WordPress-Alternativen 2026

Zwölf Systeme, die als Alternative zu WordPress ernsthaft in Frage kommen: von TYPO3 und Drupal über Webflow, Wix und Squarespace bis Shopify, Ghost und Headless-Setups. Mit einer Entscheidungsmatrix und der ehrlichen Antwort, wann Sie bei WordPress bleiben sollten.

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Die Kurzfassung für Eilige

  • Grundsatz: Für die meisten Projekte bleibt WordPress 2026 die richtige Wahl. Rund 41 Prozent aller Websites laufen darauf (W3Techs, Stand Juli 2026), kein anderes System hat ein vergleichbar großes Angebot an Themes und Plugins.
  • Vier Fälle sprechen dagegen: strenge Redaktions- und Rechteverwaltung im Konzern, ein Shop als Hauptgeschäft, Publishing mit bezahlten Mitgliedschaften, und Websites, für die im Haus niemand die Wartung übernehmen will.
  • Governance und Mehrsprachigkeit: TYPO3 und Drupal, beide Open Source, beide mit Entwicklerbedarf.
  • E-Commerce: Shopify schlägt WooCommerce, sobald der Verkauf das Geschäftsmodell trägt.
  • Baukästen: Wix, Squarespace und Jimdo sind bequem und günstig im Start, kosten aber Flexibilität und erschweren den späteren Umzug.
  • Headless: Astro oder ein anderes statisches Frontend ist schnell und wartungsarm, verlangt aber Entwickler oder eine Agentur im Rücken.

Ist WordPress 2026 noch die richtige Wahl?

WordPress betreibt nach den Erhebungen von W3Techs 41,2 Prozent aller Websites und 59,1 Prozent aller Seiten, die überhaupt ein Content-Management-System einsetzen (Stand 27. Juli 2026). Der Anteil ist seit dem Höchststand von 43,6 Prozent Anfang 2025 gesunken, von einer Ablösung kann trotzdem keine Rede sein. Version 7.0 vom 20. Mai 2026 hat dem Projekt ein überarbeitetes Backend und einen zentralen Bereich für KI-Funktionen gebracht. Wenn Sie sich zuerst über die Grundlagen klar werden wollen, lesen Sie unsere Einordnung dazu, was WordPress eigentlich ist.

Trotzdem stellen mehr Unternehmen als früher die Systemfrage. Das liegt selten an einem einzelnen Feature, sondern daran, dass eine Installation über Jahre wächst, dass zwanzig Plugins gepflegt werden wollen und dass jedes Update ein kleines Risiko trägt. Diese Seite beantwortet deshalb eine praktische Frage: Welches System passt zu Ihrer Organisation?

Woran Sie merken, dass WordPress nicht mehr passt

Es gibt vier Muster, die in unserer Arbeit regelmäßig auftauchen und die tatsächlich für einen Systemwechsel sprechen.

Erstens Governance. Sobald mehrere Abteilungen, Sprachen und Freigabestufen zusammenkommen, wird WordPress unhandlich. Rechte lassen sich nur mit zusätzlichen Plugins fein genug schneiden, und Mehrsprachigkeit ist Erweiterungssache statt Kernfunktion. Zweitens der Shop. WooCommerce ist stark, solange der Verkauf ein Nebengeschäft ist. Trägt der Shop den Umsatz, kaufen Sie sich mit einer eigenen Shop-Infrastruktur auf einem Standard-CMS Wartung ein, die Sie nicht brauchen. Drittens Publishing mit Bezahlschranke. Newsletter, Mitgliedschaften und Abrechnung sind in WordPress ein Stapel aus Plugins, in spezialisierten Systemen sind sie eingebaut. Viertens die Wartung. Ein CMS ohne Pflege wird zum Sicherheitsproblem, das gilt für jedes PHP-basierte System. Wenn niemand Updates, Backups und Hosting verantwortet, ist eine gehostete Lösung ehrlicher als ein vernachlässigtes WordPress. Welche Rolle die Serverumgebung dabei spielt, zeigt unsere Übersicht der Hosting-Anbieter für WordPress.

Kein Wechselgrund: "WordPress ist langsam." Das ist fast immer eine Frage von Hosting, Theme und Plugin-Auswahl. Bevor Sie das System tauschen, lohnt ein Blick in die technischen Grundlagen. Ein sauber aufgesetztes WordPress schlägt einen schlecht gebauten Baukasten deutlich.

Open-Source-CMS: TYPO3, Drupal, Joomla, Contao

Diese vier Systeme sind wie WordPress kostenlos, laufen auf eigenem Hosting und geben Ihnen die Kontrolle über Daten und Code. Der Preis dafür ist Verantwortung: Sie brauchen Entwickler oder eine Agentur.

TYPO3

TYPO3 ist im deutschsprachigen Raum das Enterprise-CMS für alles, was mit vielen Redakteuren, vielen Sprachen und einer klaren Rechtestruktur zu tun hat. Version 14 LTS erschien am 21. April 2026 und wird bis zum 30. Juni 2029 kostenlos mit Sicherheitsaktualisierungen versorgt (Stand Juli 2026), was für Behörden, Hochschulen und Konzerne der eigentliche Kaufgrund ist: Planbarkeit über Jahre statt halbjährlicher Überraschungen. Mehrsprachigkeit, Workspaces mit Vorschau und ein feingliedriges Rechtesystem gehören zum Kern und werden nicht nachinstalliert.

Der Nachteil ist der Aufwand. TYPO3 lässt sich nicht am Wochenende lernen, die Einrichtung braucht Entwicklungsarbeit, und ein kleines Unternehmen mit fünf Seiten zahlt für Komplexität, die es nie nutzt. Für wen: Organisationen ab etwa fünfzig Seiten mit mehreren Redaktionsteams oder gesetzlicher Barrierefreiheitspflicht. Alle Details stehen im ausführlichen Duell WordPress vs. TYPO3.

Drupal

Drupal ist der Baukasten für strukturierte Inhalte. Wenn Ihre Website nicht aus Seiten besteht, sondern aus Datentypen, die miteinander verknüpft sind, also Produkte, Standorte, Veranstaltungen und Personen mit Beziehungen untereinander, dann spielt Drupal seine Stärke aus. Das Rechte- und Rollenkonzept ist ähnlich fein wie bei TYPO3, die Schnittstellen sind gut, und das System eignet sich als Basis für Headless-Betrieb.

Drupal 12 ist nach dem Release-Plan des Projekts für das Fenster ab dem 10. August 2026 vorgesehen und setzt PHP 8.5 voraus (Stand Juli 2026), was einen Teil der günstigen Hosting-Angebote ausschließt. Was Drupal nicht bietet, ist ein bequemer Einstieg: Die Lernkurve ist steiler als bei WordPress, und das Angebot an fertigen Themes und Modulen ist deutlich kleiner. Für wen: datenlastige Portale, Verbände, öffentliche Einrichtungen, Projekte mit eigenem Entwicklungsteam. Wer PHP als Grundlage einordnen möchte, findet im Glossareintrag zu PHP das Nötige.

Joomla

Joomla liegt zwischen WordPress und Drupal. Es bringt mehr Struktur mit als WordPress, ohne die Einstiegshürde von Drupal aufzubauen: Benutzerverwaltung, Zugriffsebenen und Mehrsprachigkeit sind eingebaut und nicht angeflanscht. Version 6.1 erschien am 14. April 2026, der Zweig 6.x bekommt bis Oktober 2028 Fehlerkorrekturen und bis Oktober 2029 Sicherheitsupdates (Stand Juli 2026). Für Vereine, Verbände und mittelständische Unternehmen mit mehreren Redakteuren ist das eine solide Basis.

Technisch ist Joomla in Ordnung, das Problem liegt im Ökosystem. Es gibt spürbar weniger Erweiterungen, weniger Themes und weniger Entwickler am Markt, was Sie später bei jeder Ausschreibung merken. Wer heute neu startet, wählt Joomla in der Regel nur mit gutem Grund. Für wen: Projekte mit Rechtestruktur und Mehrsprachigkeit, die kein Enterprise-Budget haben. Der direkte Vergleich steht unter WordPress vs. Joomla.

Contao

Contao ist ein deutsches Open-Source-CMS mit einer treuen Agenturszene und einem klaren Fokus auf saubere Ausgabe und Barrierefreiheit. Version 5.7 erschien am 15. Februar 2026 und wird ab dem 15. August 2026 die empfohlene Langzeitversion; Fehlerkorrekturen laufen dann bis Februar 2029, Sicherheitsaktualisierungen bis Februar 2030 (Stand Juli 2026). Das Backend ist aufgeräumt, die Rechteverwaltung ordentlich, und der Seitenbaum zwingt zu einer Struktur, die WordPress erst durch Disziplin bekommt.

Contao verlangt PHP 8.3 aufwärts und ist damit nicht auf jedem Billig-Hosting glücklich. Der Markt ist klein, und wer sich für Contao entscheidet, bindet sich meist an die Agentur, die es gebaut hat. Für wen: mittelständische Websites im DACH-Raum, bei denen Struktur und Barrierefreiheit wichtiger sind als ein großer Marktplatz an Erweiterungen.

Gehostete Baukästen: Webflow, Wix, Squarespace, Jimdo, Onepage

Hier zahlen Sie eine monatliche Gebühr und bekommen dafür Hosting, Updates und Sicherheit als Teil des Produkts. Sie geben dafür Kontrolle ab. Wenn Sie ohnehin zwischen mehreren dieser Anbieter schwanken, hilft der Baukasten-Vergleich bei der Vorauswahl.

Webflow

Webflow ist der Baukasten für Menschen, die gestalten können. Statt vorgefertigter Blöcke bedienen Sie eine visuelle Oberfläche, die im Hintergrund echtes HTML und CSS erzeugt, und bekommen dazu ein eigenes CMS für strukturierte Inhalte. Das Ergebnis ist sauberer als bei jedem anderen Baukasten, und die Vorschau über verschiedene Bildschirmgrößen ist der Grund, warum viele Designteams gar nicht mehr zurück wollen.

Die Preisstruktur ist der Haken. Seit Mai 2026 gibt es die Site-Pläne Basic ab 15 US-Dollar und Premium ab 25 US-Dollar im Monat bei jährlicher Zahlung, wobei Premium die früheren CMS- und Business-Pläne ersetzt. Dazu kommen Arbeitsplätze im Workspace, sodass ein Team schnell dreistellig im Monat landet (Stand Juli 2026). Wer nicht gestalten kann, bekommt mit Webflow auch nichts Schönes. Für wen: Marketing-Websites mit hohem Designanspruch und einer Person, die Layout beherrscht. Mehr dazu in WordPress vs. Webflow und in unserer Sicht auf responsives Webdesign.

Wix

Wix ist der bekannteste Website-Baukasten und der bequemste Einstieg für alle, die eine Website brauchen und keine Lust auf Technik haben. Der Editor ist intuitiv, Domain, Hosting, SSL und Rechtstexte sind Teil des Pakets, und die integrierten Funktionen für Terminbuchung, Newsletter oder kleine Shops decken den Bedarf vieler Selbstständiger vollständig ab. Die Listenpreise liegen bei rund 9 Euro im Monat für Light, 17 Euro für Core und 29 Euro für Business, Business Elite bei rund 159 Euro; bei monatlicher statt jährlicher Zahlung liegen die Beträge deutlich darüber (Stand Juli 2026).

Die Grenzen zeigen sich später. Sie kommen an den Quelltext nicht heran, die Zahl der Erweiterungen ist begrenzt, und ein Export Ihrer Inhalte zu einem anderen System ist mühsam. Für wen: kleine Unternehmen, Selbstständige und Projekte, die in wenigen Tagen online sein sollen. Der Direktvergleich steht unter WordPress vs. Wix.

Squarespace

Squarespace ist der Baukasten mit dem besten Geschmack. Die Vorlagen sind zurückhaltend und gut gesetzt, und selbst wer nie mit Design zu tun hatte, bekommt ein Ergebnis, das erwachsen aussieht. Für Fotografen, Coaches, Restaurants und Studios ist das oft die schnellste Strecke zu einer Website, die nicht selbstgebaut wirkt. In Deutschland kostet Basic je nach Zahlweise etwa 12 bis 17 Euro im Monat, Core rund 18 bis 24 Euro, Plus etwa 32 bis 42 Euro und Advanced 69 bis 79 Euro (Stand Juli 2026).

Der Preis der Eleganz ist Enge. Wo WordPress mit Plugins nahezu jede Sonderfunktion nachrüstet, endet Squarespace beim Vorgesehenen. Auch die Vorlagen lassen sich nur begrenzt umbauen. Für wen: visuell geprägte Einzelunternehmen und kleine Teams ohne Entwicklerzugriff. Details in WordPress vs. Squarespace.

Jimdo

Jimdo kommt aus Hamburg und hat den klarsten Fokus auf sehr kleine Unternehmen: Handwerk, Praxen, Ladengeschäfte. Support und Oberfläche sind deutschsprachig, und die Einrichtung dauert einen Nachmittag. Der Einstiegstarif Play ist kostenlos, danach kostet Start rund 9 Euro im Monat, Grow 19 Euro und Unlimited 39 Euro (Stand Juli 2026).

Funktional ist Jimdo die schmalste Lösung in diesem Vergleich. Für strukturierte Inhalte, umfangreiche Blogs oder anspruchsvolle Layouts ist es die falsche Wahl, und wer wächst, zieht meist innerhalb von zwei bis drei Jahren um. Für wen: Visitenkarten-Websites mit wenigen Seiten, bei denen Kontaktdaten und Erreichbarkeit das Wesentliche sind. Wollen Sie den Bau lieber vergeben, finden Sie den Ablauf unter Website erstellen lassen.

Onepage

Onepage ist ein deutscher Anbieter für Landingpages und Funnels. Der Editor ist auf Conversion getrimmt, Seitenversionen und Weiterleitungen sind eingebaut, und die Anbindung an Marketing-Werkzeuge funktioniert ohne Zwischenschritte. Es gibt einen kostenlosen Einstieg mit einer Website und drei Seiten, danach beginnt Essential bei 19,90 Euro im Monat, Standard liegt bei 39,90 Euro, Advanced bei 69,90 Euro (Stand Juli 2026).

Onepage ist kein CMS für eine Unternehmenswebsite mit vielen Unterseiten und keine Blogplattform. Es ist ein Werkzeug für Kampagnenseiten, und in dieser Rolle ist es besser als ein WordPress mit Pagebuilder. Unsere praktische Bewertung steht in den Onepage-Erfahrungen, den Gestaltungsrahmen für solche Seiten beschreiben wir unter Landing Pages. Für wen: Kampagnen- und Aktionsseiten, etwa zur Einführung eines Produkts oder als Zielseite für bezahlte Anzeigen.

Spezialisten: Shopify, Ghost und Headless mit Astro

Shopify

Shopify tritt streng genommen gar nicht gegen WordPress an. Es beantwortet eine andere Frage. Wenn Verkaufen Ihr Geschäft ist, bekommen Sie hier Zahlungsabwicklung, Steuerlogik, Versand, Lagerbestand und einen App-Store, den kein anderes System in dieser Tiefe hat. Die Tarife starten bei rund 25 Euro im Monat für Basic bei jährlicher Zahlung, Grow liegt bei etwa 66 Euro, Advanced bei rund 289 Euro, dazu kommen für Kartenzahlungen über Shopify Payments je nach Tarif 2,1, 1,8 oder 1,6 Prozent plus 30 Cent je Transaktion (Stand Juli 2026).

Gegenüber WordPress mit WooCommerce zahlen Sie mehr laufende Gebühr und geben Flexibilität ab, sparen dafür Wartung und Ausfallrisiko. Solange der Shop nur ein Nebenkanal einer Content-Website ist, bleibt WooCommerce die günstigere Lösung. Mehr dazu in WordPress vs. Shopify und bei unserer E-Commerce-Beratung.

Ghost

Ghost ist ein schlankes Publishing-System für Menschen, die schreiben und damit Geld verdienen wollen. Newsletter-Versand, kostenpflichtige Mitgliedschaften und die Abrechnung über Stripe sind eingebaut, das Backend ist ruhig, und der Editor arbeitet mit Markdown. Selbst gehostet ist Ghost kostenlos, der Anbieterbetrieb Ghost(Pro) beginnt bei 18 US-Dollar im Monat bei jährlicher Zahlung, Publisher liegt bei 29 US-Dollar, Business bei 199 US-Dollar (Stand Juli 2026).

Was Ghost nicht ist: ein Werkzeug für klassische Unternehmensseiten mit Leistungsübersicht, Referenzen und Formularen. Sobald Sie mehr brauchen als Beiträge, Seiten und Mitgliedschaften, fehlt Ihnen ein Ökosystem. Auch der Selbstbetrieb ist wegen Node.js anspruchsvoller als eine PHP-Installation auf Standard-Hosting. Für wen: Fachpublikationen, Autorinnen und Autoren, Medienangebote mit Bezahlschranke.

Headless und statische Seiten mit Astro

Headless heißt: Die Inhaltsverwaltung und die ausgelieferte Website sind getrennt. Ihre Redaktion pflegt Texte in einem Content-Hub, ein Generator baut daraus fertige HTML-Dateien, und der Besucher bekommt reine statische Seiten ohne Datenbankabfrage. Astro ist dafür 2026 das gängige Werkzeug im Frontend, und man kann WordPress als Inhaltsquelle im Hintergrund behalten. Das Ergebnis ist schnell und im Hosting sehr günstig, und weil kein PHP-Prozess läuft, bleibt kaum Angriffsfläche übrig.

Der Preis ist Entwicklungsarbeit. Jede Funktion, die WordPress mit einem Plugin erledigt, muss hier gebaut oder eingekauft werden, und ohne Entwickler oder Agentur ist ein solches Projekt nicht zu halten. Für wen: Websites mit hohem Anspruch an Ladezeit und Sicherheit sowie Projekte, die über viele Jahre laufen sollen. Was das für die Messwerte bedeutet, ordnen wir unter Performance ein.

Unsicher, welches System passt?

Wir schauen uns Ihr Projekt an und sagen Ihnen, ob ein Wechsel sich lohnt oder ob Sie mit dem bestehenden System besser fahren.

Systemwahl klären

Entscheidungsmatrix: welches System kann was

Die erste Tabelle zeigt, welche Funktionen ohne Zusatzarbeit vorhanden sind. "Ja" heißt: im Standard enthalten. "Nein" heißt: nicht vorgesehen oder nur mit Erweiterung.

SystemOpen SourceMehrsprachig im KernFeine RechteverwaltungE-Commerce integriertEigener Code-Zugriff
WordPressJaNeinNeinNeinJa
TYPO3JaJaJaNeinJa
DrupalJaJaJaNeinJa
JoomlaJaJaJaNeinJa
ContaoJaJaJaNeinJa
WebflowNeinNeinNeinJaNein
WixNeinJaNeinJaNein
SquarespaceNeinNeinNeinJaNein
JimdoNeinNeinNeinJaNein
OnepageNeinNeinNeinNeinNein
ShopifyNeinJaJaJaNein
GhostJaNeinNeinNeinJa
Headless mit AstroJaJaNeinNeinJa

Die zweite Tabelle betrifft das Geld und den Aufwand. Die Lizenzspalte meint die Software selbst, die Betriebsspalte die laufenden Kosten für Hosting oder Abo. Alle Angaben Stand Juli 2026, jeweils die Einstiegstarife.

SystemLizenzLaufende Kosten abWartung durchTechnisches Niveau
WordPresskostenlosHosting, einstelliger EurobereichSie oder Agenturmittel
TYPO3kostenlosHosting plus AgenturAgenturhoch
DrupalkostenlosHosting plus AgenturAgenturhoch
JoomlakostenlosHosting, einstelliger EurobereichSie oder Agenturmittel
ContaokostenlosHosting ab PHP 8.3Sie oder Agenturmittel
WebflowAbo15 US-Dollar je MonatAnbietermittel
WixAborund 9 Euro je MonatAnbieterniedrig
SquarespaceAborund 12 Euro je MonatAnbieterniedrig
JimdoAborund 9 Euro je MonatAnbieterniedrig
OnepageFreemium19,90 Euro je MonatAnbieterniedrig
ShopifyAborund 25 Euro je Monat plus GebührenAnbieterniedrig
Ghostkostenlos oder Abo18 US-Dollar je Monat gehostetAnbieter oder Siemittel
Headless mit AstrokostenlosHosting oft kostenfreiEntwicklerhoch

Für wen welches System die bessere Wahl ist

Wenn Sie eine Unternehmenswebsite mit Blog, Leistungsseiten und Kontaktstrecke betreiben und jemanden haben, der sich um Updates kümmert, bleiben Sie bei WordPress. Die Auswahl an Themes, die Verfügbarkeit von Entwicklern und der Umstand, dass jede Agentur damit arbeiten kann, wiegen die Wartung auf. Für gestaltete Seiten mit einem Baukasten-Ansatz innerhalb von WordPress ist Divi weiterhin ein tragfähiger Weg.

Wechseln sollten Sie in vier Konstellationen. Bei mehreren Redaktionsteams, Sprachen und Freigabestufen nehmen Sie TYPO3, bei stark strukturierten Datenmodellen Drupal. Wenn der Verkauf Ihr Geschäft ist, nehmen Sie Shopify. Wenn Sie mit Texten Geld verdienen, nehmen Sie Ghost. Und wenn niemand im Haus Technik anfassen will und die Website drei bis acht Seiten hat, ist ein Baukasten die ehrlichere Lösung als ein WordPress, das nach zwei Jahren ungepflegt im Netz steht. Welcher Baukasten das sein sollte, hängt vom Anspruch ab: Squarespace ist gestalterisch am stärksten, Wix bietet den größten Funktionsumfang, und bei Jimdo bekommen Sie Support auf Deutsch. Wenn Sie den Umbau begleitet haben möchten, übernimmt das unsere WordPress-Agentur auch dann, wenn das Ziel am Ende kein WordPress ist.

Umstieg von WordPress: was praktisch zu tun ist

Ein Systemwechsel scheitert selten am neuen System, sondern an den Details des alten. Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme: Welche URLs bringen Besucher, welche Seiten ranken, welche Formulare und Schnittstellen laufen im Hintergrund. Erst danach entscheiden Sie über das Zielsystem. Unser Relaunch-Check arbeitet genau diese Liste ab.

Der zweite Schritt ist der Inhalt. Aus WordPress kommen Sie über den Export oder die REST-Schnittstelle heraus, bei Wix, Squarespace und Jimdo bleibt meist nur ein Textexport. Rechnen Sie ein, dass Bilder, Metadaten und interne Verlinkung neu gesetzt werden müssen. Der dritte Schritt sind die Weiterleitungen: Jede alte URL braucht eine 301-Weiterleitung auf ihr neues Ziel, sonst verlieren Sie Rankings, die Sie sich über Jahre erarbeitet haben. Planen Sie den Wechsel außerhalb Ihrer Saison und beobachten Sie die Search Console vier Wochen lang täglich.

SEO-Unterschiede zwischen den Systemen

Für Google zählt allein das, was am Ende im Browser ankommt. Trotzdem gibt es Unterschiede, die im Alltag zählen. WordPress, TYPO3, Drupal und Contao geben Ihnen vollen Zugriff auf Meta-Angaben, strukturierte Daten, robots.txt und Weiterleitungen. Bei Astro und anderen statischen Generatoren gilt das ebenfalls, mit dem Vorteil sehr guter Ladezeiten ab Werk.

Bei den Baukästen wird es enger. Wix und Squarespace haben spürbar aufgeholt und decken Titel, Beschreibungen, Weiterleitungen und Sitemaps ab, aber eine feingliedrige Steuerung der Indexierung oder eigene Schema-Auszeichnungen sind mühsam bis unmöglich. Jimdo ist an dieser Stelle am schwächsten. Entscheidend bleibt in allen Systemen dasselbe: Inhalte, die eine Frage tatsächlich beantworten, eine saubere interne Verlinkung und eine belastbare technische Basis. Wie Sie daran arbeiten, beschreiben wir unter Google-Ranking verbessern. Ob Ihre bestehende Seite technisch trägt, klärt ein SEO-Audit vor dem Wechsel.

Häufige Fragen zu WordPress-Alternativen

Welche Alternativen gibt es zu WordPress?

Als Open-Source-CMS kommen TYPO3, Drupal, Joomla und Contao in Frage. Als gehostete Baukästen Webflow, Wix, Squarespace, Jimdo und Onepage. Für Spezialfälle gibt es Shopify im E-Commerce, Ghost für Publishing mit Mitgliedschaften und Headless-Setups mit einem statischen Frontend wie Astro. Welche davon passt, hängt weniger vom Funktionsumfang ab als von der Frage, wer die Website später pflegt.

Ist WordPress 2026 noch zeitgemäß?

Ja. WordPress läuft laut W3Techs am 27. Juli 2026 auf 41,2 Prozent aller Websites und auf 59,1 Prozent aller Seiten mit einem bekannten CMS. Der Marktanteil ist gegenüber dem Höchststand von 43,6 Prozent Anfang 2025 gesunken, das System wird aber aktiv entwickelt, Version 7.0 erschien am 20. Mai 2026. Veraltet ist nicht WordPress selbst, sondern eine Installation ohne Updates, ohne Backups und mit zwanzig ungepflegten Plugins.

Was ist besser, WordPress oder Jimdo?

Das hängt vom Umfang ab. Für eine Website mit wenigen Seiten, die vor allem Kontaktdaten und Leistungen zeigt, ist Jimdo schneller aufgesetzt und nimmt Ihnen Wartung, Hosting und Updates ab. Sobald ein Blog, strukturierte Inhalte, mehrere Redakteure oder besondere Funktionen dazukommen, ist WordPress klar überlegen. Jimdo ist die einfachere Lösung, WordPress die tragfähigere.

Welche WordPress-Alternative eignet sich für kleine und mittelständische Unternehmen?

Für den klassischen Mittelstand mit Unternehmenswebsite und Blog bleibt WordPress meist die beste Wahl, weil das Angebot an Themes, Erweiterungen und Dienstleistern am größten ist. Sind mehrere Sprachen und Redaktionsteams im Spiel, ist Joomla die günstigere und TYPO3 die belastbarere Alternative. Für sehr kleine Firmen ohne technische Betreuung sind Wix, Squarespace oder Jimdo realistischer.

Sind Enterprise-CMS wie TYPO3 oder Drupal teurer als WordPress?

Die Software ist bei allen dreien kostenlos, der Unterschied liegt in der Umsetzung. TYPO3 und Drupal brauchen Entwicklungsarbeit für Einrichtung, Templates und Erweiterungen, das schlägt im Projekt deutlich stärker zu Buche als bei WordPress. Dafür bekommen Sie Rechteverwaltung, Mehrsprachigkeit und lange Supportzeiträume, die Sie in WordPress mit Plugins nachbauen und dauerhaft pflegen müssten.

Was ist ein Headless CMS und wann lohnt es sich?

Bei einem Headless CMS sind Inhaltsverwaltung und ausgelieferte Website getrennt. Die Redaktion pflegt Texte im Backend, ein Generator wie Astro baut daraus statische Seiten, die ohne Datenbankabfrage ausgeliefert werden. Das lohnt sich bei hohem Anspruch an Ladezeit und Sicherheit oder wenn dieselben Inhalte in mehreren Kanälen erscheinen sollen. Ohne Entwickler oder Agentur ist ein solches Setup nicht sinnvoll zu betreiben.

Kann ich meine Inhalte später von einem Baukasten wieder wegbewegen?

Nur eingeschränkt. Bei WordPress und den anderen Open-Source-Systemen liegen Datenbank und Dateien bei Ihnen, ein Umzug ist Routine. Bei Wix, Squarespace und Jimdo gibt es keinen vollständigen Export von Design und Struktur, meist bekommen Sie Texte und Bilder und bauen den Rest neu. Wenn Sie damit rechnen, in wenigen Jahren zu wechseln, sollten Sie das bei der Entscheidung mitbedenken. Eine Vorauswahl bietet unser Vergleich der Website-Builder.

Daan Bachmann
Daan Bachmann
WordPress & Design Lead

Daan verantwortet bei STARK alle WordPress- und Design-Themen. Über 80 WordPress-Migrationen, Divi-Setups und Astro-Headless-Builds in den letzten Jahren.

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