WordPress vs Joomla 2026

Sie betreiben eine Joomla-Seite und fragen sich, ob Sie bleiben oder wechseln sollten. Wir zeigen, was die beiden Content-Management-Systeme voneinander unterscheidet, wo Joomla WordPress bis heute überlegen ist und wie eine Migration sauber abläuft.

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Die Kurzfassung für Eilige

  • Marktlage: WordPress läuft laut W3Techs (27. Juli 2026) auf 41,2 Prozent aller Websites, Joomla auf 1,2 Prozent.
  • Wo Joomla besser ist: feineres Rechtesystem, Mehrsprachigkeit im Kern statt im Plug-in.
  • Wo WordPress vorn liegt: Auswahl an Plugins und Themes, Redaktionskomfort, Dienstleistersuche.
  • Bleiben Sie bei Joomla, wenn Ihre Seite auf Joomla 5 oder 6 läuft, Sie die ACL nutzen und jemand das System pflegt.
  • Wechseln Sie, wenn Sie noch auf Joomla 3 oder 4 stehen: keine Sicherheitsupdates mehr.
  • Migration: Artikel und Kategorien kommen automatisch mit. Der Aufwand steckt in URL-Struktur und 301-Weiterleitungen.

Die Ausgangslage: bleiben oder wechseln?

Die meisten, die diesen Vergleich lesen, stehen nicht vor einer grünen Wiese. Sie haben eine funktionierende Joomla-Seite, oft seit zehn Jahren, und irgendetwas hat die Frage ausgelöst: Der Dienstleister hat sich zurückgezogen, ein Update ist schiefgegangen, oder eine Erweiterung gibt es nicht mehr. „Joomla oder WordPress" ist deshalb vor allem eine Frage von Nutzen und Aufwand. Wer den Kreis weiter zieht, findet in unserer Übersicht der WordPress-Alternativen auch die Systeme, die hier nicht im Fokus stehen.

Eine Zahl setzt den Rahmen. Laut W3Techs lag WordPress am 27. Juli 2026 bei 41,2 Prozent aller Websites und 59,1 Prozent aller Seiten mit erkennbarem Content-Management-System, Joomla bei 1,2 beziehungsweise 1,7 Prozent. Drupal kam auf 0,7 Prozent, TYPO3 auf 0,4 Prozent. Im Jahr 2015 hielt Joomla nach denselben Erhebungen noch 8,6 Prozent des CMS-Marktes.

Joomla im Profil: mehr System, als viele denken

Joomla wurde 2005 als Abspaltung von Mambo gestartet und war jahrelang der ernsthafte Gegenspieler zu WordPress. Es ist kein Auslaufmodell: Joomla 6.0 erschien im Oktober 2025, Version 6.1 im April 2026, mit Fehlerkorrekturen bis Oktober 2028 und Sicherheitsupdates bis Oktober 2029.

Was Joomla besser kann als WordPress

Das stärkste Argument ist die Benutzerverwaltung. Joomla verfügt ab Werk über neun Benutzergruppen, dazu über Zugriffsebenen, die steuern, wer welche Inhalte überhaupt sieht. Berechtigungen vererben sich über Gruppen und lassen sich bis auf einzelne Komponenten, Kategorien und sogar Artikel herunterbrechen. Wer ein Intranet, einen Mitgliederbereich oder gestaffelte Redaktionsfreigaben betreibt, bekommt das in WordPress nur per Rechte-Plugin hin.

Der zweite Punkt ist die Mehrsprachigkeit. Sprachpakete, Sprachfilter, verknüpfte Artikel und Sprachumschalter sind bei Joomla Bordmittel. In WordPress brauchen Sie dafür WPML, Polylang oder eine Multisite, also eine Abhängigkeit mehr, die bei jedem Update mitgetestet werden muss.

Dazu kommt die Architektur. Joomla trennt Inhalt, Menüstruktur und Module sauberer voneinander: Ein Menüpunkt ist ein eigenständiges Objekt, Module werden Positionen im Template zugewiesen. Websites mit vielen Unterbereichen lassen sich damit logischer abbilden. Und mit automatischen Core-Updates hat Joomla 6 an einem Punkt nachgezogen, an dem WordPress lange allein vorne lag.

Wo Joomla Schwächen hat

Das größte Problem ist das Ökosystem. Das offizielle Joomla-Erweiterungsverzeichnis listet 4.828 Erweiterungen, das WordPress-Verzeichnis über 60.000 kostenlose Plugins. Für Standardaufgaben finden Sie auch in Joomla eine Lösung, aber die Auswahl ist dünner, und einzelne Erweiterungen werden eingestellt, wenn ihr Entwickler das Interesse verliert.

Der zweite Punkt ist die Lernkurve. Das Backend ist mächtig, verlangt aber Verständnis für das Zusammenspiel aus Komponenten, Modulen, Menüpunkten und Zugriffsebenen. Redakteure, die einmal im Monat einen Text einstellen, tun sich damit schwerer als in WordPress.

Der dritte Punkt betrifft Sie unmittelbar, wenn Ihre Seite älter ist. Joomla 3 erreichte im August 2023 das Ende der offiziellen Unterstützung, der verlängerte kommerzielle Support lief im Februar 2025 aus. Joomla 4 bekam bis zum 14. Oktober 2025 Sicherheitsupdates. Wer heute darauf sitzt, betreibt eine Seite ohne Sicherheitspatches.

Dazu kommt die Dienstleistersuche. Eine WordPress-Agentur finden Sie in jeder deutschen Stadt. Bei Joomla wird der Kreis kleiner, und die Abhängigkeit von einzelnen Personen wächst.

WordPress im Profil: die andere Seite der Rechnung

WordPress startete 2003 als Blog-Software und trägt heute alles von der Visitenkarte bis zum Konzernauftritt. Die Hauptversion 7.0 erschien am 20. Mai 2026 und brachte ein überarbeitetes Backend, neue Blöcke und einen zentralen Bereich für KI-Funktionen. Wenn Sie das System nicht kennen, erklärt unser Grundlagenartikel, was WordPress ist.

Die Vorteile von WordPress liegen weniger in einzelnen Funktionen als in der Masse. Die große Community sorgt dafür, dass es für jede Anforderung mehrere Plugins gibt, dass Fehlermeldungen googelbar sind und dass Themes in jeder Ausrichtung existieren; einen Überblick gibt unsere Auswahl der besten WordPress-Themes. Für Redakteure ist der Alltag einfacher: Beitrag anlegen, schreiben, veröffentlichen.

Fair bleiben heißt, auch die Schwächen zu benennen. WordPress kennt ab Werk fünf grob geschnittene Benutzerrollen; eine Rechtevergabe je Beitrag gibt es im Kern nicht, Mehrsprachigkeit ebenfalls nicht. Die Kehrseite des großen Angebots ist Wildwuchs: Die meisten Sicherheitsvorfälle gehen auf veraltete Plugins zurück, nicht auf die Software selbst. Wer WordPress ernsthaft betreibt, braucht ein Update-Regime und ordentliches Hosting, wofür unser Vergleich der WordPress-Hoster die Kandidaten nennt.

WordPress und Joomla im direkten Vergleich

Die Gegenüberstellung bezieht sich auf den Auslieferungszustand, also auf das, was ohne zusätzliche Erweiterung funktioniert. Was in einer Spalte fehlt, lässt sich meist nachrüsten. Genau darin liegt aber der Unterschied im Wartungsaufwand.

Funktionalität im KernWordPressJoomla
Feingranulare Benutzerverwaltung (ACL)Nein, fünf feste RollenJa, neun Gruppen plus Zugriffsebenen
Mehrsprachigkeit ohne ErweiterungNeinJa
Erweiterungen im offiziellen Verzeichnisüber 60.000 Plugins4.828 Erweiterungen
Auswahl an Themes bzw. TemplatesSehr großDeutlich kleiner
Eigene Inhaltsfelder (Custom Fields)Ja, meist per Plug-inJa, im Kern
Schema.org im KernNein, per Plug-inJa, seit Joomla 5
Automatische Core-UpdatesJaJa, seit Joomla 5.4 und 6.0
Empfohlene PHP-Version8.3 oder höher8.3 oder höher (Pflicht ab Joomla 6)
Marktanteil aller Websites (W3Techs, 27.07.2026)41,2 Prozent1,2 Prozent

Bei den laufenden Kosten nehmen sich beide CMS wenig: quelloffen, keine Lizenzgebühr, gewöhnliches PHP-Hosting. Der Unterschied entsteht an anderer Stelle.

Kosten- und AufwandsfaktorWordPressJoomla
Lizenz für das System0 Euro, GPL0 Euro, GPL
Hosting-AnforderungStandard-PHP-HostingStandard-PHP-Hosting
Preiswettbewerb bei kommerziellen ErweiterungenHochGering
Risiko, dass eine Erweiterung eingestellt wirdErsatz meist vorhandenHöher, Ersatz unsicher
Einarbeitung für RedakteureKurzLänger
Verfügbarkeit von DienstleisternSehr hochEingeschränkt
Wartungsaufwand pro MonatSteigt mit der Zahl der PluginsEher konstant
Ehrlich gesagt: Ist Ihre Joomla-Installation aktuell und tut, was sie soll, ist ein Wechsel keine Pflichtübung. Entscheidend ist weniger, welches System objektiv besser ist, als welches Sie in fünf Jahren noch betreiben können.

Für wen welches System die bessere Wahl ist

Bleiben Sie bei Joomla, wenn drei Dinge zutreffen: Ihre Seite läuft auf Joomla 5 oder 6, Sie nutzen Benutzerverwaltung oder Mehrsprachigkeit wirklich, und jemand versteht das System. Dann gewinnen Sie durch einen Wechsel nichts, was den Aufwand rechtfertigt. Joomla ist ein ausgereiftes CMS, kein Notbehelf.

Wechseln Sie zu WordPress, wenn einer dieser Punkte zutrifft: Sie stehen noch auf Joomla 3 oder 4 und damit ohne Sicherheitsupdates. Ihr Dienstleister ist weg und Sie finden keinen Ersatz. Ihre Redaktion umgeht das Backend. Oder Sie brauchen Funktionen, für die es in Joomla keine gepflegte Erweiterung mehr gibt.

Sehen Sie sich andere Systeme an, wenn Ihre Anforderungen aus dem Rahmen fallen. Redaktionsprozesse mit mehreren Freigabestufen und strenge Governance sind die Domäne von TYPO3, was wir im Vergleich von WordPress und TYPO3 behandeln. Wollen Sie dagegen von der Technik nichts mehr sehen, ist ein gehosteter Baukasten der ehrlichere Weg. Wie sich das anfühlt, zeigt der direkte Vergleich mit Wix, einen breiteren Überblick gibt unser Vergleich der Homepage-Baukästen.

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Joomla zu WordPress migrieren: der praktische Ablauf

Der häufigste Fehler ist, eine Migration als Inhaltsproblem zu behandeln. Die Inhalte sind der einfache Teil, schwierig sind die Adressen.

1. Bestandsaufnahme vor dem ersten Handgriff

Ziehen Sie eine vollständige URL-Liste aus Joomla-Sitemap, Google Search Console, einem SEO-Crawl und den Server-Logfiles. Markieren Sie darin die Seiten mit Backlinks und die mit echtem Traffic. Unser Relaunch-Check führt durch die Punkte, die vor einem Systemwechsel geklärt sein müssen.

2. Inhalte übernehmen

Am verbreitetsten ist das Plugin FG Joomla to WordPress mit über 7.000 aktiven Installationen, zuletzt aktualisiert Ende März 2026. Es liest direkt aus der Joomla-Datenbank und überträgt Sektionen als Kategorien, verschachtelte Kategorien als Unterkategorien, Artikel in allen Zuständen, Medien samt angepasster Bild-URLs sowie Meta-Keywords als Schlagwörter. Die kostenpflichtige Variante ergänzt Autoren, Navigationsmenüs, Meta-Descriptions und bestehende Joomla-Weiterleitungen, dazu Module für K2, Kunena oder VirtueMart.

Nicht übernommen werden Module, Template-Anpassungen und alles, was in einer Erweiterung steckt. Ein Formular aus einer Joomla-Komponente wird neu gebaut, ein Shop auch.

3. Die URL-Struktur klären

Hier liegt der Knackpunkt. Ohne suchmaschinenfreundliche Adressen erzeugt Joomla URLs mit Parametern, die auf index.php verweisen und Komponente, Ansicht und Artikel-ID enthalten. Mit aktiviertem SEF entstehen sprechende Adressen, die aber weiterhin die numerische ID von Artikel und Kategorie im Pfad tragen, meist als Kombination aus Sprachkürzel, Kategorie mit ID und Artikel mit ID.

WordPress arbeitet anders: Die übliche Permalink-Struktur besteht aus Kategorie und Beitragsnamen oder nur aus dem Beitragsnamen, ohne IDs. Praktisch jede URL ändert sich also, einschließlich der Sonderfälle mit dem Segment component, der Feed-Adressen und der Paginierungsparameter. Entscheiden Sie die neue Struktur einmal und bewusst: Halten Sie die Pfade flach, lösen Sie Umlaute auf und lassen Sie das Datum weg.

4. Das 301-Konzept

Jede alte URL braucht ein Ziel, und zwar die inhaltlich passende neue Seite statt der Startseite. Legen Sie die Zuordnung als Tabelle mit alter und neuer Adresse an und arbeiten Sie sie vollständig ab. Für Inhalte, die ersatzlos wegfallen, ist ein Status 410 sauberer als eine Weiterleitung ins Ungefähre.

Setzen Sie die Weiterleitungen möglichst in der Konfiguration von Apache oder nginx um, das ist schneller als eine Plugin-Lösung. Drei Punkte entscheiden über das Ergebnis: Es dürfen keine Ketten entstehen, in denen eine Adresse auf eine zweite und die auf eine dritte zeigt. Die Varianten mit und ohne abschließenden Schrägstrich sowie mit Parametern müssen greifen. Und getestet wird vor dem Livegang.

Nach dem Umschalten reichen Sie die neue Sitemap in der Search Console ein und beobachten Indexabdeckung, Rankings und 404-Fehler mindestens acht bis zwölf Wochen. Ein Einbruch in den ersten Wochen ist normal, ein anhaltender deutet auf Lücken in der Zuordnung hin. Wir begleiten solche Umzüge als WordPress-Agentur und rechnen mit mehreren Wochen.

5. Mehrsprachigkeit gesondert planen

Ist Ihre Joomla-Seite mehrsprachig, wird das der aufwendigste Teil: Die Sprachverknüpfungen lassen sich nicht automatisch in Polylang oder WPML überführen. Planen Sie den Schritt separat ein, inklusive hreflang-Auszeichnung und der Frage, ob Sprachen künftig in Unterverzeichnissen oder auf eigenen Domains liegen.

SEO-Unterschiede zwischen den beiden Systemen

Vorab: Kein CMS rankt von sich aus besser. Sowohl mit WordPress als auch mit Joomla lassen sich technisch einwandfreie Websites bauen. Die Unterschiede liegen im Werkzeug.

Bei WordPress erledigen Yoast SEO oder Rank Math die Standardarbeit: Titel und Meta-Description pro Seite, Sitemap, kanonische Adressen, Steuerung der Indexierung, strukturierte Daten. Joomla bietet Grundfunktionen im Kern, darunter seit Version 5 eine Schema.org-Implementierung für Typen wie Article, Organization oder Event. Für alles darüber hinaus, besonders die Kontrolle über URLs, greift man zu Erweiterungen wie 4SEO oder sh404SEF.

Ein praktischer Unterschied bleibt die Adressstruktur: Die numerischen IDs in Joomla-URLs lassen sich abschalten, aber es ist Konfigurationsarbeit, die in gewachsenen Installationen oft nie gemacht wurde. Ein Pfad ohne IDs ist kein Rankingfaktor, aber verständlicher und in Verlinkungen belastbarer.

Bei der Geschwindigkeit hängt das Ergebnis am Template beziehungsweise Theme, an der Zahl der Erweiterungen und am Hosting. Eine überladene WordPress-Installation ist langsamer als ein schlankes Joomla und umgekehrt. Es zählen Bildoptimierung, Caching und eine aktuelle PHP-Version; die Punkte dazu stehen im Leitfaden zur technischen SEO. Für erklärungsbedürftige Leistungen ist ohnehin die Inhaltsarbeit der entscheidende Hebel, wie wir in der B2B-SEO täglich sehen.

Häufige Fragen zu WordPress und Joomla

Ist Joomla noch aktuell?

Ja. Joomla 6.0 erschien im Oktober 2025, Version 6.1 im April 2026, und der Zweig erhält bis Oktober 2028 Fehlerkorrekturen sowie bis Oktober 2029 Sicherheitsupdates. Nicht mehr aktuell sind Joomla 3 (ausgelaufen im August 2023) und Joomla 4 (14. Oktober 2025). Wer eine dieser Versionen betreibt, bekommt keine Sicherheitspatches mehr.

Ist WordPress oder Joomla einfacher zu bedienen?

Für Gelegenheitsnutzer ist WordPress einfacher: Das Backend kennt im Wesentlichen Beiträge, Seiten und Medien. Joomla verlangt Verständnis für das Zusammenspiel aus Komponenten, Modulen, Menüpunkten und Zugriffsebenen. Diese Lernkurve zahlt sich aus, sobald eine Website viele Bereiche und abgestufte Rechte hat, ist für eine kleine Redaktion aber unnötiger Ballast.

Was sind die Vor- und Nachteile von Joomla?

Vorteile: eine feingranulare Benutzerverwaltung mit neun Standardgruppen und Zugriffsebenen, Mehrsprachigkeit im Kern, eigene Inhaltsfelder ohne Erweiterung und seit Joomla 5 Schema.org ab Werk. Nachteile: ein Marktanteil von nur noch 1,2 Prozent, mit 4.828 Einträgen ein deutlich kleineres Erweiterungsverzeichnis, eine steilere Lernkurve und eine schwierigere Suche nach Dienstleistern.

Ist WordPress noch zeitgemäß?

Ja, und es wird aktiv weiterentwickelt. Version 7.0 erschien am 20. Mai 2026 mit einem überarbeiteten Backend und einem zentralen Bereich für KI-Funktionen. Laut W3Techs lief WordPress am 27. Juli 2026 auf 41,2 Prozent aller Websites. Der Anteil ist gegenüber dem Höchststand von 43,6 Prozent Anfang 2025 gesunken, WordPress bleibt aber mit Abstand das meistgenutzte CMS.

Wie migriere ich von Joomla zu WordPress?

In fünf Schritten: URL-Liste aus Sitemap, Search Console und Logfiles ziehen; Inhalte mit einem Importer wie FG Joomla to WordPress übernehmen; die neue Permalink-Struktur festlegen; für jede alte Adresse eine 301-Weiterleitung auf das passende Ziel einrichten; danach die Sitemap neu einreichen und acht bis zwölf Wochen die 404-Fehler beobachten. Funktionen aus Joomla-Erweiterungen müssen neu gebaut werden.

Verliere ich bei der Migration meine Google-Rankings?

Nicht zwangsläufig, aber das Risiko hängt fast vollständig an den Weiterleitungen. Weil sich beim Wechsel praktisch jede URL ändert, braucht jede alte Adresse ein passendes neues Ziel. Sammelweiterleitungen auf die Startseite, Weiterleitungsketten und vergessene Sonderfälle sind die typischen Ursachen für Einbrüche. Eine Schwankung in den ersten Wochen ist normal, ein anhaltender Rückgang nicht.

Ist Joomla wirklich kostenlos?

Das System selbst ja, es steht wie WordPress unter der GPL und kostet keine Lizenzgebühr. Kosten entstehen an denselben Stellen wie bei WordPress: Hosting, Domain, kommerzielle Erweiterungen oder Templates sowie Wartung. Bei Joomla ist der Anbietermarkt kleiner, weshalb der Preiswettbewerb geringer ausfällt.

Wie schneiden Joomla und WordPress gegenüber TYPO3 und Drupal ab?

TYPO3 und Drupal spielen in einer anderen Liga der Komplexität. Beide sind auf große Organisationen mit gestaffelten Redaktionsprozessen ausgelegt und verlangen Entwicklungsbudget und feste Betreuung. Gemessen an der Verbreitung sind beide klein: TYPO3 kam laut W3Techs am 27. Juli 2026 auf 0,4 Prozent aller Websites, Drupal auf 0,7 Prozent.

Daan Bachmann
Daan Bachmann
WordPress & Design Lead

Daan verantwortet bei STARK alle WordPress- und Design-Themen. Über 80 WordPress-Migrationen, Divi-Setups und Astro-Headless-Builds in den letzten Jahren.

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Wir übernehmen Bestandsaufnahme, Import, Weiterleitungskonzept und Monitoring.

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