AutomationMarketing Hub, gleiches Datenmodell wie das CRMMarketing Cloud als separates Produkt
KIBreeze Copilot und Breeze Agents, in bezahlten Plänen enthalten, Credits für IntelligenceEinstein in den Editionen, Agentforce über Flex Credits nach Verbrauch
ErweiterungenApp Marketplace mit über tausend IntegrationenAppExchange, größter Marktplatz im CRM-Umfeld
DSGVO / ServerstandortEU-Rechenzentrum bei Kontoerstellung wählbar, AVV vorhandenHyperforce mit EU-Regionen, AVV vorhanden
ZielgruppeKMU und Mittelstand bis etwa 200 Nutzer, Marketing-firstMittelstand mit komplexen Prozessen bis Konzern, Sales-first

Preise Stand September 2026, laut Anbieter, netto. HubSpot-Preise beziehen sich auf den Sales Hub bei jährlicher Abrechnung, Marketing Hub Professional und Enterprise liegen deutlich höher und werden zusätzlich nach Marketing-Kontakten bepreist.

Empfehlung nach Use-Case

wenn Sie 5 bis 200 Nutzer haben und Marketing und Vertrieb zusammen denken

HubSpot

Ein Datenmodell für Kampagnen, Leads und Deals, verständliche Preise, Einführung ohne Partner möglich. Für den typischen B2B-Mittelständler mit Inbound-Anteil im Vertrieb die natürliche Wahl.

wenn Ihre Prozesse komplex sind und Sie ein Admin-Team haben oder aufbauen

Salesforce

Mehrere Ländergesellschaften, Angebotskonfiguration, Genehmigungsketten, ERP-Integration in beide Richtungen: Hier spielt die Sales Cloud ihre Tiefe aus. Rechnen Sie Partner und Admin fest in das Budget ein.

wenn Sie nur ein schlankes Vertriebs-CRM brauchen

Keins von beiden zwingend

Ein reines Sales-Team mit fünf Leuten ohne Marketing-Anbindung ist mit beiden Systemen überversorgt. Dann lohnt der Blick auf Pipedrive, den wir in HubSpot vs Pipedrive gegenüberstellen, oder auf die Kandidaten in unserer Übersicht der besten CRM-Tools.

HubSpot und Salesforce im Detail: der Ratgeber

Zielgruppe: für wen sind die beiden Systeme gebaut?

Der wichtigste Unterschied steckt nicht in der Funktionsliste, sondern in der Herkunft. HubSpot ist als Marketing-Plattform gestartet und hat das CRM später darum herum gebaut. Das merkt man bis heute: Kontakte, Formulare, E-Mails, Landingpages und Deals liegen in einem Datenmodell, und ein Marketing-Team fühlt sich sofort zu Hause. Salesforce ist von Anfang an ein Vertriebssystem gewesen, gebaut für Sales-Teams mit Gebieten, Quoten, Prognosen und Genehmigungsprozessen. Wer welchen Bedarf hat, entscheidet den Vergleich deshalb oft, bevor der erste Preis auf dem Tisch liegt. Ein Unternehmen mit 30 Mitarbeitern, das Leads über die Website gewinnt und im Vertrieb nachfasst, ist bei HubSpot richtig. Ein Maschinenbauer mit Außendienst in acht Ländern, Händlerstruktur und SAP im Hintergrund braucht eher Salesforce.

Vor der Systemwahl sollte klar sein, wer überhaupt gewonnen werden soll. Ein sauber definiertes Ideal Customer Profile beantwortet die Frage nach dem CRM oft nebenbei, weil es zeigt, wie viele Kontakte, Stufen und Beteiligte ein typischer Abschluss hat.

Preise (Pricing) im Detail: Listenpreise und was tatsächlich dazukommt

Die Listenpreise haben wir auf den offiziellen Preisseiten geprüft (Stand September 2026, netto, jährliche Abrechnung). Beim HubSpot CRM ist die Basis kostenlos, für bis zu 2 Nutzer und 1.000 Kontakte. Die Starter-Plattform kostet regulär 20 € je Lizenz und Monat, Neukunden bekommen sie im Jahresabo zeitweise ab 7 €. Sales Hub Professional liegt bei 90 € je Lizenz (regulär 100 €), Sales Hub Enterprise bei 150 €. Dazu kommen einmalige Onboarding-Gebühren von 1.470 € für Professional und 3.420 € für Enterprise, die HubSpot verpflichtend berechnet. Marketing Hub Professional und Enterprise sind deutlich teurer und werden zusätzlich nach der Zahl der Marketing-Kontakte bepreist; hier sollten Sie mit einem vierstelligen Monatsbetrag rechnen, sobald die Datenbank wächst.

Bei Salesforce beginnt die Sales Cloud mit der Starter Suite bei 25 € je Nutzer und Monat, die Pro Suite kostet 100 €. Die früheren Enterprise-Stufen heißen laut Preisseite inzwischen Core (195 €), Advanced (395 €) und Max (550 €), jeweils je Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung. Erst ab Max sind Agentforce und die vollständige KI-Suite enthalten; darunter läuft Agentforce über Flex Credits nach Verbrauch. Wichtig für die Kalkulation: Diese Preise decken nur den Vertrieb ab. Marketing Cloud, Service Cloud, CPQ oder zusätzliche Sandboxen sind eigene Posten.

Szenario (20 Vertriebsnutzer)HubSpotSalesforce
Lizenzen mittlere Stufe, Listenpreis20 × 90 € = 1.800 € im Monat20 × 100 € = 2.000 € im Monat
Einmalig im ersten Jahr1.470 € OnboardingPartner-Implementierung, in der Praxis oft fünfstellig
Laufende PflegeMeist intern, ohne Vollzeit-AdminAdmin intern oder Partner-Retainer
Marketing AutomationMarketing Hub zusätzlichMarketing Cloud zusätzlich

Die Lizenzkosten unterscheiden sich auf mittlerer Stufe kaum. Der Unterschied entsteht bei allem, was um die Lizenz herum passiert. Genau deshalb ist die Frage „Ist HubSpot günstiger?" nur mit Blick auf die Gesamtkosten über drei Jahre sinnvoll zu beantworten, und da liegt HubSpot für kleinere Teams fast immer vorn.

Implementierungsaufwand und Partnerkosten

Die Implementierung von Salesforce ist ein Projekt. Datenmodell, Rollen, Seitenlayouts, Flows, Integrationen, Migration, Schulung: Ein Partner rechnet dafür je nach Umfang Wochen bis Monate ab, und die Salesforce Consultants, die das können, sind nicht günstig. Danach bleibt das System pflegebedürftig. Jede neue Anforderung aus dem Vertrieb landet bei einem Admin, der sie umsetzt. Wer diesen Admin nicht hat, zahlt ihn beim Partner.

HubSpot ist dagegen so gebaut, dass ein Marketing- oder Vertriebsleiter die Einrichtung selbst schafft. Pipeline-Stufen, Eigenschaften, Workflows und Reports sind über die Oberfläche konfigurierbar. Die Onboarding-Gebühr kauft Ihnen ein begleitetes Setup, kein Projektteam. In Kundenprojekten sehen wir, dass ein Vertriebsteam mit HubSpot meist innerhalb weniger Tage seine Deals pflegt, während dieselbe Stufe bei Salesforce eher nach dem ersten Quartal erreicht ist. Das ist kein Qualitätsurteil, sondern die Folge der unterschiedlichen Tiefe.

Anpassbarkeit gegen Bedienbarkeit: das Salesforce-Ökosystem und die HubSpot-Einfachheit

Hier liegt der eigentliche Kern des Vergleichs Salesforce vs HubSpot. Mit Flow bildet Salesforce Prozesse ohne Code ab, mit Apex programmieren Entwickler eigene Logik direkt in der Plattform, und Lightning erlaubt komplett eigene Oberflächen. Custom Objects gibt es ab der Pro Suite. Auf AppExchange finden sich tausende Erweiterungen, von der Angebotskonfiguration bis zur Gebietsplanung. Wer Prozesse hat, die kein Standardprodukt kennt, findet bei Salesforce immer einen Weg. Das Ökosystem aus Partnern, Zertifizierungen und Trailhead-Schulungen ist der eigentliche Burggraben des Anbieters.

HubSpot geht den umgekehrten Weg. Es gibt keine eigene Programmiersprache im System, dafür Workflows, berechnete Eigenschaften, Custom Objects ab Enterprise und einen App Marketplace mit über tausend Integrationen. Entwickler arbeiten über die API und UI Extensions. Das reicht für die allermeisten mittelständischen Vertriebe, und die Kehrseite ist ein echter Vorteil: Weil man weniger verbiegen kann, bleibt das System bedienbar. Vertriebsmitarbeiter, die ein CRM nur nebenbei pflegen, brechen bei einer zu stark angepassten Salesforce-Instanz erfahrungsgemäß eher aus als bei HubSpot. Die Grenze erreichen Sie bei HubSpot, wenn Prozesse verschachtelte Genehmigungen, komplexe Preislogik oder mehrere Mandanten mit getrennten Datenmodellen brauchen.

Marketing Automation: Marketing Hub gegen Marketing Cloud

Wenn Marketing und Vertrieb in einem System arbeiten sollen, ist HubSpot im Vorteil. Der Marketing Hub nutzt dieselben Kontakte, dieselben Eigenschaften und dieselbe Zeitleiste wie das CRM. Ein Lead, der ein Whitepaper lädt, taucht beim Vertrieb mit seiner kompletten Historie auf, ohne Synchronisation. Bei Salesforce ist die Marketing Cloud ein eigenes Produkt mit eigenem Datenmodell, das über Konnektoren angebunden wird; sie ist mächtig, aber ein zweites Projekt mit eigenem Budget. Für Unternehmen, die Vertriebsmarketing ernsthaft aufbauen wollen, ist das ein gewichtiges Argument für HubSpot. Wer dagegen ausschließlich einen Vertrieb mit Outbound-Fokus steuert und Marketing über andere Tools abwickelt, verliert bei Salesforce nichts.

Reporting und Dashboards

Beide Systeme liefern Dashboards, Pipeline-Berichte und Prognosen. Salesforce ist in der Tiefe überlegen: Berichtstypen über mehrere Objekte, Joined Reports, Prognosen mit Gebieten und Quoten, dazu die Anbindung an Tableau. Wer Revenue-Steuerung über mehrere Ländergesellschaften betreibt, bekommt hier mehr. HubSpot hat mit dem Custom Report Builder in den letzten Jahren stark aufgeholt und liefert ab Professional Attributions-Reports, die zeigen, welche Kampagne welchen Umsatz gebracht hat. Für ein Reporting, das Marketing und Vertrieb gemeinsam betrachtet, ist HubSpot schneller am Ziel; für Vertriebscontrolling auf Konzernniveau bleibt Salesforce die Referenz.

KI im CRM: Breeze gegen Agentforce und Einstein

Beide Anbieter haben ihre Plattformen um KI-Agenten erweitert, gehen aber unterschiedlich mit den Kosten um. HubSpot bündelt seine KI unter dem Namen Breeze: Breeze Copilot als Assistent in der Oberfläche, Breeze Agents für Aufgaben wie Content-Erstellung, Prospecting oder Kundenservice, und Breeze Intelligence für Datenanreicherung. Copilot und die meisten Agents sind in den bezahlten Plänen enthalten, Anreicherung verbraucht HubSpot-Guthaben. Salesforce hat Einstein als KI-Schicht in den Editionen und darüber Agentforce, mit dem sich autonome Agenten für Vertrieb und Service bauen lassen. Agentforce ist deutlich mächtiger, weil die Agenten direkt auf das gesamte Datenmodell und auf Flows zugreifen, wird unterhalb der Max-Edition aber über Flex Credits nach Verbrauch abgerechnet. Unsere Einschätzung: Für den Mittelstand ist die Breeze-Integration im Alltag nützlicher, weil sie ohne Projekt funktioniert. Agentforce lohnt sich, wenn ein Team die Agenten aktiv baut und betreut.

DSGVO und Hosting in der EU

Beide Unternehmen sitzen in den USA, beide bieten Auftragsverarbeitungsverträge mit Standardvertragsklauseln und beide hosten auf Wunsch in der EU. Bei HubSpot wählen Sie das EU-Rechenzentrum bei der Kontoerstellung; nachträglich lässt sich das nicht umstellen, also vor dem ersten Login entscheiden. Salesforce betreibt mit Hyperforce Regionen in der EU und bietet für regulierte Branchen die EU Operating Zone. Aus Datenschutzsicht nehmen sich die beiden also wenig. Prüfen sollten Sie, welche Zusatzdienste außerhalb der EU laufen, etwa KI-Funktionen oder Datenanreicherung, und ob Ihr Datenschutzbeauftragter dafür eine Bewertung braucht.

Migration: von Salesforce zu HubSpot und umgekehrt

Der Wechsel in beide Richtungen kommt häufiger vor, als die Anbieter zugeben. Migrationen from HubSpot to Salesforce sehen wir bei Unternehmen, die nach einer Übernahme in die Konzernlandschaft eingegliedert werden oder deren Prozesse aus dem Workflow-Modell herausgewachsen sind. Den umgekehrten Weg gehen Firmen, die eine über Jahre verbaute Salesforce-Instanz nicht mehr pflegen können und lieber auf ein einfacheres System zurückgehen. HubSpot bietet dafür eine native Salesforce-Integration ab Professional, mit der sich beide Systeme eine Weile parallel betreiben lassen. Technisch ist der Umzug von Standardobjekten, Kontakten, Firmen, Deals und Aktivitäten in beide Richtungen gut machbar; Aufwand entsteht bei eigenen Objekten, Berechtigungen und Automatisierungen, die neu gebaut werden müssen. Rechnen Sie mit einem Projekt von mehreren Wochen und planen Sie eine Phase, in der das Team das neue System bewusst neu lernt. Wie ein Vertriebsprozess grundsätzlich digital aufgesetzt wird, beschreiben wir im Beitrag Digitaler Vertrieb.

Tipp: Entscheiden Sie das CRM nicht nach der Funktionsliste, sondern nach der Person, die es in zwei Jahren pflegt. Gibt es die nicht, nehmen Sie HubSpot. Gibt es sie und hat sie Salesforce-Erfahrung, ist die Sales Cloud eine sichere Wahl. Und starten Sie beide Systeme mit einem Standardprozess, bevor Sie anpassen.

Konkurrenz und Markt: wer steht eigentlich gegen wen?

Salesforce is the Marktführer im CRM-Markt, gemessen am Umsatz mit deutlichem Abstand. HubSpot has been der wachstumsstärkste Herausforderer im Segment der kleinen und mittleren Unternehmen und drängt seit einigen Jahren mit Enterprise-Funktionen nach oben. Beide sehen sich gegenseitig als Wettbewerber, beide betreiben eigene Vergleichsseiten gegeneinander. Daneben stehen Microsoft Dynamics 365 im Enterprise-Segment, Zoho CRM und Pipedrive im KMU-Segment sowie Plattformen wie GoHighLevel, die vor allem Agenturen nutzen und die wir als GoHighLevel-Agentur selbst einsetzen. In englischsprachigen Foren lautet die Faustregel, die wir bestätigen können: Go with HubSpot, wenn Geschwindigkeit und Einfachheit zählen, und wechseln Sie erst to Salesforce, wenn Ihre Prozesse es wirklich verlangen. HubSpot is a System, das man ohne Berater versteht; Salesforce hingegen ist eine Plattform, die man baut.

Endergebnis: sieben Kategorien im Überblick

KategorieGewinner
Zielgruppe MittelstandHubSpot
Preise und GesamtkostenHubSpot
ImplementierungsaufwandHubSpot
AnpassbarkeitSalesforce
Marketing AutomationHubSpot
ReportingSalesforce
KI im AlltagUnentschieden

Endstand: HubSpot 4 - Salesforce 2, eine Kategorie unentschieden. HubSpot ist für die meisten mittelständischen B2B-Unternehmen bis etwa 200 Nutzer die bessere Wahl, weil es schneller produktiv ist, Marketing und Vertrieb zusammenführt und ohne Projektteam auskommt. Salesforce gewinnt, sobald die Prozesse komplex sind, ein eigenes Admin-Team existiert und das Unternehmen in Konzernstrukturen hineinwächst. Wer das CRM in eine größere Wachstumsplanung einbettet, findet in unserem Leitfaden zur Go-to-Market-Strategie den Rahmen dafür.

Häufige Fragen zu HubSpot und Salesforce

Welches CRM ist besser: HubSpot oder Salesforce?

Für die meisten kleinen und mittleren B2B-Unternehmen bis etwa 200 Nutzer ist HubSpot die bessere Wahl: schneller eingeführt, günstiger im Gesamtbetrieb und mit Marketing Automation im selben System. Salesforce ist besser, wenn Prozesse komplex sind, mehrere Gesellschaften oder tiefe ERP-Integrationen abgebildet werden müssen und ein Admin-Team das System dauerhaft pflegt.

Was kostet HubSpot im Vergleich zu Salesforce?

Stand September 2026 laut Anbieter: Das HubSpot CRM ist kostenlos für bis zu 2 Nutzer, Sales Hub Professional kostet ab 90 € je Lizenz und Monat im Jahresabo plus 1.470 € Onboarding, Enterprise ab 150 € plus 3.420 €. Die Salesforce Sales Cloud beginnt mit der Starter Suite bei 25 € je Nutzer und Monat, die Pro Suite kostet 100 €, die Stufen Core, Advanced und Max 195, 395 und 550 €. Die Lizenzkosten liegen auf mittlerer Stufe nah beieinander; teurer wird Salesforce durch Implementierungspartner, Zusatzmodule und Admin-Aufwand.

Ist HubSpot einfacher zu bedienen als Salesforce?

Ja. HubSpot ist so gebaut, dass Marketing- und Vertriebsleiter die Einrichtung selbst schaffen und Vertriebsmitarbeiter ohne Schulung damit arbeiten. Salesforce bietet mehr Tiefe, verlangt dafür aber Einarbeitung, Konfiguration und in der Regel einen Admin. Die Einfachheit von HubSpot hat allerdings eine Grenze: Bei sehr komplexen Prozessen fehlt die Anpassbarkeit, die Salesforce bietet.

Können kleine Unternehmen Salesforce nutzen?

Ja, die Starter Suite für 25 € je Nutzer und Monat richtet sich ausdrücklich an kleine Teams und ist ohne Partner einsetzbar. In der Praxis lohnt sich das aber nur, wenn absehbar ist, dass das Unternehmen in die höheren Editionen hineinwächst. Für ein kleines Team ohne diese Perspektive ist das kostenlose HubSpot CRM oder ein reines Vertriebstool wie Pipedrive meist die pragmatischere Wahl.

Wie lange dauert die Einrichtung von HubSpot und Salesforce?

HubSpot lässt sich mit Standardprozessen in wenigen Tagen einrichten, das begleitete Onboarding für Professional und Enterprise dauert typischerweise einige Wochen. Bei Salesforce ist die Einführung ein Projekt mit Partner, das je nach Umfang mehrere Wochen bis Monate dauert. Beide Zeiträume verlängern sich, wenn Datenmigration und Integrationen dazukommen.

Lohnt sich eine Migration von Salesforce zu HubSpot oder umgekehrt?

Eine Migration lohnt sich, wenn das aktuelle System entweder nicht mehr pflegbar ist oder die Prozesse nicht mehr abbildet. Von Salesforce zu HubSpot wechseln typischerweise Unternehmen, die eine über Jahre verbaute Instanz vereinfachen wollen. Von HubSpot zu Salesforce wechseln Unternehmen nach Übernahmen oder wenn Prozesse aus dem Workflow-Modell herausgewachsen sind. Standardobjekte lassen sich in beide Richtungen gut übertragen, eigene Objekte, Berechtigungen und Automatisierungen müssen neu gebaut werden.

Ist HubSpot ein Konkurrent von Salesforce und wer sind die größten Wettbewerber?

Ja, beide betreiben Vergleichsseiten gegeneinander und treffen im Mittelstand regelmäßig aufeinander. Der größte Wettbewerber von Salesforce im Enterprise-Segment ist Microsoft Dynamics 365, im Mittelstand HubSpot. Die größten Wettbewerber von HubSpot sind neben Salesforce vor allem Zoho CRM und Pipedrive im KMU-Segment sowie Plattformen wie ActiveCampaign im Marketing-Bereich. Dass HubSpot Salesforce ablöst, ist nicht absehbar; die beiden bedienen überwiegend unterschiedliche Firmengrößen.

Sind HubSpot und Salesforce DSGVO-konform und gibt es Hosting in der EU?

Beide Anbieter bieten Auftragsverarbeitungsverträge mit Standardvertragsklauseln und Hosting in der EU. Bei HubSpot wählen Sie das EU-Rechenzentrum bei der Kontoerstellung, eine nachträgliche Umstellung ist nicht möglich. Salesforce hostet über Hyperforce in EU-Regionen und bietet für regulierte Branchen die EU Operating Zone. Prüfen sollten Sie bei beiden, welche KI- und Anreicherungsdienste außerhalb der EU verarbeitet werden.

Joshua Stark
Joshua Stark
Geschäftsführer STARK

Joshua leitet bei STARK die SEO- und Performance-Praxis. Über 150 Projekte für Mittelstand, SaaS und E-Commerce seit 2016.

Sie wollen es ernst angehen?

30 Minuten Gespräch mit uns, kostenlos. Wir sagen Ihnen ehrlich, welches CRM zu Ihrem Vertrieb passt und ob wir helfen können.

Beratung anfragen

Verwandte Artikel

* Einige Links in diesem Artikel sind Partnerlinks. Buchen Sie über sie, bekommen wir eine kleine Provision. Für Sie ändert sich der Preis nicht.

WhatsApp-SupportØ 6h Antwort · werktags