Die Kurzfassung für Eilige
- Gesamt-Verdict: HubSpot gewinnt für die meisten mittelständischen B2B-Unternehmen bis etwa 200 Nutzer. Salesforce gewinnt, sobald Prozesse wirklich komplex werden und ein eigenes Admin-Team im Haus ist.
- Preise: HubSpot startet kostenlos, die Sales Cloud bei 25 € je Nutzer und Monat. Auf Professional-Niveau liegen beide nah beieinander, bei Salesforce kommen Zusatzmodule und Partnerkosten obendrauf.
- Bedienbarkeit: HubSpot ist in Tagen produktiv. Salesforce braucht Wochen bis Monate und in der Regel einen Implementierungspartner.
- Anpassbarkeit: Salesforce hat mit Apex, Flow und AppExchange praktisch keine Obergrenze. HubSpot deckt mit Custom Objects und Workflows das ab, was der Mittelstand in der Praxis braucht.
- KI und Marketing: HubSpot Breeze ist in den bezahlten Plänen enthalten, Agentforce wird bei Salesforce nach Verbrauch abgerechnet. Marketing Automation ist bei HubSpot Kernprodukt, bei Salesforce ein Zukauf.
Wie wir bewerten
Wir bewerten beide CRM-Systeme nach sieben Kriterien: Zielgruppe, Preise und Preisstruktur, Implementierungsaufwand, Anpassbarkeit gegen Bedienbarkeit, Marketing Automation und Reporting, KI sowie Datenschutz und Migration. Grundlage sind die öffentlichen Preislisten beider Anbieter (Stand September 2026), die Dokumentation und unsere Erfahrung aus Kundenprojekten, in denen wir Vertriebsprozesse auf beiden Plattformen aufgesetzt oder begleitet haben. Wir vergeben keine Fantasie-Messwerte, sondern sagen, wo ein System passt und wo nicht.
HubSpot vs Salesforce: beide CRM-Plattformen im direkten Vergleich

HubSpot
HubSpot gewinnt diesen Vergleich, weil es die Frage nach dem CRM für den Mittelstand am pragmatischsten beantwortet: kostenloser Einstieg, ein Datenmodell für Marketing, Vertrieb und Service, verständliche Oberfläche und eine Preisstruktur, die man ohne Berater lesen kann. Vertriebsteams arbeiten meist nach wenigen Tagen produktiv damit. Was HubSpot nicht kann: beliebig tiefe Prozesslogik, eigene Programmiersprache im System und Konzernstrukturen mit dutzenden Business Units. Wer das braucht, liest weiter unten.
Stärken
- Kostenloses CRM für bis zu 2 Nutzer und 1.000 Kontakte
- Marketing Hub, Sales Hub und Service Hub auf einem Datenmodell
- Einführung ohne Partner realistisch, Onboarding in Tagen
- Breeze-KI in den bezahlten Plänen enthalten, keine Verbrauchsabrechnung im Kern
Schwächen
- Preissprung von Starter auf Professional ist groß, Onboarding-Gebühr Pflicht
- Custom Objects und tiefe Berechtigungen erst ab Enterprise
- Bei sehr komplexen Prozessen stößt das Workflow-Modell an Grenzen

Salesforce
Salesforce ist das CRM, an dem sich alle anderen messen, und die Sales Cloud ist im Enterprise-Segment nach wie vor die Referenz. Praktisch jede Prozesslogik lässt sich abbilden, mit Flow ohne Code, mit Apex mit Code, und auf AppExchange gibt es für fast jeden Spezialfall eine Erweiterung. Der Preis dafür ist Aufwand: Ohne Implementierungspartner und ohne einen Admin, der das System dauerhaft pflegt, verkommt die Sales Cloud schnell zu einem teuren Adressbuch. Für ein 15-köpfiges Vertriebsteam ist das selten der richtige Weg, für ein Unternehmen mit mehreren Ländergesellschaften oft der einzige.
Stärken
- Praktisch unbegrenzte Anpassbarkeit durch Flow, Apex und Custom Objects in jeder Stufe
- AppExchange mit tausenden geprüften Erweiterungen und großem Partnernetz
- Reporting und Prognosen mit hoher Tiefe, Anbindung an Tableau
- Skaliert von 10 auf 10.000 Nutzer ohne Systemwechsel
Schwächen
- Implementierung und Pflege brauchen Partner oder eigene Admins, das kostet dauerhaft
- Preisstruktur mit vielen Zusatzmodulen, Agentforce nach Verbrauch
- Marketing Automation ist ein separates Produkt mit eigenem Datenmodell
- Oberfläche für Gelegenheitsnutzer im Vertrieb deutlich sperriger
Sie stehen gerade vor genau dieser Entscheidung?
Wir richten CRM-Systeme in Kundenprojekten ein und kennen die Kostenfallen beider Anbieter. Sagen Sie uns, wie Ihr Vertrieb arbeitet, und wir sagen Ihnen ehrlich, welches System passt.
Vergleichstabelle: HubSpot und Salesforce
| Kriterium | HubSpot | Salesforce Sales Cloud |
|---|---|---|
| Preismodell | Kostenloses CRM, dann Hubs in Starter, Professional, Enterprise je Lizenz | Editionen je Nutzer und Monat, Zusatzmodule separat |
| Einstiegspreis | 0 € (Free), Starter ab 7 € je Lizenz im Jahresabo (Aktionspreis, regulär 20 €) | Starter Suite 25 € je Nutzer und Monat |
| Mittlere Stufe | Sales Hub Professional ab 90 € je Lizenz im Jahresabo | Pro Suite 100 € je Nutzer, jährlich |
| Obere Stufen | Sales Hub Enterprise ab 150 € je Lizenz | Core 195 €, Advanced 395 €, Max 550 € je Nutzer |
| Onboarding-Gebühr | Professional 1.470 €, Enterprise 3.420 € einmalig (Pflicht) | Keine feste Gebühr, Implementierung meist über Partner |
| Typische Einführungsdauer | Tage bis wenige Wochen | Wochen bis Monate |
| Anpassbarkeit | Workflows, Custom Objects ab Enterprise, keine eigene Programmiersprache | Flow, Apex, Lightning, Custom Objects in allen Editionen ab Pro Suite |
| Marketing Automation | Marketing Hub, gleiches Datenmodell wie das CRM | Marketing Cloud als separates Produkt |
| KI | Breeze Copilot und Breeze Agents, in bezahlten Plänen enthalten, Credits für Intelligence | Einstein in den Editionen, Agentforce über Flex Credits nach Verbrauch |
| Erweiterungen | App Marketplace mit über tausend Integrationen | AppExchange, größter Marktplatz im CRM-Umfeld |
| DSGVO / Serverstandort | EU-Rechenzentrum bei Kontoerstellung wählbar, AVV vorhanden | Hyperforce mit EU-Regionen, AVV vorhanden |
| Zielgruppe | KMU und Mittelstand bis etwa 200 Nutzer, Marketing-first | Mittelstand mit komplexen Prozessen bis Konzern, Sales-first |
Preise Stand September 2026, laut Anbieter, netto. HubSpot-Preise beziehen sich auf den Sales Hub bei jährlicher Abrechnung, Marketing Hub Professional und Enterprise liegen deutlich höher und werden zusätzlich nach Marketing-Kontakten bepreist.
Empfehlung nach Use-Case
HubSpot
Ein Datenmodell für Kampagnen, Leads und Deals, verständliche Preise, Einführung ohne Partner möglich. Für den typischen B2B-Mittelständler mit Inbound-Anteil im Vertrieb die natürliche Wahl.
Salesforce
Mehrere Ländergesellschaften, Angebotskonfiguration, Genehmigungsketten, ERP-Integration in beide Richtungen: Hier spielt die Sales Cloud ihre Tiefe aus. Rechnen Sie Partner und Admin fest in das Budget ein.
Keins von beiden zwingend
Ein reines Sales-Team mit fünf Leuten ohne Marketing-Anbindung ist mit beiden Systemen überversorgt. Dann lohnt der Blick auf Pipedrive, den wir in HubSpot vs Pipedrive gegenüberstellen, oder auf die Kandidaten in unserer Übersicht der besten CRM-Tools.
HubSpot und Salesforce im Detail: der Ratgeber
Zielgruppe: für wen sind die beiden Systeme gebaut?
Der wichtigste Unterschied steckt nicht in der Funktionsliste, sondern in der Herkunft. HubSpot ist als Marketing-Plattform gestartet und hat das CRM später darum herum gebaut. Das merkt man bis heute: Kontakte, Formulare, E-Mails, Landingpages und Deals liegen in einem Datenmodell, und ein Marketing-Team fühlt sich sofort zu Hause. Salesforce ist von Anfang an ein Vertriebssystem gewesen, gebaut für Sales-Teams mit Gebieten, Quoten, Prognosen und Genehmigungsprozessen. Wer welchen Bedarf hat, entscheidet den Vergleich deshalb oft, bevor der erste Preis auf dem Tisch liegt. Ein Unternehmen mit 30 Mitarbeitern, das Leads über die Website gewinnt und im Vertrieb nachfasst, ist bei HubSpot richtig. Ein Maschinenbauer mit Außendienst in acht Ländern, Händlerstruktur und SAP im Hintergrund braucht eher Salesforce.
Vor der Systemwahl sollte klar sein, wer überhaupt gewonnen werden soll. Ein sauber definiertes Ideal Customer Profile beantwortet die Frage nach dem CRM oft nebenbei, weil es zeigt, wie viele Kontakte, Stufen und Beteiligte ein typischer Abschluss hat.
Preise (Pricing) im Detail: Listenpreise und was tatsächlich dazukommt
Die Listenpreise haben wir auf den offiziellen Preisseiten geprüft (Stand September 2026, netto, jährliche Abrechnung). Beim HubSpot CRM ist die Basis kostenlos, für bis zu 2 Nutzer und 1.000 Kontakte. Die Starter-Plattform kostet regulär 20 € je Lizenz und Monat, Neukunden bekommen sie im Jahresabo zeitweise ab 7 €. Sales Hub Professional liegt bei 90 € je Lizenz (regulär 100 €), Sales Hub Enterprise bei 150 €. Dazu kommen einmalige Onboarding-Gebühren von 1.470 € für Professional und 3.420 € für Enterprise, die HubSpot verpflichtend berechnet. Marketing Hub Professional und Enterprise sind deutlich teurer und werden zusätzlich nach der Zahl der Marketing-Kontakte bepreist; hier sollten Sie mit einem vierstelligen Monatsbetrag rechnen, sobald die Datenbank wächst.
Bei Salesforce beginnt die Sales Cloud mit der Starter Suite bei 25 € je Nutzer und Monat, die Pro Suite kostet 100 €. Die früheren Enterprise-Stufen heißen laut Preisseite inzwischen Core (195 €), Advanced (395 €) und Max (550 €), jeweils je Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung. Erst ab Max sind Agentforce und die vollständige KI-Suite enthalten; darunter läuft Agentforce über Flex Credits nach Verbrauch. Wichtig für die Kalkulation: Diese Preise decken nur den Vertrieb ab. Marketing Cloud, Service Cloud, CPQ oder zusätzliche Sandboxen sind eigene Posten.
| Szenario (20 Vertriebsnutzer) | HubSpot | Salesforce |
|---|---|---|
| Lizenzen mittlere Stufe, Listenpreis | 20 × 90 € = 1.800 € im Monat | 20 × 100 € = 2.000 € im Monat |
| Einmalig im ersten Jahr | 1.470 € Onboarding | Partner-Implementierung, in der Praxis oft fünfstellig |
| Laufende Pflege | Meist intern, ohne Vollzeit-Admin | Admin intern oder Partner-Retainer |
| Marketing Automation | Marketing Hub zusätzlich | Marketing Cloud zusätzlich |
Die Lizenzkosten unterscheiden sich auf mittlerer Stufe kaum. Der Unterschied entsteht bei allem, was um die Lizenz herum passiert. Genau deshalb ist die Frage „Ist HubSpot günstiger?" nur mit Blick auf die Gesamtkosten über drei Jahre sinnvoll zu beantworten, und da liegt HubSpot für kleinere Teams fast immer vorn.
Implementierungsaufwand und Partnerkosten
Die Implementierung von Salesforce ist ein Projekt. Datenmodell, Rollen, Seitenlayouts, Flows, Integrationen, Migration, Schulung: Ein Partner rechnet dafür je nach Umfang Wochen bis Monate ab, und die Salesforce Consultants, die das können, sind nicht günstig. Danach bleibt das System pflegebedürftig. Jede neue Anforderung aus dem Vertrieb landet bei einem Admin, der sie umsetzt. Wer diesen Admin nicht hat, zahlt ihn beim Partner.
HubSpot ist dagegen so gebaut, dass ein Marketing- oder Vertriebsleiter die Einrichtung selbst schafft. Pipeline-Stufen, Eigenschaften, Workflows und Reports sind über die Oberfläche konfigurierbar. Die Onboarding-Gebühr kauft Ihnen ein begleitetes Setup, kein Projektteam. In Kundenprojekten sehen wir, dass ein Vertriebsteam mit HubSpot meist innerhalb weniger Tage seine Deals pflegt, während dieselbe Stufe bei Salesforce eher nach dem ersten Quartal erreicht ist. Das ist kein Qualitätsurteil, sondern die Folge der unterschiedlichen Tiefe.
Anpassbarkeit gegen Bedienbarkeit: das Salesforce-Ökosystem und die HubSpot-Einfachheit
Hier liegt der eigentliche Kern des Vergleichs Salesforce vs HubSpot. Mit Flow bildet Salesforce Prozesse ohne Code ab, mit Apex programmieren Entwickler eigene Logik direkt in der Plattform, und Lightning erlaubt komplett eigene Oberflächen. Custom Objects gibt es ab der Pro Suite. Auf AppExchange finden sich tausende Erweiterungen, von der Angebotskonfiguration bis zur Gebietsplanung. Wer Prozesse hat, die kein Standardprodukt kennt, findet bei Salesforce immer einen Weg. Das Ökosystem aus Partnern, Zertifizierungen und Trailhead-Schulungen ist der eigentliche Burggraben des Anbieters.
HubSpot geht den umgekehrten Weg. Es gibt keine eigene Programmiersprache im System, dafür Workflows, berechnete Eigenschaften, Custom Objects ab Enterprise und einen App Marketplace mit über tausend Integrationen. Entwickler arbeiten über die API und UI Extensions. Das reicht für die allermeisten mittelständischen Vertriebe, und die Kehrseite ist ein echter Vorteil: Weil man weniger verbiegen kann, bleibt das System bedienbar. Vertriebsmitarbeiter, die ein CRM nur nebenbei pflegen, brechen bei einer zu stark angepassten Salesforce-Instanz erfahrungsgemäß eher aus als bei HubSpot. Die Grenze erreichen Sie bei HubSpot, wenn Prozesse verschachtelte Genehmigungen, komplexe Preislogik oder mehrere Mandanten mit getrennten Datenmodellen brauchen.
Marketing Automation: Marketing Hub gegen Marketing Cloud
Wenn Marketing und Vertrieb in einem System arbeiten sollen, ist HubSpot im Vorteil. Der Marketing Hub nutzt dieselben Kontakte, dieselben Eigenschaften und dieselbe Zeitleiste wie das CRM. Ein Lead, der ein Whitepaper lädt, taucht beim Vertrieb mit seiner kompletten Historie auf, ohne Synchronisation. Bei Salesforce ist die Marketing Cloud ein eigenes Produkt mit eigenem Datenmodell, das über Konnektoren angebunden wird; sie ist mächtig, aber ein zweites Projekt mit eigenem Budget. Für Unternehmen, die Vertriebsmarketing ernsthaft aufbauen wollen, ist das ein gewichtiges Argument für HubSpot. Wer dagegen ausschließlich einen Vertrieb mit Outbound-Fokus steuert und Marketing über andere Tools abwickelt, verliert bei Salesforce nichts.
Reporting und Dashboards
Beide Systeme liefern Dashboards, Pipeline-Berichte und Prognosen. Salesforce ist in der Tiefe überlegen: Berichtstypen über mehrere Objekte, Joined Reports, Prognosen mit Gebieten und Quoten, dazu die Anbindung an Tableau. Wer Revenue-Steuerung über mehrere Ländergesellschaften betreibt, bekommt hier mehr. HubSpot hat mit dem Custom Report Builder in den letzten Jahren stark aufgeholt und liefert ab Professional Attributions-Reports, die zeigen, welche Kampagne welchen Umsatz gebracht hat. Für ein Reporting, das Marketing und Vertrieb gemeinsam betrachtet, ist HubSpot schneller am Ziel; für Vertriebscontrolling auf Konzernniveau bleibt Salesforce die Referenz.
KI im CRM: Breeze gegen Agentforce und Einstein
Beide Anbieter haben ihre Plattformen um KI-Agenten erweitert, gehen aber unterschiedlich mit den Kosten um. HubSpot bündelt seine KI unter dem Namen Breeze: Breeze Copilot als Assistent in der Oberfläche, Breeze Agents für Aufgaben wie Content-Erstellung, Prospecting oder Kundenservice, und Breeze Intelligence für Datenanreicherung. Copilot und die meisten Agents sind in den bezahlten Plänen enthalten, Anreicherung verbraucht HubSpot-Guthaben. Salesforce hat Einstein als KI-Schicht in den Editionen und darüber Agentforce, mit dem sich autonome Agenten für Vertrieb und Service bauen lassen. Agentforce ist deutlich mächtiger, weil die Agenten direkt auf das gesamte Datenmodell und auf Flows zugreifen, wird unterhalb der Max-Edition aber über Flex Credits nach Verbrauch abgerechnet. Unsere Einschätzung: Für den Mittelstand ist die Breeze-Integration im Alltag nützlicher, weil sie ohne Projekt funktioniert. Agentforce lohnt sich, wenn ein Team die Agenten aktiv baut und betreut.
DSGVO und Hosting in der EU
Beide Unternehmen sitzen in den USA, beide bieten Auftragsverarbeitungsverträge mit Standardvertragsklauseln und beide hosten auf Wunsch in der EU. Bei HubSpot wählen Sie das EU-Rechenzentrum bei der Kontoerstellung; nachträglich lässt sich das nicht umstellen, also vor dem ersten Login entscheiden. Salesforce betreibt mit Hyperforce Regionen in der EU und bietet für regulierte Branchen die EU Operating Zone. Aus Datenschutzsicht nehmen sich die beiden also wenig. Prüfen sollten Sie, welche Zusatzdienste außerhalb der EU laufen, etwa KI-Funktionen oder Datenanreicherung, und ob Ihr Datenschutzbeauftragter dafür eine Bewertung braucht.
Migration: von Salesforce zu HubSpot und umgekehrt
Der Wechsel in beide Richtungen kommt häufiger vor, als die Anbieter zugeben. Migrationen from HubSpot to Salesforce sehen wir bei Unternehmen, die nach einer Übernahme in die Konzernlandschaft eingegliedert werden oder deren Prozesse aus dem Workflow-Modell herausgewachsen sind. Den umgekehrten Weg gehen Firmen, die eine über Jahre verbaute Salesforce-Instanz nicht mehr pflegen können und lieber auf ein einfacheres System zurückgehen. HubSpot bietet dafür eine native Salesforce-Integration ab Professional, mit der sich beide Systeme eine Weile parallel betreiben lassen. Technisch ist der Umzug von Standardobjekten, Kontakten, Firmen, Deals und Aktivitäten in beide Richtungen gut machbar; Aufwand entsteht bei eigenen Objekten, Berechtigungen und Automatisierungen, die neu gebaut werden müssen. Rechnen Sie mit einem Projekt von mehreren Wochen und planen Sie eine Phase, in der das Team das neue System bewusst neu lernt. Wie ein Vertriebsprozess grundsätzlich digital aufgesetzt wird, beschreiben wir im Beitrag Digitaler Vertrieb.
Konkurrenz und Markt: wer steht eigentlich gegen wen?
Salesforce is the Marktführer im CRM-Markt, gemessen am Umsatz mit deutlichem Abstand. HubSpot has been der wachstumsstärkste Herausforderer im Segment der kleinen und mittleren Unternehmen und drängt seit einigen Jahren mit Enterprise-Funktionen nach oben. Beide sehen sich gegenseitig als Wettbewerber, beide betreiben eigene Vergleichsseiten gegeneinander. Daneben stehen Microsoft Dynamics 365 im Enterprise-Segment, Zoho CRM und Pipedrive im KMU-Segment sowie Plattformen wie GoHighLevel, die vor allem Agenturen nutzen und die wir als GoHighLevel-Agentur selbst einsetzen. In englischsprachigen Foren lautet die Faustregel, die wir bestätigen können: Go with HubSpot, wenn Geschwindigkeit und Einfachheit zählen, und wechseln Sie erst to Salesforce, wenn Ihre Prozesse es wirklich verlangen. HubSpot is a System, das man ohne Berater versteht; Salesforce hingegen ist eine Plattform, die man baut.
Endergebnis: sieben Kategorien im Überblick
| Kategorie | Gewinner |
|---|---|
| Zielgruppe Mittelstand | HubSpot |
| Preise und Gesamtkosten | HubSpot |
| Implementierungsaufwand | HubSpot |
| Anpassbarkeit | Salesforce |
| Marketing Automation | HubSpot |
| Reporting | Salesforce |
| KI im Alltag | Unentschieden |
Endstand: HubSpot 4 - Salesforce 2, eine Kategorie unentschieden. HubSpot ist für die meisten mittelständischen B2B-Unternehmen bis etwa 200 Nutzer die bessere Wahl, weil es schneller produktiv ist, Marketing und Vertrieb zusammenführt und ohne Projektteam auskommt. Salesforce gewinnt, sobald die Prozesse komplex sind, ein eigenes Admin-Team existiert und das Unternehmen in Konzernstrukturen hineinwächst. Wer das CRM in eine größere Wachstumsplanung einbettet, findet in unserem Leitfaden zur Go-to-Market-Strategie den Rahmen dafür.
Häufige Fragen zu HubSpot und Salesforce
Welches CRM ist besser: HubSpot oder Salesforce?
Für die meisten kleinen und mittleren B2B-Unternehmen bis etwa 200 Nutzer ist HubSpot die bessere Wahl: schneller eingeführt, günstiger im Gesamtbetrieb und mit Marketing Automation im selben System. Salesforce ist besser, wenn Prozesse komplex sind, mehrere Gesellschaften oder tiefe ERP-Integrationen abgebildet werden müssen und ein Admin-Team das System dauerhaft pflegt.
Was kostet HubSpot im Vergleich zu Salesforce?
Stand September 2026 laut Anbieter: Das HubSpot CRM ist kostenlos für bis zu 2 Nutzer, Sales Hub Professional kostet ab 90 € je Lizenz und Monat im Jahresabo plus 1.470 € Onboarding, Enterprise ab 150 € plus 3.420 €. Die Salesforce Sales Cloud beginnt mit der Starter Suite bei 25 € je Nutzer und Monat, die Pro Suite kostet 100 €, die Stufen Core, Advanced und Max 195, 395 und 550 €. Die Lizenzkosten liegen auf mittlerer Stufe nah beieinander; teurer wird Salesforce durch Implementierungspartner, Zusatzmodule und Admin-Aufwand.
Ist HubSpot einfacher zu bedienen als Salesforce?
Ja. HubSpot ist so gebaut, dass Marketing- und Vertriebsleiter die Einrichtung selbst schaffen und Vertriebsmitarbeiter ohne Schulung damit arbeiten. Salesforce bietet mehr Tiefe, verlangt dafür aber Einarbeitung, Konfiguration und in der Regel einen Admin. Die Einfachheit von HubSpot hat allerdings eine Grenze: Bei sehr komplexen Prozessen fehlt die Anpassbarkeit, die Salesforce bietet.
Können kleine Unternehmen Salesforce nutzen?
Ja, die Starter Suite für 25 € je Nutzer und Monat richtet sich ausdrücklich an kleine Teams und ist ohne Partner einsetzbar. In der Praxis lohnt sich das aber nur, wenn absehbar ist, dass das Unternehmen in die höheren Editionen hineinwächst. Für ein kleines Team ohne diese Perspektive ist das kostenlose HubSpot CRM oder ein reines Vertriebstool wie Pipedrive meist die pragmatischere Wahl.
Wie lange dauert die Einrichtung von HubSpot und Salesforce?
HubSpot lässt sich mit Standardprozessen in wenigen Tagen einrichten, das begleitete Onboarding für Professional und Enterprise dauert typischerweise einige Wochen. Bei Salesforce ist die Einführung ein Projekt mit Partner, das je nach Umfang mehrere Wochen bis Monate dauert. Beide Zeiträume verlängern sich, wenn Datenmigration und Integrationen dazukommen.
Lohnt sich eine Migration von Salesforce zu HubSpot oder umgekehrt?
Eine Migration lohnt sich, wenn das aktuelle System entweder nicht mehr pflegbar ist oder die Prozesse nicht mehr abbildet. Von Salesforce zu HubSpot wechseln typischerweise Unternehmen, die eine über Jahre verbaute Instanz vereinfachen wollen. Von HubSpot zu Salesforce wechseln Unternehmen nach Übernahmen oder wenn Prozesse aus dem Workflow-Modell herausgewachsen sind. Standardobjekte lassen sich in beide Richtungen gut übertragen, eigene Objekte, Berechtigungen und Automatisierungen müssen neu gebaut werden.
Ist HubSpot ein Konkurrent von Salesforce und wer sind die größten Wettbewerber?
Ja, beide betreiben Vergleichsseiten gegeneinander und treffen im Mittelstand regelmäßig aufeinander. Der größte Wettbewerber von Salesforce im Enterprise-Segment ist Microsoft Dynamics 365, im Mittelstand HubSpot. Die größten Wettbewerber von HubSpot sind neben Salesforce vor allem Zoho CRM und Pipedrive im KMU-Segment sowie Plattformen wie ActiveCampaign im Marketing-Bereich. Dass HubSpot Salesforce ablöst, ist nicht absehbar; die beiden bedienen überwiegend unterschiedliche Firmengrößen.
Sind HubSpot und Salesforce DSGVO-konform und gibt es Hosting in der EU?
Beide Anbieter bieten Auftragsverarbeitungsverträge mit Standardvertragsklauseln und Hosting in der EU. Bei HubSpot wählen Sie das EU-Rechenzentrum bei der Kontoerstellung, eine nachträgliche Umstellung ist nicht möglich. Salesforce hostet über Hyperforce in EU-Regionen und bietet für regulierte Branchen die EU Operating Zone. Prüfen sollten Sie bei beiden, welche KI- und Anreicherungsdienste außerhalb der EU verarbeitet werden.
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