Die Kurzfassung für Eilige
- Gesamt-Verdict: monday.com gewinnt für Teams, die sich ihre Prozesse in Tabellen selbst bauen wollen und Dashboards für die Geschäftsführung brauchen. Asana gewinnt, wenn Sie Aufgaben- und Projektstruktur mit weniger Konfigurationsaufwand wollen und die Verantwortlichkeit je Aufgabe im Mittelpunkt steht.
- Preise: monday work management ab 9 € je Sitz und Monat (Basic), Standard 12 €, Pro 19 €, jeweils im Jahresabo und in Sitz-Stufen ab 3 Sitzen. Asana Starter 10,99 €, Advanced 24,99 € je Nutzer und Monat im Jahresabo. Beide haben einen kostenlosen Tarif für bis zu 2 Nutzer (Stand September 2026, laut Anbieter).
- Automationen: Bei monday.com sind Automations- und Integrationsaktionen kontingentiert: 250 im Monat in Standard, 25.000 in Pro. Asana rechnet Regeln nicht in einem so sichtbaren Kontingent ab, dafür sitzt der volle Regel-Editor mit Verzweigungen erst in Advanced.
- Reporting: Dashboards sind die Stärke des Work OS, schon in Standard mit Widgets über mehrere Boards. Asana bietet Berichte ab Starter, projektübergreifende Dashboards und Ziele erst ab Advanced.
- Kostenfalle: Beim Work OS zahlen Sie für Sitz-Stufen, die Sie nicht voll besetzen, und der Sprung von Standard auf Pro kommt, sobald Automationen oder Zeiterfassung wichtig werden. Bei Asana verdoppelt sich der Preis von Starter auf Advanced, wenn Sie Portfolios und Workload brauchen.
Wie wir bewerten: monday.com oder Asana?
Wir bewerten beide Tools aus der Perspektive eines Teams mit 5 bis 50 Leuten, das Kampagnen, Kundenprojekte oder interne Prozesse organisieren will, nicht aus der eines Konzerns mit PMO. Die Kriterien sind Preis pro Nutzer inklusive Mindestsitze, kostenloser Einstieg, Aufgaben- und Projektstruktur, Automationen, Reporting und Dashboards, Anpassbarkeit, Lernkurve, Integrationen, Datenschutz und Support. Preise haben wir am 19. September 2026 auf den offiziellen Preisseiten beider Anbieter geprüft. Die Scores spiegeln unsere Erfahrung aus Kundenprojekten wider, in denen wir sowohl Asana als auch monday.com eingerichtet, mit CRM und Formularen verbunden und gelegentlich wieder abgelöst haben. Was wir nicht liefern: erfundene Testreihen. Wo ein Kriterium für Ihre Entscheidung keine Rolle spielt, sagen wir das.
Asana und monday.com im direkten Vergleich

monday.com
Der Anbieter nennt sein Produkt Work OS, und das trifft es: Die Grundeinheit ist kein Projekt, sondern ein Board, das aussieht wie eine farbige Tabelle. Jede Zeile ist ein Element, jede Spalte ein Feld mit Typ, und aus diesen Bausteinen bauen Sie sich Kampagnenpläne, Redaktionskalender, Einstellungsprozesse oder eine Vertriebspipeline. Darüber liegen Dashboards, die Zahlen aus mehreren Boards zusammenziehen. Verkauft wird das Prinzip in drei Produkten: monday work management, CRM und dev. Wer gern selbst baut und Kennzahlen sehen will, ist hier richtig. Wer eine fertige Aufgabenlogik erwartet, muss sie sich erst anlegen.
Stärken
- Boards als Tabellen mit über 30 Spaltentypen, Formeln und Abhängigkeiten
- Dashboards mit Widgets über mehrere Boards, schon ab Standard
- Automations-Rezepte im Baukasten, ohne Programmierung
- Günstiger Einstieg mit Basic für 9 € je Sitz, 24/7-Support in allen Tarifen
Schwächen
- Sitz-Stufen ab 3 Sitzen, Sie zahlen für unbesetzte Plätze
- Aktionen-Kontingent: 250 Automations- und Integrationsaktionen im Monat in Standard
- Basic ohne Zeitleiste, Gantt, Automationen und Integrationen
- Ohne Board-Konventionen wuchert der Workspace schnell
Asana
Asana ist ein Arbeitsmanagement-Tool, das von der Aufgabe aus denkt. Jede Aufgabe hat genau einen Verantwortlichen und ein Fälligkeitsdatum, hängt in Abschnitten eines Projekts, kann in mehreren Projekten gleichzeitig liegen und lässt sich in Unteraufgaben zerlegen. Darüber liegt eine feste Hierarchie aus Teams, Portfolios und Zielen. Asana bietet damit eine Struktur, die Sie nicht selbst entwerfen müssen: Sie legen ein Projekt an, wählen Liste, Board, Zeitleiste oder Kalender, und die Logik dahinter ist bei allen Projekten gleich. Der Preis dafür ist, dass Asana weniger frei formbar ist als ein Tabellen-Board, und dass Dashboards über mehrere Projekte erst mit Advanced richtig nutzbar werden.
Stärken
- Klare Aufgabenlogik mit einem Verantwortlichen je Aufgabe
- Aufgaben in mehreren Projekten ohne Duplikate
- Regeln, Formulare und Vorlagen schon ab Starter
- Ruhige Oberfläche, Mein-Aufgaben-Ansicht und Posteingang
Schwächen
- Preissprung von Starter (10,99 €) auf Advanced (24,99 €) für Portfolios, Ziele, Workload
- Weniger frei anpassbar, keine Tabellen-Boards mit Formeln wie beim Konkurrenten
- Kein natives Zeiterfassungs-Feature vor Advanced, kein CRM-Produkt
- Support in Starter nur per Hilfe-Center und Ticket, kein 24/7-Chat
Tool-Auswahl lieber mit jemandem besprechen, der beide kennt?
Wir richten beide Tools in Kundenprojekten ein, bauen Kampagnen-Boards, Redaktionspläne und Vertriebs-Pipelines und verbinden sie mit CRM, Formularen und Ads. Sagen Sie uns, wie Ihr Team arbeitet, und wir sagen Ihnen, welches System passt.
Vergleichstabelle: monday work management vs Asana
| Kriterium | monday.com (work management) | Asana |
|---|---|---|
| Preismodell | Pro Sitz und Monat, in Sitz-Stufen (3, 5, 10, 15 ...) | Pro Nutzer und Monat, jeder Nutzer einzeln |
| Einstiegspreis (Stand 09/2026) | ab 9 € (Basic, Jahresabo), Standard 12 €, Pro 19 € | ab 10,99 € (Starter, Jahresabo), Advanced 24,99 € |
| Kostenloser Tarif | Ja, bis 2 Sitze, 3 Boards, 3 Docs | Ja (Personal), bis 2 Nutzer, unbegrenzt Aufgaben und Projekte |
| Grundeinheit | Board als Tabelle mit Elementen und Spalten | Projekt mit Abschnitten, Aufgaben und Unteraufgaben |
| Automationen | Rezepte ab Standard, 250 Aktionen im Monat, Pro 25.000 | Regeln ab Starter, voller Regel-Editor mit Verzweigungen ab Advanced |
| Reporting und Dashboards | Dashboards mit Widgets über mehrere Boards ab Standard | Berichte je Projekt ab Starter, Dashboards und Ziele ab Advanced |
| Zeitleiste und Gantt | Ab Standard (Zeitleiste, Gantt, Kalender) | Zeitleiste und Gantt ab Starter |
| Zeiterfassung und Workload | Zeiterfassung ab Pro, Workload ab Pro | Workload und Zeiterfassung ab Advanced |
| Integrationen | Über 200 laut Anbieter, Integrationsaktionen zählen ins Kontingent | Über 300 laut Anbieter, über 100 davon kostenlos im Personal-Tarif |
| KI | KI-Credits je Tarif (Basic 1.000, Standard 2.000, Pro 3.000 im Monat) | Asana AI Studio als Zusatzprodukt, wenige KI-Anfragen je Nutzer inklusive |
| DSGVO und Serverstandort | US-Hosting standard, EU-Datenregion ab Enterprise | US-Hosting standard, EU-Datenresidenz (Frankfurt) ab Enterprise |
| Support | 24/7 in allen Tarifen, Oberfläche auf Deutsch | Hilfe-Center und Ticket, Priorität ab Advanced, Oberfläche auf Deutsch |
| Zielgruppe | Teams, die Prozesse selbst bauen und Dashboards brauchen | Teams, die Aufgabenstruktur ohne Konfiguration wollen |
Alle Preise sind Listenpreise je Sitz beziehungsweise Nutzer im Jahresabo, netto, Stand September 2026, laut Anbieter. Das Work OS verkauft bezahlte Tarife in Sitz-Stufen, der kleinste bezahlte Umfang liegt bei 3 Sitzen, danach in Sprüngen; monatliche Zahlung ist teurer als das Jahresabo. Asana rechnet jeden Nutzer einzeln ab und nennt für monatliche Zahlung 13,49 € (Starter) und 30,49 € (Advanced). Enterprise-Preise gibt es bei beiden nur auf Anfrage.
Empfehlung nach Use-Case
monday.com
Das Work OS für Marketing, Vertrieb und Operations, die ihren Kampagnenplan, ihre Pipeline oder ihren Einstellungsprozess als Tabelle denken und der Geschäftsführung ein Dashboard hinstellen wollen. Standard für 12 € je Sitz deckt Zeitleiste, Automationen und Dashboards ab. Pro ab 19 € wird nötig, sobald das Aktionen-Kontingent nicht mehr reicht oder Zeiterfassung dazukommt.
Asana
Das Arbeitsmanagement-Tool für Teams, die viele Aufgaben mit klarer Zuständigkeit durch Projekte bewegen: Agenturen mit Kundenprojekten, Produkt- und Content-Teams, interne Abteilungen mit Anfragen über Formulare. Starter für 10,99 € reicht für Projekte, Zeitleiste, Regeln und Formulare. Advanced brauchen Sie für Portfolios, Ziele und Workload. Wie ein Redaktionsplan in einem solchen Tool aussieht, zeigen wir in unserem Beitrag zur Content-Planung.
Keins von beiden als Projekt-Tool: monday CRM oder ein echtes CRM prüfen
Wir sehen in Kundenprojekten regelmäßig Vertriebsteams, die Asana oder ein Tabellen-Board als Pipeline missbrauchen und dann Kontakte, E-Mail-Verläufe und Angebote in Kommentaren pflegen. Für diesen Fall ist das CRM-Produkt desselben Anbieters oder ein dediziertes CRM die bessere Wahl. Welche Systeme dafür in Frage kommen, steht in unserem Vergleich der besten CRM-Tools.
monday.com vs Asana im Detail: der Ratgeber
Was ist der Unterschied zwischen monday.com und Asana?
Der Unterschied liegt nicht in einzelnen Funktionen, sondern in der Denkweise. Das Work OS ist ein Baukasten: Ein Board ist eine Tabelle, und was darin steht, entscheiden Sie. Eine Zeile kann eine Aufgabe sein, aber genauso ein Bewerber, ein Kunde, eine Bestellung oder ein Blogartikel. Spalten haben Typen wie Status, Person, Datum, Zahl, Formel, Zeitleiste oder Verknüpfung zu einem anderen Board. Aus dieser Freiheit entstehen Prozesse, die es in keiner Vorlage gibt, aber auch Workspaces, in denen jedes Team seine eigene Logik erfunden hat.
Asana ist ein Aufgabenmanagement-System mit fester Hierarchie: Organisation, Team, Projekt, Abschnitt, Aufgabe, Unteraufgabe. Eine Aufgabe hat einen Verantwortlichen, ein Datum, benutzerdefinierte Felder und kann in mehreren Projekten liegen. Diese Logik ist bei jedem Projekt gleich, deshalb versteht ein neuer Kollege ein fremdes Projekt sofort. Im Englischen laufen beide unter Project Management Software, was die Suche nach dem passenden Project Management Tool nicht leichter macht. Für die Entscheidung heißt das: Fragen Sie nicht, welches Tool mehr kann, sondern ob Ihr Team eher Aufgaben abarbeitet oder eher Daten in Prozessen bewegt. Im ersten Fall ist Asana besser, im zweiten hat monday.com die Nase vorn.
Preise (Pricing) im Detail: Was kosten monday.com und Asana 2026?
Beide Anbieter rechnen je Nutzer und Monat ab, mit einem wichtigen Unterschied: der eine verkauft Sitze in Stufen, der andere einzeln. Die folgende Tabelle zeigt die Tarife nebeneinander, alle Preise im Jahresabo, Stand September 2026, laut Anbieter.
| monday work management (je Sitz) | Preis | Asana (je Nutzer) | Preis |
|---|---|---|---|
| Free: bis 2 Sitze, 3 Boards, 3 Docs, 200 Vorlagen, Mobile Apps | 0 € | Personal: bis 2 Nutzer, unbegrenzt Aufgaben und Projekte, Liste, Board, Kalender | 0 € |
| Basic: unbegrenzt Elemente und Betrachter, 5 GB Speicher, ohne Zeitleiste und Automationen | 9 € | Starter: Zeitleiste, Gantt, Regeln, Formulare, Vorlagen, unbegrenzt Mitglieder | 10,99 € |
| Standard: Zeitleiste, Gantt, Kalender, Gäste, Automationen und Integrationen mit 250 Aktionen im Monat, Dashboards über 5 Boards | 12 € | Advanced: Portfolios, Ziele, Workload, Zeiterfassung, voller Regel-Editor, Dashboards über Projekte | 24,99 € |
| Pro: private Boards, Zeiterfassung, Formelspalte, Abhängigkeiten, 25.000 Aktionen, Dashboards über 20 Boards | 19 € | Enterprise: SAML, Datenresidenz, Admin-Kontrollen, erweiterte KI | auf Anfrage |
| Enterprise: 250.000 Aktionen, Portfolio- und Ressourcenmanagement, Sicherheit, EU-Datenregion | auf Anfrage | Enterprise+: zusätzliche Compliance- und Sicherheitsfunktionen | auf Anfrage |
Rechnen Sie das für ein Team mit 8 Personen durch. Beim Work OS buchen Sie die nächste Sitz-Stufe, also 10 Sitze: Standard kostet dann 120 € im Monat, Pro 190 €. Bei Asana zahlen Sie für 8 Nutzer: Starter 87,92 €, Advanced 199,92 € im Monat. Ist monday günstiger als Asana? Auf der jeweils zweiten Stufe, die ein Team in der Praxis braucht, liegen Standard und Asana Starter nah beieinander, solange die Sitz-Stufe zu Ihrer Teamgröße passt. Sobald Sie Zeiterfassung, Workload oder mehr Automationen wollen, kostet Pro 19 € und Asana Advanced 24,99 €, dann ist der Testsieger spürbar günstiger.
Die Fußangel beim Work OS ist die Sitz-Stufe: Ein Team mit 6 Leuten zahlt für 10 Sitze, ein Team mit 11 Leuten für 15. Die Fußangel bei Asana ist die Verdopplung von Starter auf Advanced für Funktionen, die viele Teams nach einem Jahr brauchen. Beide Anbieter berechnen Gäste und reine Betrachter in den mittleren Tarifen nicht, was bei Kundenprojekten mit externen Beteiligten viel Geld spart.
Kostenloser Einstieg: Bieten Asana und monday.com kostenlose Versionen an?
Ja, beide. monday.com Free läuft mit bis zu 2 Sitzen, 3 Boards, 3 Docs und den Mobile Apps, aber ohne Automationen, Zeitleiste und Integrationen. Asana Personal ist für bis zu 2 Nutzer kostenlos und bietet unbegrenzt Aufgaben, Projekte und Nachrichten, Listen-, Board- und Kalenderansicht sowie über 100 Integrationen. Für zwei Freiberufler oder ein Gründerduo ist Asana Personal das vollständigere Werkzeug, weil die Aufgabenlogik ohne Einschränkung mitkommt. Beim Work OS ist der Free-Tarif eher eine Demo des Prinzips, die Sie an der Grenze von 3 Boards schnell verlassen.
Der Vergleich ist an dieser Stelle jedoch weniger wichtig, als er wirkt. Ein Team, das seine Projekte ernst nimmt, gibt 9 bis 12 € je Person aus, ohne zu zögern. Entscheidend ist, was auf der ersten bezahlten Stufe fehlt: bei Basic die Automationen und die Zeitleiste, bei Asana Starter die Portfolios und der volle Regel-Editor.
Automationen: das Aktionen-Kontingent bei monday.com gegen die Regeln von Asana
Hier trennen sich beide Tools am deutlichsten, und zwar nicht bei der Frage, was geht, sondern wie es abgerechnet wird. Das Work OS bietet in Standard und Pro einen Rezept-Baukasten: Wenn Status auf Erledigt wechselt, dann Element in Gruppe verschieben und Person benachrichtigen. Die Rezepte sind leicht zu bauen und decken die meisten Prozesse ab. Jeder Lauf einer Automation zählt aber als Aktion, ebenso jeder Lauf einer Integration, und davon hat Standard 250 im Monat, Pro 25.000, Enterprise 250.000. 250 Aktionen sind für ein Team mit täglichen Statuswechseln in wenigen Tagen aufgebraucht. In Kundenprojekten ist das Kontingent der häufigste Grund für den Wechsel auf Pro, nicht ein fehlendes Feature.
Asana bietet Regeln ab Starter mit vorgefertigten Auslösern und Aktionen: Aufgabe wird in Abschnitt verschoben, dann Verantwortlichen setzen, Fälligkeit anpassen, Kommentar posten. Ein benutzerdefinierter Regel-Editor mit mehreren Bedingungen und Verzweigungen sitzt in Advanced, ebenso Formulare mit verzweigter Logik. Asana nennt auf der deutschen Preisseite kein hartes monatliches Kontingent, das Sie bei jedem Statuswechsel im Blick behalten müssten. Asana ermöglicht außerdem Bündel, mit denen eine Regel auf viele Projekte gleichzeitig wirkt, was bei standardisierten Kundenprojekten viel Pflege spart.
Reporting und Dashboards: wo das Work OS vorne liegt
Dashboards sind der Grund, aus dem viele Geschäftsführer monday.com wählen. Ab Standard ziehen Sie Widgets wie Zahlen, Diagramme, Zeitleisten, Workload und Batterien auf ein Dashboard, das Daten aus bis zu 5 Boards zusammenführt, in Pro aus 20, in Enterprise aus 50. Weil jede Spalte ein typisiertes Feld ist, lassen sich Budgets, Stunden und Statusverteilungen ohne Export auswerten. Ein Marketingleiter sieht so auf einer Seite, wie viele Kampagnen laufen, welche über Budget sind und wer überlastet ist.
Asana bietet Berichte je Projekt ab Starter, mit Diagrammen zu Aufgabenstatus, Verantwortlichen und benutzerdefinierten Feldern. Projektübergreifende Dashboards, Portfolios mit Statusberichten und die Ziele-Funktion, die Aufgaben mit Unternehmenszielen verknüpft, gibt es ab Advanced. Das ist konzeptionell stark, weil Asana Sie zwingt, Ziel, Portfolio und Projekt sauber zu verbinden. Aber wer auf Starter startet, schaut zunächst auf Berichte je Projekt. Für reines Aufgaben-Reporting reicht das, für Kennzahlen aus Prozessen mit Zahlenfeldern nicht.
Anpassbarkeit vs Struktur: Baukasten oder Vorgabe?
monday.com ist so frei, dass Sie eine Vertriebspipeline, ein Bewerbermanagement und einen Redaktionsplan im selben Workspace als drei völlig unterschiedliche Boards bauen können, jedes mit eigenen Spalten, Gruppen, Ansichten und Formeln. Verknüpfungs- und Spiegelspalten verbinden Boards untereinander, sodass ein Kunden-Board die Projekte aus einem anderen Board anzeigt. Das ist das Argument für den Baukasten, und es ist zugleich das Risiko: Ohne Konventionen bauen fünf Teams fünf Logiken, und nach einem Jahr weiß niemand mehr, welches Board die Wahrheit enthält. Wir empfehlen Kunden, die Board-Struktur einmal schriftlich festzulegen, so wie wir es in unserem Playbook für Marketingprozesse tun.
Asana gibt die Struktur vor. Aufgaben haben immer dieselben Eigenschaften, Projekte immer dieselben Ansichten, und benutzerdefinierte Felder sind der Spielraum, nicht das Fundament. Asana bietet Vorlagen, Bündel und Regeln, um Standards durchzusetzen. Das ist für Teams, die viele gleichartige Projekte fahren, ein Vorteil, für Teams mit ungewöhnlichen Prozessen eine Grenze. Wer ein Board mit Formelspalte, Zeitleiste je Zeile und Zahlenwidgets will, bekommt es bei Asana nicht in dieser Form.
Lernkurve und Benutzerfreundlichkeit: Welches Tool ist einfacher?
Welches Tool benutzerfreundlicher ist, hängt davon ab, wen Sie fragen. Die grafische Benutzeroberfläche von monday.com ist bunt, direkt und für Einsteiger einladend: Ein Board ist eine Tabelle, jeder versteht Zeilen und Spalten. Die Lernkurve kommt später, wenn Sie Automationen, Spiegelspalten und Dashboards richtig aufsetzen. Asana wirkt am ersten Tag ruhiger und verlangt, dass Sie die Hierarchie aus Projekt, Abschnitt und Aufgabe verstehen. Dafür bleibt es auch mit 50 Projekten übersichtlich, weil die Mein-Aufgaben-Ansicht und der Posteingang jedem Nutzer nur zeigen, was ihn betrifft.
Für die Mitarbeiter, die nur Aufgaben abarbeiten, ist Asana leichter, für die Person, die Prozesse baut, ist der Baukasten dankbarer. Beide haben Mobile Apps für iOS und Android, die für Statuswechsel, Kommentare und Benachrichtigungen ausreichen; Boards mit vielen Spalten sind auf dem Telefon unhandlicher als eine Aufgabenliste bei Asana. Für einen digitalen Vertriebsprozess mit vielen Statusfeldern nehmen wir trotzdem eher das Board, weil die Übersicht am Bildschirm zählt.
Integrationen, Apps und KI: Slack, Microsoft Teams, Google Workspace
Sowohl Asana als auch monday.com bieten Anbindungen an Slack, Microsoft Teams, Google Workspace, Outlook, Zoom, Dropbox, Salesforce, HubSpot und Zapier. Asana integrates with über 300 Werkzeugen laut Anbieter, davon über 100 schon im kostenlosen Tarif, und liefert eine offene Programmierschnittstelle. monday.com nennt über 200 Integrationen und einen Marktplatz mit Apps von Drittanbietern, die als Ansichten, Widgets oder Automationen direkt im Board laufen. Wichtig ist der Unterschied in der Abrechnung: Beim Work OS zählt jeder Lauf einer Integration, etwa jede eingehende E-Mail oder jedes neue Formular, als Aktion ins Kontingent. Bei Asana gibt es diese Kopplung nicht.
Bei der Künstlichen Intelligenz gehen beide unterschiedliche Wege. Das Work OS verteilt KI-Credits je Tarif, mit denen Sie Spalten befüllen, Texte zusammenfassen oder Elemente kategorisieren lassen. Asana AI Studio ist ein Zusatzprodukt, mit dem Sie KI-Schritte in Regeln einbauen, etwa Anfragen aus Formularen automatisch zusammenfassen und zuweisen; im normalen Tarif sind nur wenige KI-Anfragen je Nutzer enthalten. Für die meisten Teams ist das noch kein Entscheidungskriterium, für Teams mit hohem Anfragevolumen kann es eines werden.
DSGVO, EU-Hosting und Support
Beide Anbieter sind keine europäischen Unternehmen: Asana, Inc. sitzt in San Francisco, monday.com in Tel Aviv und New York. Beide hosten standardmäßig in den USA und bieten eine EU-Datenregion erst in den Enterprise-Tarifen an, Asana mit Datenresidenz in Frankfurt, der Konkurrent mit einer Region in der EU. Beide stellen Auftragsverarbeitungsverträge mit Standardvertragsklauseln bereit und sind nach gängigen Sicherheitsstandards zertifiziert. Für ein Marketing- oder Projektteam ohne besonders sensible Daten ist das in der Praxis ausreichend; wer Patientendaten, Personalakten oder Mandantendaten verwalten will, braucht Enterprise oder ein anderes Tool.
Beim Support hat monday.com die Nase vorn: 24/7-Support per Chat und E-Mail in allen Tarifen, auch im kostenlosen. Asana verweist in Personal und Starter auf das Hilfe-Center, Community und Ticket, bevorzugten Support gibt es ab Advanced. Die Oberfläche und die Hilfeartikel sind bei beiden auf Deutsch, der Support selbst antwortet häufig auf Englisch.
Wie schneiden Asana und monday.com im Vergleich zu ClickUp, Jira und Trello ab?
ClickUp versucht, beide Welten in einem Tool zu vereinen, mit Aufgabenhierarchie wie Asana und Tabellen, Dashboards und Docs wie das Work OS, zu einem niedrigeren Preis je Nutzer. Der Preis dafür ist eine Oberfläche mit sehr vielen Optionen, die Teams ohne Admin überfordert. Jira ist das Werkzeug für Software-Teams mit Sprints und Tickets, für Marketing und Operations meist zu technisch. Trello ist ein reines Kanban-Board, das für kleine Teams reicht und bei Abhängigkeiten, Reporting und Portfolios aussteigt. Notion ist eher Wiki mit Datenbanken als Projekt-Tool.
- Asana vs ClickUp: Der Herausforderer ist günstiger und kann mehr, Asana ist ruhiger und strukturierter. Wer Disziplin im Team hat, fährt mit Asana besser.
- Asana vs Jira: Jira für Entwicklung, Asana für alle anderen. monday dev ist der Versuch des Work OS, Entwicklern eine Alternative zu Jira zu bieten.
- Asana vs Trello: Trello für ein einzelnes Board, Asana sobald Projekte, Abhängigkeiten und Berichte dazukommen.
Wechsel zwischen monday.com und Asana: Wie aufwendig ist die Migration?
Beide Richtungen sind über CSV möglich, und beide Anbieter bieten Import-Assistenten: das Work OS importiert aus Asana, Trello, Excel und Jira, Asana importiert aus CSV, Trello, Wrike und weiteren Tools. Aufgaben mit Verantwortlichen, Daten und Status kommen sauber an. Aufwand entsteht bei allem, was die Denkweise des Tools ausmacht: Spiegel- und Formelspalten haben in Asana kein Gegenstück, Unteraufgaben und Mehrfachzuordnung von Asana müssen dort als Unterelemente neu gedacht werden, und Automationen bauen Sie in jedem Fall neu. Planen Sie für ein Team mit 10 Nutzern und 20 aktiven Projekten einige Tage Vorbereitung, einen Stichtag und zwei Wochen Parallelbetrieb ein.
Vor- und Nachteile von monday.com und Asana im Überblick
| Kategorie | Gewinner |
|---|---|
| Preis pro Nutzer auf der mittleren Stufe | Unentschieden (Sitz-Stufe entscheidet) |
| Preis auf der oberen Stufe (Pro vs Advanced) | monday.com |
| Kostenloser Einstieg | Asana |
| Aufgabenlogik und Verantwortlichkeit | Asana |
| Anpassbarkeit und Prozessbau | monday.com |
| Automationen ohne Kontingent-Sorgen | Asana |
| Reporting und Dashboards | monday.com |
| Lernkurve für Mitarbeiter | Asana |
| Integrationen | Unentschieden |
| Support | monday.com |
| DSGVO und EU-Hosting | Unentschieden (beide erst ab Enterprise) |
Endstand für ein Team mit 5 bis 50 Leuten: 4 zu 4, drei Kategorien unentschieden. Das Ergebnis ist knapp, und der Ausschlag kommt aus der Frage, was Ihr Team mit dem Tool tut. monday.com ist das bessere Tool, wenn Sie Prozesse in Tabellen selbst bauen und Dashboards für die Geschäftsführung brauchen. Asana ist die bessere Wahl, wenn Sie viele Aufgaben mit klarer Verantwortung durch gleichartige Projekte bewegen und keine Lust auf Konfiguration haben. Wer beides mit Marketing und Vertrieb verbinden will, sollte vorher klären, wie Vertriebsmarketing als Prozess aussieht, damit das Tool die Arbeit abbildet und nicht erfindet. Und wer die Einrichtung nicht selbst stemmen will, findet in unserer Agentur jemanden, der beide Tools aus Kundenprojekten kennt.
Häufige Fragen zu monday.com und Asana
Ist monday.com günstiger als Asana?
Auf der mittleren Stufe liegen beide nah beieinander: Standard kostet 12 € je Sitz, Asana Starter 10,99 € je Nutzer und Monat im Jahresabo (Stand September 2026, laut Anbieter). Weil monday.com in Sitz-Stufen ab 3 Sitzen verkauft, zahlt ein Team mit 6 Leuten aber für 10 Sitze. Auf der oberen Stufe ist Pro mit 19 € klar günstiger als Asana Advanced mit 24,99 €.
Bieten Asana und monday.com kostenlose Versionen an?
Ja. monday.com Free läuft mit bis zu 2 Sitzen, 3 Boards und 3 Docs, ohne Automationen und Zeitleiste. Asana Personal ist für bis zu 2 Nutzer kostenlos und bietet unbegrenzt Aufgaben und Projekte mit Listen-, Board- und Kalenderansicht sowie über 100 Integrationen. Für zwei Personen ist Asana Personal das vollständigere Werkzeug.
Was sind die Nachteile von Asana?
Der größte Nachteil ist der Preissprung von Starter auf Advanced, der für Portfolios, Ziele, Workload und den vollen Regel-Editor nötig wird und den Preis je Nutzer mehr als verdoppelt. Dazu kommen die begrenzte Anpassbarkeit im Vergleich zu einem Tabellen-Board, projektübergreifende Dashboards erst ab Advanced, Support ohne 24/7-Chat in den unteren Tarifen und EU-Datenresidenz nur im Enterprise-Tarif.
Was sind die Nachteile von monday.com?
Die Sitz-Stufen, bei denen Sie für unbesetzte Plätze zahlen, das Aktionen-Kontingent von 250 Automations- und Integrationsaktionen im Monat in Standard, der Basic-Tarif ohne Zeitleiste und Automationen sowie die Gefahr, dass ein Workspace ohne Konventionen unübersichtlich wird. Zeiterfassung und Formelspalten gibt es erst in Pro, EU-Hosting erst in Enterprise.
Welches Tool ist benutzerfreundlicher: Asana oder monday.com?
Für Mitarbeiter, die Aufgaben abarbeiten, ist Asana benutzerfreundlicher, weil die Mein-Aufgaben-Ansicht und der Posteingang nur zeigen, was sie betrifft. Für die Person, die Prozesse baut, ist das Work OS dankbarer, weil ein Board wie eine Tabelle funktioniert und Automationen als Rezepte zusammengeklickt werden. Die Lernkurve liegt dort später, beim Aufbau von Dashboards und Spiegelspalten.
Welches Projektmanagement-Tool ist besser für mein Team: Asana oder monday.com?
monday.com, wenn Ihr Team Prozesse mit Zahlen, Status und Zeiträumen in Tabellen abbildet und Dashboards braucht, etwa Marketing-Kampagnen, Vertriebspipelines oder Bewerbermanagement. Asana, wenn Ihr Team viele Aufgaben mit klarer Verantwortung durch gleichartige Projekte bewegt, etwa Agenturen mit Kundenprojekten oder Content-Teams. Beide sind für Software-Entwicklung mit Sprints nicht die erste Wahl, dort ist Jira oder monday dev näher dran.
Welche Alternativen zu Asana und monday.com gibt es?
ClickUp vereint Aufgabenhierarchie und Tabellen zu einem niedrigeren Preis, ist aber komplexer. Trello reicht für ein einzelnes Kanban-Board. Jira ist für Software-Teams gebaut. Notion ist Wiki mit Datenbanken. Wrike und Smartsheet richten sich an größere Organisationen mit Ressourcenplanung. Für Teams in Deutschland, die EU-Hosting ohne Enterprise-Tarif wollen, lohnt ein Blick auf europäische Anbieter wie awork oder Stackfield.
Kann man von Asana zu monday.com wechseln oder umgekehrt?
Ja, in beide Richtungen per CSV und Import-Assistent. Das Work OS importiert direkt aus Asana, Asana aus CSV und mehreren anderen Tools. Aufgaben, Verantwortliche, Daten und Status kommen sauber an. Neu aufbauen müssen Sie Automationen, Dashboards, Spiegel- und Formelspalten beziehungsweise Unteraufgaben und Mehrfachzuordnungen von Asana. Rechnen Sie bei 10 Nutzern mit einigen Tagen Vorbereitung und einem Stichtag.
Das Tool steht, der Prozess fehlt noch?
Ein Board verwaltet Kampagnen, es erzeugt keine Leads. Wir bauen als Agentur die Sichtbarkeit und die Prozesse dahinter, und richten monday.com oder Asana so ein, dass Ihr Team damit arbeitet statt es zu pflegen.
Verwandte Artikel
* Einige Links in diesem Artikel sind Partnerlinks. Buchen Sie über sie, bekommen wir eine kleine Provision. Für Sie ändert sich der Preis nicht.
