WordPress vs Squarespace 2026

Squarespace liefert gestalterische Qualität, für die Sie sonst einen Designer brauchen. WordPress liefert Freiheit, für die Sie sonst niemanden fragen müssen. Wir stellen beide Systeme fair gegenüber und sagen Ihnen, ab welcher Projektgröße sich der Wechsel rechnet.

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Die Kurzfassung für Eilige

  • Squarespace gewinnt beim Design. Die Templates sind gestalterisch strenger und typografisch besser als fast alles, was Sie als Laie in WordPress zusammenbauen.
  • WordPress gewinnt bei Erweiterbarkeit. Rund 60.000 kostenlose Plugins gegen eine überschaubare Zahl offizieller Squarespace-Erweiterungen.
  • Kosten: Squarespace kostet ab etwa 12 Euro pro Monat bei Jahreszahlung, WordPress ist gratis, das Hosting nicht.
  • Rechtliches: Bei DSGVO, Cookie-Einwilligung und deutschen Rechtstexten haben Sie mit WordPress mehr Werkzeuge und mehr Kontrolle.
  • Support: Squarespace bietet keinen Telefonsupport, der Live-Chat läuft auf Englisch.
  • Wechselpunkt: Ab etwa 40 bis 50 Seiten, eigenen Datenstrukturen oder Schnittstellen zu anderen Systemen wird WordPress günstiger und schneller.

Die Entscheidung, um die es wirklich geht

Wer Squarespace und WordPress vergleicht, vergleicht selten zwei Programme. Er vergleicht zwei Arbeitsweisen. Squarespace ist ein geschlossener Website-Builder: Hosting, Templates, Editor, Zahlungsabwicklung und Updates kommen aus einer Quelle, und Sie bezahlen dafür einen festen Betrag pro Monat. WordPress ist ein offenes Content-Management-System, das Sie auf einem Server Ihrer Wahl installieren und mit Themes und Plugins zu dem machen, was Sie brauchen.

Diese Seite richtet sich an Selbstständige mit gestalterischem Anspruch: Fotografinnen, Studios, Gastronomie, Kreativagenturen. Genau dort ist Squarespace stark, und genau dort stellt sich die Systemfrage nach zwei bis drei Jahren erneut. Wenn Sie den größeren Überblick über alle Systeme suchen, finden Sie ihn in unserer Übersicht der WordPress-Alternativen. Geht es Ihnen speziell um Baukästen, hilft der Vergleich der Homepage-Baukästen weiter.

Squarespace im Profil: Design ohne Designer

Squarespace ist bekannt für Gestaltung, und das ist keine Marketingerzählung. Die Templates sind kuratiert statt gesammelt: Es gibt weniger Auswahl als bei WordPress, aber die Auswahl ist durchdacht. Abstände, Schriftgrößen und Zeilenlängen sind so vorkonfiguriert, dass eine Seite auch dann anständig aussieht, wenn niemand mit gestalterischer Ausbildung daran arbeitet.

Dazu kommt der Bildumgang. Squarespace skaliert und komprimiert hochgeladene Bilder automatisch, was gerade für Fotografie-Websites praktisch ist. Die Portfolio- und Galerie-Formate sind fertig und funktionieren auf Mobilgeräten ohne Nacharbeit. Auch die Nebenbaustellen sind abgedeckt: Terminbuchung, Newsletter, ein einfacher Shop, Mitgliederbereiche und Rechnungen laufen im selben Konto.

Preislich liegt Squarespace nach Stand Juli 2026 bei etwa 12 Euro pro Monat im Tarif Basic bei jährlicher Zahlung, 18 Euro für Core, 32 Euro für Plus und 69 Euro für Advanced. Bei monatlicher Zahlung liegen die Preise jeweils spürbar höher, alle Angaben verstehen sich zuzüglich Umsatzsteuer. Ältere Tarife wie Personal, Business und Commerce laufen für Bestandskunden weiter. Es gibt eine 14-tägige Testphase, und zu einem Jahresabo gehört eine Domain für das erste Jahr.

Zwei Einschränkungen gehören ins Profil. Erstens: Squarespace berechnet im Einstiegstarif Basic 2 Prozent Transaktionsgebühr auf Shop-Umsätze, ab Core entfällt sie; auf digitale Produkte fallen je nach Tarif 7, 5, 1 oder 0 Prozent an, und die Gebühren des Zahlungsdienstleisters kommen immer obendrauf (Stand Juli 2026). Zweitens: Eigenes CSS können Sie in allen Tarifen hinterlegen, das Einfügen zusätzlicher Skripte über die Code-Injection setzt aber einen der höheren Tarife voraus.

WordPress im Profil: offen und erweiterbar, dafür pflegebedürftig

WordPress betreibt laut den Auswertungen von W3Techs am 27. Juli 2026 41,2 Prozent aller Websites und 59,1 Prozent des CMS-Markts. Squarespace kommt auf 2,5 Prozent aller Websites, Wix auf 4,3 und Shopify auf 5,3 Prozent. Diese Zahl allein macht kein System besser, sie erklärt aber, warum das Umfeld so groß ist: über 60.000 kostenlose Plugins und über 8.000 kostenlose Themes im offiziellen Verzeichnis, dazu ein kommerzieller Markt mit Premium-Themes und Agenturen in jeder größeren Stadt.

Für Sie heißt das vor allem eines: Es gibt für fast jede Anforderung eine Lösung, die schon jemand gebaut hat. Ein mehrsprachiger Auftritt, eine Buchungslogik mit eigenen Regeln, ein Kundenbereich mit Rollen, ein Shop über WooCommerce, eine Anbindung an Ihr Warenwirtschafts- oder CRM-System: Das sind in WordPress Konfigurationsaufgaben, keine Systemwechsel. Was Ihnen gefällt, finden Sie in unserer Auswahl der besten WordPress-Themes, und die Grundlagen erklärt der Beitrag Was ist WordPress.

Der Preis dieser Offenheit ist Pflege. Die Software ist kostenlos, das Hosting nicht: Je nach Anbieter und Anspruch liegen Sie zwischen wenigen Euro für einfaches Shared Hosting und einem zweistelligen Betrag pro Monat für Managed Hosting mit Backups, Staging und Sicherheitsupdates. Wir haben die Anbieter im Vergleich der WordPress-Hoster gegenübergestellt. Dazu kommen Jahreslizenzen für Premium-Themes und einzelne Plugins sowie regelmäßige Updates, die jemand einspielen und prüfen muss. Wer das nicht selbst leisten will, kauft es ein, etwa bei uns als WordPress-Agentur.

Ehrlich bleibt auch: Ein WordPress ohne Betreuung veraltet. Squarespace aktualisiert sich im Hintergrund und ist deshalb nach drei Jahren Untätigkeit immer noch sicher. Ein vergessenes WordPress ist es nicht.

Direktvergleich: was beide Systeme leisten und was sie kosten

Die erste Tabelle zeigt den Funktionsstand nach Stand Juli 2026, die zweite die Kostenstruktur. Beides ist eine Momentaufnahme, beide Anbieter verändern ihre Pakete regelmäßig.

KriteriumSquarespaceWordPress
Gestaltungsqualität ab Werksehr hoch, kuratierte Templatesabhängig von Theme und Umsetzung
Erweiterbarkeit durch Pluginsbegrenztrund 60.000 Plugins
Zugriff auf den QuellcodeNeinJa
Eigenes CSSin allen Tarifenuneingeschränkt
Skripte per Code-Injectionerst ab höherem Tarifuneingeschränkt
Hosting inklusiveJaseparat zu buchen
Updatesautomatisch im Hintergrundeigene Verantwortung
Shop-Funktionintegriert, Transaktionsgebühr je TarifWooCommerce, keine Umsatzbeteiligung
Datenexportstark eingeschränktvollständig
TelefonsupportNeinüber Hoster oder Agentur

Bei den Kosten lohnt der Blick über mehrere Jahre. Squarespace ist am Anfang kalkulierbarer, WordPress wird mit wachsendem Umfang relativ günstiger, weil zusätzliche Funktionen keine höhere Tarifstufe erzwingen.

KostenblockSquarespaceWordPress
Softwareim Abo enthaltenkostenlos
Einstiegstarifab etwa 12 Euro pro Monat (Jahreszahlung)entfällt
Hostingenthalteneinfaches Shared Hosting bis Managed Hosting
DesignTemplate inklusiveTheme kostenlos oder als Jahreslizenz
Funktionserweiterunghöherer Tarif oder FremdanbieterPlugin, oft kostenlos, sonst Jahreslizenz
Shop-UmsätzeTransaktionsgebühr je nach Tarifnur Gebühr des Zahlungsdienstleisters
Wartungim Preis enthalteneigene Zeit oder Wartungsvertrag

Wo Squarespace an Grenzen stößt

Die Stärke von Squarespace ist der geschlossene Rahmen. Der Rahmen ist zugleich die Grenze, und sie zeigt sich an vier Stellen.

Erweiterbarkeit. Squarespace bietet Erweiterungen ausgewählter Partner, aber keinen offenen Marktplatz. Wenn eine Anforderung im System nicht vorgesehen ist, bleibt Ihnen nur ein eingebettetes Fremdsystem oder ein Verzicht. Ein Beispiel aus der Praxis: eine Preisliste mit Filterlogik, ein Kundenkonto mit individuellen Rechten oder ein Terminkalender, der Ressourcen und Personal gleichzeitig verplant. Das lässt sich in Squarespace nicht sauber bauen, in WordPress dagegen mit vorhandenen Bausteinen.

Support auf Deutsch. Squarespace bietet nach Stand Juli 2026 keinen Telefonsupport. Der Live-Chat läuft laut Anbieter ausschließlich auf Englisch und ist von Montag bis Freitag erreichbar, der E-Mail-Support antwortet auf Deutsch und rund um die Uhr, das Hilfe-Center gibt es ebenfalls auf Deutsch. Für viele Nutzer reicht das. Wenn eine Kampagne läuft und der Shop klemmt, ist eine E-Mail-Antwort mit einigen Stunden Verzögerung allerdings etwas anderes als ein Anruf beim deutschen Hoster oder bei der eigenen Agentur.

Rechtstexte und DSGVO. Squarespace ist ein US-Anbieter. Für die Datenübermittlung stellt das Unternehmen eine Ergänzung zur Datenverarbeitung bereit, die sich auf die Standardvertragsklauseln der EU-Kommission stützt. Das ist eine belastbare Grundlage, nimmt Ihnen aber die eigene Prüfung nicht ab. In der Praxis geht es um konkrete Dinge: eine Einwilligungslösung, die eingebettete Inhalte tatsächlich erst nach Zustimmung lädt, eine Datenschutzerklärung, die auch die Analysefunktion des Anbieters abbildet, und ein Impressum, das den deutschen Anforderungen genügt. In WordPress haben Sie für jeden dieser Punkte etablierte, auf deutsches Recht zugeschnittene Werkzeuge, in Squarespace arbeiten Sie häufiger mit Behelfslösungen.

Feinsteuerung. Sie haben keinen Zugriff auf Server, Dateisystem oder Datenbank. Serverseitige Weiterleitungsregeln, eigene Caching-Strategien, individuelle strukturierte Daten oder ein spezieller Bild-Workflow entfallen. Für eine Portfolio-Website mit zwölf Seiten: fast nichts. Für einen Auftritt mit hundert Landingpages und laufender Optimierung: einiges. Wer beim Ladeverhalten an die Grenze kommt, findet die Stellschrauben in unserem Überblick zur Website-Performance.

Für wen welches System die richtige Wahl ist

Wir empfehlen Squarespace ohne Umschweife, wenn drei Bedingungen zusammenkommen: Ihr Auftritt ist im Kern eine Visitenkarte mit Bildstrecke, Sie pflegen ihn selbst, und Sie haben keine Anforderungen, die über das Angebot des Systems hinausgehen. Für ein Fotostudio, ein kleines Restaurant mit Speisekarte und Reservierungslink oder eine Ein-Personen-Beratung ist Squarespace schneller am Ziel, sieht besser aus und kostet über drei Jahre weniger als ein individuell gebautes WordPress.

WordPress empfehlen wir, sobald Ihre Website Arbeit übernehmen soll statt nur Eindruck zu machen. Also dann, wenn Inhalte regelmäßig wachsen, wenn Sie Leads über Formulare und Kampagnen einsammeln, wenn Daten in andere Systeme fließen müssen oder wenn mehrere Personen mit unterschiedlichen Rechten am Auftritt arbeiten. Dazu kommt der Fall, den viele unterschätzen: Sie wollen die Gestaltung selbst kontrollieren. Wie ein sauberes Layout entsteht, zeigt unser Beitrag zu gutem Website-Design, und wie wir gestalterisch arbeiten, sehen Sie im Bereich Webdesign.

Wenn Sie zwischen mehreren Baukästen schwanken, sind zwei Nachbarvergleiche hilfreich. WordPress vs Wix behandelt den günstigeren, funktional breiteren Baukasten, und WordPress vs Webflow die Variante für Teams, die gestalterisch bis ins Detail steuern wollen.

Ab welcher Projektgröße der Wechsel zu WordPress lohnt

Eine belastbare Faustregel gibt es nicht, aber es gibt Schwellen, an denen die Rechnung kippt. Wir sehen in Projekten vier davon.

Der Umfang. Bis etwa 30 Seiten pflegt sich ein Squarespace-Auftritt angenehm. Zwischen 40 und 50 Seiten wird die Navigation unhandlich, weil das System keine echten Inhaltstypen und keine Taxonomien im Sinne eines CMS kennt. Ab da arbeiten Sie gegen die Struktur statt mit ihr.

Die Datenstruktur. Sobald Sie wiederkehrende Objekte haben, die mehr sind als Blogbeiträge, also Projekte mit Feldern, Standorte mit Öffnungszeiten, Kurse mit Terminen, brauchen Sie eigene Inhaltstypen. Genau das ist eine WordPress-Kernfunktion und in Squarespace nicht vorgesehen.

Die Schnittstellen. Wenn Ihre Website Daten an ein CRM, eine Warenwirtschaft oder ein Buchungssystem übergeben soll, brauchen Sie Zugriff auf die Übergabe. Einbettungen reichen dafür nicht.

Der Umsatz. Beim Verkauf über die Website wird die Transaktionsgebühr zum Argument. Solange Sie ein paar Gutscheine im Monat verkaufen, ist sie ein Rundungsfehler. Ab einem ernsthaften Warenkorbvolumen fällt bei einem Shop mit WooCommerce oder alternativ mit Shopify auf die eigenen Umsätze nur noch die Gebühr des Zahlungsdienstleisters an.

Praktisch heißt das: Solange zwei oder mehr dieser Punkte nicht zutreffen, bleiben Sie. Sobald zwei zutreffen, planen Sie den Wechsel, bevor Sie ihn unter Zeitdruck machen müssen.

Unsicher, ob sich der Wechsel für Sie rechnet?

Wir sehen uns Ihren Auftritt an und sagen Ihnen, ob ein Umzug sinnvoll ist. Auch wenn die Antwort lautet, dass Sie bleiben sollten.

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Umzug von Squarespace zu WordPress: was tatsächlich zu tun ist

Der unangenehme Teil zuerst: Der Export aus Squarespace ist begrenzt. Sie bekommen eine XML-Datei mit Ihren Layout-Seiten und genau einer Blog-Seite samt Beiträgen. Nicht enthalten sind Shop-Seiten, Portfolio- und Galerie-Seiten, Audio- und Video-Blöcke, Inhalte in seitenspezifischen Kopf- und Fußbereichen sowie Ihr eigenes CSS. Bilder liegen weiterhin auf den Servern des Anbieters und müssen eingesammelt werden.

Ein Umzug läuft deshalb in dieser Reihenfolge ab. Erstens: Bestandsaufnahme aller URLs, am besten aus der Sitemap und der Search Console, damit später nichts fehlt. Zweitens: Hosting und WordPress aufsetzen, Theme wählen und das Layout so weit vorbereiten, dass Inhalte hineinpassen. Drittens: XML-Import der Beiträge, danach das manuelle Nachziehen aller Inhalte, die der Export nicht mitbringt. Viertens: Bilder herunterladen, neu einbinden und dabei gleich in ein modernes Format bringen. Fünftens: Weiterleitungen von jeder alten auf die jeweils passende neue Adresse, sonst verlieren Sie die aufgebaute Sichtbarkeit. Sechstens: Domain umziehen und erst danach das Abo kündigen.

Rechnen Sie für eine gepflegte Website mit 20 bis 40 Seiten mit einigen Tagen Arbeit. Soll das Layout dabei gleich besser werden, lohnt sich ein Blick auf responsives Webdesign, weil sich die Umbruchpunkte in WordPress anders setzen lassen als im Baukasten. Feinheiten am Erscheinungsbild regeln Sie später über CSS, ohne an Tarifgrenzen zu stoßen.

SEO-Unterschiede zwischen Squarespace und WordPress

Die Grundlagen beherrschen beide Systeme. Squarespace erzeugt automatisch eine Sitemap, setzt saubere Überschriftenstrukturen, erlaubt individuelle Seitentitel und Meta-Beschreibungen, liefert eine Verschlüsselung per SSL und kann Weiterleitungen anlegen. Für einen lokalen Anbieter mit klarem Angebot reicht das aus.

Die Unterschiede beginnen bei der Feinsteuerung. In WordPress bestimmen Sie die URL-Struktur vollständig, können strukturierte Daten für jeden Inhaltstyp gezielt ausspielen, die Indexierungssteuerung pro Seite regeln, interne Verlinkung über eigene Regeln automatisieren und am Ladeverhalten auf Serverebene arbeiten. Wie weit das reicht, zeigt unser Bereich technische SEO. In Squarespace arbeiten Sie innerhalb dessen, was der Anbieter vorsieht, und ergänzen Fehlendes über die Code-Injection der höheren Tarife.

Der zweite Unterschied ist die Inhaltsarbeit. Wer im Wettbewerb um umkämpfte Suchbegriffe steht, braucht viele, gut verzahnte Seiten. Diese Arbeit skaliert in WordPress besser, weil sich Vorlagen, Kategorien und Verlinkungslogik automatisieren lassen. Ein Zwischenschritt lohnt sich vor jeder Entscheidung: ein nüchterner Blick auf den Ist-Zustand, wie wir ihn im SEO-Audit machen. Häufig zeigt sich dabei, dass nicht das System das Problem ist, sondern die Inhalte darauf.

Häufige Fragen zu WordPress und Squarespace

Ist Squarespace einfacher zu bedienen als WordPress?

Ja, für den Einstieg deutlich. Squarespace nimmt Ihnen Hosting, Updates und Gestaltungsentscheidungen ab, und Sie können am selben Tag online gehen. WordPress verlangt am Anfang mehr Entscheidungen: Hoster, Theme, Plugins, Wartung. Diese technischen Hürden zahlen sich erst aus, wenn das Projekt wächst und Sie Freiheiten brauchen, die ein Baukasten nicht vorsieht.

Was kostet Squarespace im Vergleich zu WordPress?

Squarespace liegt nach Stand Juli 2026 bei etwa 12 Euro pro Monat im Einstiegstarif bei jährlicher Zahlung und steigt über die Tarifstufen deutlich an, jeweils zuzüglich Umsatzsteuer. WordPress selbst ist kostenlos, Sie zahlen Hosting, gegebenenfalls eine Theme-Lizenz und einzelne Plugins. Bei kleinen Projekten ist Squarespace unter dem Strich oft günstiger, bei größeren dreht sich das Verhältnis, weil zusätzliche Funktionen in WordPress keine höhere Tarifstufe erzwingen.

Ist WordPress noch zeitgemäß?

Ja. Laut den Auswertungen von W3Techs betreibt WordPress am 27. Juli 2026 41,2 Prozent aller Websites und 59,1 Prozent des CMS-Markts. Das System ist mit dem Block-Editor und mit Headless-Ansätzen technisch weitergezogen. Zeitgemäß ist es allerdings nur mit Pflege: Ein WordPress ohne Updates und ohne Backups ist ein Risiko, während sich ein Baukasten wie Squarespace selbst aktuell hält.

Kann ich mit Squarespace einen Online-Shop betreiben?

Ja, ein Shop ist integriert und für ein überschaubares Sortiment gut geeignet. Beachten Sie die Transaktionsgebühr: Im Einstiegstarif Basic berechnet Squarespace 2 Prozent auf Shop-Umsätze, ab Core entfällt diese Gebühr, auf digitale Produkte bleiben je nach Tarif 7, 5, 1 oder 0 Prozent, und die Gebühren des Zahlungsdienstleisters fallen in jedem Fall an (Stand Juli 2026). Ab einem ernsthaften Warenkorbvolumen sind WooCommerce auf WordPress oder Shopify wirtschaftlich die besseren Optionen.

Gehören mir meine Inhalte bei Squarespace?

Die Inhalte gehören Ihnen, der Zugang zu ihnen ist aber eingeschränkt. Der Export liefert eine XML-Datei mit Layout-Seiten und einer Blog-Seite. Shop-, Portfolio- und Galerie-Seiten, Audio- und Video-Blöcke sowie eigenes CSS sind nicht enthalten, und Bilder müssen Sie separat sichern. Planen Sie diesen Aufwand ein, wenn Sie den Anbieter irgendwann verlassen wollen.

Ist Squarespace DSGVO-konform nutzbar?

Nutzbar ja, automatisch konform nein. Squarespace ist ein US-Anbieter und stellt eine Ergänzung zur Datenverarbeitung bereit, die sich auf die Standardvertragsklauseln der EU-Kommission stützt. Sie brauchen zusätzlich eine Einwilligungslösung, die eingebettete Inhalte erst nach Zustimmung lädt, eine Datenschutzerklärung, die auch die Analysefunktion abbildet, und ein Impressum nach deutschem Recht. In WordPress stehen für diese Punkte mehr auf den deutschen Markt zugeschnittene Werkzeuge bereit.

Gibt es bei Squarespace deutschsprachigen Support?

Teilweise. Das Hilfe-Center ist auf Deutsch verfügbar, und der E-Mail-Support antwortet auf Deutsch und rund um die Uhr. Der Live-Chat läuft nach Stand Juli 2026 ausschließlich auf Englisch, und einen Telefonsupport bietet Squarespace nach eigenen Angaben gar nicht an. Wer im Störungsfall schnell mit jemandem sprechen will, ist mit einem deutschen Hoster oder einer betreuenden Agentur besser aufgestellt.

Wann sollte ich von Squarespace zu WordPress wechseln?

Wenn mindestens zwei dieser Punkte zutreffen: Ihr Auftritt überschreitet etwa 40 bis 50 Seiten, Sie brauchen eigene Inhaltstypen mit strukturierten Feldern, Daten sollen an ein CRM oder ein Buchungssystem übergeben werden, oder Sie verkaufen so viel, dass die Transaktionsgebühr ins Gewicht fällt. Planen Sie den Wechsel dann bewusst, statt ihn später unter Zeitdruck zu erledigen. Wir begleiten solche Umzüge regelmäßig, eine Einordnung finden Sie bei unseren WordPress-Leistungen.

Daan Bachmann
Daan Bachmann
WordPress & Design Lead

Daan verantwortet bei STARK alle WordPress- und Design-Themen. Über 80 WordPress-Migrationen, Divi-Setups und Astro-Headless-Builds in den letzten Jahren.

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